en-de  Germany's refugees - Hearts and minds Medium
Deutschlands Flüchtlinge - Mit Herz und Verstand.

The Economist, 16. September 2017.

BERLIN - Wie Deutschland seine Flüchtlinge integriert.

Nauras Nerapi lebte ein bequemes Leben in Aleppo als Leiter bei einem französischen Unternehmen im Gaststättengewerbe. Dann kam der syrische Krieg. Er floh durch die Türkei und die Balkanstaaten nach Deutschland und kam im September 2015 an. " Sie setzten mich in einen Bus, aber ich wusste nicht, wohin ich fuhr", erklärte er. Im Auffanglager in Berlin bot er an, beim Kochen zu helfen. Heute spricht er gut deutsch, wohnt in einer Wohngemeinschaft und arbeitet als Koch. " In Aleppo stand ich vor dem Nichts. Deutschland war wirklich gut zu mir." Seine Ankunft fiel mit einem Angelpunkt in Angela Merkels Karriere zusammen. Als Tausende sich auf den Weg nach Norden und Westen machten, erklärte die Kanzlerin "Wir schaffen das", und hielt die Grenzen offen. Etwa 900.000 Menschen kamen in jenem Jahr an. Viele prophezeiten ein soziales Chaos und Merkels Niedergang. Ihr offensichtliches Hinsteuern auf einen Sieg bei der Wahl am 24. September ist ein Beleg für zwei Faktoren. Erstens, vor allem dank eines Rückführungsabkommens mit der Türkei, sank die Zahl der Ankommenden auf 200 000 im letzten Jahr und in diesem Jahr auf bisher nur 80 000 Zweitens, und glücklicherweise, sind die meisten Flüchtlinge trotz der Belastungen auf dem Weg zur Integration.

Dieser Weg beginnt im Auffanglager, von wo aus den Neuankömmlingen Unterkünfte zugewiesen werden wie Rudower Str. 18 in Ostberlin. "Wir hatten drei Tage, um eine baufällige Schule in ein Heim zu verwandeln", sagt Andrea Koppelmann, ihr Direktorin. Heute machen die Malereien der Kinder an den Wänden sie fröhlicher, aber die Bedingungen sind elementar: zwei oder drei Familien pro Klassenzimmer. ... Frauen mit Babys spähen nervös hinter Bettlaken hervor, die für die Privatsphäre aufgehängt wurden. Andere Wohnheime konzentrieren sich auf schwule und lesbische Flüchtlinge, alleinreisende Männer oder unbegleitete Minderjährige. Friedrich Kiesinger, ein Psychologe, dessen Hilfsorganisation Albatros sich um etwa 40 000 Menschen in Auffangzentren kümmern, übernahm ein leeres Hotel und verwandelte es in ein Zuhause für gefolterte, traumatisierte und behinderte Flüchtlinge. ...

Innerhalb von drei Monaten sollten Flüchtlinge, die gute Chancen zum Bleiben haben, in Gemeinschaftshäuser mit privaten Schlafzimmern und Küchen einziehen. ... Aber diese zu bauen braucht Zeit. ... Eine Familie ist seit über zwei Jahren in der Rudower Str. 18. Der letzte Schritt- das Umziehen in eine private Wohnung- dürfte 4 oder 5 Jahre dauern, sagt Herr Kiesinger. Und auf jeden Fall endet Integration nicht an diesem Punkt, fügt er hinzu: "Wir wollen kein hinter den Türen wachsendes Kleinafghanistan." Erziehung und Arbeit sind jeweils unbedingt erforderlich.

