en-de  Paradigm Shift // Man Has Been Trickling Out of Africa for 120,000 Years, Archaeologists Say Hard
Paradigmenwechsel // Archäologen meinen, Menschen hätten in kleinen Gruppen vor 120.000 Jahren Afrika verlassen.

Es gab vor 60.000 Jahren nicht einen Massenexodus, sondern ein allmähliches Abwandern von kleinen Gruppen - und einige überlebten, sagt Prof. Michael Petraglia.

Ruth Schuster, Haaretz, Montag, 11. Dezember 2017. https://www.haaretz.com/archaeology/.premium-1.828223.

Das Paradigma, dass alle Menschen von einer einzigen Massenauswanderung des Homo sapiens aus Afrika vor 60.000 Jahren abstammen, stimmt nicht, sagt ein Team von Archäologen, die neuesten archäologischen und genetischen Forschungen zusammenfassend.

Moderne Menschen begannen vor etwa 120.000 Jahren, Afrika in kleinen Gruppen von Jägern und Sammlern zu verlassen, und paarten sich auf ihren Wanderungen mit verschiedenen anderen Spezies von Hominiden - und sie könnten Spuren in der DNA einiger noch heute existierender Gruppen hinterlassen haben.

"Wir haben alle verfügbaren fossilen, genetisch-archäologischen und Umweltdaten gesammelt und bestreiten das gängige Paradigma der singulären Massenauswanderung", sagt Prof. Michael Petraglia, Co-Autor der Studie, die am Sonntag von Archäologen des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte und der Universität von Hawaii in Manoa in der "Science" veröffentlicht wurde.

Archäologen vermuten schon seit langem, dass der Homo sapiens bereits vor der angeblichen Auswanderungsbewegung vor 60.000 Jahren in Eurasien umherzog. Aber sie hatten angenommen, dass die Menschen, die schon früher in Wellen Afrika verlassen hatten, ausstarben. Viele sind offensichtlich ausgestorben, aber alle?

Zu diesem Zeitpunkt können wir noch nicht einmal sagen, seit wann der Homo sapiens bereits existiert. Das Paradigma, das sich der Mensch vor rund 200.000 Jahren in Ostafrika entwickelte, steht nach der Entdeckung eines 300.000 Jahre alten Schädels eines primitiven Homo sapiens in Marokko auf wackligen Beinen. Himmel! Ein Paradigmenwechsel!

Petraglia und das Team bestreiten nicht, dass sich der Homo sapiens irgendwann im späten Pleistozän (der Zeitraum, der sich von vor 2,6 Millionen bis vor 11.700 Jahren erstreckte) in Afrika entwickelt hat. Die Frage lautet, wann es zur Ausbreitung nach Eurasien und schließlich nach Nordeuropa, Australien und später in die übrigen Kontinente kam.

"Die Ausbreitung begann sehr wahrscheinlich vor 120.000 Jahren", berichtet Petraglia Haaretz. "Unsere Spezies verließ in der Vergangenheit Afrika in mehreren Wellen." Woher kommt dieses Paradigma der 60.000 Jahre überhaupt? Aus der Genanalyse - die selbst unter Genetikern umstritten ist, geschweige denn in archäologischen Kreisen.

Für die Archäologen ergeben die Hinweise keinen Sinn. Fossilien des modernen Menschentyps, die im südlichen und in Zentralchina gefunden wurden, sind auf 70.000 bis 120.000 Jahre datiert worden.

In Israel gibt es Fossilien des Homo sapiens, die 80.000 bis 120.000 Jahre alt sind, betont Petraglia: In zwei Höhlen, Qafzeh (aka Kedumim) und Es Skhul am Karmel, fanden Archäologen Schädel, die zu den ältesten außerhalb Afrikas gehören.

Als diese Schädel in den 1930er Jahren gefunden wurden, klassifizierte man sie als Palöoanthropus palestinensis. Heute besteht ein Konsens darüber, dass sie Menschen mit archaischen Zügen waren: Die Größe des Gehirns gleicht der des Homo sapiens, aber sie besaßen vorstehende Augenbrauenwülste und ein vorstehendes Profil wie die Neandertaler.

Außerdem arbeitete Petraglia selbst in Arabien und Südasien, wichtigen Zonen im Sinne der "Out-of-Africa"-Idee, und meint, dass der Beweis vom Karmel kein Einzelfall ist.

"Es gibt archäologische Stätten in Saudi-Arabien und Indien, die mit dieser frühen Migration übereinstimmen. Die Fundorte in Israel waren Teil einer weitaus größeren Verbreitung", nimmt er an.

