‘Twilight of the Elites’ Review: On the Outskirts of ‘Higher France’
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'Eliten im Zwielicht'-Bericht: Am Rande des 'Gehobenen Frankreich'.

Anders als bei den urbanen Eliten muss die arme Arbeiterschaft von 'la France périphérique' mit den unmittelbaren Auswirkungen der umfangreichen Immigration leben.

Von Philip Delves Broughton, The Wallstreet Journal, 29. Januar 2019.

Französische Intellektuelle lieben wenig mehr, als Revolution und Chaos vorherzusagen, von einem kleinen Tisch am Boulevard aus, der vor Rotwein und frikassierten Innereien stöhnt. Ein Grund, sie ernst zu nehmen, liegt in der Geschichte des Landes: das Klappern der Karren, das Zischen der Guillotinenklinge, das Aufschlagen des Aristokratenkopfes in dem Korb. Die Franzosen kennen den Unterschied zwischen wirklicher Revolution und einer Wochenend-Keilerei mit der Bereitschaftspolizei.

Christophe Guil­luy ist Geograph, Autor und öffentlicher Intellektueller in Frankreich, dessen Analysen des demographischen Wandels des Landes in Büchern und Zeitungskolumnen die Aufmerksamkeit französischer Politiker des ganzen Spektrums auf sich gezogen hat. In 'Eliten im Zwielicht', argumentiert er, dass Frankreich jetzt all die Bedingungen für einen 'Sklavenaufstand' erfüllt. Ursprünglich in französisch im Jahr 2016 erschienen - und hier von Malcolm DeBevoise übersetzt - scheint die Polemik im Lichte der Proteste der Gelbwesten gegen Macrons Wirtschaftsreformen, die in Paris während der letzten Monate Chaos angerichtet haben, noch vorausschauender. Der Autor glaubt, dass diese Proteste nicht einmalig sind. Sie sind der Anfang einer noch dramatischeren und vielleicht gewalttätigeren Antwort auf die Jahre des wirtschaftlichen Auspressens durch die Eliten des Landes.

Viele der Argumente in Mr. Guilluys Buch sind vertraut und sehr wahrscheinlich wahr. Die französischen Eliten haben sich, sagt er, wie die Eliten in dem größten Teil der entwickelten Welt, für die viele Realitäten der modernen Wirtschaft absichtlich blind gestellt. Die Reichen, die in einer Handvoll Städten leben, sagen sich selbst, dass sie hart daran gearbeitet haben, sich an die Erfordernisse einer technologiegetriebenen globalisierten Wirtschaft anzupassen. Sie betrachten sich selbst als leistungsorientiert, liberal und anständig und heißen die Einwanderer willkommen, die an den Rändern ihrer Städte leben. Sie begrüßen den Wettbewerb, weil sie meistens gewinnen.

'La France périphérique', weit entfernt von den wenigen Zentren des Wirtschaftswachstums. Sie leben in den kleineren Städten oder auf dem Land, mit begrenztem Zugang zu Bildungs- oder Anstellungsmöglichkeiten. Sie werden von den Eliten für dumm, rassistisch und faschistisch gehalten, weil sie ihren stetigen Verlust an wirtschaftlichem und sozialem Status nicht stumm akzeptieren.

Die städtischen Eliten, schreibt Guilluy, sind weitaus toleranter gegenüber den Leiden der Einwanderer, die näher bei ihnen wohnen, als bei denjenigen, die außerhalb der Sichtweite und des Bewusstseins in der Peripherie leben. Der Grund liegt darin, dass die Probleme der Peripherie durch dasselbe System verursacht wurden, das die kapitalistischen Eliten von heute bereichert, die Freizügigkeit von Arbeit und Kapital und die Beeinträchtigung der Handarbeit durch Technologie. Die Eliten würden die Armen lieber in der Peripherie fertig machen, als zuzugeben, dass sie zu ihrer Verarmung beigetragen haben.