Das erste läuft gut. Kinder besuchen normalerweise innerhalb von drei Wochen nach ihrer Ankunft die Schule, sagt Frau Koppelmann. Mehrere Jugendliche in der Rudower 18 besuchen die nahe gelegene Anne Frank Schule, wo Dagmar Breske, eine Lehrerin, ein dreistufiges Programm entwickelt hat. ... In einer Klasse für Analphabeten lesen drei afghanische Jungen stockend aus Listen mit Wörtern vor, die mit dem Buchstaben "A" beginnen. In einer anderen, der zweiten Klasse, üben sieben Teenager - meist Syrer und Iraker - die Multiplikation. Eine dritte Klasse, die höchste, ist gerade dabei die Verbformen als Vorbereitung für den Test zu üben, der festlegt, ob sie reguläre deutsche Schulen besuchen können. Vieles ist kulturelle Arbeit: Training der Jugendlichen pünktlich in den Klassen zu erscheinen, Regeln zu befolgen und Frauen mit Respekt zu behandeln.

Erwachsene in Arbeit zu bringen ist schwerer. Nur diejenigen, denen Asyl bewilligt wurde, können Arbeitsplätze bekommen. ... Sobald sie ihre Anträge gestellt haben, werden diejenigen mit guten Bewilligungsaussichten (wie viele Syrer) einen obligatorischen Integrationskurs belegen: 600 Stunden Deutschunterricht und 100 Stunden Staatsbürgerkunde. Viele Flüchtlinge hatten nur kurz eine Schule besucht (siehe Tabelle 1), und die Möglichkeit, eine Arbeit zu bekommen, könnte Zeit brauchen (siehe Tabelle 2). ... Herr Kiesinger macht die fixe Idee der formalen Sprachqualifikation dafür verantwortlich: "Am Besten lernt man Deutsch, wenn man einen Arbeitsplatz bekommt." Der Prozess, Asyl zu bekommen, ist langsam und bis die Berufungsverfahren durch sind, dauert es Jahre. ... Viele Beamte sind neu und unerfahren. Schulen und Heime haben oft keine Betreuung. Aber überall wursteln die Leute sich durch und packen zu. Schulnetzwerke, Flüchtlingsheime und Anwälte schießen aus dem Boden um bewährte Praktiken auszutauschen. Heerscharen von Freiwilligen haben sich aufgemacht ( 100 bei Herrn Kiesingers Hotel) ... Eine ist Michele Pirger. "Ich habe mich gerade über das Thema informiert und habe mich entschlossen mitzumachen", sagte sie. Nachdem sie angefangen hat, Flüchtlinge zu Konzerten mitzunehmen, hilft sie nun Kopten, die vor Verfolgung in Ägypten geflohen sind, und beherbergt einen von ihnen in ihrer Wohnung.

