en-de  Where Europe Would Be Hurt Most by a No-Deal Brexit Medium
Wo Europa am meisten durch ein No-Deal Brexit verletzt würde.

Wie anfällig ist jede Region für wirtschaftliche Störungen durch den Brexit: Teile Deutschlands sind besonders anfällig. Sizilien könnte Schlittschuh laufen.

Von Allison McCann, Milan Schreuer und Amie Tsang, The New York Times, 7. Februar 2019.

Da Großbritannien nur noch wenige Tage bis zum Austritt aus der Europäischen Union bleiben, bleiben die politischen Verhandlungen über ein Rücknahmeabkommen stecken - und die wirtschaftlichen Bedenken wachsen.

Den meisten Berichten zufolge würde die britische Wirtschaft geschwächt werden, wenn sie ohne ein Abkommen aus der Europäischen Union aussteigt. Die düstersten Prognosen zeigen, dass Großbritannien 9,3 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts verlieren würde, die Immobilienpreise könnten um 30 Prozent sinken und das Pfund könnte gegenüber dem Dollar auf 1,10 Dollar fallen. (Das Pfund, das als Barometer für das Vertrauen in Brexit angesehen wird, liegt nun bei etwa 1,29 $).

Aber die Auswirkungen wären auch für die 27 verbleibenden Mitgliedsstaaten der Europäischen Union schmerzhaft. Obwohl der Block ein Binnenmarkt ist, hat jedes Land eine einzigartige Beziehung zu Großbritannien, was den Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Personen und Kapital betrifft.

Die Regionen, die am stärksten einem Brexit ohne Abkommen preisgegeben sind, würden Probleme haben, die von Beeinträchtigungen im Handel über kostenaufwändige Zölle bis hin zu fragmentierten Lieferketten und Einschränkungen bei Dienstleistungen reichen.

Die Europäer haben in den politischen Verhandlungen die stärkere Position. Aber Experten stimmen darin überein, dass kaum jemand gewinnt, wenn es zu einer Vereinbarung über den Austritt kommt - und einige Länder könnten ganz erheblich verlieren.

Kein freier Handel mehr.

Das unmittelbare Risiko eines Ausstiegs ohne Abkommen besteht darin, dass Großbritannien und die Europäische Union ohne Handelsabkommen bleiben würden, was dazu führen würde, dass sie die von der Welthandelsorganisation festgelegten Zölle nicht einhalten könnten.

Etwaige Preiserhöhungen durch Zölle dürften von den Verbrauchern aufgefangen werden, und für einige Waren - Fleisch, Milchprodukte und Tabakwaren - steigen die Zölle über 15 Prozent.

Eine Studie, die sich mit den Auswirkungen eines No-Deal-Brexits auf den Handel befasste, ergab ein breites Spektrum an belastungen in ganz Europa - aber mit einer möglichen Reduzierung des Handels für jedes Mitglied des Blocks.

Irland ist am stärksten von Zöllen und Handelsänderungen betroffen. Nahezu 14 Prozent ihrer Exporte gehen direkt nach Großbritannien, und der Großteil ihres gesamten Handels läuft irgendwann durch das Land. Ferner werden zwei der Hauptexporte - Fleisch und Molkereiprodukte - mit einigen der höchsten Zölle entgegengetreten.

Deutschland exportiert eine breite Palette von Industrieprodukten nach Großbritannien, darunter fast 800.000 Autos pro Jahr - oder etwa 14 Prozent aller im Inland hergestellten Autos.

Der Handel der Niederlande mit Großbritannien ist beträchtlich, wird aber zum Teil durch den sogenannten "Rotterdam-Effekt" erhöht - Waren, die durch den großen Hafen des Landes fließen, obwohl sie möglicherweise aus anderen Orten stammen (oder für diese bestimmt sind).

