en-de  Christine Keeler-A woman of no importance Medium
Christine Keeler, ein Frau ohne Bedeutung.

Christine Keller, die Frau im Mittelpunkt des Profumo Skandals in den 1960er Jahren, starb am 4. Dezember im Alter von 75 Jahren.

The Economist, 23. Dezember 2017.

Aufgewachsen in Wraysbury, Berks, dachte sie nie, dass sie schön sei. Solche Dinge wussten junge Mädchen nicht. Ihre Wangen waren zu rosig, ihre Zähne zu groß, und sie hatte die Angewohnheit auf ihrer Unterlippe zu kauen, wenn sie nachdachte. Ihre Brüste hasste sie auch. Sie wäre viel lieber ein Wildfang gewesen, der ein Fahrrad ohne Bremsen fuhr und mit den örtlichen Jungs in den Kiesgruben schwamm. Sie konnte nicht verstehen, warum ihr Stiefvater versuchte sie zu küssen und Vaporub auf ihre Brust gab, wenn sie Erkältungen hatte. Aber es dauerte nicht lange, bis sie realisierte, dass sie, Christine Keeler, einen wahnsinnigen Effekt auf Männer hatte.

Sie bestand immer noch darauf ihren Busen zu verstecken, als sie für das Foto posierte, das für Millionen von Menschen die Swinging Sixties und die sexuelle Befreiung in Großbritannien zusammenfasste. Da war sie, nackt oder fast nackt auf einem fingierten Designerstuhl. Schmollend, frech, strahlend mit sexueller Macht. Die gleichzeitige Liebesaffäre mit John Profumo, dem Kriegsminister, und Yevgeni Ivanow, einem sowjetischen Marine Attaché brachte die Frau in den Mittelpunkt der Politik des kalten Krieges. die Frau, die das FBI unter dem Codenamen"Bowtie" ausspionierte und die Harold Macmillans konservative Regierung zu Fall brachte. Zurückblickend war die Rolle, die sie in der englischen Geschichte gespielt hat, als erstaunlich zu betrachten.

Nicht, dass es damals immer so aussah. Sie war ein Showgirl von 17 Jahren am Murrays in Soho, als sie Stephen Ward traf, der sie Profumo vorstellte. Für das oben ohne posieren in einem rot beleuchteten schmuddeligen Raum erhielt sie 8,50 Pfund pro Woche, was gerade den Gaszähler speiste. Aber Stephen nahm sie mit in seine Wohnung in Bayswater zurück, nicht um mit ihr zu schlafen, sondern um sie reichen Patienten seiner Osteopathie Praxis anzubieten. Sofort wurde sie seine Kaffeezubereiterin und ließ ihn die Regeln für ihr Leben festlegen. Er nannte sie "kleines Baby" und liebte es alle Einzelheiten ihrer Affären zu hören, obwohl wenn sie protestierte, dass einer seiner Schurken sie vergewaltigt hatte, er so lange nicht verärgert schien, wie sie keine Blutergüsse hatte.

Ihre Schönheit gab ihr solche Macht in diesen Tagen. Sie zog für eine Zeitlang mit Peter Rachman zusammen, dem berüchtigsten Miethai in London, der sie mit Diamanten überschüttete. Sie war sein Besitz, aber warum sollte sie sich kümmern? Sie schwankte durch die High Society und hatte meistens Spaß und ein Lachen, so war es keine Überraschung, dass als sie Profumo "Jack" für sie traf, sie nackt in Lord Astors Pool in Cliveden schwamm. Sie hatten eine Affaire für einen Monat oder so. Er ahnte nicht, dass das Mädchen, dass er so ungeduldig zum Sofa schob, auch mit einem Sowjetagenten schlief! Er ahnte nicht, dass Stephen ein Chef eines Spionagerings war, der sie wahrscheinlich als einen Köder nutzte, während er Papiere aus Jacks Aktentasche stahl, und wollte, dass sie sich von ihm entfernte genau dann, als sowjetische Sprengköpfe nach Deutschland verlegt wurden. Sie konnte das tun, weil sie über die Ost-West Beziehungen Bescheid wusste; und falls sie es nicht tat, war es nur, weil sie ihr Land nicht verraten wollte.

Aber niemand im Establishment glaubte ihren Geschichten, die Großen oder sogar die Wahren. Als also Jack dem britischen Unterhaus sagte, dass er keine unangemessene Bekanntschaft mit ihr hatte, war es das. Sie war ein schlechtes Mädchen, wie alle Mädchen schlecht waren, die ein bisschen Sex in diesen Tagen hatten. Sie fühlte auch, dass sie wirklich schlecht war im alter von 15 Jahren, als sie ihre Jungfräulichkeit verlor: beschädigte Sachen, und es war noch später schlimmer, als sie versuchte ihr Baby mit einem Stift abzutreiben, aber was kannst du machen? Es war unmöglich den Mund für sich selbst aufzumachen.

