en-de  Anne of Green Gables /Chapter XVIII Medium
Kapitel 18

ANNE KOMMT ZUR HILFE

Jede große Sache ist mit einer ganz kleinen verbunden. Auf den ersten Blick dürfte es nicht so ausgesehen haben, dass die Entscheidung eines bestimmten kanadischen Premiers Prince Edward Island auf einer politischen Tour mit einzubeziehen, viel oder überhaupt etwas mit dem Schicksal der kleinen Anne Shirley auf Green Gables zu tun haben könnte. Aber es hatte.
Es war im Januar, als der Ministerpräident kam, um zu seinen treuen Anhängern und solchen Nichtanhängern, die dabei sein wollten, auf der riesigen, in Charlottetown gehaltenen Massenversammlung, zu sprechen. Die Mehrzahl der Leute von Avonlea unterstützten die Politik des Premiers; dadurch waren in der Nacht des Treffens nahezu alle Männer und ein ansehnlicher Frauenanteil in die Stadt gegangen, 30 Meilen entfernt. Mrs. Rachel Lynde war auch gegangen. Mrs. Rachel Lynde war eine leidenschaftliche Politikinteressierte und konnte nicht glauben, dass die Zusammenkunft ohne sie stattfinden könnte, obwohl sie der Opposition angehörte. So fuhr sie zur Stadt und nahm ihren Ehemann - Thomas sollte nach dem Pferd schauen- und Marilla Cuthbert mit . Marilla hatte selbst ein heimliches Interesse an Politik und weil sie dachte, dass es ihre einzige Chance sein könnte, einen echten, lebenden Ministerpräsidenten zu sehen, ergriff sie sie sofort und ließ Anne und Matthew zu Hause, bis zu ihrer Rückkehr am folgenden Tag.
Während Marilla und Mrs. Rachel sich riesig bei der Massenversammlung amüsierten, hatten Anne und Matthew daher die heitere Küche auf Green Gables ganz für sich. Ein helles Feuer glühte im altmodischen Waterloo-Ofen und blauweiße Eiskristalle schimmerten auf den Fensterscheiben. Matthew döste über einem 'Farmers Advokat' auf dem Sofa und Anne lernte ihre Aufgaben mit verbissener Entschlossenheit am Tisch, trotz diverser sehnsüchtiger Blicke zum Uhrregal, wo ein neues Buch lag, das Jane Andrews ihr an diesem Tag geliehen hatte. Jane hatte ihr versichert, dass es garantiert einigen Nervenkitzel hervorrufen würde, oder Entsprechendes, und Annes Finger kribbelten, sich danach auszustrecken. Aber das würde Gilbert Blythes Triumph am folgenden Tag bedeuten. Anne drehte dem Uhrregal den Rücken zu und versuchte sich vorzustellen, dass es nicht da wäre.
"Matthew, hast du jemals Geometrie gelernt, als du zur Schule gegangen bist?"
"Also nein, habe ich nicht", sagte Matthew und schreckte aus seinem Halbschlaf hoch.
"Ich wünschte, du hättest", seufzte Anne, "weil du dann in der Lage wärst, mit mir mitzufühlen. Du kannst nicht richtig Mitleid haben, wenn du das nie gelernt hast. Das überschattet mein ganzes Leben. Ich bin so ein Schwachkopf darin, Matthew.
"Also nein, ich weiß nicht", sagte Matthew beschwichtigend. "Ich vermute, du wirst in allem gut sein. Mr. Phillips erzählte mir letzte Woche in Blairs Laden in Carmody, dass du die klügste Schülerin in der Schule wärst und schnelle Fortschritte machen würdest. "Schnelle Fortschritte" waren seine genauen Worte. So sehr sie Teddy Phillips verächtlich machen und sagen, er wäre kein guter Lehrer; aber ich schätze, er ist in Ordnung."
Matthew würde von jedem, der Anne lobte, denken, dass er in Ordnung ist.
"Ich bin mir sicher, dass ich besser mit Geometrie zurechtkommen würde, wenn er nur die Buchstaben nicht ändern würde", beschwerte sich Anne. "Ich lerne den Lehrsatz auswendig und dann zeichnet er es an die Tafel und nimmt andere Buchstaben, als wie es im Buch ist und ich komme durcheinander. Ich meine nicht, dass ein Lehrer so einen großen Vorteil haben sollte, oder? Wir lernen jetzt Landwirtschaft und ich habe endlich herausgefunden, was die Straßen rot macht. Es ist eine große Beruhigung. Ich frage mich, wie es Marilla und Mrs. Lynde gefällt. Mrs. Lynde sagt, Kanada geht vor die Hunde, so wie die Dinge in Ottawa laufen, und dass es eine schreckliche Warnung für die Wähler ist. Sie sagt, wenn Frauen wählen dürften, würden wir bald eine wohltuende Veränderung sehen. Wie wählst du, Matthew?"
"Konservativ", sagte Matthew sofort. Für die Konservativen zu stimmen, war ein Teil von Matthews Religion.
"Dann bin ich auch eine Konservative", sagte Anne bestimmt. "Ich bin froh, da Gil - da einige Jungen auf der Schule Grits ( Liberale Partei Kanadas) sind. Ich denke, Mr. Phillips ist ebenfalls ein Grit, weil Prissy Andrews Vater einer und Ruby Gillis sagt, dass wenn ein Mann jemanden umwirbt, er mit der Religion der Mutter des Mädchens und mit der Politik des Vaters übereinstimmen muss. Ist das wahr, Matthew?
"Nun ja, ich weiß es nicht", sagte Matthew.
"Hast du jemals einer Frau den Hof gemacht, Matthew?"
"Also, nein, ich habe das nie getan", sagte Matthew, der sicher noch nie in seinem Leben an so etwas gedacht hatte.
Anne dachte mit aufgestütztem Kinn nach.
