Ontario Has Francophones? Oui, Beaucoup, and They’re Angry
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Ontario hat Französischsprächer? Oui, Beaucoup, und sie sind sauer.

Von Ian Austen, The New York Times, Januar 26, 2019.

SUDBURY, Ontario — Wenn Doug Ford, Premier Ontarios, Pläne für eine französichsprächige Univesität sagte ab und die französichangelegenheitprovinziellkommissarposition entfernte, verärgerte er die französischsprächigen, die in am volkreichsten Land Canadas leben.

Aber er könnte ihnen auch dadurch unbeabsichtigt einen Gefallen getan haben, dass er die Welt daran erinnerte, dass es pulsierende französischsprachige kanadischen Gemeinden außerhalb von Quebec gibt, von denen einige 400 Jahre zurückdatiert werden können.

"Mir wurde in meinem Leben so oft gesagt: 'Oh, in Ontario gibt es Frankophone?' ", sagte Denise Truax, die Mitherausgeberin eines französischsprachigen Buchverlages in Sudbury, Ontario, und fügte hinzu, dass dieser Kommentar oft von französischsprachigen Quebecern kommt.

"Mir wurde das vor 50 Jahren berichtet, und es passiert immer noch. Also, wenn dies auch nicht bedeutet, dass die Menschen uns besser kennen", sagte sie, bezugnehmend auf die Maßnahmen von Mr. Ford, "könnte es an der Patina der Ignoranz gekratzt haben." Mr. Ford, ein populistischer Konservativer, war einer der Kanadier, die anscheinend ein fragwürdiges Verständnis für die Bevölkerung Ontarios haben, die Französisch als Muttersprache spricht. Während er sich im letzten Jahr um die Führung in seiner Partei bewarb, sagte der einsprachige Mr. Ford in einem Interview, dass es ideal wäre, Französisch zu können, weil "ich Quebec liebe. Ich liebe die Quebecer. Sie sind leidenschaftlich." Im November , nach Verkündung der Kürzungen, verglich Mr. Ford dann die frankophone Gemeinde in Ontario, deren Sprachrechte sowohl durch Kanadas Verfassung als auch durch Sprachgesetze geschützt werden, mit chinesischen und italienischen Immigranten.

Das Ergebnis war Wut aus ganz Kanada. Und zu denen, die diese Kürzungen verdammen, gehört auch Premierminister Justin Trudeau.
Auch François Legault, derzeitiger Premierminister der Provinz Quebec, kritisierte die Kürzungen in Ontario lautstark, obgleich Quebecer Politiker historisch abgeneigt waren, sich für die Unterstützung der französischen Minderheit von Ontario auszusprechen. Dies ist zum Teil in Bedenken begründet, dass dies zu ähnlichen Förderungszusagen für die englischsprachige Minderheit in ihrer eigenen Provinz führen könnte.

Sogar Andrew Scheer, der führende Konservative des Landes und ein enger Verbündeter von Mr. Ford, hat sich in dieser Angelegenheit vom Premierminister abgegrenzt.

Falls Mr. Ford einst wenig über die französischsprachige Bevölkerungsgruppe der Provinz wusste, ist dies jetzt wahrscheinlich nicht der Fall.

Durch Gemeinden mit frankophoner Bevölkerung fegten im Dezember Proteste. Seit langem geübt im Kampf gegen die Provinz, einschließlich einer erfolgreichen Bemühung vor fast hundert Jahren, das Gesetz zur Verbannung der französischen Sprache aus dem Schulunterricht aufzuheben, sagten die Führer verschiedener Frankophonen-Gruppen, dass sie jetzt neue Anstrengungen planen.

Sie schließen eine juristische Anfechtung des jüngsten Planes der Provinzregierung mit ein.

"Meine Organisation wurde ins Leben gerufen, um zu kämpfen", sagte Carol Jolin, ein Lehrer im Ruhestand, der derzeit Präsident der Assemblée de la Francophonie de l’Ontario [Versammlung der Frankophonie Ontarios] ist. "Wir erhalten den Druck aufrecht, bis wir eine Antwort haben." Es ist nicht völlig klar, wie viele Frankophone es unter den 14 Millionen Einwohnern von Ontario gibt. Im Jahr 2016 zählte Statistics Canada, die Bundesbehörde für die Volkszählung, 550.000. Die Gruppe von Mr. Jolin, die eine andere Definition benutzt, gibt die Zahl mit 744.000 an.

