en-de  Donald Trump Didn’t Want to Be President Medium
Donald Trump wollte kein Präsident sein.

Vor einem Jahr: Der Plan zu verlieren und die ersten Schocktage der Verwaltung.

Von Michael Wolff, New York Magazine, 3.Januar 2018.

Wahlnacht: Es " sah aus als ob er ein Gespenst gesehen hätte." Für den Link zu diesem Text gehe zu der Diskussion.

Am Nachmittag des 8. Novembers 2016 richtete sich Kellyanne Conway in ihrem Glasbüro im Trump Tower ein. Bis zu den letzten Wochen des Rennens war die Wahlkampfzentrale ein lustloser Ort geblieben. Alles, was es von einem unternehmerischen Back-Office zu unterscheiden schien, waren ein paar Poster mit rechten Parolen.

Conway, die Wahlkampfmanagerin, war in einer bemerkenswerten beschwingten Laune in Anbetracht dessen, dass sie eine überwältigende, wenn nicht verheerende Niederlage erleben würde. Donald Trump würde die Wahl verlieren- dessen war sie sicher- aber er würde die Niederlage möglicherweise bei unter sechs Punkten halten. Das war ein beachtlicher Sieg. Die drohende Niederlage selbst nahm sie gelassen hin: Es war Reince Priebus' Schuld, nicht ihre.

Einen guten Teil des Tages hatte sie damit verbracht, Freunde und Verbündete des politischen Lebens anzurufen und Priebus, den Vorstand des republikanischen Nationalkomitees, zu beschuldigen! Nun informierte sie einige der Fernsehproduzenten und Moderatoren, die sie sorgsam umwarb, seit sie sich dem Trump-Wahlkampf angeschlossen hatte - und mit denen sie in den letzten paar Wochen aktiv Interviews geführt hatte, in der Hoffnung, nach der Wahl einen festen Arbeitsplatz in einem Sender zu bekommen.

Obwohl die Zahlen in einigen Schlüsselstaaten sich zu Trumps Vorteil zu verändern schienen, schwankten weder Conway noch Trump selbst, noch sein Schwiegersohn Jared Kushner - der eigentliche Chef des Wahlkampfs - in ihrer Überzeugung: ihr unerwartetes Abenteuer würde bald vorbei sein. Trump würde nicht nur nicht Präsident sein, fast jeder in der Wahlkampagne stimmte zu, dass er es vermutlich nicht sein sollte... Bequemerweise bedeutete die erstere Überzeugung, dass sich niemand mit Letzterem befassen müsste.

Als sich die Wahlkampagne dem Ende zuneigte, war Trump selbst zuversichtlich. Der Sieg war übrigens nie sein erklärtes Ziel gewesen. "Ich kann der berühmteste Mann der Welt sein", hatte er seinem Berater Sam Nunberg am Anfang der Kampagne gesagt. Sein langjähriger Freund Roger Ailes, der ehemalige Chef von Fox News, sagte gern, dass, wenn man eine Fernsehkarriere will, man zuerst für die Präsidentschaft kandidieren sollte. Nun setzte Trump, von Ailes ermutigt, Gerüchte über ein Trump Sendernetz in Umlauf. Es war eine großartige Zukunft. Trump versicherte Ailes, er würde aus dieser Kampagne mit einer weitaus kräftigeren Handelsmarke und unzähligen Gelegenheiten hervorgehen.

"Dies ist größer als irgendetwas, wovon ich jemals geträumt habe", sagte er Ailes eine Woche vor der Wahl. "Über das Verlieren denke ich nicht nach, weil es kein Verlieren ist. "Wir haben auf ganzer Linie gewonnen." Von Beginn an war Trumps Leitmotiv für seine eigene Kampagne, wie beschissen sie war und wie jeder Beteiligte daran ein Verlierer war. Als er im August mit mehr als 12 Punkten weit abgeschlagen hinter Hillary Clinton zurück lag, konnte er sich selbst im Entferntesten nicht vorstellen, die Wahl zu gewinnen. ... Er war verblüfft, als der rechtsstehende Billionär Robert Mercer, ein Ted Cruz Hintermann, den Trump kaum kannte, ihm eine Finanzspritze von 5 Millionen Dollar anbot. Als Mercer und seine Tochter Rebekah ihren Plan vorstellten, die Kampagne zu übernehmen und ihre Hintermänner, Steve Bannon und Conway, aufzustellen, widersetzte sich Trump nicht. Er drückte nur großes Unverständnis darüber aus, warum irgendeiner das würde tun wollen. "Dies Ding," sagte er zu den Mercers, "ist so verkackt." Bannon, der Mitte August Geschäftsführer in Trumps Mannschaft wurde, nannte es "die Schwanzbruch-Kampagne". Beinahe sofort sah er die Behinderung durch einen noch tieferen Strukturfehler: Der Kandidat, der sich selbst als Milliardär - zehnfach - ausgab, lehnte es ab, dort sein eigenes Geld zu investieren. Bannon berichtete Kushner, dass sie nach der ersten Debatte im September weitere 50 Millionen Dollar benötigen würden, um sie bis zum Wahltag finanziell abzusichern.

"Es gibt keine Möglichkeit, dass wir $50 Millionen bekommen werden, außer, wir können ihm einen Sieg garantieren", sagte ein scharfsichtiger Kushner.

„Fünfundzwanzig Millionen?" stachelte Bannon an.

"Falls wir sagen können, dass ein Sieg mehr als wahrscheinlich ist. "Das Äußerste, was Trump tun würde, wäre, der Kampagne $10 Millionen zu leihen, sofern er das Geld zurück bekäme, sobald sie anderes Geld aufbringen könnten. Steve Mnuchin, der Finanzchef der Kampagne, kam, um das Darlehen mit den Anweisungen für die Überweisung abzuholen, so dass Trump nicht bequemerweise vergessen konnte, das Geld zu schicken. Die meisten Präsidentschaftskandidaten verbringen ihre gesamte Laufbahn, wenn nicht sogar ihr ganzes Leben von der Pubertät an damit, sich auf die Rolle vorzubereiten. Sie steigen die Leiter der gewählten Behörden hinauf, vervollkommnen ein öffentliches Erscheinungsbild und bereiten sich darauf vor, zu gewinnen und zu regieren. Das Trump-Kalkül war, durchaus bewusst, anders. ... Der Kandidat und seine obersten Leutnants glaubten, dass sie alle Vorteile des Fast-Präsidenten erhalten könnten, ohne ihr Verhalten oder ihre Weltanschauung um einen Deut ändern zu müssen Fast jeder im Trump-Team kam tatsächlich mit der Art von chaotischen Konflikten, die einem Präsidenten zwangsläufig zum Verhängnis werden würden, sobald er im Amt wäre. Michael Flynn, dem pensionierte General, der als Trumps Vorprogramm bei Wahlkampfveranstaltungen behilflich war, wurde von seinen Freunden gesagt, dass es keine gute Idee gewesen war, von den Russen 45.000 Dollar für eine Rede anzunehmen. Nun, es wäre nur ein Problem, wenn wir gewinnen würden", versicherte Flynn ihnen.

Nicht nur, dass Trump die möglichen Konflikte bei seinen eigenen Geschäftsabschlüssen und Immobliengesellschaften überhaupt nicht berücksichtigte, sondern er weigerte sich auch dreist, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen. Warum sollte er? Sobald er verloren hätte, wäre Trump nach der 'betrügerischen Hillary' sowohl wahnsinnig berühmt als auch ein Märtyrer. Seine Tochter Ivanka und sein Schwiegersohn Jared wären internationale Berühmtheiten. Steve Bannon würde de facto zum Chef der Tea-Party-Bewegung werden. Kellyanne Conway wäre ein Kabelfernsehstar. Melania Trump, der von ihrem Mann zugesichert worden war, dass er nicht Präsident werden würde, könnte zu bescheidenen Mittagessen zurückkehren. Verlieren würde sich für alle lohnen. Verlieren war gewinnen.