"Es muss ziemlich interessant sein, meinst du nicht, Matthew?" Ruby Gillis sagt, wenn sie erwachsen wird, wird sie so viele Verehrer am Gängelband haben und sie alle verrückt nach sich machen; aber ich denke, das wäre zu aufregend. Ich hätte lieber nur einen mit klarem Verstand. Aber Ruby Gillis weiß ziemlich viel über solche Dinge, weil sie so viele große Schwestern hat, und Mrs. Lynde sagt, dass die Gillis-Mädchen wie warme Semmeln weggegangen sind. Mr. Phillips geht fast jeden Abend hinauf zu Prissy Andrews zu Besuch. Er sagt, es sei, um ihr bei ihren Aufgaben zu helfen, aber Miranda Sloane lernt auch für Queens, und ich würde annehmen, dass sie viel mehr Hilfe brauchte als Prissy, weil sie so viel dümmer ist, aber er geht niemals hin, um ihr abends irgendwas zu helfen. Es gibt enorm viele Dinge auf dieser Welt, die ich nicht sehr gut verstehen kann, Matthew.“
"Also, ich weiß nicht, ob ich selbst sie alle verstehe", räumte Matthew ein.
"Nun, ich nehme an, ich muss meine Aufgaben fertig machen." Ich werde mir nicht gestatten, in das neue Buch zu schauen, das Jane mir geliehen hat, bis ich fertig bin. Aber es ist eine schreckliche Verlockung, Matthew. Selbst wenn ich ihm den Rücken zuwende, kann ich es dort genauso deutlich sehen. Jane sagte, sie hat sich deswegen krank geweint. Ich liebe ein Buch, das mich zu Tränen rührt. Aber ich glaube, ich werde das Buch ins Wohnzimmer tragen, es im Marmeladenschrank einschließen und dir den Schlüssel geben. Und du darfst es mir nicht geben, Matthew, bis meine Aufgaben fertig sind, nicht einmal, wenn ich dich auf Knien anflehe. Es ist gut und schön zu sagen 'widerstehe der Versuchung', aber es ist immer so viel leichter, ihr zu widerstehen, wenn man den Schlüssel nicht bekommen kann. Und soll ich dann in den Keller runterlaufen und ein paar Winteräpfel holen, Matthew? Würdest du nicht gerne ein paar Winteräpfel haben?"
"Nun, ich weiß nicht, was ich lieber haben würde", sagte Matthew, der niemals Winteräpfel aß, aber Annes Schwäche dafür kannte.
Gerade, als Anne erfolgreich mit ihrem vollen Teller mit rostbraunen Winteräpfeln aus dem Keller auftauchte, kam der Klang von eiligen Schritten vom eisigen Bohlenweg draußen und im nächsten Moment wurde die Küchentür aufgeschleudert und Diana Barry hetzte herein, kreidebleich und atemlos, mit einem hastig um den Kopf geschlungenen Schal. Anne ließ in ihrer Überraschung sofort ihre Kerze und ihren Teller fallen und Teller, Kerze und Äpfel krachten gemeinsam die Kellerleiter hinunter und wurden am nächsten Tag von Marilla am Boden in geschmolzenem Fett gefunden, die alles aufklaubte und der Barmherzigkeit dankte, dass das Haus nicht in Brand gesteckt worden war.
"Was in aller Welt ist los, Diana?", rief Anne. "Hat Deine Mutter endlich nachgegeben?"
"Oh, Anne, komm schnell", flehte Diana aufgeregt. "Minnie May ist schrecklich krank - sie hat Krupp bekommen, sagt die junge Maria Joe - und Vater und Mutter sind unterwegs zur Stadt und es ist keiner da, der zum Doktor gehen kann. Minnie May geht es schrecklich schlecht und die junge Mary Joe weiß nicht, was zu tun ist - und, oh Anne, ich bin so erschrocken!"
Matthew streckte wortlos die Hand nach Kappe und Mantel aus, schlüpfte an Diana vorbei und fort in die Dunkelheit des Hofes.
" Er ist gegangen, um die Rotfuchsstute anzuschirren, um nach Carmody zum Doktor zu fahren", sagte Anne, die nach Haube und Jacke hetzte. "Ich weiß es so gut, als ob er es gesagt hätte. Matthew und ich sind so verwandte Seelen, ich kann seine Gedanken ohne irgendwelche Worte lesen."
"Ich glaube nicht, dass er den Doktor in Carmody finden wird", schluchzte Diana. "Ich weiß, dass Doktor Blair in die Stadt gegangen ist und ich vermute, Doktor Spencer wollte auch gehen, die junge Mary Joe hat noch nie jemanden mit Krupp gesehen und Mrs. Lynde ist fort. Oh, Anne!"
"Weine nicht, Di", sagte Anne aufmunternd. " Ich weiß genau, was man bei Krupp tun muss. Du vergisst, dass Mrs. Hammond dreimal Zwillinge hatte. Wenn du auf drei Zwillingspaare aufpasst, kriegt du natürlich eine Menge Erfahrung. Sie hatten alle oft Krupp. Warte nur, bis ich die Brechwurzflasche habe - ihr könntet vielleicht keine in eurem Haus haben. Komm jetzt!"
Die beiden kleinen Mädchen eilten Hand in Hand nach draußen und hasteten durch Lovers Lane und durch das verharschte Feld dahinter, weil der Schnee zu tief war, um den kürzeren Holzweg zu gehen. Anne war, obwohl Minnie May ihr aufrichtig leid tat, weit davon entfernt, unempfänglich für die Romantik der Situation und das wohlige Gefühl des erneuten Teilens dieser Romanze mit einer verwandten Seele zu sein.
Die Nacht war klar und frostig, alles schwarz von Schatten und silbern von schneebedeckten Hängen; große Sterne schienen über den stillen Feldern; hier und da waren die dunkel betonten Tannen mit schneegepuderten Ästen versetzt und der Wind pfiff hindurch. Anne dachte, dass es wirklich herrlich war, dieses Geheimnis und diese Schönheit mit seiner Busenfreundin zu streifen, von der man so lange getrennt war.
Minnie May, drei Jahre alt, war wirklich sehr krank. Sie lag auf dem Küchensofa, fiebrig und unruhig, während ihre heisere Atmung im ganzen Haus zu hören war. Die junge Mary Joe, ein dralles, breitgesichtiges, französisches Mädchen von der Creek, die Mrs. Barry angestellt hatte, um während ihrer Abwesenheit bei den Kindern zu bleiben, war hilflos und verwirrt, völlig unfähig, nachzudenken, was zu tun war, oder es zu tun, wenn ihr etwas eingefallen wäre.