"Das gehobene Frankreich", sagte Mr. Guilluy, "lebt jetzt ungestört in der Sicherheit seiner neuen Zitadellen." Diese Klasse heimst all die wirtschaftlichen Wohltaten ein, während sie der Form halber große Reden hält und Finanzen, Bankiers und Technologiegiganten kritisiert. Sie sind es in jeder Hinsicht, rücksichtslose Kapitalisten am Tag, Yogis und Verfechter der regionalen Ernährung bei Nacht. "Schlau als Hipster verkleidet, ungestört durch den kleinsten Skrupel in der Sicherheit ihrer Stadthäuser, bildet die heutige Bourgoisie das Bollwerk der härtesten und midleidslosesten vorstellbaren Form des Kapitalismus." Sie machen sich "einen 'Déclassé-Lebensstil' zu eigen, mischen sich stilvoll in ehemaligen Arbeitervierteln unters Volk und halten sich in Bars und Restaurants auf, die noch immer etwas von ihrer alten proletarischen Atmosphäre bewahren." Das Ziel von Herrn Guilluy ist eher wahllos. Französische Fußballstadien, so klagt er, seien zu "riesigen Teehäuschen" für die Mittelklasse geworden. Gut. Aber sie waren nicht alle Freunde der Arbeiterklasse, als man spritzend durch Urinseen laufen musste, um den Skinheads zu entkommen. Trotzdem landet er seinen Schlag oft genug. Die Eliten wollen "nahe bei den Immigranten sein - aber nicht zu nahe." Sie unterstützen Immigration, schreibt er, weil sie nicht mit den direkten Auswirkungen leben müssen. Inzwischen wissen "die Bewohner des öffentlichen Wohnungsbaus . . . das die Integration von Neuankömmlingen . . . sich in den Gebäuden und Schulen ihrer Nachbarschaft abspielen wird, nicht in den bour­geois-bo­hemhaften Nachbarschaften der Innenstädte. Für sie gibt es kein Teilen des Reichtums, sondern nur der Armut.

Und wenn diese ärmere Arbeiterklasse auch nur die geringste Zurückhaltung gegenüber der Einwanderung zum Ausdruck bringt, wird sie sofort als rassistisch angesehen. Wenn sie sich über ihre wirtschaftliche Situation beschweren, sind sie bestenfalls 'Populisten', schlimmstenfalls 'Faschisten'. Gelegentlich wird dies Klasse der Verlorenen zurückschlagen und die Nationale Front (kürzlich unbenannt in Nationale Sammlungsbewegung) vom rechten Flügel wählen, wie die Wähler für den Brexit es im UK gemacht haben oder für Donald Trump in Amerikas Rostgürtel.

Wenn Sie sich noch einmal darüber informieren wollen, warum eine Mehrheit der Briten für den Brexit gestimmt hat, ziehen Sie zwei von El Guilluy zitierte französische Reaktionen in Betracht: Der Geschäftsmann und politische Berater Alain Minc behauptete, der Brexit "sei der Sieg von Ungebildeten über Gebildete." Der Philosoph Bernard-Henri Lévy sah es unterdessen als "Sieg des Kleinen über das Große, von Dummheit über den Verstand". In diesen Antworten ist nicht der geringste Hauch von Mitgefühl oder Großzügigkeit zu finden. Kein Fünkchen Interesse daran, warum die Menschen die Europäischen Union so satt haben - ihre undemokratische Natur, ihrem Getrampel auf nationalen Prioritäten bei der Einwanderung - dass sie sie vielleicht verlassen möchten. Einfach nur Geringschätzung. Der Treibstoff für eine Revolution.

Also, was muss getan werden? Mr. Guilluys Rezept ist dünn. Frankreich könnte in Betracht ziehen, einige seiner Universitäten in die notleidenden Städte der Peripherie zu verlegen. Oder zu einer „Revolution der Nähe“ ermutigen, die die Immobilität der Arbeiterklasse zu einem Vorteil macht. Wenn sie nicht umziehen können, weil die Städte zu teuer oder sie zu unqualifiziert sind, um dort zu arbeiten, oder sie aus Liebe zu Familie und ihrem Zuhause nicht umziehen möchten, dann ermutigen Sie sie, an Ort und Stelle zu bleiben. Lasst sie sich um die Älteren kümmern oder den lokalen Tourismus entwickeln.