Kurz nach 20 Uhr in der Wahlnacht, als der unerwartete Trend - Trump könnte schließlich gewinnen - bestätigt schien, erzählte Don Jr. einem Freund, dass sein Vater - oder DJT, wie er ihn nennt - aussah, als hätte er einen Geist gesehen. Melania war in Tränen aufgelöst - und nicht vor Freude.

In etwas mehr als einer Stunde gab es in Steve Bannons nicht unamüsierter Beobachtung einen verwirrten Trump, der sich in einen ungläubigen Trump und dann in einen entsetzten Trump verwandelte. Aber die endgültige Verwandlung sollte erst noch kommen: Plötzlich wurde Donald Trump zu einem Mann, der glaubte, dass er es verdiente und dass er durchaus in der Lage wäre, Präsident der Vereinigte Staaten zu sein.

Vom Augenblick des Sieges an wurde die Trump-Regierung zu einer spiegelverkehrten Präsidentschaft: Jede umgekehrte Annahme, wie man ein weißes Haus zusammenstellt und leitet, wurde verfügt und um ein Vielfaches verschärft. Die Entscheidungen, die Trump und seine Spitzenberater in diesen ersten wenigen Monaten trafen - von dem Hoppla-Hop-Übergang bis zur Verwirrung im Westflügel - bereiteten die Bühne für das Chaos und die Fehlfunktion, die durch sein ganzes erstes Amtsjahr bestehen blieben. Das war eine reale Version von Mel Brooks "The Producers", in der sich das von jedem in Trumps innerem Kreis fälschlicherweise angenommenen Ergebnis (dass sie die Wahl verlieren würden) in Nichts auflöste und entlarvte, wer sie wirklich waren.

Am Samstag nach der Wahl empfing Trump eine kleine Gruppe von Gratulanten in seiner dreigeschossigen Wohnung im Trump Tower. Selbst seine engsten Freunde waren noch immer schockiert und verwirrt und es gab dem Treffen eine benommene Stimmung. Aber Trump selbst sah vor allem auf die Uhr. Rupert Murdoch, der versprochen hatte, dem designierten Präsidenten einen Besuch abzustatten, verspätete sich. Als einige der Gäste Anstalten machten zu gehen, versicherte ihnen ein zunehmend aufgewühlter Trump, dass Rupert auf dem Weg sei. "Er ist einer der Großen, der letzte der Großen", sagte Trump. "Sie müssen bleiben, um ihn zu treffen." Trump begriff nicht, dass er jetzt der mächtigste Mann der Welt war, Trump bemühte sich immer noch sehr, sich bei einem Medienmogul einzuschmeicheln, der ihn schon lange als Scharlatan und Narren verachtete. Am Tag nach der Wahl wechselte die rudimentäre, während des Wahlkampfes zusammengestellte Übergangsmannschaft hurtig von Washington in den Trump Tower. Das Gebäude - jetzt Hauptquartier einer populistischen Revolution - schien plötzlich wie ein außerirdisches Raumschiff auf der Fifth Avenue. Aber seine jenseitige Atmosphäre trug dazu bei, die Tatsache zu verschleiern, dass nur wenige in Trumps engstem Kreis mit ihrer schlagartigen Verantwortung für die Regierungsbildung überhaupt relevante Erfahrungen hatten.

Ailes, ein Veteran der Regierungen von Nixon, Reagan und Bush (41. Präsident), versuchte Trump die Notwendigkeit zu verdeutlichen, eine Struktur im Weißen Haus zu schaffen, die ihm dienen und ihn schützen könnte. "Sie brauchen einen Mistkerl als Stabschef", sagte er zu Trump. "Und Sie brauchen einen Mistkerl, der Washington kennt. Sie werden Ihr eigener Mistkerl sein wollen, aber Sie kennen Washington nicht." Ailes hatte einen Vorschlag: John Boehner, der erst ein Jahr zuvor als Sprecher des Hauses abgetreten war.

"Wer ist das?" fragte Trump.

So viel wie der Präsident selbst, bestimmt der Stabschef, wie die Exekutive laufen wird, die 4 Millionen Leute beschäftigt. Der Job wurde als stellvertretender Präsident oder sogar Premierminister ausgelegt. Aber Trump hatte kein Interesse daran, einen starken Stabschef mit fundierten Kenntnissen von Washington zu ernennen. Unter seiner früheren Auswahl für den Job war Kushner, ein Mann ohne politische Erfahrung außerhalb seiner Rolle als Trumps ruhiger und schmeichelnder persönlicher Assistent während des Wahlkampfes.

Es war Ann Coulter, die letztlich den gewählten Präsidenten beiseite nahm. "Anscheinend sagt Ihnen das niemand," sagte sie zu ihm. "Aber Sie können nicht. Sie können nicht einfach Ihre Kinder einstellen." Sich dem Druck beugend, lancierte Trump die Idee, Steve Bannon den Job zu geben, nur um die Nennung gründlich zu bespötteln. Murdoch sagte zu Trump, dass Bannon eine gefährliche Wahl wäre. Joe Scarborough, der frühere Kongressabgeordnete und Co-Moderator von MSNBCs "Morning Joe", sagte dem zukünftigen Präsidenten, dass "Washington in Flammen aufgehen wird" falls Bannon Stabschef würde.

So wendete sich Trump Reince Priebus zu, dem RNC-Vorsitzenden, der vom Sprecher des Hauses, Paul Ryan, und dem Mehrheitsführer des Senats, Mitch McConnell, zum Gegenstand intensiver Lobbyarbeit gemacht worden war. Falls Führer des Kongresses mit einem Fremdem wie Donald Trump einen Handel abschließen würden, dann besser mit der Hilfe ihresgleichen.

Jim Baker, Stabschef sowohl für Ronald Reagan als auch für George H.W. Bush und fast jedermanns Vorbild für die Leitung des Westflügels, riet Priebus, den Job nicht anzunehmen. Priebus hatte seine eigenen Vorbehalte: Er war aus dem ersten langen Treffen mit Trump mit dem Gedanken herausgekommen, es wäre eine beunruhigende bizarre Erfahrung gewesen. Trump redete ununterbrochen und wiederholte sich dauernd.

"Hier ist die Vereinbarung“, sagte ein enger Trump-Verbündeter zu Priebus. "In einem Treffen mit ihm von einer Stunde, hört man 54 Minuten lang Geschichten, und es sind dieselben Geschichten immer und immer wieder. Also, wenn man einen Punkt vorbringen will, muss man dazwischenfahren, sobald man kann." Aber die Priebus-Ernennung wurde Mitte November bekanntgegeben, was Bannon auf gleiche Augenhöhe mit dem neuen Stabschef brachte. Sogar mit dem Spitzen-Job würde Priebus im Laufe der Jahre in dem traditionellen Konzept der meisten Trump-Untergebenen eine schwache Figur abgeben. Es gäbe einen nominellen Stabschef - den unwichtigen - und andere wie Bannon und Kushner, wichtiger in der Praxis, die beides sicherstellen würden, Chaos und Trumps Unabhängigkeit.

Priebus bewies keinerlei Fähigkeit darin, Trump davon abzuhalten, mit jemandem zu sprechen, der wollte, dass er ihm zuhört. Der designierte Präsident genoss es, umworben zu werden. Am 14. Dezember kam eine hochrangige Delegation aus dem Silicon Valley zum Trump Tower, um sich mit ihm zu treffen. Später am Nachmittag, gemäß einer über Einzelheiten des Gesprächs informierten Quelle, rief Trump Rupert Murdoch an, der ihn fragte, wie das Treffen verlaufen sei.