Anne ging mit Geschick und Schnelligkeit an die Arbeit.
"Minnie May hat die Kehlkopfdiphtherie; ihr geht es ziemlich schlecht, aber ich habe schon schlimmere Fälle gesehen. Zuerst müssen wir viel heißes Wasser haben. Ich sehe gerade, Diana, da ist nicht mehr als eine Tasse voll im Kessel! Hier, ich habe es aufgefüllt, und, Mary Joe, du kannst etwas Holz in den Ofen legen. Ich möchte deine Gefühle nicht verletzen, aber es scheint mir, du hättest vorher daran denken können, wenn du irgendeine Vorstellungskraft gehabt hättest. Nun, ich werde Minnie May ausziehen und sie ins Bett legen und du versuchst, ein paar weiche Flanelltücher zu finden, Diana. Zuerst werde ich ihr eine Portion Brechwurzel geben."
Minnie May konnte sich mit der Brechwurzel nicht gut anfreunden, aber Anne hatte nicht umsonst drei Zwillingspaare großgezogen. Diese Brechwurzel ging runter, nicht nur einmal, sondern mehrfach während der langen angstvollen Nacht, als die beiden kleinen Mädchen sich geduldig an der leidenden Minnie May zu schaffen machten und die junge Mary Joe, ehrlich bemüht, alles zu tun, was sie konnte, hielt ein dröhnendes Feuer in Gang und erhitzte mehr Wasser, als für ein Krankenhaus mit Kruppbabys nötig gewesen wäre.
Es war drei Uhr, als Matthew mit dem Doktor kam, weil er dafür gezwungen gewesen war, den ganzen Weg bis nach Spencervale zu fahren. Aber der dringende Bedarf an Hilfe war vorbei. Minnie May ging es viel besser und sie schlief tief.
"Ich war schrecklich nahe daran, in Vezweiflung aufzugeben", erkärte Anne," ihr ging es schlechter und schlechter, bis sie kränker war, als die Hammond Zwillinge jemals waren, sogar das letzte Paar. Ich dachte wirklich, sie würde ersticken. Ich gab ihr jeden Tropfen Brechwurzel aus der Flasche und beim letzten Tropfen sagte ich zu mir - nicht zu Diana oder der jungen Mary Joe, weil ich sie nicht noch mehr beunruhigen wollte, als sie schon waren, aber ich musste es zu mir selber sagen, einfach um meine Gefühle zu entlasten - 'Dies ist die letzte verbleibende Hoffnung und ich fürchte, es ist eine vergebliche.' Aber nach etwa drei Minuten hustete sie den Schleim aus und begann sich auf der Stelle zu erholen. Sie müssen sich bloß meine Erleichterung vorstellen, Doktor, denn ich kann sie nicht in Worten ausdrücken. Sie wissen, es gibt manche Dinge, die man nicht in Worten ausdrücken kann.
„Ja, ich weiß“, nickte der Arzt. Er sah Anne an, als ob er einige Dinge über sie denken würde, die sich nicht in Worte fassen ließen. Zu einem späteren Zeitpunkt brachte er sie jedoch gegenüber Herrn und Frau Barry zum Ausdruck.
"Dieses kleine rotköpfige Mädchen, das sie drüben bei Cuthberts haben, ist so schlau wie sonst was. Ich sage Ihnen, sie hat diesem Baby das Leben gerettet, denn es wäre zu spät gewesen, als ich hier ankam. Sie hat anscheinend ein Geschick und eine Geistesgegenwart, was durchaus wunderbar für ein Kind ihres Alters ist. Ich sah noch nie so etwas wie ihre Augen, als sie mir den Fall darlegte.
Anne war an dem wundervollen, frostweißen Wintermorgen nach Hause gegangen, mit müden Augen vom Schlafmangel, aber unermüdlich mit Matthew redend, als sie das lange weiße Feld überquerten und unter dem glitzernden Bogen der Ahornbäume von Lover's Lane entlang gingen.
"Oh Matthew, ist das nicht ein wunderschöner Morgen? Die Welt sieht aus wie etwas, das Gott sich gerade zu seinem eigenen Vergnügen ausgemalt hat, nicht wahr? Diese Bäume sehen aus, als könnte ich sie mit einem Atemzug wegblasen-pff! Ich bin so froh, in einer Welt zu leben, in der es Raureif gibt, du nicht? Und ich bin so froh, dass Mrs. Hammond letztendlich drei Zwillingspaare hatte. Wenn sie sie nicht gehabt hätte, hätte ich vielleicht nicht gewusst, was für Minnie May getan werden muss. Es tut mir wirklich leid, dass ich jemals böse auf Mrs. Hammond war, weil sie Zwillinge hatte. Aber, oh Matthew, ich bin so schläfrig. Ich kann nicht zur Schule gehen. Ich weiß nur, ich könnte meine Augen nicht offen halten und ich würde so dumm sein. Aber ich hasse es, zu Hause zu bleiben, weil Gil - irgendeiner der anderen an die Spitze der Klasse rückt und es ist so schwer, wieder hochzukommen - obwohl es natürlich umso zufriedenstellender ist, wenn man hochkommt, je schwerer es ist, nicht wahr?
"Nun, ich nehme an, du schaffst das schon", sagte Matthew und betrachtete Annes weißes kleines Gesicht und die dunklen Schatten unter ihren Augen. "Dann ist es richtig, dass du ins Bett gehst und gut schläfst. Ich werde alle Hausarbeiten machen.
Daher ging Anne ins Bett und schlief so lang und tief, dass es zu vorgerückter Stunde im weißen und rosanen Winternachmittag war, als sie aufwachte und in die Küche herabkam, wo Marilla, die inzwischen zu Hause angekommen war, saß und strickte.
"Oh, hast du den Ministerpräsidenten gesehen?" rief Anne sofort. "Wie sieht er aus, Marilla?
