en-de  Eve's Diary — part I — Easy
Evas Tagebuch von Mark Twain



Samstag. - Ich bin nun fast einen ganzen Tag alt. Ich wurde gestern geboren. So scheint es mir jedenfalls. Und es muss so sein, denn, wenn es ein Vorgestern gab, war ich nicht dort, als es geschah, oder ich würde mich daran erinnern. Es kann natürlich sein, dass es passierte und ich es nicht bemerkte. Sehr gut; ich werde jetzt sehr aufmerksam sein, und wenn irgendein Vorgestern passiert, werde ich eine Notiz davon machen. Es wird das Beste sein, mit dem richtigen Zeitpunkt anzufangen, und die Abfolge der Ereignisse nicht durchenander zu werfen, denn irgendetwas sagt mir, dass diese Einzelheiten eines Tages für Historiker wichtig sein werden. Denn ich fühle mich wie ein Versuch, ich fühle mich genau wie ein Versuch; es wäre nicht möglich für jemanden, sich mehr als ich wie ein Versuch zu fühlen, und so komme ich zu der Überzeugung, dass es das ist, was ich BIN -- ein Versuch, nur ein Versuch und nichts anderes.

Denn wenn ich ein Versuch bin, bin ich der ganze Versuch? Nein, ich denke nicht; ich denke , das alles ist ein Teil davon. Ich bin der Hauptteil davon, aber ich denke, all das hat seinen Anteil in der Sache. Ist meine Lage gesichert, oder muss ich zusehen und mich darum kümmern? Vielleicht letzteres. Irgendein Instinkt sagt mir, dass ewige Wachsamkeit der Preis für Überlegenheit ist. [Ich denke, das ist ein guter Satz für jemanden, der so jung ist.]

Alles sieht heute besser aus als gestern. Bei der gestrigen Hektik fertig zu werden, sind die Berge in einem zerklüfteten Zustand verblieben, und einige der Ebenen sind so voller Unrat und Überresten, dass die Perspektiven recht peinlich sind. Erhabene und wunderschöne Kunstwerke sollten nicht dem Kriterium von Eile unterworfen sein; und diese majestätische neue Welt ist wirklich ein sehr erhabenes und wunderschönes Werk. ... Und sicherlich auch wunderbar nah dran, perfekt zu sein, trotz der Kürze der Zeit. An manchen Orten gibt es zu viele Sterne und an anderen nicht genug, aber dem kann zweifellos bald abgeholfen werden. Der Mond löste sich letzte Nacht, rutschte herab und fiel aus dem System heraus - ein sehr schwerer Verlust; es bricht mir das Herz, daran zu denken Unter den Ornamenten und Dekorationen gibt es nichts anderes, was in Schönheit und Vollendung mit ihm vergleichbar ist. Er hätte besser befestigt werden müssen. Wenn wir ihn nur zurückbekommen können— Aber natürlich kann man nicht sagen, wohin er verschwunden ist. Und außerdem, wer ihn auch immer bekommt, wird ihn verbergen; ich weiß es, weil ich es selbst tun würde. Ich glaube, ich kann in allen anderen Dingen ehrlich sein, aber ich beginne gerade zu erkennen, dass der Kern und Mittelpunkt meiner Natur die Liebe zu dem Schönen, eine Leidenschaft für das Schöne ist, und dass es nicht ungefährlich wäre, mir einen Mond anzuvertrauen, der einer anderen Person gehörte, und diese Person nicht wüsste, ich hätte ihn. Ich könnte einen Mond, den ich am Tag fände, hergeben, weil ich mich fürchten würde, dass es jemand sehen würde; aber wenn ich ihn in der Dunkelheite fände, bin ich mir sicher, ich würde irgendeine Entschuldigung finden, um überhaupt nichts über ihn zu sagen. Denn ich liebe Monde, sie sind so hübsch und romantisch. Ich wünschte, wir hätten fünf oder sechs; ich würde nie ins Bett gehen; ich sollte nie müde werden und an einem Moosufer liegen und zu ihnen hinaufschauen.

Sterne sind auch ganz toll. Ich wünschte, ich könnte ein paar bekommen, um sie mir ins Haar zu stecken. Aber ich vermute, das werde ich nie können. Du wärst überrascht, herauszufinden, wie weit entfernt sie sind, denn es sieht nicht danach aus. Als sie sich letzte Nacht zum ersten Mal zeigten, versuchte ich sie mit einer Stange runterzuschlagen, aber sie reichte nicht bis zu ihnen, was mich erstaunte; dann versuchte ich es bei Wolken, bis ich vollkommen erschöpft war, doch ich bekam nie eine. Es war deswegen, weil ich Linkshänderin bin und nicht gut werfen kann. Selbst wenn ich auf die eine zielte, auf die ich es nicht abgesehen hatte, konnte ich die andere nicht treffen, obwohl ich zeimlich nahe an einige herankam, denn ich sah, wie der schwarze Fleck der Wolke vierzig oder fünfzig Mal genau in die Mitte der goldenen Anhäufungen segelte, und sie gerade so verfehlte, und wenn ich etwas länger durchgehalten hätte, hätte ich vielleicht eine erwischen können.