"Oh, großartig, einfach großartig", sagte Trump. "Diese Burschen brauchen wirklich meine Hilfe. Obama war nicht sehr günstig für sie, zu viel Regulierung. Dies ist wirklich eine Gelegenheit für mich, ihnen zu helfen." "Donald", sagte Murdoch, "acht Jahre lang hatten diese Burschen Obama in der Tasche. Sie hatten praktisch die Leitung übernommen. Sie brauchen Ihre Hilfe nicht." "Nehmen Sie diese H-1B-Visum-Sache. Sie brauchen diese H-1B-Visa wirklich." Murdoch deutete an, dass eine liberale Herangehensweise an H-1B-Visa, die Amerikas Türen für ausgesuchte Immigranten öffnen, schwer mit seinen Versprechen vereinbar sein dürften, eine Mauer zu bauen und die Grenzen zu schließen. Aber Trump schien unbekümmert und versicherte Murdoch: "Wir werden uns schon darüber klar werden." "Was für ein verdammter Idiot", sagte Murdoch achselzuckend, als er das Telefonat beendete.

Steve Bannon, plötzlich einer der einflussreichsten Männer der Welt, war spät dran. Es war der Abend des 3. Januar 2017 - etwas mehr als zwei Wochen vor der Amtseinführung von Trump - und Bannon hatte versprochen, zu einem kleinen Abendessen zu kommen, das von gemeinsamen Freunden in einem Stadthaus in Greenwich Village veranstaltet wurde, um sich mit Roger Ailes zu treffen.

Der Schnee war bedrohlich, und für eine Zeit lang schien das Abendessen unwahrscheinlich. Aber der 76jährige Ailes, der wie jeder andere vom Sieg seines alten Freundes Donald Trump verblüfft war, wusste, dass er die Fackel des Rechten Flügels an Bannon übergab. Ailes "Fox News", mit seinen jährlichen Gewinnen von 1,5 Milliarden Dollar, hatte die republikanische Politik zwei Jahrzehnte lang beherrscht. Jetzt beanspruchte Bannons "Breitbart News", mit nur $ 1,5 Millionen jährlichem Gewinn, diese Rolle. 30 Jahre lang hatte Ailes - bis vor kurzem die mächtigste Person in der konservativen Politik - Trump zwar bei Laune gehalten und geduldet, doch im Endeffekt hatten ihn Bannon und Breitbart gewählt.

Um 9:30 Uhr, als er sich vom Trump Tower gelöst hatte, kam Bannon schließlich mit drei Stunden Verspätung zum Abendessen. Der unrasierte, übergewichtige 63-Jährige trug einen unordentlichen Blazer, sein Markenzeichen aus zwei Trikots und Militärbekleidung und tauchte sofort in einen dringenden Download von Informationen über die Welt ein, die er übernehmen sollte

"Wir werden alles auf den Markt werfen, so dass wir jedes Kabinettsmitglied für die nächsten sieben Tage durch ihre Bestätigungsanhörungen haben", sagte er über die geschäftlichen und militärischen Kabinetts-Entscheidungen nach Art der 1950er Jahre." "Tillerson ist zwei Tage, Sessions ist zwei Tage, Mattis ist zwei Tage ...". Bannon schwenkte um, von James 'Mad Dog'-Mattis, dem pensionierten Vier-Sterne-General, den Trump zum Verteidigungsminister ernannt hatte, zur sich abzeichnenden Ernennung von Michael Flynn zum nationalen Sicherheitsberater. "Er ist okay. Er ist nicht Jim Mattis und er ist nicht John Kelly... aber er ist okay. Er braucht nur den richtigen Stab um sich herum." Dennoch behauptete Bannon: "Wenn man alle Niemals-Trump-Typen rausnimmt, die all diese Briefe unterschrieben haben, und all die Neokonservativen, die uns in all diese Kriege gebracht haben... dann ist das keine lange Liste". Bannon sagte, er hätte versucht, John Bolton, den berühmten kämpferischen Diplomaten, in den Job als nationalen Sicherheitsberater zu drängen. Bolton war auch ein Favorit von Ailes.

"Er ist ein "Bombenwerfer", sagte Ailes. " Und ein komisches kleines Arschloch. Aber Sie brauchen ihn. Wer sonst ist gut für Israel? Flynn ist ein wenig spleenig, was den Iran angeht. Tillerson kennt nur Öl." "Boltons Schnurrbart ist ein Problem", schnaubte Bannon. "Trump denkt nicht, dass er glaubwürdig aussieht. Du weißt, Bolton ist etwas für Kenner." "Nun, er hat Ärger bekommen, weil er sich eines Nachts in einem Hotel geschlagen und einigen Frauen nachgestellt hat." "Wenn ich Trump das erzählt hätte", sagte Bannon schlau, "hätte er den Job vielleicht." "Bannon war seltsamerweise in der Lage, Trump zu umarmen, während er gleichzeitig andeutete, dass er ihn nicht ganz ernst nahm. Eine große Anzahl von Menschen, glaubte er, würden plötzlich für eine neue Botschaft empfänglich - die Welt braucht Grenzen - und Trump war die Bühne für diese Botschaft geworden.

"Hat er es begriffen", fragte Ailes plötzlich und sah Bannon aufmerksam an. Hat Trump begriffen, wohin ihn die Geschichte gestellt hatte?

Bannon nahm einen Schluck Wasser. "Er versteht es," sagte er, nachdem er vielleicht einen Moment zu lange gezögert hatte. "Oder er versteht, was er versteht." Bannon wandte sich von Trump als Person ab und stürzte sich auf Trumps Agenda. "Tag eins verlegen wir die US-Botschaft nach Jerusalem. Netanyahu ist völlig einverstanden. Sheldon" - Adelson, der Casino-Milliardär und rechtsextremer Israel-Verteidiger - "ist total einverstanden. Wir wissen wohin uns das bringt ... Lasst Jordanien die West Bank nehmen, lasst Ägypten Gaza nehmen. Lasst sie das machen. Oder bei dem Versuch untergehen." "Wo steht Donald in dieser Sache?" fragte Ailes mit der klaren Bedeutung, dass Bannon seinem Wohltäter weit voraus war.

"Er ist total einverstanden." "Ich würde Donald nicht zu viel zum Nachdenken geben", sagte ein amüsierter Ailes.

Bannon schnaubte. "Zu viel, zu wenig - das ändert nicht notwendigerweise etwas." "Auf was hat er sich da mit den Russen eingelassen?" drängte Ailes.

Meistens", sagte Bannon, "ging er nach Russland und dachte, er würde Putin treffen. Aber Putin scherte sich einen Dreck um ihn. So versuchte er es weiter." Wieder, als ob er das Problem Trump beiseite legen würde - nur eine große und seltsame Gegenwart, für die man sowohl dankbar sein als sie auch aushalten müsse - stürmte Bannon in der Rolle voran, die er für sich vorgesehen hatte, Regisseur der Trump-Präsidentschaft zu sein. Der eigentliche Feind, sagte er, sei China. China war die vorderste Front in einem neuen Kalten Krieg.

"China ist alles. Nichts anderes ist von Bedeutung Wenn wir China nicht richtig hinkriegen, dann kriegen wir auch sonst nichts richtig hin. Das Ganze ist sehr einfach. China ist da, wo Nazi-Deutschland 1929 bis 1930 war. Die Chinesen sind, wie die Deutschen, die vernünftigsten Menschen der Welt, bis sie es nicht mehr sind. Und sie werden, wie Deutschland in den 30er Jahren, ausrasten. Du wirst einen hypernationalistischen Staat haben, und wenn das passiert, kannst du den Geist nicht wieder in die Flasche bannen." Donald mag vielleicht nicht Nixon sein in China", sagte Ailes, ausdrucklos.

Bannon lächelte. "Bannon in China", sagte er mit sowohl bemerkenswerter Grandiosität als auch gequälter Selbstironie.

"Wie geht's dem Burschen?" fragte Ailes und bezog sich dabei auf Kushner.