Aber fangt zumindest damit an, die Krise anzuerkennen, bevor sie blutdurstig durch eure Tür bricht.

Mr. Delves Brough­ton ist der Autor von 'Die Kunst des Verkaufens: Von den Meistern über das Geschäft des Lebens lernen.'
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‘Twilight of the Elites’ Review: On the Outskirts of ‘Higher France’.
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By Philip Delves Broughton, The Wallstreet Journal, January 29, 2019.
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The au­thor be­lieves these protests are not a one-off.
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They em­brace com­pe­tition, be­cause, most of the time, they win.
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Just pure con­tempt.
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The fuel for a rev­o­lu­tion.
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So what is to be done?
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Mr. Guil­luy’s pre­scrip­tion is thin.
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Have them take care of the el­derly or de­velop lo­cal tourism.
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‘Twilight of the Elites’ Review: On the Outskirts of ‘Higher France’.

Unlike the urban elites, the working poor of la France périphérique have to live with large-scale immigration’s immediate consequences.

By Philip Delves Broughton, The Wallstreet Journal, January 29, 2019.

French in­tel­lec­tu­als love lit­tle more than pre­dict­ing rev­o­lu­tion and chaos from a boule­vard-side ta­ble groan­ing with red wine and fric­as­seed in­nards. A rea­son to take them se­ri­ously is their coun­try’s his­tory: the clat­ter of the tum­brel, the hiss of the guil­lo­tine blade, the thud of the aris­to­crat’s head into the bas­ket. The French know the dif­fer­ence be­tween real rev­o­lu­tion and a week­end punch-up with the riot po­lice.

Christophe Guil­luy is a ge­o­g­ra-pher, au­thor and pub­lic in­tel­lec­tual in France whose pars­ing of the coun­try’s chang­ing de­mo­graph­ics, in books and news­pa­per col­umns, has at­tracted the at­ten­tion of French politi­cians across the spec­trum. In “Twi­light of the Elites,” he ar­gues that France now has all the con­di­tions in place for a “slave re­bel­lion.” Orig­i­nally pub­lished in French in 2016—and here trans­lated by Mal­colm De­Bevoise—the polemic seems all the more pre­scient in light of the gilets jaunes pro­testers, who have caused havoc in Paris over the past few months to op­pose Pres­i­dent Em­manuel Macron’s eco­nomic re­forms. The au­thor be­lieves these protests are not a one-off. They are the start of an even more dra­matic, and per­haps even more vi­o­lent, re­sponse to years of eco­nomic goug­ing by the coun­try’s elites.

Many of the ar­gu­ments in Mr. Guil­luy’s book are fa­mil­iar, and quite pos­si­bly true. The French elites, he says, like elites in much of the de­vel­oped world, have will­fully blinded them­selves to many of the re­al­i­ties of the mod­ern econ­omy. The af­flu­ent, liv­ing in a hand­ful of cities, tell them­selves that they have worked hard to adapt to the needs of a tech­nol­ogy-dri­ven glob­al­ized econ­omy. They con­sider them­selves mer­i­to­cratic, lib­eral and de­cent, wel­com­ing to the im­mi­grants who live on the edges of their cities. They em­brace com­pe­tition, be­cause, most of the time, they win.

la France pé­riphérique, far re­moved from the few hubs of eco­nomic growth. They live in the smaller cities and towns, or in the coun­try, with lim­ited ac­cess to ed­u­ca­tional or em­ploy­ment op­por­tu­ni­ties. They are be­lit­tled by the elites for be­ing stu­pid, racist and fas­cist, for not mutely ac­cept­ing their steady loss of eco­nomic and so­cial sta­tus.

The ur­ban elites, Mr. Guil­luy writes, are far more tol­er­ant of the woes of im­mi­grants who live closer to them than those out of sight and mind in the pe­riph­ery. The rea­son is that the pe­riph­ery’s prob­lems have been caused by the very same sys­tem that is en­rich­ing to­day’s cap­i­tal­ist elites: the free move­ment of la­bor and cap­i­tal and the en­croach­ment of tech­nol­ogy on man­ual work. The elites would rather lam­baste the poor in the pe­riph­ery than ad­mit that they had a hand in im­pov­er­ish­ing them.