"Nun, er wäre nie Ministerpräsident aufgrund seines Aussehens geworden ", sagte Marilla. "So eine Nase wie dieser Mann hatte! Aber er kann sprechen. Ich war stolz, eine Konservative zu sein. Rachel Lynde, natürlich, da sie eine Liberale ist, konnte mit ihm nichts anfangen. Dein Abendessen ist im Ofen, Anne; und du kannst dir etwas blaues Pflaumenmus aus der Speisekammer holen. Ich vermute, du bist hungrig. Matthew hat mir von letzter Nacht erzählt. Ich muss sagen, es war ein Glück, dass du wussstest, was zu tun war. Ich selbst hätte es nicht gewusst, da ich nie ein Fall von Krupp gesehen habe. Nun dann, sprechen wir nicht darüber, bis du dein Abendessen hattest. Ich kann an deinem Blick erkennen, dass alles aus dir raus will, aber das kann warten.
Marilla hatte Anne etwas zu erzählen, aber sie erzählte es nicht ausgerechnet dann, weil sie wusste, wenn sie es tat, würde Annes daraus folgende Aufregung sie ohne Zweifel aus der Region von so materiellen Dingen wie Appetit oder Abendessen herausheben. Erst als Anne ihre Untertasse voller blauer Pflaumen aufgegessen hatte, sagte Marilla: " Mrs. Barry war heute Nachmittag hier, Anne. Sie wollte dich sehen, aber ich wollte dich nicht wecken. Sie sagt, du hast Minnie Mays Leben gerettet, und es tut ihr sehr leid, dass sie bei dieser Sache mit dem Johannisbeerwein so handelte. Sie sagt, sie weiß jetzt, dass du Diana nicht betrunken machen wolltest, und sie hofft, dass du ihr verzeihst und wieder gut mit Diana befreundet bist. Du darfst heute Abend rübergehen, wenn du willst, denn Diana kann sich nicht bis vor die Tür bewegen, weil sie sich gestern Abend eine schlimme Erkältung eingefangen hat. Also, Anne Shirley, um Himmels willen, heb nicht gleich ab!
Die Warnung schien nicht unnötig zu sein, so abgehoben und überirdisch war Annes Ausdruck und Verhalten als sie aufsprang, ihr Gesicht erstrahlend von der Flamme ihrer Begeisterung.
"Oh, Marilla kann ich sofort gehen - ohne meinen Abwasch zu machen ? Ich werde den Abwasch machen, wenn ich zurückkomme, aber ich kann mich in diesem packenden Moment nicht auf so etwas Unromantisches, wie Geschirrabwaschen festlegen.
"Ja, ja, lauf schon", sagte Marilla nachsichtig. " Anne Shirley - bist du verrückt? Komm sofort zurück und ziehe etwas an. Ich könnte genauso mit dem Wind reden. Sie ist ohne Mütze und Mantel gegangen. Sieh dir das an, wie sie mit wehendem Haar durch den Obstgarten stürmt. Es wird eine Gnade sein, wenn sie sich nicht durch eine Erkältung den Tod holt.
Anne kam quer über die verschneiten Plätze tanzend in der violetten Winterdämmerung nach Hause. Weit im Südwesten sah man das großartig schimmernde, perlengleiche Funkeln eines Abendsterns am Himmel, der blassgolden und ätherisch rosa über weißen Flächen und dunklen Tälern aus Fichten schimmerte. Das Klingeln der Schlittenglöckchen zwischen den verschneiten Hügeln kam wie Elfenklang durch die frostige Luft, aber ihre Musik war nicht süßer als das Lied in Annes Herzen und auf ihren Lippen.
"Du siehst vor dir eine vollkommen glückliche Person, Marilla", verkündete sie. "Ich bin vollkommen glücklich- ja, trotz meiner roten Haare. Genau im Augenblick habe ich eine Seele über rote Haare. Mrs. Barry küsste mich und weinte und sagte, es täte ihr so leid, und sie könnte es mir nie vergelten. Ich fühlte mich fürchterlich beschämt, Marilla, aber ich sagte nur, so höflich wie ich konnte: " Ich hege keinen Groll auf Sie, Mrs. Barry. Ich versichere Ihnen ein für alle mal, dass ich Diana nicht betrunken machen wollte und fortan werde ich die Vergangenheit mit dem Mantel der Vergessenheit bedecken. Das war eine ziemlich würdige Art zu sprechen, nicht wahr, Marilla? Ich fühlte, dass ich ihr Gewissensbisse gemacht habe. Und Diana und ich hatten einen wunderbaren Nachmittag. Diana zeigte mir einen ausgefallenen Häkelknoten, den ihre Tante aus Carmody ihr beigebracht hat. Keine Seele in Avonlea kennt ihn außer uns und wir versprachen uns mit einem feierlichen Schwur, ihn niemand anderem zu verraten. Diana gab mir eine wunderschöne Karte mit einem Kranz aus Rosen darauf und einem Poesievers: "Wenn du mich liebst, wie ich dich liebe, kann uns Zwei nichts außer der Tod trennen.
Und das ist wahr, Marilla. Wir werden Mr. Phillips fragen, uns in der Schule wieder zusammensitzen zu lassen, und Gertie Pye kann zu Minnie Andrews gehen. Wir hatten einen eleganten Tee. Mrs. Barry hatte das gute Porzellan rausgestellt, Marilla, genauso als ob ich echter Besuch wäre. Ich kann dir nicht sagen, was für einen Wonneschauer mir das gab. Niemand hat jemals meinetwegen sein gutes Porzellan benutzt. Und wir hatten Früchtekuchen und Festtagskuchen und Doughnuts und zwei Sorten Marmelade, Marilla. Und Mrs. Barry fragte mich, ob ich Tee nähme und sagte:"Pa, könntest du Anne die Kekse reichen?" Es muss wunderbar sein, erwachsen zu sein, Marilla, wenn man wie eine Erwachsene behandelt wird, ist es so nett.
"Darüber weiß ich nichts", sagte Marilla mit einem tiefen Seufzer.