Seit Großbritannien 1759 in Quebec City die französischen Truppen besiegte, um die Kontrolle über das spätere Kanada zu übernehmen, gab es häufig Spannungen wegen der Sprache, bösartige Anti-Französisch-Kampagnen und eine Hinterlassenschaft von Diskriminierung und Vorurteilen. Von den 36 Millionen Einwohnern Kanadas, belaufen sich Frankophone in Quebec auf 6,8 Millionen, und eine weitere Million lebt außerhalb der Provinz. In Quebec gibt es etwa 700.000 Englischsprachige.

Ontarios französischsprachige Einwohner haben - wie hoch die Anzahl auch sein mag - die Tendenz zur Konzentration im östlichen Ontario nahe der Quebec-Grenze, in südwestlichen Ontario-Gemeinden, die während der französischen Kolonialzeit gegründet wurden, und im spärlich besiedelten Norden Ontarios, besonders in Salisbury. Die durch Holzeinschlag und Bergbau geschaffenen Arbeitsplätze, im Zusammenhang mit der Eröffnung einer transkontinentalen Eisenbahn im 19. Jahrhundert, zogen Siedler von Quebec nach Sudbury.

Serge Miville, der die französische Geschichte Ontarios an der Laurentian Univertsity in Sudbury unterrichtet, sagte, dass römisch-katholische Gruppen, die früher auf der Suche nach Arbeit nach New England gegangen waren, Geld bereitstellten, um sich wieder auf dem Gebiet der frankophonen Quebecer niederzulassen,

Heute ist ein Viertel der gesamten 161.000 Einwohner der Stadt französisch. Aber die Verteilung ist ungleichmäßig. Eine Reihe von Zusammenschlüssen machte Sudbury zu einer Ansammlung von Gemeinden, verstreut über mehr als 1.100 Quadratmeilen Wald, Minengebiete und Seen.

Trotz des britisch klingenden Namens ihrer Gemeinde, sind beispielsweise etwa 60 Prozent der Einwohner von Chelmsford, das ungefähr 20 Fahrminuten von der Innenstadt Sudburys entfernt liegt, französisch.

Bei dem Mittagstisch, den sie mit ihrem Vater im Einkaufszentrum Place Bonaventure in Chelmsford betreibt, sagte Catherine Gravelle, dass viele ihrer älteren Kunden kein oder wenig Englisch sprechen.

"Englisch dominiert in der Innenstadt von Sudbury, aber hier herum sprechen wir alle Französisch", sagte sie, nachdem sie eine Bestellung zum Mitnehmen für ein Omelett vorbereitet hatte. Während ihre beiden Kinder die Schule auf französisch absolvieren und auch ihr Mann französisch ist, ist die Sprachsituation zu Hause weniger klar, wo Englisch und Französisch sich mischen.

"Es ist ein bisschen merkwürdig", sagte sie. "Es wäre schön, eine Sprache zu sprechen." Ms. Truax, deren Gesellschaft Bücher von frankokanadischen Autoren von außerhalb Quebecs veröffentlicht, sagte, dass sie weitgehend in der Lage sei, ihr Leben in Sudbury auf Französisch zu führen, auch wenn das nicht immer einfach sei.

"Status oder Ansehen der Sprache, die ich spreche, ist schlecht in Ontario. Nicht nur die Sprache, es ist auch die Kultur", sagte die 64-jährige Ms. Truax. "Deswegen müssen hier täglich viele kleine Kämpfe gewonnen werden, wenn ich en français leben will." Viele dieser Kämpfe in Ontario sind um die Bildung gegangen. Ms. Truax ist aus der ersten Generation frankophoner Einwohner Ontarios, die die gesamte High School auf Französische absolvieren konnte. Der nun aufgegebene Plan, eine französischsprachige Universität in Toronto zu bauen, der durch die frühere liberale Regierung geschaffen worden war, wurde weithin als letzter Schritt in einer Kampagne gesehen, die auf das Jahr 1890 zurückgeht.

Die Provinz hat derzeit drei zweisprachige Universitäten, einschließlich Laurentian. Allerdings ist die Bedeutung, je nach Studienfach und Campus unterschiedlich.