Er ist mein Partner", sagte Bannon, sein Tonfall deutete darauf hin, dass er, auch wenn er es anders empfinden würde, dennoch entschlossen war, bei seiner Botschaft zu bleiben.

"Er hat mit Rupert oft zu Mittag gegessen", sagte ein zweifelnder Ailes.

"Tatsächlich", sagte Bannon," könnte ich hier Ihre Hilfe gebrauchen." Dann verbrachte er einige Minuten mit dem Versuch, Ailes anzuwerben, der helfen sollte, Murdoch in die Kniescheibe zu schießen. Seit seiner Verdrängung bei Fox wegen angeblicher sexueller Belästigung wurde Ailes gegenüber Murdoch nur noch verbitterter. Jetzt betriebt Murdoch häufig Seelenmassage an dem designierten Präsidenten und ermutigt ihn zu einer Mäßigung des Establishment. Bannon wollte von Ailes, dass er Trump, einem Mann, dessen viele Neurosen einen Schrecken der Senilität enthielten, suggerierte, dass Murdoch es vielleicht verlieren würde.

"Ich rufe ihn an", sagte Ailes. „Aber Trump würde alles Mögliche für Rupert machen. Wie für Putin. Schleimt sich ein und kümmert sich einen Scheiß drum. Ich mache mir nur Sorgen, wer an wessen Kette reißt. "Trump hatte keine Freude an seiner eigenen Amtseinführung. Er war verärgert, dass Spitzen-Stars der Veranstaltung eine Abfuhr erteilt hatten, missmutig wegen der Unterkünfte im Blair House und sichtlich im Kampf mit seiner Frau, die am Rande der Tränen schien. Den ganzen Tag über stellte er das zur Schau, was einige um ihn herum „sein Golfgesicht“ nannten: wütend und stocksauer, hochgezogene Schultern, schwingende Arme, gerunzelte Brauen, geschürzte Lippen.

Bannon war der erste leitende Mitarbeiter, der an diesem Tag das Weiße Haus betrat. Beim Amtseinführungsmarsch hatte er sich die 32-jährige Katie Walsh, die neu ernannte stellvertretende Stabschefin, geschnappt und gemeinsam sind sie losgezogen, um den nunmehr leeren Westflügel zu inspizieren. Der Teppich war shampooniert worden, aber sonst hatte sich wenig verändert. Es war ein Gewirr von winzigen Büros, die Farbe brauchten, das Dekor ähnlich wie ein Aufnahmebüro an einer staatlichen Universität. Bannon beanspruchte das unscheinbare Büro gegenüber der viel größeren Suite des Stabschefs und beschlagnahmte sofort die Whiteboards, auf denen er die ersten 100 Tage der Trump-Administration zu erfassen beabsichtigte. Er fing auch an, Möbel rauszustellen. Es ging darum, niemandem Platz zum Sitzen zu lassen. Diskussion beschränken. Begrenzte Debatte. Das war Krieg.

Diejenigen, die an der Kampagne gearbeitet hatten, bemerkten die plötzliche Veränderung. Innerhalb der ersten Woche schien Bannon die Kameradschaftlichkeit des Trump Tower abgelegt zu haben und weit entfernter, wenn nicht sogar unerreichbar zu werden. "Was ist mit Steve los?" begann Kushner zu fragen. "Ich verstehe das nicht. Wir standen uns so nahe." Nun, da Trump gewählt worden war, war Bannon bereits auf sein nächstes Ziel konzentriert: die Seele von Trumps White House zu erbeuten.

Er begann damit, seine Feinde zu verfolgen. Wenige schürten seinen Groll gegen die Standardausgabe der Republikanischen Welt so sehr wie Rupert Murdoch - nicht zuletzt weil Murdoch bei Trump Gehör fand. Es war eins der Schlüssel-Elemente für Bannons Verständnis von Trump: Die letzte Person, zu der der Präsident sprach, hatte am Ende enormen Einfluss. Trump würde prahlen, dass Murdoch ihn immer anrief; Murdoch seinerseits würde sich beschweren, dass er Trump am Telefon nicht loswerden konnte.

"Er weiß nichts über amerikanische Politik und hat kein Gefühl für das amerikanische Volk", sagte Bannon zu Trump, immer bemüht herauszustellen, dass Murdoch kein Amerikaner war. Doch in einer Hinsicht war Murdochs Nachricht für Bannon nützlich. Da er alle Präsidenten seit Harry Truman gekannt hatte - wie Murdoch bei zahlreichen Gelegenheiten ausführte - warnte der Medien-Mogul Trump, dass ein Präsident nur maximal sechs Monate hat, um seine Agenda festzulegen und einen Effekt zu erzielen. Danach ging es nur noch darum, Probleme zu lösen und die Opposition zu bekämpfen.

Dies war die Botschaft, deren Dringlichkeit Bannon einem oftmals abgelenkten Trump einzuprägen versuchte, der sich schon bemühte, seine Stunden im Büro zu begrenzen und seine normalen Golf-Gewohnheiten beizubehalten. Bannons strategische Sicht der Regierung war die Schock-Methode In seinem Kopf trug er eine Reihe entscheidender Maßnahmen, die nicht nur die Eröffnungstage der neuen Regierung markieren würden, sondern auch klar machen würden, dass nichts jemals wieder so sein würde wie zuvor. Er hatte in aller Stille eine Liste von mehr als 200 Dekrete zusammengestellt, die in den ersten 100 Tagen ausgegeben werden sollten. Das allererste Drekret müsste seiner Ansicht nach ein hartes Durchgreifen gegen die Einwanderung sein. Schließlich war es eines der elementaren Wahlversprechen von Trump. Dazu, so wusste Bannon, war es eine Sache, die Liberale in den Wahnsinn trieb.

Wegen eines einfachen Grundes konnte Bannon seine Agenda durchboxen: Weil niemand in der Administration wirklich eine Aufgabe hatte. Priebus als Stabschef musste Sitzungen organisieren, Personal anheuern und die einzelnen Büros in den Abteilungen der Exekutive beaufsichtigen. Aber Bannon, Kushner und Ivanka Trump hatten keine besonderen Verantwortungsbereiche - sie taten was sie wollten. Und für Bannon bedeutete der Wille, große Dinge zu erledigen, wie große Dinge erledigt wurden. "Chaos war Steves Strategie", sagte Walsh.

Am Freitag, dem 27. Januar, erst seinem achten Tag im Amt, unterschrieb Trump ein Dekret bezüglich eines durchgreifenden Ausschlusses vieler Muslime aus den USA. In seiner Manie, den Tag zu nutzen, wobei fast niemand in der Bundesregierung es gesehen oder überhaupt wahrgenommen hatte, war es Bannon gelungen, ein Dekret durchzusetzen, das die amerikanische Einwanderungspolitik überarbeitete und dabei die für die Durchsetzung zuständigen Behörden und Mitarbeiter umging.

Das Ergebnis war ein emotionaler Ausbruch von Schrecken und Empörung liberaler Medien, Terror in Einwanderer-Gemeinschaften, tumultartiger Protest an großen Flughäfen, Verwirrung in der ganzen Regierung und im White House eine Flut von Schmähungen von Freunden und Familie. Was hast du gemacht? Du musst das rückgängig machen! Du bist am Ende, bevor du überhaupt angefangen hast! Aber Bannon war zufrieden. Er hätte nicht hoffen können eine anschaulichere Grenzlinie zwischen dem Trumps Amerika und dem der Liberalen zu ziehen. Fast das gesamte Personal des White House verlangte zu wissen: Warum haben wir das an einem Freitag gemacht, wenn es die Flughäfen am härtesten treffen und die meisten Protestler hervorrufen würde?

"Ähm ... deshalb", sagte Bannon. "Also würden die Schneeflocken die Flughäfen und den Aufruhr bedecken." Das war der Weg, um die Liberalen zu zerquetschen: Mach' sie verrückt und zieh' sie nach links.