"Jedenfalls, wenn ich erwachsen bin", sagte Anne entschieden, "werde ich mit kleinen Mädchen sprechen, als wären sie es auch und niemals lachen, wenn sie große Worte benutzen. Ich weiß aus leidvoller Erfahrung, wie sehr das die Gefühle von jemandem verletzt. Nach dem Tee machten Diana und ich Toffee. Das Toffee war nicht besonders gut, ich denke, weil weder Diana noch ich jemals vorher welches gemacht haben. Diana verließ mich, um umzurühren, während sie die Teller mit Butter bestrich und ich vergaß es und ließ es anbrennen. Und als wir es dann raussetzten auf das Podest, um es abkühlen zu lassen, ging die Katze über einen Teller und das musste weggeworfen werden. Aber sie herzustellen war ein vorzüglicher Spaß. Als ich mich dann auf den Heimweg machte, bat mich Mrs. Barry, so oft vorbei zu kommen, wie ich könnte und Diana stand am Fenster und warf mir den ganzen Weg bis zu Lover's Lane Küsse zu. Ich versichere dir, Marilla, dass ich heute Abend beten möchte und ich werde mir zur Feier des Tages ein brandneues Gebet ausdenken.
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CHAPTER XVIII.
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ANNE TO THE RESCUE.
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ALL thing's great are wound up with all things little.
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But it had.
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Mrs. Rachel Lynde had gone too.
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But that would mean Gilbert Blythe's triumph on the morrow.
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Anne turned her back on the clock shelf and tried to imagine it wasn't there.
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"Matthew, did you ever study geometry when you went to school?
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"Well now, no, I didn't," said Matthew, coming out of his doze with a start.
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"I wish you had," sighed Anne, "because then you'd be able to sympathize with me.
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You can't sympathize properly if you've never studied it.
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It is casting a cloud over my whole life.
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I'm such a dunce at it, Matthew.
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"Well now, I dunno," said Matthew soothingly.
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"I guess you're all right at anything.
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'Rapid progress' was his very words.
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Matthew would have thought any one who praised Anne was all right.
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"I'm sure I'd get on better with geometry if only he wouldn't change the letters," complained Anne.
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I don't think a teacher should take such a mean advantage, do you?
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We're studying agriculture now and I've found out at last what makes the roads red.
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It's a great comfort.
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I wonder how Marilla and Mrs. Lynde are enjoying themselves.
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She says if women were allowed to vote we would soon see a blessed change.
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What way do you vote, Matthew?
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"Conservative," said Matthew promptly.
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To vote Conservative was part of Matthew's religion.
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"Then I'm Conservative too," said Anne decidedly.
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"I'm glad, because Gil— because some of the boys in school are Grits (Liberal Party of Canada).
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Is that true, Matthew?
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"Well now, I dunno," said Matthew.
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"Did you ever go courting, Matthew?
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Anne reflected with her chin in her hands.
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"It must be rather interesting, don't you think, Matthew?
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I'd rather have just one in his right mind.
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Mr. Phillips goes up to see Prissy Andrews nearly every evening.
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There are a great many things in this world that I can't understand very well, Matthew.
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"Well now, I dunno as I comprehend them all myself," acknowledged Matthew.
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"Well, I suppose I must finish up my lessons.
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I won't allow myself to open that new book Jane lent me until I'm through.
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But it's a terrible temptation, Matthew.
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Even when I turn my back on it I can see it there just as plain.
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Jane said she cried herself sick over it.
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I love a book that makes me cry.
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And then shall I run down the cellar and get some russets, Matthew?
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Wouldn't you like some russets?
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"Whatever is the matter, Diana?"
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cried Anne.
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"Has your mother relented at last?
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"Oh, Anne, do come quick," implored Diana nervously.
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Minnie May is awful bad and Young Mary Joe doesn't know what to do—and oh, Anne, I'm so scared!
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"I know it as well as if he'd said so.
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Matthew and I are such kindred spirits I can read his thoughts without words at all.
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"I don't believe he'll find the doctor at Carmody," sobbed Diana.
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Oh, Anne!
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"Don't cry, Di," said Anne cheerily.
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"I know exactly what to do for croup.
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You forget that Mrs. Hammond had twins three times.
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When you look after three pairs of twins you naturally get a lot of experience.
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They all had croup regularly.
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Just wait till I get the ipecac bottle—you mayn't have any at your house.
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Come on now.
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Minnie May, aged three, was really very sick.
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Anne went to work with skill and promptness.
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"Minnie May has croup all right; she's pretty bad, but I've seen them worse.
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First we must have lots of hot water.
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I declare, Diana, there isn't more than a cupful in the kettle!
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unit 102
There, I've filled it up, and, Mary Joe, you may put some wood in the stove.
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unit 104
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I'm going to give her a dose of ipecac first of all.
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unit 109
But the pressing need for assistance was past.
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Minnie May was much better and was sleeping soundly.
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unit 112
I actually thought she was going to choke to death.
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unit 114
But in about three minutes she coughed up the phlegm and began to get better right away.
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unit 115
You must just imagine my relief, doctor, because I can't express it in words.
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unit 116
You know there are some things that cannot be expressed in words.
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unit 117
"Yes, I know," nodded the doctor.
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unit 119
Later on, however, he expressed them to Mr. and Mrs. Barry.
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unit 120
"That little red-headed girl they have over at Cuthbert's is as smart as they make 'em.
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unit 121
I tell you she saved that baby's life, for it would have been too late by the time I got here.
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unit 122
She seems to have a skill and presence of mind perfectly wonderful in a child of her age.
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unit 123
I never saw anything like the eyes of her when she was explaining the case out to me.
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unit 125
"Oh, Matthew, isn't it a wonderful morning?
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unit 126
The world looks like something God had just imagined for His own pleasure, doesn't it?
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unit 127
Those trees look as if I could blow them away with a breath—pouf!
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unit 128
I'm so glad I live in a world where there are white frosts, aren't you?
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unit 129
And I'm so glad Mrs. Hammond had three pairs of twins after all.
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unit 130
If she hadn't I mightn't have known what to do for Minnie May.
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unit 131
I'm real sorry I was ever cross with Mrs. Hammond for having twins.
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unit 132
But, oh, Matthew, I'm so sleepy.
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unit 133
I can't go to school.
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unit 134
I just know I couldn't keep my eyes open and I'd be so stupid.
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"You just go right to bed and have a good sleep.
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I'll do all the chores.
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unit 140
"Oh, did you see the Premier?"