Marie-Pierre Héroux, eine Studentin des dritten Jahres mit kanadischer Geschichte im Hauptfach, die aus einem französisch sprechenden Bauernort östlich von Ottawa kommt, absolviert alle Kurse in Französisch, was für Studierende der Naturwissenschaften unmöglich ist. Aber Englisch beherrscht das Leben, an ihrem Wohnsitz und auf dem Universitätsgelände.

Ms. Héroux sagte, nachdem Mr. Ford die Kürzungen angekündigt hatte, habe sie geweint.

"Ich studiere Geschichte, nicht wahr, also habe ich von allen Kämpfen erfahren, die ausgefochten worden sind", sagte sie. "Ich habe niemals gedacht, dass ich in meinem Leben etwas dieser Art miterleben würde." Ms. Héroux wirbt für ihre Leidenschaft, während sie auf dem Universitätsgelände herumläuft. Ein Stück grüner Filz und ein Stück weißer Filz, die Farben Ontarios, sind an der Vorderseite ihrer Jacke angesteckt.

Auf ihrem Rucksack zeigt ein Anstecker das stilisierte Dreiblatt und fleur-de-lis [Schwertlilie] der Franko-Ontario-Flagge, umgeben von dem Spruch, der übersetzt heißt "Wir sind ... wir werden sein." Die Blumensymbole tauchen auf ihrem rechten Unterarm noch einmal in einem Tattoo auf.

Die französisch sprechenden Gebiete der Provinz haben im Allgemeinen entweder die Liberalen oder die Neuen Demokratischen Parteien unterstützt. Aber bei den letzten Wahlen wurde aus einem vorwiegend französisch sprechenden Wahlkreis in Ost-Ontario eine frankophone Konservative ins Parlament der Provinz gewählt, östlich von Ottawa. Aber diese Abgeordnete des Provinzparlaments, Amanda Simard, hat die Partei inzwischen wegen der Kürzungen verlassen und sitzt dort jetzt als Unabhängige.

Wie auch bei anderen umstrittenen Fragen hat Mr. Ford seine Pläne zum Teil zurückgenommen.

Aber Mr. Ford und Caroline Mulroney, seine in Quebec geborene Generalstaatsanwältin und die verantwortliche Ministerin für frankophone Angelegenheiten, bleiben beide hartnäckig dabei, dass eine Kürzung des Haushaltsdefizits der Provinz eine französische Universität unmöglich macht.

Die Regierung richtete Fragen an Ms. Mulroney. Jesse Robichaud, ihr Sprecher, sagte, die Regierung sei "weiterhin verpflichtet, die sehr wichtige Initiative einer Universität von und für Frankophone in Toronto fortzusetzen, wenn Ontario in der Lage ist, dies mit der erforderlichen nachhaltigen Finanzierung zu tun." Wie viele frankophone Einwohner Ontarios, verbirgt Mr. Mivilles unaufgeregtes und fließendes Englisch seine französischsprachige Erziehung in Smooth Rock Falls, Ontario, einer ehemaligen Zellstofffabrik-Ansiedlung mit einer großen französischen Bevölkerung. Aber wie viele andere frankophone Einwohner Ontarios, versucht er erst gar nicht, seine Frustration über Mr. Fords Kürzungen zu verbergen.

"Wann auch immer wir versuchen, diese Leiter hinaufzuklettern, um als berechtigte gesellschaftliche Gruppe anerkannt zu werden, passiert sowas", sagte Mr. Miville an einem klirrend kalten Morgen in einem Café im Zentrum von Sudbury, wo die Handvoll Gäste eine Mischung aus Englischsprachigen und Französischsprachigen war.