Am Sonntag nach Ausfertigung der Einwanderungs-Order, trafen Joe Scarborough und seine "Morning Joe"-Mitveranstalterin, Mika Brzezinski, zum Mittagessen im Weißen Haus ein. Trump führte sie stolz in das Oval Office. "Also, was denken Sie, wie die erste Woche gelaufen ist?" fragte er das Paar gut gelaunt in Erwartung von Schmeicheleien. Als Scarborough seine Meinung vertrat, dass das Einwanderungs-Dekret besser hätte gemacht sein können, wurde Trump abwehrend und spöttisch und stürzte sich in einen langen Monolog darüber, wie gut sich die Dinge entwickelt haben. "Ich hätte Hannity einladen können!", sagte er zu Scarborough.

Nachdem Jared und Ivanka sich zum Mittagessen dazugesellten, suchte Trump weiterhin nach positiven Eindrücken seiner ersten Woche. Scarborough lobte den Präsidenten, weil er Führer der Stahl-Gewerkschaften ins White House eingeladen hatte. An diesem Punkt warf Jared ein, dass das Greifen nach den Gewerkschaften, einer demokratischen Wählerschaft, Bannons Werk wäre, dass dies "der Bannon-Weg" wäre. "Bannon?" Sagte der Präsident und stürzte sich auf seinen Schwiegersohn. "Das war nicht Bannons Idee. Das war meine Idee. Es ist der Trump-Weg, nicht der Bannon-Weg." Kushner beugte sich und zog sich aus der Diskussion zurück.

Trump wechselte das Thema und sagte zu Scarborough und Brzezinski, "Also, was ist mit euch Typen? Was ist los?" Er bezog sich auf ihre nicht-so-geheime geheime Beziehung. Das Paar sagte, es wäre immer noch kompliziert, aber gut.

"Ihr Typen solltet einfach heiraten", stocherte Trump.

"Ich kann euch verheiraten" Ich bin ein Internet-Unitarier-Pastor", sagte Kushner plötzlich, ansonsten ein orthodoxer Jude.

"Was?", sagte der Präsident. "Worüber sprecht ihr? Warum sollten sie sich wünschen, von dir getraut zu werden, wenn ich sie trauen könnte? Wenn sie sich vom Präsidenten trauen lassen könnten! In Mar-a-Lago!" Tochter und Schwiegersohn des Präsidenten mussten Trumps Sprunghaftigkeit steuern, genau wie jeder andere im Weißen Haus. Und sie waren bereit das zu tun, aus demselben Grund wie jeder andere auch - in der Hoffnung, dass Trumps unerwarteter Sieg sie in eine bisher ungeahnte große Zeit katapultieren würde. Nachdem sie Risiko und Belohnung abgewogen hatten, beschlossen Jared und Ivanka, Funktionen im Westflügel zu übernehmen, entgegen dem Rat fast aller, die sie kannten. Es war eine gemeinsame Entscheidung des Paares und in gewisser Weise eine gemeinsame Aufgabe. Die beiden hatten miteinander ein ernsthaftes Abkommen getroffen: Wenn sich irgendwann in der Zukunft die Chance ergeben würde, wäre sie diejenige, die für das Präsidentenamt kandidiert. Ivanka amüsierte sich, der erste weibliche Präsident wäre nicht Hillary Clinton sondern Ivanka Trump.

Bannon, der den Begriff "Jarvanka" geprägt hatte, der nun im Weißen Haus immer häufiger auftauchte, war entsetzt, als ihm die Abmachung des Paares gemeldet wurde. "Das haben sie nicht gesagt?" sagte er. "Halt. Oh, macht schon. Das haben sie nicht wirklich gesagt? Bitte erzähl mir das nicht. Oh, mein Gott." Die Wahrheit war, Ivanka und Jared waren ebenso Personalchefs wie Priebus oder Bannon, alle direkt dem Präsidenten unterstellt. Das Paar hatte sich für offizielle Jobs im Westflügel entschieden, zum Teil, weil sie wussten, dass Einflussnahme auf Trump von einem verlangte, mit allem einverstanden zu sein. Von Telefonat zu Telefonat konnte man ihn verlieren - und sein Tag bestand, abgesehen von organisierten Sitzungen, fast völlig aus Telefonaten. Er konnte sich nicht wirklich unterhalten, nicht im Sinne von Informationsaustausch oder eines ausgewogenen Hin- und Her gehenden Gesprächs. Er hörte insbesondere weder zu, was ihm gesagt wurde, noch wog er besonders ab, was er als Antwort gab. Er verlangte, dass man ihm Aufmerksamkeit schenkte, dann entschied er, dass man zum Kriechen weich wäre. In gewissem Sinne war er wie ein instinktiver, verwöhnter und äußerst erfolgreicher Schauspieler. Jeder war entweder ein Lakai, der seinem Willen nachkam, oder ein hochrangiger Filmfunktionär, der versuchte, ihm etwas abzuschmeicheln - ohne ihn wütend oder verdrießlich zu machen.

Ivanka unterhielt eine Beziehung zu ihrem Vater, die in keiner Weise konventionell war. Sie war ein Helfer, nicht nur in seinen Geschäften, sondern auch bei seinen ehelichen Neuausrichtungen. Wenn es kein reiner Opportunismus war, beruhte es sicherlich auf Gegenseitigkeit. Für Ivanka war alles Geschäft - der Aufbau der Marke Trump, die Präsidentschaftskampagne und jetzt das Weiße Haus. Sie behandelte ihren Vater mit einem gewissen Maß an Distanz, bis hin zur Ironie, und ging sogar so weit, mit anderen über sein ausgeklügeltes Überkämmen des Haars zu spotten. Sie beschrieb Freunden oft die Mechanik, die dahinter steckt: ein absolut sauberer Schädel - eine geschlossene "Insel" nach dem Kopfhautverkleinerungs-Eingriff, umgeben von einem pelzartigen Haarkreis an den Seiten und an der Vorderseite, von dem aus alle Enden in die Mitte gezogen werden, um dann zurückgekämmt und mit einem Versteifungsspray gesichert zu werden. Die Farbe, würde sie auf komische Weise betonen, stammt von einem Produkt namens Just for Men - je länger es belassen wurde, desto dunkler wurde es. Ungeduld führte zu Trumps orange-blonder Färbung der Haare.

Kushner seinerseits, hatte wenig bis gar keinen Erfolg damit, seinen Schwiegervater zu zügeln. Seit dem Übergang hatte Jared verhandelt, um einen Termin im Weißen Haus mit Enrique Peña Nieto zu vereinbaren, dem mexikanischen Präsidenten, den Trump im Verlauf der Kampagne bedroht und beleidigt hatte. Am Mittwoch nach der Amtseinführung traf sich eine hochrangige mexikanische Delegation - der erste Besuch ausländischer Führungspersönlichkeiten im Trump White House - mit Kushner und Reince Priebus. An diesem Nachmittag erzählte Kushner seinem Schwiegervater triumphierend, dass Peña Nieto sich zu einem Treffen im White House verpflichtet hatte und die Planung des Besuchs weitergehen konnte.

Am nächsten Tag verdammte Trump Mexiko auf Twitter wegen Diebstahls amerikanischer Arbeitsplätze. "Wenn Mexiko nicht gewillt ist, für die dringend benötigte Mauer zu bezahlen", erklärte der Präsident, "dann wäre es besser, das bevorstehende Treffen abzusagen." Woraufhin Peña Nieto genau das tat und Kushners Verhandlung und Staatskunst als einen Haufen Schrott am Boden zurückließ.