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exclaimed Anne at once.
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"What did he look like, Marilla?
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"Well, he never got to be Premier on account of his looks," said Marilla.
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"Such a nose as that man had!
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But he can speak.
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I was proud of being a Conservative.
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unit 147
Rachel Lynde, of course, being a Liberal, had no use for him.
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unit 148
unit 149
I guess you're hungry.
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unit 150
Matthew has been telling me about last night.
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I must say it was fortunate you knew what to do.
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I wouldn't have had any idea myself, for I never saw a case of croup.
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unit 153
There now, never mind talking till you've had your dinner.
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unit 154
I can tell by the look of you that you're just full up with speeches, but they'll keep.
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She wanted to see you, but I wouldn't wake you up.
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Now, Anne Shirley, for pity's sake don't fly clean up into the air.
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"Oh, Marilla, can I go right now—without washing my dishes?
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"Yes, yes, run along," said Marilla indulgently.
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"Anne Shirley—are you crazy?
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Come back this instant and put something on you.
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I might as well call to the wind.
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She's gone without a cap or wrap.
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Look at her tearing through the orchard with her hair streaming.
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It'll be a mercy if she doesn't catch her death of cold.
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Anne came dancing home in the purple winter twilight across the snowy places.
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"You see before you a perfectly happy person, Marilla," she announced.
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"I'm perfectly happy—yes, in spite of my red hair.
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Just at present I have a soul above red hair.
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Mrs. Barry kissed me and cried and said she was so sorry and she could never repay me.
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That was a pretty dignified way of speaking, wasn't it, Marilla?
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I felt that I was heaping coals of fire on Mrs. Barry's head.
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And Diana and I had a lovely afternoon.
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Diana showed me a new fancy crochet stitch her aunt over at Carmody taught her.
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And that is true, Marilla.
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We had an elegant tea.
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Mrs. Barry had the very best china set out, Marilla, just as if I was real company.
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I can't tell you what a thrill it gave me.
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Nobody ever used their very best china on my account before.
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And we had fruit-cake and pound-cake and doughnuts and two kinds of preserves, Marilla.
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And Mrs. Barry asked me if I took tea and said, 'Pa, why don't you pass the biscuits to Anne?'
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It must be lovely to be grown up, Marilla, when just being treated as if you were is so nice.
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"I don't know about that," said Marilla with a brief sigh.
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unit 198
I know from sorrowful experience how that hurts one's feelings.
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After tea Diana and I made taffy.
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The taffy wasn't very good, I suppose because neither Diana nor I had ever made any before.
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But the making of it was splendid fun.
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CHAPTER XVIII.

ANNE TO THE RESCUE.

ALL thing's great are wound up with all things little. At first glance it might not seem that the decision of a certain Canadian Premier to include Prince Edward Island in a political tour could have much or anything to do with the fortunes of little Anne Shirley at Green Gables. But it had.
It was in January the Premier came, to address his loyal supporters and such of his non-supporters as chose to be present at the monster mass meeting held in Charlottetown. Most of the Avonlea people were on the Premier's side of politics; hence, on the night of the meeting nearly all the men and a goodly proportion of the women had gone to town, thirty miles away. Mrs. Rachel Lynde had gone too. Mrs. Rachel Lynde was a red-hot politician and couldn't have believed that the political rally could be carried through without her, although she was on the opposite side of politics. So she went to town and took her husband—Thomas would be useful in looking after the horse—and Marilla Cuthbert with her. Marilla had a sneaking interest in politics herself, and as she thought it might be her only chance to see a real live Premier, she promptly took it, leaving Anne and Matthew to keep house until her return the following day.
Hence, while Marilla and Mrs. Rachel were enjoying themselves hugely at the mass meeting, Anne and Matthew had the cheerful kitchen at Green Gables all to themselves. A bright fire was glowing in the old-fashioned Waterloo stove and blue-white frost crystals were shining on the window-panes. Matthew nodded over a Farmers' Advocate on the sofa and Anne at the table studied her lessons with grim determination, despite sundry wistful glances at the clock shelf, where lay a new book that Jane Andrews had lent her that day. Jane had assured her that it was warranted to produce any number of thrills, or words to that effect, and Anne's fingers tingled to reach out for it. But that would mean Gilbert Blythe's triumph on the morrow. Anne turned her back on the clock shelf and tried to imagine it wasn't there.
"Matthew, did you ever study geometry when you went to school?
"Well now, no, I didn't," said Matthew, coming out of his doze with a start.
"I wish you had," sighed Anne, "because then you'd be able to sympathize with me. You can't sympathize properly if you've never studied it. It is casting a cloud over my whole life. I'm such a dunce at it, Matthew.
"Well now, I dunno," said Matthew soothingly. "I guess you're all right at anything. Mr. Phillips told me last week in Blair's store at Carmody that you was the smartest scholar in school and was making rapid progress. 'Rapid progress' was his very words. There's them as runs down Teddy Phillips and says he ain't much of a teacher; but I guess he's all right.
Matthew would have thought any one who praised Anne was all right.
"I'm sure I'd get on better with geometry if only he wouldn't change the letters," complained Anne. "I learn the proposition off by heart, and then he draws it on the blackboard and puts different letters from what are in the book and I get all mixed up. I don't think a teacher should take such a mean advantage, do you? We're studying agriculture now and I've found out at last what makes the roads red. It's a great comfort. I wonder how Marilla and Mrs. Lynde are enjoying themselves. Mrs. Lynde says Canada is going to the dogs the way things are being run at Ottawa, and that it's an awful warning to the electors. She says if women were allowed to vote we would soon see a blessed change. What way do you vote, Matthew?
"Conservative," said Matthew promptly. To vote Conservative was part of Matthew's religion.
"Then I'm Conservative too," said Anne decidedly. "I'm glad, because Gil— because some of the boys in school are Grits (Liberal Party of Canada). I guess Mr. Phillips is a Grit too, because Prissy Andrews' father is one, and Ruby Gillis says that when a man is courting he always has to agree with the girl's mother in religion and her father in politics. Is that true, Matthew?
"Well now, I dunno," said Matthew.
"Did you ever go courting, Matthew?