Manche sind der Meinung, dass Israel geografisch gesehen ein Teil Afrikas ist und dass die Menschen auf dem Karmel daher wenig beweisen. Wie dem auch sei, nach dem alten Paradigma gab es frühe Auswanderungsbewegungen aus Afrika, aber das waren "isolierte Migrationsereignisse", die fehlschlugen.

Oder doch nicht. "Die ersten Auswanderungsbewegungen aus Afrika vor 60.000 Jahren gingen wahrscheinlich von kleinen Gruppen von Jägern und Sammlern aus, und zumindest einige davon hinterließen geringfügige genetische Spuren in Populationen moderner Menschen", erklärt Petraglia.

Warten Sie, meint er, dass wir alle Anteile dieser archaischen Menschen in uns haben, die vor gut 60.000 Jahren aus Afrika herumschweiften, in kleinen Gruppen von Jägern und Sammlern, die über das Festland wanderten? Nun, einige von uns.

Und dann gab es keine mehr?

Petraglia bestreitet nicht, dass es vor ungefähr 60.000 Jahren eine große Abwanderungswelle des Homo sapiens aus Afrika gab. Sein Standpunkt ist, dass es Menschen gegeben hat, die Afrika schon vor doppelt so langer Zeit verlassen haben.

Auch in Indien gibt es Anzeichen für frühe Menschen: In Jwalapuram, Südindien, fanden sich 2007 bei Ausgrabungen Hinweise auf Menschen, die dort vor 78.000 Jahren lebten.

"Ich behaupte, dass es der Homo sapiens vor 74.000 Jahren, vor dem Ausbruch des Toba, nach Indien geschafft hat", sagt Petraglia. (Toba, ein Vulkan in Indonesien, produzierte damals einen katastrophalen Ausbruch, durch den sich Asche weltweit verbreitete. Petraglia ist jedoch nicht ganz von der Theorie überzeugt, dass der Toba auch einen globalen vulkanischen Winter produzierte, der Jahre dauerte und alles menschliche Leben in Asien vernichtete. Es stellte sich heraus, dass Zähne, die zuvor in Sumatra gefunden worden waren, zu anatomisch modernen Menschen gehörten, die vor 63.000 bis 73.000 Jahren lebten.

Dann gibt es da noch die australischen Aborigines, die den Kontinent vielleicht schon vor 70.000 Jahren erreichten. Genetiker schätzen, dass sie vor etwa 60.000 Jahren ankamen (und meinen, dass alle früheren Menschen vor der genetischen Koaleszenz in Australien ausgestorben sind). Aber ehrlich gesagt versetzt jede dieser Theorien der "Auszug aus Afrika"-Theorie von vor 60.000 Jahren einen Dämpfer. Sie wurden von keinem affenartigen Scotty hinübergebeamt.

Es gab keine einzelne Auswanderungswelle aus Afrika, es war ein ständiges Abwandern. Es gab eine frühe Auswanderung und es gab auch viele", fasst Petraglia zusammen.

Die neuesten genetischen Studien deuten darauf hin, dass die meisten von uns aus dieser großen Auswanderungsbewegung vor 60.000 Jahren hervorgegangen sind. Aber frühere Menschengruppen hinterließen genetischen Spuren in bestimmten Bevölkerungsgruppen, besonders bei isolierten Gruppen auf Papua Neuguinea. ... Etwa zwei Prozent ihrer DNA entstammen dieser frühesten Auswanderung aus Afrika vor über 100.000 Jahren, sagt Petraglia. Offensichtlich paarten sich die späteren Menschen mit früheren Menschen, die überlebt hatten.

Um es deutlich zu sagen, nicht einmal Genetiker sind sich über archaische Gene in modernen Genomen einig. Sie streiten sich immer noch über die Basismutationsrate.

Aber die Hinweise deuten auf menschliche Auswanderungswellen aus Afrika hin, die älter als 60.000 Jahre sind. Die meisten starben aus oder wurden einfach durch spätere Generationen ausgedünnt. Aber zunächst hatten unsere munteren Vorfahren Sex mit anderen Menschen und Hominini. Zumindest pflanzten sie sich mit Denisova-Menschen, Neandertalern und schließlich einer unbekannten Art fort, die "Phantom"-Anzeichen in einigen DNA-Gruppen hinterlassen hat.

Wann? Wir wissen es nicht, aber wir wissen, dass die anderen Hominini-Typen über Eurasien verteilt lebten, als der Homo sapiens dort vor 125.000 bis 60.000 hinkam, wie Petraglia annimmt. "Gelegenheiten für sexuelle Vermischungen gab es sicherlich für Menschen in einem frühen Exodus", fügt er hinzu.