Europa ist auf Arbeiter in Großbritannien angewiesen.
Theresa May hat denjenigen, die bereits in Großbritannien leben oder arbeiten, versichert, dass sie legal im Land bleiben können, aber im Falle eines Scheiterns könnten Einschränkungen oder Anforderungen für neue Migranten früher als geplant kommen.

Dies könnte die Länder der Europäischen Union betreffen, die darauf angewiesen sind, dass Arbeitnehmer im Ausland Geld nach Hause schicken. Großbritannien ist das drittstärkste Geldüberweisungsland in der Europäischen Union, und 2017 schickten Migranten aus dem Block etwa 9 Milliarden Dollar nach Hause.

In Großbritannien leben und arbeiten fast eine Million Menschen aus Polen, und es ist einer der größten Empfänger von Überweisungen. Polnische Migranten, die dort arbeiten, schickten 2017 mehr als 1 Milliarde Dollar nach Hause, ebenso wie Migranten aus Frankreich und Deutschland, die in Großbritannien arbeiten.

In Ungarn haben Regierungsbeamte gesagt, sie hoffen, dass Migranten nach Hause zurückkehren und arbeiten.

Litauen hat den größten Prozentsatz seiner Bevölkerung, die im Ausland lebt, in Großbritannien - fast 8 Prozent - von denen viele 2004 nach dem Beitritt des Landes zur Europäischen Union herüberkamen.

Nahezu eine Million Menschen aus Polen leben und arbeiten in Großbritannien, und es ist einer der größten Empfänger von Überweisungen. Polnische Migranten, die dort arbeiten, schickten 2017 mehr als 1 Milliarde Dollar nach Hause, so wie es auch Migranten aus Frankreich und Deutschland machten, die in Großbritannien arbeiteten.

In Ungarn haben Regierungsbeamte gesagt, sie hoffen, dass Migranten nach Hause zurückkehren werden, um dort zu arbeiten.

Litauen hat den größten Prozentsatz seiner Bevölkerung, die im Ausland lebt, in Großbritannien - fast 8 Prozent - von denen viele 2004 nach dem Beitritt des Landes zur Europäischen Union herüberkamen.

Banken in Großbritannien spielen zum Beispiel eine wichtige Rolle beim Kreditgeschäft im gesamten Block. Die Kreditaufnahme bei diesen Banken könnte nach dem Brexit begrenzt sein oder teurer werden, weil es mehr kosten wird, durch Großbritannien zu fahren, ohne dass ein Pass vorliegt.

But Britain’s departure could also prove beneficial to the European Union countries that succeed in bringing home some firms currently based in Britain. The cost of setting up shop in new locations and the eventual loss of efficiency, however, are expected to outweigh the gains from relocations and could push up the cost of financial services in the long run, say analysts at PricewaterhouseCoopers.

Cities like Frankfurt, Dublin, Paris and Amsterdam will benefit from the thousands of jobs that are expected to shift from Britain. Germany and Ireland have been popular for activities like banking, while Luxembourg has attracted asset managers.

https://www.nytimes.com/interactive/2019/02/07/world/europe/brexit-impact-on-european-union.html?action=click&auth=login-email
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Where Europe Would Be Hurt Most by a No-Deal Brexit.
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Sicily could skate by.
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By Allison McCann, Milan Schreuer and Amie Tsang, The New York Times, February 7, 2019.
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(The pound, seen as a barometer of confidence in Brexit, is now at about $1.29).
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But the impact would also be painful for the 27 remaining member states in the European Union.
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In the political negotiations, the Europeans have the stronger position.
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No more free trade.
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Ireland is the most exposed to tariffs and changes in trade.
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Europe relies on workers in Britain.
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This could affect European Union countries that rely on workers abroad to send money home.
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Where Europe Would Be Hurt Most by a No-Deal Brexit.

How vulnerable each region is to economic disruptions from Brexit: Parts of Germany are especially vulnerable. Sicily could skate by.

By Allison McCann, Milan Schreuer and Amie Tsang, The New York Times, February 7, 2019.