“The higher France,” says Mr. Guil­luy, “now lives undis­turbed in the safety of its new citadels.” This class reaps all the eco­nomic ben­e­fits while, for form’s sake, spout­ing crit­i­cism of fi­nance, bankers and tech­nol­ogy gi­ants. They have it every which way, ruth­less cap­i­tal­ists by day, yo­gis and lo­ca­vores by night. “Clev­erly dis­guised as hip­sters, un­trou­bled by the least moral qualm in the safety of their town­houses, to­day’s bour­geoisie forms the bul­wark of the hard­est and most un­pity­ing form of cap­i­tal­ism imag­in­able.” They em­brace a “dé­classé life­style, styl­ishly slum­ming it in for­merly work­ing-class neigh­bor­hoods and hang­ing out in bars and restau­rants that still re­tain some­thing of their old pro­le­tar­ian at­mosphere.”

Mr. Guil­luy’s aim is rather scat­ter­shot. French soc­cer sta­di-ums, he com­plains, have be­come “vast out­door tea­rooms” for the mid­dle class. Fine. But they weren’t all work­ing-class bon­homie when you had to run splash­ing through lakes of urine to es­cape the skin­heads. Still, of­ten enough, he lands his punch. The elites want to be “close to the im­mi­grant—but not too close.” They sup­port im­mi­gration, he writes, be­cause they don’t have to live with its im­me­di­ate con­se­quences. Mean­while, “the in­hab­i­tants of pub­lic hous­ing . . . know that in­te­gra­tion of the new ar­rivals . . . will ac­tu­ally take place in the build­ings and the schools of their neigh­bor­hoods, not in the bour­geois-bo­hemian neigh­bor-hoods of the city cen­ters. For them there is no shar­ing of wealth, only of poverty.

And yet if this poorer work­ing class ex­presses even the slight­est reser­va­tion about im­mi­gra­tion, they are im­me­di­ately as­sumed to be racist. If they com­plain about their eco­nomic con­di­tion, they are “pop­ulists” at best, “fas­cists” at worst. Oc­ca­sion­ally this los­ing class will kick back by vot­ing for the right-wing Na­tional Front (re­cently re­named Na­tional Rally), as vot­ers have done for Brexit in the U.K. or for Don­ald Trump in Amer­i­ca’s Rust Belt.

If you ever want to be re-minded of why a ma­jor­ity of Britons voted for Brexit, con­sider two French elit­ist re­ac­tions quoted by Mr. Guil­luy: Busi­nessman and po­lit­i­cal ad­viser Alain Minc claimed that Brexit “was the vic­tory of un­e­d­u­cated peo­ple over ed­u­cated peo­ple.” The philoso­pher Bernard-Henri Lévy, mean­while, saw it as the “vic­tory of the lit­tle over the great, of stu­pid­ity over the mind.” There is not the slight­est em­pa­thy or gen­eros­ity in those re­sponses. Not a flicker of in­ter­est in why peo­ple would feel so fed-up with the Eu­ropean Union—its un­de­mo­c­ra­tic na­ture, its tram­pling on na­tional im­mi­gra­tion pri­or­i­ties—that they might want to leave it. Just pure con­tempt. The fuel for a rev­o­lu­tion.

So what is to be done? Mr. Guil­luy’s pre­scrip­tion is thin. France might con­sider mov­ing some of its uni­ver­si­ties to the ail­ing cities of the pe­riph­ery. Or en­cour-age a “rev­o­lu­tion of prox­im­ity,” turn­ing the im­mo­bil­ity of the work­ing classes into an as­set. If they can’t move, be­cause the cities are too ex­pen­sive or they are un­qual­i­fied for jobs there, or they don’t want to move for love of fam­ily and home, then en­cour­age them to stay put. Have them take care of the el­derly or de­velop lo­cal tourism.

But start, at least, by rec­og­nizing the cri­sis, be­fore it bursts through your door, lust­ing for blood.

Mr. Delves Brough­ton is the au­thor of “The Art of the Sale: Learn­ing From the Mas­ters About the Busi­ness of Life.”