"Well now, no, I dunno's I ever did," said Matthew, who had certainly never thought of such a thing in his whole existence.
Anne reflected with her chin in her hands.
"It must be rather interesting, don't you think, Matthew? Ruby Gillis says when she grows up she's going to have ever so many beaus on the string and have them all crazy about her; but I think that would be too exciting. I'd rather have just one in his right mind. But Ruby Gillis knows a great deal about such matters because she has so many big sisters, and Mrs. Lynde says the Gillis girls have gone off like hot cakes. Mr. Phillips goes up to see Prissy Andrews nearly every evening. He says it is to help her with her lessons, but Miranda Sloane is studying for Queen's, too, and I should think she needed help a lot more than Prissy because she's ever so much stupider, but he never goes to help her in the evenings at all. There are a great many things in this world that I can't understand very well, Matthew.
"Well now, I dunno as I comprehend them all myself," acknowledged Matthew.
"Well, I suppose I must finish up my lessons. I won't allow myself to open that new book Jane lent me until I'm through. But it's a terrible temptation, Matthew. Even when I turn my back on it I can see it there just as plain. Jane said she cried herself sick over it. I love a book that makes me cry. But I think I'll carry that book into the sitting-room and lock it in the jam closet and give you the key. And you must not give it to me, Matthew, until my lessons are done, not even if I implore you on my bended knees. It's all very well to say resist temptation, but it's ever so much easier to resist it if you can't get the key. And then shall I run down the cellar and get some russets, Matthew? Wouldn't you like some russets?
"Well now, I dunno but what I would," said Matthew, who never ate russets but knew Anne's weakness for them.
Just as Anne emerged triumphantly from the cellar with her plateful of russets came the sound of flying footsteps on the icy board walk outside and the next moment the kitchen door was flung open and in rushed Diana Barry, white-faced and breathless, with a shawl wrapped hastily around her head. Anne promptly let go of her candle and plate in her surprise, and plate, candle, and apples crashed together down the cellar ladder and were found at the bottom embedded in melted grease, the next day, by Marilla, who gathered them up and thanked mercy the house hadn't been set on fire.
"Whatever is the matter, Diana?" cried Anne. "Has your mother relented at last?
"Oh, Anne, do come quick," implored Diana nervously. "Minnie May is awful sick—she's got croup, Young Mary Joe says—and father and mother are away to town and there's nobody to go for the doctor. Minnie May is awful bad and Young Mary Joe doesn't know what to do—and oh, Anne, I'm so scared!
Matthew, without a word, reached out for cap and coat, slipped past Diana and away into the darkness of the yard.
"He's gone to harness the sorrel mare to go to Carmody for the doctor," said Anne, who was hurrying on hood and jacket. "I know it as well as if he'd said so. Matthew and I are such kindred spirits I can read his thoughts without words at all.
"I don't believe he'll find the doctor at Carmody," sobbed Diana. "I know that Doctor Blair went to town and I guess Doctor Spencer would go too, Young Mary Joe never saw anybody with croup and Mrs. Lynde is away. Oh, Anne!
"Don't cry, Di," said Anne cheerily. "I know exactly what to do for croup. You forget that Mrs. Hammond had twins three times. When you look after three pairs of twins you naturally get a lot of experience. They all had croup regularly. Just wait till I get the ipecac bottle—you mayn't have any at your house. Come on now.
The two little girls hastened out hand in hand and hurried through Lovers' Lane and across the crusted field beyond, for the snow was too deep to go by the shorter wood way. Anne, although sincerely sorry for Minnie May, was far from being insensible to the romance of the situation and to the sweetness of once more sharing that romance with a kindred spirit.
The night was clear and frosty, all ebony of shadow and silver of snowy slope; big stars were shining over the silent fields; here and there the dark pointed firs stood up with snow powdering their branches and the wind whistling through them. Anne thought it was truly delightful to go skimming through all this mystery and loveliness with your bosom friend who had been so long estranged.
Minnie May, aged three, was really very sick. She lay on the kitchen sofa, feverish and restless, while her hoarse breathing could be heard all over the house. Young Mary Joe, a buxom, broad-faced French girl from the Creek, whom Mrs. Barry had engaged to stay with the children during her absence, was helpless and bewildered, quite incapable of thinking what to do, or doing it if she thought of it.
Anne went to work with skill and promptness.
"Minnie May has croup all right; she's pretty bad, but I've seen them worse. First we must have lots of hot water. I declare, Diana, there isn't more than a cupful in the kettle! There, I've filled it up, and, Mary Joe, you may put some wood in the stove. I don't want to hurt your feelings, but it seems to me you might have thought of this before if you'd any imagination. Now, I'll undress Minnie May and put her to bed, and you try to find some soft flannel cloths, Diana. I'm going to give her a dose of ipecac first of all.
Minnie May did not take kindly to the ipecac, but Anne had not brought up three pairs of twins for nothing. Down that ipecac went, not only once, but many times during the long, anxious night when the two little girls worked patiently over the suffering Minnie May, and Young Mary Joe, honestly anxious to do all she could, kept on a roaring fire and heated more water than would have been needed for a hospital of croupy babies.
It was three o'clock when Matthew came with the doctor, for he had been obliged to go all the way to Spencervale for one. But the pressing need for assistance was past. Minnie May was much better and was sleeping soundly.
"I was awfully near giving up in despair," explained Anne, "She got worse and worse until she was sicker than ever the Hammond twins were, even the last pair. I actually thought she was going to choke to death. I gave her every drop of ipecac in that bottle, and when the last dose went down I said to myself—not to Diana or Young Mary Joe, because I didn't want to worry them any more than they were worried, but I had to say it to myself just to relieve my feelings—'This is the last lingering hope and I fear 'tis a vain one.' But in about three minutes she coughed up the phlegm and began to get better right away. You must just imagine my relief, doctor, because I can't express it in words. You know there are some things that cannot be expressed in words.
"Yes, I know," nodded the doctor. He looked at Anne as if he were thinking some things about her that couldn't be expressed in words. Later on, however, he expressed them to Mr. and Mrs. Barry.