Nichts trug zu Chaos und Störungen im White House so viel bei, wie Trumps eigenes Verhalten. Die Riesensache, Präsident zu sein, war ihm einfach nicht klar. Die meisten siegreichen Kandidaten, die aus dem normalen politischen Leben ins Weiße Haus kamen, konnten nicht anders, sie wurden durch den plötzlichen Aufstieg in ein Herrenhaus mit palastartiger Dienerschaft und Sicherheit, ein Flugzeug in ständiger Bereitschaft und unten ein Gefolge von Schleimern und Beratern an ihre verwandelten Umstände erinnert. Aber das was nicht so verschieden von Trumps bisherigem Leben im Trump Tower, das eigentlich komfortabler war und mehr nach seinem Geschmack als das Weiße Haus.

Trump fand das Weiße Haus tatsächlich verwirrend und sogar ein wenig unheimlich. Er zog sich in sein eigenes Schlafzimmer zurück - das erste Mal seit Kennedys Zeit im Weißen Haus, dass ein Präsidentenpaar separate Schlafzimmer benutzte. In den ersten Tagen bestellte er zwei Fernsehbildschirme zu dem bereits vorhandenen hinzu und ein Schloss für die Tür, was, kurz dargestellt, zu einer verfahrenen Situation mit dem Geheimdienst führte, der darauf bestand, Zugang zu dem Raum zu haben. Er tadelte das Haus-Personal dafür, dass sie sein Hemd vom Boden aufhoben: "Wenn mein Hemd auf dem Boden liegt, dann weil ich es auf dem Boden haben will." Dann führte er eine Reihe neuer Regeln ein: Niemand berührt irgendwas, besonders nicht seine Zahnbürste. (Er hatte lange Angst davor, vergiftet zu werden, ein Grund, warum er bei McDonald's essen wollte - niemand wusste, dass er kommen würde und das Essen war sicher vorgefertigt.) Außerdem würde er das Hauspersonal wissen lassen, wann er sein Bett machen lassen wollte und er würde sein Bett selbst abziehen.

Wenn er nicht sein 18.30 Uhr-Abendessen mit Steve Bannon hatte, dann war er, mehr nach seinem Geschmack, zu dieser Zeit mit einem Cheeseburger im Bett, schaute auf seine drei Bildschirme und tätigte Telefonate - das Telefon war sein wahrer Kontakt zur Welt - mit einer kleinen Gruppe von Freunden, die seine aufsteigenden und fallenden Agitations-Ebenen den ganzen Abend aufzeichneten und dann ihre Aufzeichnungen miteinander vergleichen.

Als Einzelheiten von Trumps Privatleben durchsickerten, war er besessen davon, den Informanten zu identifizieren. Die Quelle all der Gerüchte könnte jedoch sehr wohl Trump selbst gewesen sein. In seinen Telefonaten im Laufe des Tages und nachts von seinem Bett aus, hat er oft mit Leuten gesprochen, die keinen Grund hatten, seine Vertraulichkeiten zu behalten. Er war ein Strom von Beschwerden, welche die Empfänger seiner Anrufe sofort an die immer aufmerksamen Medien weitergaben.

Am 6. Februar beschrieb Trump, in einem seiner brodelnden, selbstmitleidigen und unaufgeforderten Telefonanrufe bei einem zufälligen Bekannten, seine aus der Fassung geratenen Gefühle über die schonungslose Verachtung der Medien und die Illoyalität seines Personals. Das anfängliche Thema seines Zorns war die New York Times-Reporterin Maggie Haberman, die er "durchgeknallt" nannte. Gail Collins, der eine Times-Kolumne geschrieben hatte, die Trump unvorteilhaft mit Vizepräsident Mike Pence verglichen hatte, war "ein Idiot". Dann unter der Rubrik "Medien, die er hasste", wandte er sich CNN und der tiefen Illoyalität seines Chefs Jeff Zucker zu.

Zucker, der als Chef der Unterhaltung bei NBC "The Apprentice" (der Lehrling) in Auftrag gegeben hatte, sei "von Trump gemacht worden", sagte Trump von sich in der dritten Person. Er hätte "persönlich" Zucker seinen Job bei CNN beschafft. "Ja, das tat ich", sagte der Präsident und startete eine Lieblingsgeschichte darüber, wie er einst Zucker bei einem Abendessen mit einem hochrangigen Beamten der Muttergesellschaft von CNN hochstilisierte. "Ich hätte das wahrscheinlich nicht machen sollen, weil Zucker nicht so schlau ist", lamentierte Trump, "aber es gefällt mir zu zeigen, dass ich sowas tun kann." Danach hatte Zucker den Gefallen erwidert, indem er die "unglaublich eklige" Geschichte über das russische "Dossier" und die "goldene Dusche" sendete - die Gepflogenheit deren ihn CNN beschuldigt hatte, in einer Moskauer Hotelsuite mit verschiedenen Prostituierten zusammen zu feiern.

Nachdem er auf Zucker verzichtet hatte, spekulierte der Präsident der Vereinigten Staaten weiter darüber, was es mit einer Goldenen Dusche auf sich hatte. Und da das alles nur Teil einer Medienkampagne war, würde das niemals Erfolg haben, ihn aus dem Weißen Haus zu vertreiben. Weil sie schlechte Verlierer waren und ihn für den Sieg hassten, verbreiteten sie totale Lügen, 100 Prozent erfundene Dinge, völlig unwahr, zum Beispiel das Cover des Time-Magazins in jener Woche - auf dem er, wie Trump seinen Zuhörer erinnerte, häufiger als irgendjemand in der Geschichte gewesen war - das Steve Bannon, einen guten Kerl, zeigte, der sagte, er wäre der wahre Präsident. "Was glauben Sie, wie viel Einfluss Steve Bannon auf mich hat?", fragte Trump. Er wiederholte die Frage, wiederholte dann die Antwort: "Null! Null!" Und das galt auch für seinen Schwiegersohn, der noch viel zu lernen hatte.

Die Medien verletzten nicht nur ihn, sagte er - er war nicht auf der Suche nach einer Vereinbarung oder auch nur einer Antwort - sondern verletzten auch seine Verhandlungsfähigkeit, was die Nation verletzte. Und das galt für "Saturday Night Live", eine Sendung, die vielleicht sehr witzig gemeint war, tatsächlich aber jeden im Land verletzte. Und während er verstand, dass SNL da war, um gemein zu ihm zu sein, waren sie sehr, sehr gemein. Es war "falsche Komödie". Er hatte die Behandlung aller anderen Präsidenten in den Medien überprüft, und es gab nichts dergleichen, auch nicht über Nixon, der sehr unfair behandelt wurde. "Kellyanne, die sehr fair ist, hat das alles dokumentiert. Sie können es sich ansehen." Der Punkt ist, sagte er, dass er an diesem Tag 700 Millionen Dollar pro Jahr an Arbeitsplätzen eingespart hatte, die nach Mexiko gingen, aber die Medien sprachen über ihn, wie er in seinem Bademantel durch das Weiße Haus wanderte, was "ich nicht habe, weil ich noch nie einen Bademantel getragen habe. Und ich würde nie einen tragen, weil ich nicht so ein Typ bin." Und was die Medien taten, war, dieses sehr würdige Haus zu untergraben und "Würde ist so wichtig". Aber Murdoch, "der mich nie angerufen hat, nicht einmal", rief jetzt die ganze Zeit an. Das sollte den Leuten etwas sagen.

Der Anruf dauerte 26 Minuten.

Ohne einen starken Stabschef im Weißen Haus gab es in der Verwaltung keine wirkliche vertikale Struktur - nur eine Figur an der Spitze und alle anderen, die um ihre Aufmerksamkeit kämpften. Es war nicht so sehr aufgabenorientiert als auf die Reaktion ausgerichtet - was auch immer die Aufmerksamkeit des Chefs erregte, zog die Aufmerksamkeit aller auf sich. Priebus und Bannon und Kushner kämpften alle darum, die Macht hinter dem Trump-Thron zu sein. Und in diesen Fadenkreuzen war Katie Walsh, die stellvertretende Stabschefin.