"Ich dachte, wir wären damit durch. Ich dachte, das das Kanada ausmacht: Ein zweisprachiges Land, in dem die frankophone Gruppe mit der anglophonen Gruppe auf gleicher Augenhöhe ist. Ich dachte, das wäre ein kanadischer Wert." https://www.nytimes.com/2019/01/26/world/canada/ontario-francophone-doug-ford.html
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Ontario Has Francophones?
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Oui, Beaucoup, and They’re Angry.
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By Ian Austen, The New York Times, January 26, 2019.
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“I was being told this 50 years ago and it’s still happening.
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I love Quebecers.
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The result has been anger from across Canada.
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And those condemning the cuts include Prime Minister Justin Trudeau.
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In December, protests swept communities with francophone populations.
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They include a legal challenge to reverse the provincial government’s latest plan.
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Statistics Canada, the federal census agency, counted 550,000 in 2016.
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Mr. Jolin’s group, which uses a different definition, puts it at 744,000.
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In Quebec, English speakers number about 700,000.
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Today, about a quarter of the city’s overall population of 161,000 is French.
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But the distribution is uneven.
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“It’s a bit of a weird setting,” she said.
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“The language that I speak has got a poor status or standing in Ontario.
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Not only the language, it’s also the culture,” said Ms. Truax, 64.
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But English dominates life at her residence and around campus.
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After Mr. Ford announced the cuts, Ms. Héroux said she was in tears.
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“I’m in history, right, so I learned about all the battles that had been fought,” she said.
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east of Ottawa.
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As he has with other contentious issues, Mr. Ford has backed off somewhat on his plans.
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The government referred questions to Ms. Mulroney.
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Ontario Has Francophones? Oui, Beaucoup, and They’re Angry.

By Ian Austen, The New York Times, January 26, 2019.

SUDBURY, Ontario — When Doug Ford, the premier of Ontario, canceled plans for a French language university and cut the post of provincial commissioner for French language affairs, he angered francophones living in Canada’s most populous province.

But he may have also unintentionally done them a favor by reminding the world that there are vibrant French-speaking Canadian communities, some dating back 400 years, outside of Quebec.

“I’ve been told so many times in my life: ‘Oh, there are francophones in Ontario?’ ” said Denise Truax, the co-director and editor of a French-language book publisher in Sudbury, Ontario, adding that the comment often comes from French-speaking Quebecers.

“I was being told this 50 years ago and it’s still happening. So even if this doesn’t mean that people will know us better,” she said, referring to Mr. Ford’s moves, “it might have scratched at that patina of ignorance.”

Mr. Ford, a populist Conservative, was among those Canadians who appeared to have a shaky grasp about the population of Ontario that speaks French as their mother tongue. While running for the leadership of his party last year, Mr. Ford, who is unilingual, said in an interview that it would be ideal to know French because “I love Quebec. I love Quebecers. They’re passionate.”

In November, after announcing the cuts, Mr. Ford then compared the francophone community in Ontario, whose language rights are protected by both Canada’s Constitution and language laws, to Chinese and Italian immigrants.

The result has been anger from across Canada. And those condemning the cuts include Prime Minister Justin Trudeau.
François Legault, the current premier of Quebec province, soundly criticized the cuts in Ontario as well, even though, historically, Quebec politicians have been reluctant to speak out in support of Ontario’s French minority. That is in part because of concerns that could encourage similar messages of support for the English-speaking minority in their own province.

Even Andrew Scheer, the country’s Conservative leader and a close ally of Mr. Ford, has edged away from the premier on this issue.

If Mr. Ford once knew little about the province’s French speaking community, that’s not likely the case now.

In December, protests swept communities with francophone populations. Long used to battling the province, including a successful effort nearly 100 years ago to repeal the law banning French teaching in school, the leaders of several groups of French speakers said they are now organizing new efforts.

They include a legal challenge to reverse the provincial government’s latest plan.

“My organization was born to fight,” said Carol Jolin, a retired teacher who is currently president of the Assemblée de la Francophonie de l’Ontario. “We’ll keep the pressure on until we have an answer.”

Exactly how many French speakers there are among Ontario’s 14 million people is not entirely clear. Statistics Canada, the federal census agency, counted 550,000 in 2016. Mr. Jolin’s group, which uses a different definition, puts it at 744,000.

Since Britain defeated French forces in Quebec City in 1759 to take control of what became Canada, there have often been tensions over language, virulent anti-French campaigns and a legacy of discrimination and prejudice. Among Canada’s 36 million people, French speakers total 6.8 million in Quebec with another 1 million living outside the province. In Quebec, English speakers number about 700,000.

Whatever the number, Ontario’s French-speaking residents tend to be concentrated in eastern Ontario near the Quebec border, in southwestern Ontario communities that were founded during the French colonial era and in sparsely settled northern Ontario, particularly Sudbury. Jobs created by logging and mining, combined with the opening of a transcontinental railway in the 19th century, drew settlers from Quebec to Sudbury.