"That little red-headed girl they have over at Cuthbert's is as smart as they make 'em. I tell you she saved that baby's life, for it would have been too late by the time I got here. She seems to have a skill and presence of mind perfectly wonderful in a child of her age. I never saw anything like the eyes of her when she was explaining the case out to me.
Anne had gone home in the wonderful, white-frosted winter morning, heavy-eyed from loss of sleep, but still talking unweariedly to Matthew as they crossed the long white field and walked under the glittering fairy arch of the Lovers' Lane maples.
"Oh, Matthew, isn't it a wonderful morning? The world looks like something God had just imagined for His own pleasure, doesn't it? Those trees look as if I could blow them away with a breath—pouf! I'm so glad I live in a world where there are white frosts, aren't you? And I'm so glad Mrs. Hammond had three pairs of twins after all. If she hadn't I mightn't have known what to do for Minnie May. I'm real sorry I was ever cross with Mrs. Hammond for having twins. But, oh, Matthew, I'm so sleepy. I can't go to school. I just know I couldn't keep my eyes open and I'd be so stupid. But I hate to stay home for Gil— some of the others will get head of the class, and it's so hard to get up again—although of course the harder it is the more satisfaction you have when you do get up, haven't you?
"Well now, I guess you'll manage all right," said Matthew, looking at Anne's white little face and the dark shadows under her eyes. "You just go right to bed and have a good sleep. I'll do all the chores.
Anne accordingly went to bed and slept so long and soundly that it was well on in the white and rosy winter afternoon when she awoke and descended to the kitchen where Marilla, who had arrived home in the meantime, was sitting knitting.
"Oh, did you see the Premier?" exclaimed Anne at once. "What did he look like, Marilla?
"Well, he never got to be Premier on account of his looks," said Marilla. "Such a nose as that man had! But he can speak. I was proud of being a Conservative. Rachel Lynde, of course, being a Liberal, had no use for him. Your dinner is in the oven, Anne; and you can get yourself some blue plum preserve out of the pantry. I guess you're hungry. Matthew has been telling me about last night. I must say it was fortunate you knew what to do. I wouldn't have had any idea myself, for I never saw a case of croup. There now, never mind talking till you've had your dinner. I can tell by the look of you that you're just full up with speeches, but they'll keep.
Marilla had something to tell Anne, but she did not tell it just then, for she knew if she did Anne's consequent excitement would lift her clear out of the region of such material matters as appetite or dinner. Not until Anne had finished her saucer of blue plums did Marilla say:
"Mrs. Barry was here this afternoon, Anne. She wanted to see you, but I wouldn't wake you up. She says you saved Minnie May's life, and she is very sorry she acted as she did in that affair of the currant wine. She says she knows now you didn't mean to set Diana drunk, and she hopes you'll forgive her and be good friends with Diana again. You're to go over this evening if you like, for Diana can't stir outside the door on account of a bad cold she caught last night. Now, Anne Shirley, for pity's sake don't fly clean up into the air.
The warning seemed not unnecessary, so uplifted and aerial was Anne's expression and attitude as she sprang to her feet, her face irradiated with the flame of her spirit.
"Oh, Marilla, can I go right now—without washing my dishes? I'll wash them when I come back, but I cannot tie myself down to anything so unromantic as dish-washing at this thrilling moment.
"Yes, yes, run along," said Marilla indulgently. "Anne Shirley—are you crazy? Come back this instant and put something on you. I might as well call to the wind. She's gone without a cap or wrap. Look at her tearing through the orchard with her hair streaming. It'll be a mercy if she doesn't catch her death of cold.
Anne came dancing home in the purple winter twilight across the snowy places. Afar in the south-west was the great shimmering, pearl-like sparkle of an evening star in a sky that was pale golden and ethereal rose over gleaming white spaces and dark glens of spruce. The tinkles of sleigh-bells among the snowy hills came like elfin chimes through the frosty air, but their music was not sweeter than the song in Anne's heart and on her lips.
"You see before you a perfectly happy person, Marilla," she announced. "I'm perfectly happy—yes, in spite of my red hair. Just at present I have a soul above red hair. Mrs. Barry kissed me and cried and said she was so sorry and she could never repay me. I felt fearfully embarrassed, Marilla, but I just said as politely as I could, 'I have no hard feelings for you, Mrs. Barry. I assure you once for all that I did not mean to intoxicate Diana and henceforth I shall cover the past with the mantle of oblivion.' That was a pretty dignified way of speaking, wasn't it, Marilla? I felt that I was heaping coals of fire on Mrs. Barry's head. And Diana and I had a lovely afternoon. Diana showed me a new fancy crochet stitch her aunt over at Carmody taught her. Not a soul in Avonlea knows it but us, and we pledged a solemn vow never to reveal it to any one else. Diana gave me a beautiful card with a wreath of roses on it and a verse of poetry:
"'If you love me as I love you
Nothing but death can part us two.
And that is true, Marilla. We're going to ask Mr. Phillips to let us sit together in school again, and Gertie Pye can go with Minnie Andrews. We had an elegant tea. Mrs. Barry had the very best china set out, Marilla, just as if I was real company. I can't tell you what a thrill it gave me. Nobody ever used their very best china on my account before. And we had fruit-cake and pound-cake and doughnuts and two kinds of preserves, Marilla. And Mrs. Barry asked me if I took tea and said, 'Pa, why don't you pass the biscuits to Anne?' It must be lovely to be grown up, Marilla, when just being treated as if you were is so nice.
"I don't know about that," said Marilla with a brief sigh.
"Well, anyway, when I am grown up," said Anne decidedly, "I'm always going to talk to little girls as if they were, too, and I'll never laugh when they use big words. I know from sorrowful experience how that hurts one's feelings. After tea Diana and I made taffy. The taffy wasn't very good, I suppose because neither Diana nor I had ever made any before. Diana left me to stir it while she buttered the plates and I forgot and let it burn; and then when we set it out on the platform to cool the cat walked over one plate and that had to be thrown away. But the making of it was splendid fun. Then when I came home Mrs. Barry asked me to come over as often as I could and Diana stood at the window and threw kisses to me all the way down to Lovers' Lane. I assure you, Marilla, that I feel like praying to-night and I'm going to think out a special brand-new prayer in honour of the occasion.