Was ist mit dem Homo floresiensis - der kleinwüchsigen menschliche Spezies, auch bekannt als "Hobbit" und entdeckt auf der Insel Flores? Stützt er die außerordentlich frühe Ausbreitung der Menschen? Konsens heute ist, dass es eine isolierte Population von Neandertalern war, die vom Homo erectus abstammte. Oder es könnte eine Kreuzung des Neandertalers mit einer anderen Hominini-Art gewesen sein. Aber der moderne Mensch war es nicht, erklärt Petraglia.

Er weist auch darauf hin, dass es sehr wenige archäologische und genetische Arbeiten über den Menschen aus Asien gibt. Dort gibt es große Wissenslücken bei der frühen menschlichen Entwicklung.

"Wir halten den Homo sapiens an sich für eine erfolgreiche Spezies, aber ich denke, dass viele dieser Gruppen vom Aussterben betroffen waren", schließt er. "Vielleicht könnten wir eine frühe Auswanderungsbewegung in der Archäologie und in den Fossilien erkennen, aber was ist mit all diesen Menschen geschehen? Bei den meisten heutige Eurasiern können sie Genetiker nicht mehr feststellen.
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Paradigm Shift // Man Has Been Trickling Out of Africa for 120,000 Years, Archaeologists Say.
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But they had assumed that earlier waves of humans who left Africa before that went extinct.
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Many evidently did, but did they all?
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Holy paradigm shift!
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“Dispersal certainly began by 120,000 years ago,” Petraglia tells Haaretz.
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To the archaeologists, the evidence doesn’t compute.
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The sites in Israel were part of much greater dispersal,” he postulates.
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Or not.
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But frankly, either puts quite the damper on the “Out of Africa” 60,000 years ago theory.
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They weren’t beamed over by a simian Scotty.
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Dispersal was early onset and, also, multiple,” Petraglia sums up.
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The latest genetic studies indicate that most of us do arise from that great exit 60,000 years ago.
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Evidently, the later people mated with earlier people who had survived.
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To be clear, not even geneticists agree about archaic genes in modern genomes.
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They’re still wrangling over the base mutation rate.
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But the evidence is leaning toward pre-60,000-year-old waves of human migration out of Africa.
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Most probably died out, or were simply diluted out by later generations.
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But first our frisky forefathers had sex with other humans and hominins.
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When?
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“Opportunities for interbreeding were certainly there for people in an early exodus,” he adds.
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Does it support incredibly early dispersal of humans?
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Or it might have been some Neanderthal hybrid with another hominin species.
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But modern man it was not, explains Petraglia.
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He also points out there’s very little human archaeological and genetic work from Asia.
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There are vast gaps in our knowledge of early human development there.
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Paradigm Shift // Man Has Been Trickling Out of Africa for 120,000 Years, Archaeologists Say.

There wasn’t a single mass exodus 60,000 years ago but a seepage of small groups – and some survived, say Prof. Michael Petraglia.

Ruth Schuster, Haaretz, Monday, December 11, 2017.

https://www.haaretz.com/archaeology/.premium-1.828223.

The paradigm that all people arose from a single mass exit from Africa by Homo sapiens 60,000 years ago isn’t accurate, says a team of archaeologists summing up the most recent archaeological and genetic research.

Modern humans began to exit Africa in small hunter-gatherer groups some 120,000 years ago, wandering and mating with various other species of hominin as they went along – and they may have left traces in the DNA of some groups existing today.

“We collected all the fossil, genetic archaeology and environmental data available and dispute the mantra,” says Prof. Michael Petraglia, co-author of the study published in Science on Sunday by archaeologists from the Max Planck Institute for the Science of Human History and the University of Hawaii at Manoa.

Archaeologists have long suspected that Homo sapiens was running around Eurasia before the purported great exit 60,000 years ago. But they had assumed that earlier waves of humans who left Africa before that went extinct. Many evidently did, but did they all?

At this point, we cannot even say how long Homo sapiens has been around. The paradigm that man evolved in eastern Africa, starting around 200,000 years ago, is also looking rocky, following the discovery of a primitive Homo sapiens skull in Morocco dating to 300,000 years ago. Holy paradigm shift!

Petraglia and the team do not dispute that Homo sapiens evolved in Africa sometime in late-middle Pleistocene (the time period that spanned from 2.6 million to 11,700 years ago). The question is when dispersal happened to Eurasia, ultimately reaching northern Europe, Australia and, later, the rest of the continents.