Unmoralische Einkünfte.

Lord Denning, der den Bericht in Jacks Fall schrieb, sagte ihr, sie solle ruhig bleiben und sich benehmen. Sein Bericht sagte, dass es kein Sicherheitsrisiko gab und nannte sie eine Prostituierte. Sie war es nicht, weil sie nahezu niemals für Geld mit Männern geschlafen hatte. Dann erzählte Jack irgendjemandem, dass sie total ungebildet war und über nichts außer Makeup, Haare und Schallplatten reden konnte. Also, si mag die Schule mit 15 Jahren verlassen haben, aber sie war süchtig nach kryptischen Kreuzworträtseln. Sie hatte auch Prinzipien, so gut wie irgendwer anderes. Und sie könnte eine Nutte sein, wie Macmillan sie nannte, aber sie war kein billiges Flittchen. Sie zog sich gut an und hatte immer Stil. Das Schlimmste war der Titel, den die Presse für immer und ewig an ihr festmachte, "Vizekönigin". All die Scham und die ganze Schuld.

Nachdem das ganze Durcheinander im Jahr 1963 herauskam und Stephen mit dem Leben von unmoralischen Einkommen belastet war - aber er sich vor dem Urteil selbst umbrachte - und Jack resignierte, verlor sie alle ihre Unterstützer. Eine Zeitlang hoffte sie, ihre Berühmtheit würde sie beim Film unterbringen, aber ihr nervöser Bildschirmtest ging nirgendwohin. Auch modeln oder Journalismus funktionierte nicht. Sie hatte immer geraucht, aber jetzt rauchte sie zu viel, und rutschte weiter ab in miese Sozialwohnungen und ein Leben auf Stütze. Tiefpunkt. Zwei Ehen stellten sich als schlecht heraus, außer für zwei Söhne, trotzdem einer von ihnen entfremdet von ihr aufwuchs. Sie vermutete, dass sie wahrscheinlich zu verunsichert zum lieben war.

Ihre Stärke lag darin sich selbst zu erinnern, wie kraftvoll sie gewesen war. Mit den Jahren produzierte sie mit Hilfe vier Bücher, jedes als wahrer als das letzte und voller mit Spionagedetails, die nur sie selbst kannte, bewerbend. Von ihrem grauen einsamen Leben von Katzen und Vögel Fütterung und dem ich in schäbigen Kleidern zu den Geschäften schleppen, brachte sie sich selbst zurück zu ihrer Blütezeit von internationaler Wichtigkeit. Weil Sex nur ein Spiel, aber Spionage ernst war. Obwohl sie einräumen musste, dass die echte Christine irgendwo auf dem Weg verloren gegangen war: vielleicht rund um die Zeit, als sie erstmals realisierte, dass sie die Köpfe der Männer in den Straßen nach sich umdrehen konnte, weil sie so schön war.
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Christine Keeler, A woman of no importance.
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The Economist, December 23, 2017.
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GROWING up in Wraysbury, Berks, she never thought she was beautiful.
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Young girls didn’t know such things.
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She hated her breasts, too.
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But it didn’t take her long to realise that she, Christine Keeler, had a crazy effect on men.
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There she was, naked or near enough on a fake designer chair.
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Pouting, daring, glowing with sexual power.
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Looking back, it was staggering to contemplate the role she had played in English history.
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Not that it always seemed that way at the time.
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For posing topless in a red-lit dingy room she got £8.50 a week, which just about fed the gas meter.
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Straight away she became his coffeemaker and let him set the rules of her life.
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Her beauty gave her such power in those days.
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She was his possession, but why should she care?
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They had an affair for a month or so.
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Little did he know that the girl he so eagerly thrust to the sofa had also slept with a Soviet agent!
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But no one in the Establishment believed her tales, the tall ones or even the true ones.
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So when Jack told the House of Commons he had no improper acquaintance with her, that was it.
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She was a bad girl, as all girls were bad who had a bit of sex in those days.
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It was impossible to speak up for yourself.
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Immoral earnings.
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Lord Denning, who wrote the report on Jack’s case, told her to keep quiet and behave.
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His report said there had been no security risk, and called her a prostitute.
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She wasn’t, as she’d almost never slept with men for money.
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Well, she might have left school at 15, but she was addicted to cryptic crosswords.
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She had principles, too, as good as anybody else’s.
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And she might be a tart, as Macmillan called her, but she wasn’t a scrubber.
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She dressed well and always had style.
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Worst of all was the title the press fastened on her for ever and ever and ever, “vice queen”.
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All the shame and all the blame.
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For a while she hoped her fame might get her into films, but her nervous screen test went nowhere.
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Nor did modelling or journalism.
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Rock bottom.
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She supposed she was probably too insecure to love.
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Her strength lay in reminding herself how powerful she had been.
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For sex was just a game, but spying was serious.
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Christine Keeler, A woman of no importance.