Walsh, die vom RNC ins Weiße Haus kam, repräsentierte ein gewisses republikanisches Ideal: sauber, lebhaft, ordentlich, effizient. Eine rechtschaffene Bürokratin mit einem permanent grimmigen Ausdruck, sie war ein gutes Beispiel für die vielen politischen Profis, in denen Kompetenz und organisatorische Fähigkeiten die Ideologie übertreffen. Für Walsh wurde es fast sofort klar, dass "die drei Herren die Dinge führen", als sie dazu kam, sie zu charakterisieren, jeder hatte seinen eigenen Weg gefunden, um auf den Präsidenten einzuwirken. Bannon bot eine mitreißende "Du-kannst-mich-mal"-Machtdemonstration an; Priebus bot Schmeicheleien der Kongressleitung an; Kushner bot die Zustimmung von erstklassigen Geschäftsleuten an. Jede Einwirkung war genau das, was Trump von der Präsidentschaft wollte, und er verstand nicht, warum er sie nicht alle haben konnte. Er wollte Dinge stoppen, er wollte, dass der Kongress ihm Gesetzesvorlagen zum Unterschreiben gab, und er wollte die Liebe und den Respekt der New Yorker Macher und Prominenten.

Sobald die Wahlkampfmannschaft ins Weiße Haus eingezogen war, erkannte Walsh, dass sich die Lage verändert hatte, statt weiterhin Trump zu managen, erwartete man nun, von ihm gemanagt zu werden. Dennoch hatte der Präsident, während er die radikalste Abkehr von den Normen der Regierung und der Politik in mehreren Generationen vorschlug, nur wenig konkrete Vorstellungen davon, wie er seine Themen und seine Giftigkeit in Politik umsetzen konnte. Und es war zutiefst kompliziert, ihm Vorschläge zu machen. Hier, so könnte man behaupten, lag das zentrale Problem der Trump-Präsidentschaft, die jeden Aspekt der trumpschen Politik und Führung prägte: Er verarbeitete keine Informationen in irgendeinem herkömmlichen Sinne Er las nicht. Er überflog die Sachen nicht mal wirklich. Einige glaubten, dass er für alle praktischen Zwecke nicht mehr als ein Halb-Alphabet war. Er glaubte seiner eigenen Expertise - egal wie dürftig oder irrelevant - mehr, als der von irgendjemandem sonst. Er war oftmals zuversichtlich aber er war genauso oft gelähmt, weniger ein Gelehrter als eine Figur von plappernder und gefährlicher Unsicherheit, dessen instinktive Reaktion war, um sich zu schlagen und sich zu benehmen, als ob sein Bauch - wie verwirrt auch immer - ihm tatsächlich in einer klaren und kraftvollen Weise sagte, was zu tun sei. Es war, sagte Walsh, "wie herauszufinden, was ein Kind will". Am Ende der zweiten Woche, die auf das Einwanderung-Dekret folgte, standen die drei Berater miteinander in offenem Konflikt. Für Walsh war es ein tägliches Verfahren, eine unmögliche Aufgabe zu bewältigen: Sobald sie eine Anweisung von einem der drei Männer erhalten hatte, wurde diese von dem einen oder anderen von ihnen widerrufen.

"Ich nehme ein Gespräch für bare Münze und mache damit weiter", sagte sie. "Ich setze das, was entschieden wurde, auf den Zeitplan und bringe Kommentare ein und erstelle einen Presseplan darüber... Und dann sagt Jared, 'warum hast du das gemacht?' Und ich sage, 'Weil wir vor drei Tagen eine Sitzung mit dir und Reince und Steve hatten, bei der ihr dem zugestimmt habt.'Und er sagt, 'Aber das bedeutete nicht, dass ich es auf dem Zeitplan haben wollte...' Es ist beinahe egal was jemand sagt: Jared wird zustimmen, und dann wird es sabotiert, und dann geht Jared zum Präsidenten und sagt, schau, das war Reinces oder Steves Idee." Wenn jetzt Bannon, Priebus und Kushner einen täglichen Krieg miteinander führten, wurde es verschärft durch die laufende Desinformationskampagne über sie, die vom Präsidenten selbst betrieben wurde. Wenn er nach dem Abendessen ans Telefon ging, würde er auf die Mängel und Schwächen von jedem seiner Mitarbeiter spekulieren. Bannon war illoyal (nicht zu vergessen, dass er immer wie Scheiße aussieht). Priebus war schwach (nicht zu vergessen, dass er klein war - ein Zwerg). Kushner war ein Schleimer. Sean Spicer war dumm (und sieht auch fürchterlich aus). Conway war eine Heulsuse. Jared und Ivanka hätten niemals nach Washington kommen sollen.

Walshs Unglaube und sogar Furcht über das, was im Weißen Haus geschah, ließen sie während dieses ersten Monats darüber nachdenken, zu kündigen. Jeder Tag danach wurde zu einem Countdown bis zu dem Moment, in dem sie wüsste, dass sie es nicht länger ertragen könnte. Für Walsh, den stolzen politischen Profi, waren das Chaos, die Rivalitäten und die mangelnde Konzentration des Präsidenten einfach unverständlich. Anfang März, nicht lange bevor sie ging, konfrontierte sie Kushner mit einer einfachen Anfrage. "Nenne mir einfach die drei Dinge, auf die sich der Präsident konzentrieren will", forderte sie. "Was sind die drei Prioritäten dieses Weißen Hauses?" Es war die grundsätzlichste Frage, die man sich vorstellen kann - eine, die jeder qualifizierte Präsidentschaftskandidat beantwortet hätte, lange bevor er in die Pennsylvania Avenue 1600 einzog. Nach sechs Wochen von Trumps Präsidentschaft hatte Kushner darauf überhaupt keine Antwort.