Wie gut integrieren sich die Flüchtlinge? Es ergibt sich ein unterschiedliches Bild. Aber die mit Vorbildung, einer guten Aussicht auf Asyl und einer Affinität zu Deutschland- wie Herr Nerapi- kommen am besten zurecht. Und zwei große Trends stechen hervor. Männer, die Zweidrittel der Asylbewerber ausmachen, tun sich unverhältnismäßig schwer. Viele reisten allein nach Deutschland, sind von der harten Arbeit, die sie vorfinden, entäuscht, und vermissen den Sozialstatus, den sie einmal genossen haben. Während sich die Asyl- oder Abschiebungsverfahren in die Länge ziehen und sie warten, können sie leicht in die Drogenabhängigkeit , Kriminalität oder in den Radikalismus rutschen, sagt Herr Kiesinger. Sie brauchen Arbeit: "Es geht nicht nur um Geld. ... Es geht um Freunde und emotionale Stabilität ... die jungen Männer, die hierher kommen, tun zu wenig." Kinder integrieren sich andererseits leicht. ... In Frau Breskes Klassenzimmern sind Schüler, die vor Monaten angekommen sind, sprachgewandt, selbstbewusst und ehrgeizig. Wenn sie gefragt werden, was sie werden wollen, sagen die Jungen im allgemeinen Polizisten und Ingenieure, und die Mädchen - viele ohne Kopftücher - sagen Ärztinnen oder Rechtsanwältinnen. ... Omar, ein Sechzehnjähriger aus Baghdad, ist gerade dabei, seine Ausbildung als Friseur zu beginnen. ... Mahdiya, eine Afghanin, sagt, sie plane Politikwissenschaft zu studieren und Politikerin zu werden: Sie bewundert Frau Merkel. Frau Breske erzählt von einem kürzlichen Tagesausflug, , als sich deutsche und geflüchtete Schüler so gut mischten, dass "ich sie nicht mehr auseinanderhalten konnte." Natürlich wird es noch viele Jahre dauern, bevor Deutschland vollständig beurteilen kann, wie gut es seine Neuankömmlinge integriert hat. Aber es ist schon klar, dass die düstersten Vorhersagen falsch waren. Deutschland hat während der vergangenen zwei Jahre mehr als 1,2 Millionen Menschen aufgenommen und meistert es. Es muss noch viel mehr getan werden. Aber derzeit scheint es machbar zu sein.
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Germany’s refugees - Hearts and minds.
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The Economist, September 16, 2017.
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BERLIN - How Germany is integrating its refugees.
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NAURAS NERAPI lived a comfortable life in Aleppo as a manager at a French catering company.
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Then came the Syrian war.
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He fled through Turkey and the Balkans to Germany, arriving in September 2015.
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“They put me on a bus but I didn’t know where I was going,” he explains.
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At a reception camp in Berlin he offered to help with the cooking.
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Today he speaks good German, lives in a shared flat and works as a chef.
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“In Aleppo I was left with nothing.
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Some 900,000 people arrived that year.
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Many predicted social chaos and Mrs Merkel’s downfall.
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Her apparent cruise to victory at the election on September 24th is a testament to two factors.
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Second, and more happily, despite the strains most of the refugees are on the path to integration.
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Women with babies peer nervously from behind bedsheets strung up for privacy.
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Other hostels focus on gay and lesbian refugees, lone men or unaccompanied minors.
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But building these takes time.
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One family has been in Rudower 18 for over two years.
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The final step—moving to a private flat—might take four or five years, says Mr Kiesinger.
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The first is going well.
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Children are usually attending school within three weeks of arrival, says Ms Koppelmann.
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Getting adults into work is harder.
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Only those granted asylum can take jobs.
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Many officials are new and inexperienced.
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Schools and homes are often left without guidance.
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Yet everywhere people are muddling through and mucking in.
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Networks of schools, refugee homes and lawyers are springing up to share good practice.
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Legions of volunteers have turned out (100 at Mr Kiesinger’s hotel).
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Michele Pirger is one.
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“I just read up on the subject and decided to get involved,” she says.
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How well are the refugees integrating?
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The picture is varied.
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And two big trends stand out.
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Men, who make up two-thirds of asylum applicants, struggle disproportionately.
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They need work: “It’s not just about money.
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In Ms Breske’s classrooms pupils who arrived months ago are fluent, self-confident and ambitious.
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Omar, a 16-year-old from Baghdad, is about to start training as a hairdresser.
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But it is already clear that the gloomiest predictions were wrong.
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Germany has taken in more than 1.2m people over the past two years, and coped.
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There is much more to do.
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But for now, it seems to be managing.
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Germany’s refugees - Hearts and minds.

The Economist, September 16, 2017.

BERLIN - How Germany is integrating its refugees.

NAURAS NERAPI lived a comfortable life in Aleppo as a manager at a French catering company. Then came the Syrian war. He fled through Turkey and the Balkans to Germany, arriving in September 2015. “They put me on a bus but I didn’t know where I was going,” he explains. At a reception camp in Berlin he offered to help with the cooking. Today he speaks good German, lives in a shared flat and works as a chef. “In Aleppo I was left with nothing. Germany has been really good to me.”

His arrival coincided with a pivotal point in Angela Merkel’s career. As thousands made their way north and west, the chancellor declared “We can manage this,” and kept Germany’s borders open. Some 900,000 people arrived that year. Many predicted social chaos and Mrs Merkel’s downfall. Her apparent cruise to victory at the election on September 24th is a testament to two factors. First, thanks largely to a repatriation deal with Turkey, the numbers coming fell to 200,000 last year and just 80,000 so far this year. Second, and more happily, despite the strains most of the refugees are on the path to integration.