Christine Keeler, the woman at the centre of the Profumo scandal in the 1960s, died on December 4th, aged 75.

The Economist, December 23, 2017.

GROWING up in Wraysbury, Berks, she never thought she was beautiful. Young girls didn’t know such things. Her cheeks were too rosy, her teeth were too big, and she had a habit of chewing her lower lip when she was thinking. She hated her breasts, too. She would much rather be a tomboy, riding a bike without brakes and swimming with the local lads in the gravel pits. She couldn’t understand why her stepfather tried to kiss her and put vapour-rub on her chest when she had colds. But it didn’t take her long to realise that she, Christine Keeler, had a crazy effect on men.

She still insisted on hiding her bust when she posed for that photo, the one that for millions of people summed up the Swinging Sixties and sexual liberation in Britain. There she was, naked or near enough on a fake designer chair. Pouting, daring, glowing with sexual power. The woman whose simultaneous affairs with John Profumo, the war minister, and Yevgeni Ivanov, a Soviet naval attaché, put her at the crux of cold-war politics. The woman the FBI spied on, codename “Bowtie”, and who brought down Harold Macmillan’s Conservative government. Looking back, it was staggering to contemplate the role she had played in English history.

Not that it always seemed that way at the time. She was a showgirl of 17 at Murray’s in Soho when she met Stephen Ward, who introduced her to Profumo. For posing topless in a red-lit dingy room she got £8.50 a week, which just about fed the gas meter. But Stephen took her back to his flat in Bayswater, not to sleep with her, but to offer her round to rich patients of his osteopathy practice. Straight away she became his coffeemaker and let him set the rules of her life. He called her “little baby”, and liked to hear all the details of her affairs, though when she protested that one of his heavies had raped her he didn’t seem bothered, as long as she had no bruises.

Her beauty gave her such power in those days. She moved in for a while with Peter Rachman, the most notorious slum landlord in London, who showered her with diamonds. She was his possession, but why should she care? She was swanning through high society having mostly larks and a laugh, so it was no surprise that when she met Profumo, “Jack” to her, she happened to be swimming naked in Lord Astor’s pool at Cliveden. They had an affair for a month or so. Little did he know that the girl he so eagerly thrust to the sofa had also slept with a Soviet agent! Little did he know that Stephen was a spymaster, who probably used her as a decoy while he stole papers from Jack’s briefcase, and wanted her to winkle out from him exactly when Soviet nuclear warheads were being moved to Germany. She could do that, because she knew about East-West relations; and if she didn’t do it, it was only because she would not betray her country.

But no one in the Establishment believed her tales, the tall ones or even the true ones. So when Jack told the House of Commons he had no improper acquaintance with her, that was it. She was a bad girl, as all girls were bad who had a bit of sex in those days. She too felt she was really bad at 15 when she lost her virginity: damaged goods, and it was worse still later when she tried to abort her baby with a pen, but what could you do? It was impossible to speak up for yourself.

Immoral earnings.

Lord Denning, who wrote the report on Jack’s case, told her to keep quiet and behave. His report said there had been no security risk, and called her a prostitute. She wasn’t, as she’d almost never slept with men for money. Then Jack told someone that she was completely uneducated and couldn’t talk about anything except makeup, hair and gramophone records. Well, she might have left school at 15, but she was addicted to cryptic crosswords. She had principles, too, as good as anybody else’s. And she might be a tart, as Macmillan called her, but she wasn’t a scrubber. She dressed well and always had style. Worst of all was the title the press fastened on her for ever and ever and ever, “vice queen”. All the shame and all the blame.

After the whole mess came out in 1963, and Stephen was charged with living off immoral earnings—but killed himself before the verdict—and Jack resigned, she lost all her protectors. For a while she hoped her fame might get her into films, but her nervous screen test went nowhere. Nor did modelling or journalism. She had always smoked, but now she smoked too much, and kept sliding down to grotty council flats and life on benefits. Rock bottom. Two marriages turned out badly, except for two sons, and even one of those grew up estranged from her. She supposed she was probably too insecure to love.

Her strength lay in reminding herself how powerful she had been. Over the years she produced, with help, four books, promoting each one as truer than the last and fuller of spy-details which only she knew. From her grey solitary life of cats and bird-feeding and slopping in shabby clothes to the shops she took herself back to her glory days of international importance. For sex was just a game, but spying was serious. Although she had to admit that the real Christine had disappeared somewhere along the way: perhaps around the time she had first realised she could turn men’s heads in the street, because she was so beautiful.