Deshalb weinte ich ein wenig, was, wie ich vermute, natürlich war für jemand meines Alters, und nachdem ich mich ausgeruht hatte, nahm ich einen Korb und machte mich zu einem Ort am äußersten Rand des Kreises auf, wo die Sterne näher zum Boden waren und ich sie mit meinen Händen erreichen konnte, was auf jeden Fall besser wäre, denn ich konnte sie dann sanft Weise einsammeln und sie nicht zerbrechen. Aber es war weiter, als ich gedacht hatte, und schließlich musste ich es aufgeben; ich war so müde, dass ich meine Füße keinen weiteren Schritt fortbewegen konnte; und außerdem waren sie wund und taten mir sehr weh.

Ich konnte nicht nach Hause zurückkehren; es war zu weit weg und es wurde kalt; aber ich fand einige Tiger und machte es mir zwischen ihnen bequem, und es war sehr hinreizend gemützlich, und ihr Atem war süß und angenehm, weil sie sich von Erdbeeren ernähren. Ich hatte noch nie zuvor einen Tiger gesehen, aber ich erkannte ihn sofort an den Streifen. Wenn ich eines jener schönen Felle haben könnte, würde das ein wunderschönes Abendkleid abgeben.

Heute habe ich bessere Vorstellungen über Entfernungen. Ich war so bemüht, jede hübsche Sache zu ergattern, dass ich leichtfertig nach ihr griff, manchmal, als sie zu weit weg war und manchmal, als sie nur sechs Zoll entfernt war, aber sie schien mir ein Fuß entfernt, leider mit Dornen dazwischen! - Ich lernte eine Lektion; ich bildete auch einen Grundsatz, alles aus meinem eigenen Kopf heraus --- mein allererster; WER GEKRATZT WIRD, MEIDET DEN DORN. ... Ich denke, es ist ein sehr guter für einen so jungen Menschen.

Ich folgte dem anderen Experiment gestern Nachmittag aus der Entfernung , um, wenn ich könnte, zu sehen, was es sein könnte. Aber ich konnte es nicht erkennen. Ich denke es ist ein Mann. Ich hatte nie einen Mann gesehen, aber es sah wie einer aus, und ich bin sicher, dass es das auch ist. Ich stelle fest, dass ich dafür eine größere Neugier verspüre als für irgendwelche anderen Reptilien. Wenn es ein Reptil ist und ich vermute, dass es das ist; da es ungepflegte Haare hat und blaue Augen, und es schaut wie ein Reptil aus. Es hat keine Hüften; es läuft konisch zu wie eine Karotte; wenn es steht, spreizt es sich auf wie ein Bohrturm; deshalb denke ich, es ist ein Reptil, obwohl es auch etwas architektonisches sein kann. ...

Zuerst fürchtete ich mich und war jedes Mal dabei wegzulaufen, wenn es sich umdrehte, denn ich dachte es würde mich verfolgen; aber nach und nach fand ich heraus, dass es nur versuchte wegzukommen, weshalb ich danach nicht mehr ängstlich war, sondern es mehrere Stunden verfolgte, etwas zwanzig Fuß hinter ihm, was ihn nervös und unglücklich machte. Zuletzt war es ziemlich beunruhigt und kletterte auf einen Baum. Ich wartete eine ganze Weile, dann gab ich es auf und ging nach Hause.

Heute das Gleiche wieder. Ich habe es dazu gebraucht, wieder auf den Baum zu klettern. ...
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Eve's Diary by Mark Twain.
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SATURDAY.--I am almost a whole day old, now.
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I arrived yesterday.
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That is as it seems to me.
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It could be, of course, that it did happen, and that I was not noticing.
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Then if I am an experiment, am I the whole of it?
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No, I think not; I think the rest of it is part of it.
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I am the main part of it, but I think the rest of it has its share in the matter.
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Is my position assured, or do I have to watch it and take care of it?
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The latter, perhaps.
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Some instinct tells me that eternal vigilance is the price of supremacy.
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[That is a good phrase, I think, for one so young.]
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Everything looks better today than it did yesterday.
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It should have been fastened better.
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And besides, whoever gets it will hide it; I know it because I would do it myself.
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For I do love moons, they are so pretty and so romantic.
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Stars are good, too.
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I wish I could get some to put in my hair.
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But I suppose I never can.
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You would be surprised to find how far off they are, for they do not look it.
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It was because I am left-handed and cannot throw good.
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I had never seen a tiger before, but I knew them in a minute by the stripes.
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If I could have one of those skins, it would make a lovely gown.
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Today I am getting better ideas about distances.
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I think it is a very good one for one so young.
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But I was not able to make out.
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I think it is a man.
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At last it was a good deal worried, and climbed a tree.
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I waited a good while, then gave it up and went home.
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Today the same thing over.
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I've got it up the tree again.
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Eve's Diary
by Mark Twain.