That path begins at the reception camps, from where newcomers are allocated to hostels like Rudower 18, in eastern Berlin. “We had three days to turn a derelict school into a home,” says Andrea Koppelmann, its director. Today, children’s paintings on the walls make it cheerier, but conditions remain basic: two or three families to a classroom. Women with babies peer nervously from behind bedsheets strung up for privacy. Other hostels focus on gay and lesbian refugees, lone men or unaccompanied minors. Friedrich Kiesinger, a psychologist whose charity, Albatros, cared for some 40,000 people in reception centres, took over an empty hotel and turned it into a home for tortured, traumatised and disabled refugees.

Within three months refugees with good prospects of staying should move into “community homes” with private bedrooms and kitchens. But building these takes time. One family has been in Rudower 18 for over two years. The final step—moving to a private flat—might take four or five years, says Mr Kiesinger. And in any case, he adds, integration does not end at that point: “We don’t want little Afghanistans growing up behind doors.” Education and work are both essential.

The first is going well. Children are usually attending school within three weeks of arrival, says Ms Koppelmann. Several teenagers at Rudower 18 attend the nearby Anne Frank School, where Dagmar Breske, a teacher, has devised a three-stage programme. In a class for illiterates, three Afghan boys haltingly read out lists of words beginning with the letter “A”. In another, the second stage, seven teenagers—mostly Syrians and Iraqis—are practising multiplication. A third class, the highest, is going over verb forms in preparation for the test determining whether they can enter regular German schools. Much of the work is cultural: training the teenagers to attend classes on time, follow rules and treat women with respect.

Getting adults into work is harder. Only those granted asylum can take jobs. Once they have submitted their applications, those with good prospects (like many Syrians) take a compulsory integration course: 600 hours of German lessons and 100 hours of civics. Many refugees have had little education (see chart 1) and progress towards work could take time (see chart 2). Mr Kiesinger blames the obsession with formal language qualifications: “The best way to learn German is to get a job.”

The asylum process is slow, with appeals taking years to process. Many officials are new and inexperienced. Schools and homes are often left without guidance. Yet everywhere people are muddling through and mucking in. Networks of schools, refugee homes and lawyers are springing up to share good practice. Legions of volunteers have turned out (100 at Mr Kiesinger’s hotel). Michele Pirger is one. “I just read up on the subject and decided to get involved,” she says. Having started by taking refugees to concerts, she now helps Copts who have fled persecution in Egypt, and houses one in her flat.

How well are the refugees integrating? The picture is varied. But those with previous education, a good prospect of asylum and an affinity with Germany—like Mr Nerapi—do best. And two big trends stand out. Men, who make up two-thirds of asylum applicants, struggle disproportionately. Many travelled to Germany alone, are disappointed by the drudgery they find and miss the social status they once enjoyed. Waiting while asylum or deportation processes drag on, they can easily slip into addiction, crime or radicalisation, says Mr Kiesinger. They need work: “It’s not just about money. It’s about friends and emotional stability…the young men who come here are too inactive.”

Children, on the other hand, integrate easily. In Ms Breske’s classrooms pupils who arrived months ago are fluent, self-confident and ambitious. Asked what they want to be, the boys tend to say policemen or engineers and the girls—many without headscarves—say doctors or lawyers. Omar, a 16-year-old from Baghdad, is about to start training as a hairdresser. Mahdiya, an Afghan, says she plans to study political science and become a politician: she admires Mrs Merkel. Ms Breske tells of a recent day-trip when German and refugee pupils mixed so well that “I could no longer tell them apart.”

Of course it will be many years before Germany can fully assess how well it has integrated its newcomers. But it is already clear that the gloomiest predictions were wrong. Germany has taken in more than 1.2m people over the past two years, and coped. There is much more to do. But for now, it seems to be managing.