"Ja", sagte er zu Walsh. "Dieses Gespräch sollten wir wahrscheinlich führen."
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Donald Trump Didn’t Want to Be President.
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One year ago: the plan to lose, and the administration’s shocked first days.
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By Michael Wolff, New York Magazine, January 3, 2018.
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On the afternoon of November 8, 2016, Kellyanne Conway settled into her glass office at Trump Tower.
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Right up until the last weeks of the race, the campaign headquarters had remained a listless place.
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That was a substantial victory.
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As for the looming defeat itself, she shrugged it off: It was Reince Priebus’s fault, not hers.
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Conveniently, the former conviction meant nobody had to deal with the latter issue.
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As the campaign came to an end, Trump himself was sanguine.
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His ultimate goal, after all, had never been to win.
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Now Trump, encouraged by Ailes, was floating rumors about a Trump network.
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It was a great future.
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“This is bigger than I ever dreamed of,” he told Ailes a week before the election.
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“I don’t think about losing, because it isn’t losing.
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He only expressed vast incomprehension about why anyone would want to do that.
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“No way we’ll get 50 million unless we can guarantee him victory,” said a clear-eyed Kushner.
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“Twenty-five million?” prodded Bannon.
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The Trump calculation, quite a conscious one, was different.
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“Well, it would only be a problem if we won,” Flynn assured them.
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Why should he?
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Once he lost, Trump would be both insanely famous and a martyr to Crooked Hillary.
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His daughter Ivanka and son-in-law Jared would be international celebrities.
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Steve Bannon would become the de facto head of the tea-party movement.
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Kellyanne Conway would be a cable-news star.
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Losing would work out for everybody.
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Losing was winning.
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Melania was in tears — and not of joy.
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But Trump himself was mostly looking at the clock.
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Rupert Murdoch, who had promised to pay a call on the president-elect, was running late.
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“He’s one of the greats, the last of the greats,” Trump said.
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“You need a son of a bitch as your chief of staff,” he told Trump.
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“And you need a son of a bitch who knows Washington.
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“Who’s that?” asked Trump.
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The job has been construed as deputy president, or even prime minister.
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But Trump had no interest in appointing a strong chief of staff with a deep knowledge of Washington.
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It was Ann Coulter who finally took the president-elect aside.
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“Nobody is apparently telling you this,” she told him.
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“But you can’t.
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Murdoch told Trump that Bannon would be a dangerous choice.
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Jim Baker, chief of staff for both Ronald Reagan and George H.W.
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Bush and almost everybody’s model for managing the West Wing, advised Priebus not to take the job.
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Trump talked nonstop and constantly repeated himself.
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“Here’s the deal,” a close Trump associate told Priebus.
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Priebus demonstrated no ability to keep Trump from talking to anyone who wanted his ear.
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The president-elect enjoyed being courted.
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On December 14, a high-level delegation from Silicon Valley came to Trump Tower to meet him.
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“Oh, great, just great,” said Trump.
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“These guys really need my help.
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Obama was not very favorable to them, too much regulation.
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They practically ran the administration.
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They don’t need your help.” “Take this H-1B visa issue.
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Steve Bannon, suddenly among the world’s most powerful men, was running late.
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Snow was threatening, and for a while the dinner appeared doubtful.
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Now Bannon’s Breitbart News, with its mere $1.5 million in annual profits, was claiming that role.
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“He’s fine.
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He’s not Jim Mattis and he’s not John Kelly … but he’s fine.
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Bolton was an Ailes favorite, too.
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“He’s a bomb thrower,” said Ailes.
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“And a strange little fucker.
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But you need him.
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Who else is good on Israel?
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Flynn is a little nutty on Iran.
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Tillerson just knows oil.” “Bolton’s mustache is a problem,” snorted Bannon.
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“Trump doesn’t think he looks the part.
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“Does he get it?” asked Ailes suddenly, looking intently at Bannon.
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Did Trump get where history had put him?
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Bannon took a sip of water.
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“He gets it,” he said, after hesitating for perhaps a beat too long.
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“Or he gets what he gets.” Pivoting from Trump himself, Bannon plunged on with the Trump agenda.
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“Day one we’re moving the U.S. Embassy to Jerusalem.
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Netanyahu’s all-in.
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Sheldon” — Adelson, the casino billionaire and far-right Israel defender — “is all-in.
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We know where we’re heading on this … Let Jordan take the West Bank, let Egypt take Gaza.
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Let them deal with it.
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Bannon snorted.
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“Mostly,” said Bannon, “he went to Russia and he thought he was going to meet Putin.
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But Putin couldn’t give a shit about him.
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The real enemy, he said, was China.
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China was the first front in a new Cold War.
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“China’s everything.
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Nothing else matters.
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unit 152
We don’t get China right, we don’t get anything right.
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unit 153
This whole thing is very simple.
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China is where Nazi Germany was in 1929 to 1930.
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The Chinese, like the Germans, are the most rational people in the world, until they’re not.
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And they’re gonna flip like Germany in the ’30s.
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Bannon smiled.
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“Bannon in China,” he said, with both remarkable grandiosity and wry self-deprecation.
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“How’s the kid?” asked Ailes, referring to Kushner.
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“He’s had a lot of lunches with Rupert,” said a dubious Ailes.
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“I’ll call him,” said Ailes.
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“But Trump would jump through hoops for Rupert.
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Like for Putin.
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Sucks up and shits down.
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I just worry about who’s jerking whose chain.” Trump did not enjoy his own inauguration.
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The first senior staffer to enter the White House that day was Bannon.
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The carpet had been shampooed, but little else had changed.
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He also began moving furniture out.
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The point was to leave no room for anyone to sit.
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Limit discussion.
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Limit debate.
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This was war.
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Those who had worked on the campaign noticed the sudden change.
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“What’s up with Steve?” Kushner began to ask.
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“I don’t understand.
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He began by going after his enemies.
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Yet in one regard, Murdoch’s message was useful to Bannon.
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After that, it was just putting out fires and battling the opposition.
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Bannon’s strategic view of government was shock and awe.
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He had quietly assembled a list of more than 200 executive orders to issue in the first 100 days.
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The very first EO, in his view, had to be a crackdown on immigration.
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After all, it was one of Trump’s core campaign promises.
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Plus, Bannon knew, it was an issue that made liberals batshit mad.
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And for Bannon, the will to get big things done was how big things got done.
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“Chaos was Steve’s strategy,” said Walsh.
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What have you done?
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You have to undo this!
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You’re finished before you even start!
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But Bannon was satisfied.
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He could not have hoped to draw a more vivid line between Trump’s America and that of liberals.
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“Errr … that’s why,” said Bannon.
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Trump proudly showed them into the Oval Office.
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“I could have invited Hannity!” he told Scarborough.
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Scarborough praised the president for having invited leaders of the steel unions to the White House.
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“That wasn’t Bannon’s idea.
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That was my idea.
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It’s the Trump way, not the Bannon way.” Kushner, going concave, retreated from the discussion.
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Trump, changing the topic, said to Scarborough and Brzezinski, “So what about you guys?
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What’s going on?” He was referencing their not-so-secret secret relationship.
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The couple said it was still complicated, but good.
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“You guys should just get married,” prodded Trump.
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“I can marry you!
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I’m an internet Unitarian minister,” Kushner, otherwise an Orthodox Jew, said suddenly.
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unit 237
“What?” said the president.
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unit 238
“What are you talking about?
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unit 239
Why would they want you to marry them when I could marry them?
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unit 240
When they could be married by the president!
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It was a joint decision by the couple, and, in some sense, a joint job.
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unit 248
“They didn’t say that?” he said.
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“Stop.
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Oh, come on.
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They didn’t actually say that?
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Please don’t tell me that.
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He demanded you pay him attention, then decided you were weak for groveling.
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In a sense, he was like an instinctive, pampered, and hugely successful actor.
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Ivanka maintained a relationship with her father that was in no way conventional.
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She was a helper not just in his business dealings, but in his marital realignments.
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If it wasn’t pure opportunism, it was certainly transactional.
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Impatience resulted in Trump’s orange-blond hair color.
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Kushner, for his part, had little to no success at trying to restrain his father-in-law.
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The next day, on Twitter, Trump blasted Mexico for stealing American jobs.
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The big deal of being president was just not apparent to him.
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Trump, in fact, found the White House to be vexing and even a little scary.
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Also, he would let housekeeping know when he wanted his sheets done, and he would strip his own bed.
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As details of Trump’s personal life leaked out, he became obsessed with identifying the leaker.
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The source of all the gossip, however, may well have been Trump himself.
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He had “personally” gotten Zucker his job at CNN.
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“How much influence do you think Steve Bannon has over me?” Trump demanded.
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He repeated the question, then repeated the answer: “Zero!
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Zero!” And that went for his son-in-law, too, who had a lot to learn.
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And while he understood that SNL was there to be mean to him, they were being very, very mean.
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“Kellyanne, who is very fair, has this all documented.
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So that should tell people something.
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The call went on for 26 minutes.
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Priebus and Bannon and Kushner were all fighting to be the power behind the Trump throne.
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And in these crosshairs was Katie Walsh, the deputy chief of staff.
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And making suggestions to him was deeply complicated.
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He didn’t read.
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He didn’t really even skim.
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Some believed that for all practical purposes he was no more than semi-literate.
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He trusted his own expertise — no matter how paltry or irrelevant — more than anyone else’s.
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“I take a conversation at face value and move forward with it,” she said.
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Bannon was disloyal (not to mention he always looks like shit).
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Priebus was weak (not to mention he was short — a midget).
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Kushner was a suck-up.
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Sean Spicer was stupid (and looks terrible too).
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Conway was a crybaby.
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Jared and Ivanka should never have come to Washington.
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In early March, not long before she left, she confronted Kushner with a simple request.
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“Just give me the three things the president wants to focus on,” she demanded.
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Six weeks into Trump’s presidency, Kushner was wholly without an answer.
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unit 348
“Yes,” he said to Walsh.
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“We should probably have that conversation.”
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