Serge Miville, who teaches Franco-Ontario history at Laurentian University in Sudbury, said that Roman Catholic groups provided money to resettle in the area to Francophone Quebecers, who had earlier gone to New England in search of work.

Today, about a quarter of the city’s overall population of 161,000 is French. But the distribution is uneven. A series of amalgamations turned Sudbury into a collection of communities scattered over more than 1,100 square miles of forest, mine sites and lakes.

Despite their community’s British-sounding name, about 60 percent of the residents of Chelmsford, for instance, which is about 20 minutes drive from downtown Sudbury, are French.

At the lunch counter she runs with her father inside the Place Bonaventure shopping mall in Chelmsford, Catherine Gravelle said that many of her elderly customers speak little or no English.

“English is dominant in the city of Sudbury, but we’re all French around here,” she said after preparing a takeout order for an omelet. While her two children attend school in French and her husband is also French, the language situation is less clear cut at home where English and French blend together.

“It’s a bit of a weird setting,” she said. “It would be nice to speak one language.”

Ms. Truax, whose company publishes books by French Canadian authors from outside Quebec, said that she is largely able to lead her life in French in Sudbury even if it’s not always easy.

“The language that I speak has got a poor status or standing in Ontario. Not only the language, it’s also the culture,” said Ms. Truax, 64. “Because of that, here are many small daily battles to be won if I want to live en français.”

Many of those battles in Ontario have been around education. Ms. Truax is from the first generation of francophone Ontarians who were able to attend all of high school in French. The now-abandoned plan to build a French-language university in Toronto, which was created by the previous Liberal government, was widely seen as the final step in a campaign dating back to 1890.

The province currently has three bilingual universities, including Laurentian, although exactly what that means varies both by field of study and campus.

Marie-Pierre Héroux, a third-year Canadian history major at Laurentian, who is from a French speaking farm town east of Ottawa, attends all of her classes in French, something that is impossible for students in sciences. But English dominates life at her residence and around campus.

After Mr. Ford announced the cuts, Ms. Héroux said she was in tears.

“I’m in history, right, so I learned about all the battles that had been fought,” she said. “I never thought I was going to live one like that in my life.”

Ms. Héroux advertises her passion as she walks around campus. A piece of green felt and a piece of white felt, the colors of Franco Ontario, are pinned to the front of her jacket.

On her backpack, a button shows the stylized trillium and fleur-de-lis of the Franco Ontario flag, surrounded by a slogan that translates as “We are … We Will Be.” The flower symbols reappear on her right forearm in a tattoo.

The province’s French-speaking areas have generally supported either the Liberal or New Democratic Parties. But in the last election, a francophone Conservative was elected to the provincial legislature from a predominately French speaking constituency in Eastern Ontario. east of Ottawa. But that member of provincial Parliament, Amanda Simard, has since quit the party over the cuts and now sits as an independent.

As he has with other contentious issues, Mr. Ford has backed off somewhat on his plans.

But Mr. Ford and Caroline Mulroney, his Quebec-born attorney general who is the minister responsible for francophone issues, both remain adamant that cutting the province’s budget deficit makes a French university impossible.

The government referred questions to Ms. Mulroney. Jesse Robichaud, her spokesman, said that the government remains “committed to proceeding with the very important initiative of a university by and for francophones in Toronto when Ontario is in a position to do so with the sustainable financing needed.”

Like many francophone Ontarians, Mr. Miville’s unaccented and fluent English hides his French-language upbringing in Smooth Rock Falls, Ontario, a former pulp mill town with a large French population. But like many other francophone Ontarians, he makes no attempt to hide his frustration with Mr. Ford’s cuts.

“Whenever we’re trying to climb up this ladder to be accepted as a legitimate societal group, stuff like this happens.” Mr. Miville said in a cafe in downtown Sudbury where the handful of clients on a bone-chilling morning were a mix of English and French speakers.

“I thought we were over this. I thought that that’s what Canada is: a bilingual country in which the francophone group is on equal footing as the Anglophone group. I thought that was a Canadian value.”

https://www.nytimes.com/2019/01/26/world/canada/ontario-francophone-doug-ford.html