With only days until the deadline for Britain to leave the European Union, the political negotiations for a withdrawal agreement remain stuck – and the economic concerns are growing.

By most accounts, Britain's economy would be hammered if it crashed out of the European Union without a deal. The gloomiest projections show that Britain would lose 9.3 percent of its gross domestic product, housing prices could sink by 30 percent and the pound could fall against the dollar to $1.10. (The pound, seen as a barometer of confidence in Brexit, is now at about $1.29).

But the impact would also be painful for the 27 remaining member states in the European Union. Even though the bloc is a single market, each country has a unique relationship with Britain as far as the movement of goods, services, people and capital.

The regions most exposed to a no-deal Brexit would experience issues ranging from disruptions in trade to costly tariffs to fragmented supply chains and restrictions on services.

In the political negotiations, the Europeans have the stronger position. But experts agree that hardly anyone wins if a withdrawal deal isn’t struck – and some countries could lose quite badly.

No more free trade.

The immediate risk of a no-deal exit is that it would leave Britain and the European Union without a trade agreement, forcing them to default to the tariffs set by the World Trade Organization.

Any price increases from tariffs are likely to be absorbed by consumers, and for some goods – meat, dairy and tobacco products – tariffs are upward of 15 percent.

One study looking at the impact on trade of a no-deal Brexit found a wide range of exposure across Europe – but with every member of the bloc facing a possible reduction in trade.

Ireland is the most exposed to tariffs and changes in trade. Nearly 14 percent of its exports go directly to Britain, and the majority of all of its trade passes through the country at some point. In addition, two of its top exports – meat and dairy products – face some of the highest tariffs.

Germany exports a wide variety of industrial products to Britain, including almost 800,000 cars a year – or about 14 percent of all the cars it makes domestically.

The Netherlands’ trade with Britain is significant but partly inflated by the so-called “Rotterdam effect” – goods flowing through the country’s large port, though they may originate (or are destined for) other locations.

Europe relies on workers in Britain.
Theresa May has assured those already living or working in Britain that they will be able to remain in the country legally, but in the event of no deal, restrictions or requirements for new migrants could come sooner than planned.

This could affect European Union countries that rely on workers abroad to send money home. Britain is the third-largest remittance-sending country in the European Union, and in 2017, migrants from the bloc sent home about $9 billion.

There are almost one million people from Poland living and working in Britain, and it’s one of the largest recipients of remittances. Polish migrants working there sent home more than $1 billion in 2017; so did migrants from France and Germany working in Britain.

In Hungary, government officials have said they hope migrants will return home to work.

Lithuania has the largest percentage of its population living abroad in Britain – nearly 8 percent – many of whom came over in 2004 after the country joined the European Union.

There are almost one million people from Poland living and working in Britain, and it’s one of the largest recipients of remittances. Polish migrants working there sent home more than $1 billion in 2017; so did migrants from France and Germany working in Britain.

In Hungary, government officials have said they hope migrants will return home to work.

Lithuania has the largest percentage of its population living abroad in Britain – nearly 8 percent – many of whom came over in 2004 after the country joined the European Union.

Banks in Britain, for example, play an important role in lending across the entire bloc. Borrowing from these banks could be limited or become more expensive after Brexit because it’ll cost more to route through Britain without passporting.

But Britain’s departure could also prove beneficial to the European Union countries that succeed in bringing home some firms currently based in Britain. The cost of setting up shop in new locations and the eventual loss of efficiency, however, are expected to outweigh the gains from relocations and could push up the cost of financial services in the long run, say analysts at PricewaterhouseCoopers.

Cities like Frankfurt, Dublin, Paris and Amsterdam will benefit from the thousands of jobs that are expected to shift from Britain. Germany and Ireland have been popular for activities like banking, while Luxembourg has attracted asset managers.

https://www.nytimes.com/interactive/2019/02/07/world/europe/brexit-impact-on-european-union.html?action=click&auth=login-email