SATURDAY.--I am almost a whole day old, now. I arrived yesterday. That is as it seems to me. And it must be so, for if there was a day-before-yesterday I was not there when it happened, or I should remember it. It could be, of course, that it did happen, and that I was not noticing. Very well; I will be very watchful now, and if any day-before-yesterdays happen I will make a note of it. It will be best to start right and not let the record get confused, for some instinct tells me that these details are going to be important to the historian some day. For I feel like an experiment, I feel exactly like an experiment; it would be impossible for a person to feel more like an experiment than I do, and so I am coming to feel convinced that that is what I AM--an experiment; just an experiment, and nothing more.

Then if I am an experiment, am I the whole of it? No, I think not; I think the rest of it is part of it. I am the main part of it, but I think the rest of it has its share in the matter. Is my position assured, or do I have to watch it and take care of it? The latter, perhaps. Some instinct tells me that eternal vigilance is the price of supremacy. [That is a good phrase, I think, for one so young.]

Everything looks better today than it did yesterday. In the rush of finishing up yesterday, the mountains were left in a ragged condition, and some of the plains were so cluttered with rubbish and remnants that the aspects were quite distressing. Noble and beautiful works of art should not be subjected to haste; and this majestic new world is indeed a most noble and beautiful work. And certainly marvelously near to being perfect, notwithstanding the shortness of the time. There are too many stars in some places and not enough in others, but that can be remedied presently, no doubt. The moon got loose last night, and slid down and fell out of the scheme --a very great loss; it breaks my heart to think of it. There isn't another thing among the ornaments and decorations that is comparable to it for beauty and finish. It should have been fastened better. If we can only get it back again-- But of course there is no telling where it went to. And besides, whoever gets it will hide it; I know it because I would do it myself. I believe I can be honest in all other matters, but I already begin to realize that the core and center of my nature is love of the beautiful, a passion for the beautiful, and that it would not be safe to trust me with a moon that belonged to another person and that person didn't know I had it. I could give up a moon that I found in the daytime, because I should be afraid some one was looking; but if I found it in the dark, I am sure I should find some kind of an excuse for not saying anything about it. For I do love moons, they are so pretty and so romantic. I wish we had five or six; I would never go to bed; I should never get tired lying on the moss-bank and looking up at them.

Stars are good, too. I wish I could get some to put in my hair. But I suppose I never can. You would be surprised to find how far off they are, for they do not look it. When they first showed, last night, I tried to knock some down with a pole, but it didn't reach, which astonished me; then I tried clouds till I was all tired out, but I never got one. It was because I am left-handed and cannot throw good. Even when I aimed at the one I wasn't after I couldn't hit the other one, though I did make some close shots, for I saw the black blot of the cloud sail right into the midst of the golden clusters forty or fifty times, just barely missing them, and if I could have held out a little longer maybe I could have got one.

So I cried a little, which was natural, I suppose, for one of my age, and after I was rested I got a basket and started for a place on the extreme rim of the circle, where the stars were close to the ground and I could get them with my hands, which would be better, anyway, because I could gather them tenderly then, and not break them. But it was farther than I thought, and at last I had go give it up; I was so tired I couldn't drag my feet another step; and besides, they were sore and hurt me very much.

I couldn't get back home; it was too far and turning cold; but I found some tigers and nestled in among them and was most adorably comfortable, and their breath was sweet and pleasant, because they live on strawberries. I had never seen a tiger before, but I knew them in a minute by the stripes. If I could have one of those skins, it would make a lovely gown.

Today I am getting better ideas about distances. I was so eager to get hold of every pretty thing that I giddily grabbed for it, sometimes when it was too far off, and sometimes when it was but six inches away but seemed a foot--alas, with thorns between! I learned a lesson; also I made an axiom, all out of my own head --my very first one; THE SCRATCHED EXPERIMENT SHUNS THE THORN. I think it is a very good one for one so young.

I followed the other Experiment around, yesterday afternoon, at a distance, to see what it might be for, if I could. But I was not able to make out. I think it is a man. I had never seen a man, but it looked like one, and I feel sure that that is what it is. I realize that I feel more curiosity about it than about any of the other reptiles. If it is a reptile, and I suppose it is; for it has frowzy hair and blue eyes, and looks like a reptile. It has no hips; it tapers like a carrot; when it stands, it spreads itself apart like a derrick; so I think it is a reptile, though it may be architecture.

I was afraid of it at first, and started to run every time it turned around, for I thought it was going to chase me; but by and by I found it was only trying to get away, so after that I was not timid any more, but tracked it along, several hours, about twenty yards behind, which made it nervous and unhappy. At last it was a good deal worried, and climbed a tree. I waited a good while, then gave it up and went home.

Today the same thing over. I've got it up the tree again.