“Dispersal certainly began by 120,000 years ago,” Petraglia tells Haaretz. “Our species made it out of Africa many times in the past.”

Where did that 60,000-year paradigm come from, anyway? From genetic analysis – which is controversial even among geneticists, let alone in archaeological circles.

To the archaeologists, the evidence doesn’t compute. Fossils of modern-type man found in southern and central China have been dated to between 70,000 and 120,000 years ago.

Israel has Homo sapiens fossils as old as 80,000 to 120,000 years, Petraglia points out: In two caves, Qafzeh (aka Kedumim) and Es Skhul on Mount Carmel, archaeologists found skulls that are among the earliest found outside of Africa.

When those skulls were found in the 1930s, they were classified as Palaeoanthropus palestinensis. The consensus now is that they were human with archaic traits: the brain case size is Homo sapiens, but they possessed beetling brow ridges and a projecting profile like Neanderthals.

Moreover, Petraglia himself has worked in Arabia and Southern Asia, critical zones in terms of “out of Africa” ideas, and says the Mount Carmel evidence is not isolated.

“We find archaeological sites in Saudi Arabia and India that are coincident with that early migration. The sites in Israel were part of much greater dispersal,” he postulates.

Some argue that, geographically, Israel is part of Africa and therefore the Mount Carmel people prove little. Be that as it may, according to the old paradigm, there were early dispersals out of Africa, but they were “isolated migration events” that failed.

Or not. “The initial dispersals out of Africa prior to 60,000 years ago were likely by small groups of foragers, and at least some of these early dispersals left low-level genetic traces in modern human populations,” Petraglia explains.

Wait, is he saying we all have bits in us from these archaic humans who meandered out of Africa well over 60,000 years ago, in small hunting-gathering groups that roamed over the land? Well, in some of us.

And then there were none?

Petraglia does not dispute there was a huge exodus of Homo sapiens from Africa around 60,000 years ago. His point is that there had been people leaving Africa for twice as long.

There are also signs of early humans in India: Excavation in Jwalapuram, southern India, in 2007 found evidence of people there 78,000 years ago.

“I argue that Homo sapiens made it to India before the Mount Toba eruption 74,000 years ago,” Petraglia says. (Toba, a volcano in Indonesia,
produced a catastrophic eruption back then that spread ash worldwide; Petraglia, however, doesn’t fully buy the theory that Toba also produced a global volcanic winter that lasted years and killed off all of Asia’s humans.) Also, teeth previously found in Sumatra turned out to belong to anatomically modern humans who lived 63,000 to 73,000 years ago.

Then there are the Australian Aborigines, who may have reached the continent as much as 70,000 years ago. Geneticists estimate their arrival at around 60,000 years ago (and would argue that any earlier humans before genetic coalescence in Australia went extinct). But frankly, either puts quite the damper on the “Out of Africa” 60,000 years ago theory. They weren’t beamed over by a simian Scotty.

“There was no exit event from Africa, there was a constant leak. Dispersal was early onset and, also, multiple,” Petraglia sums up.

The latest genetic studies indicate that most of us do arise from that great exit 60,000 years ago. But older humans left genetic traces in certain population groups, notably isolated Papua New Guineans. Some 2 percent of their DNA arises from that earliest movement out of Africa over 100,000 years ago, says Petraglia. Evidently, the later people mated with earlier people who had survived.

To be clear, not even geneticists agree about archaic genes in modern genomes. They’re still wrangling over the base mutation rate.

But the evidence is leaning toward pre-60,000-year-old waves of human migration out of Africa. Most probably died out, or were simply diluted out by later generations. But first our frisky forefathers had sex with other humans and hominins. At the very least, they bred with Denisovans, Neanderthals and at least one unknown one that left “ghost” signals in some groups’ DNA.

When? We don’t know, but we do know the other hominin types were living across Eurasia when Homo sapiens got there between 125,000 and 60,000 years ago, Petraglia says. “Opportunities for interbreeding were certainly there for people in an early exodus,” he adds.

What about Homo floresiensis – the midget human species also known as the “hobbit,” discovered on the island of Flores? Does it support incredibly early dispersal of humans? The consensus nowadays is that it was an isolated population of Neanderthals that descended from Homo erectus. Or it might have been some Neanderthal hybrid with another hominin species. But modern man it was not, explains Petraglia.

He also points out there’s very little human archaeological and genetic work from Asia. There are vast gaps in our knowledge of early human development there.

“We think of Homo sapiens as such a successful species, but I think extinction happened to many of these groups,” he concludes. “We might be able to see early exodus in archaeology and in fossils, but what happened to all these people? In most Eurasians today, geneticists are not finding them.