en-de  Anne of Green Gables (1908)/Chapter I Medium
KAPITEL I. MRS. RACHEL LYNDE IST ÜBERRASCHT


Mrs. Rachel Lynde lebte genau dort, wo die Hauptstraße von Avonlea in eine kleine Senke abfiel. Die Straße wurde von Erlen und Fuchsien gesäumt und von einem Bach durchzogen, der seine Quelle hinten in den Wäldern des alten Cuthbert-Sitzes hatte. Er galt in seinem anfänglichem Verlauf durch diese Wälder als komplizierter, wilder Bach mit dunklen Geheimnissen von Teichen und Wasserfällen, aber wenn er Lyndes Senke erreichte, war er ein ruhiger, wohlgeleiteter kleiner Bach, denn nicht einmal ein Bach konnte ohne Rücksicht auf Anstand und Etikette Mrs. Rachel Lyndes Tür passieren. Ihm war wohl bewusst, dass Mrs. Rachel am Fenster saß und alles, was vorüber lief, von Bächen und Kindern aufwärts, im Auge behielt, und dass sie, sofern sie etwas Merkwürdiges oder Unangebrachtes bemerkte, nicht ruhen würde, bis sie das Warum und Weshalb herausgefunden hätte.

Es gibt viele Menschen in Avonlea und an anderen Orten, die sich sehr mit den Angelegenheiten ihrer Nachbarn befassen können, weil sie ihre eigenen außer Acht lassen, aber Mrs. Rachel Lynde war eines dieser tüchtigen Lebewesen, die sich gleichermaßen um ihre eigenen Angelegenheiten und die anderer Leute kümmern können. Sie war eine hervorragende Hausfrau: Ihre Arbeit war immer gemacht und gut gemacht, sie "leitete" den Nähkreis, half in der Sonntagsschule und war die größte Stütze des kirchlichen Hilfswerks und der Auslandsmissionshilfe. Doch bei all dem fand Mrs. Rachel reichlich Zeit, stundenlang an ihrem Küchenfenster zu sitzen und Quilts aus Baumwoll-Stoffbahnen zu fertigen - sie hatte sechzehn von ihnen gewirkt, wie die Haushälterinnen Avonleas mit ehrfurchtsvoller Stimme zu sagen pflegten - und dabei ein wachsames Auge auf die Hauptstraße zu werfen, die die Senke überquerte und sich den steilen roten Hügel dahinter hinaufwand. Da Avonlea eine kleine dreieckige Halbinsel einnahm, die in den Golf von St. Lawrence hinausreichte und auf zwei Seiten von Wasser umgeben war, musste jeder, der sie verließ oder kam, diese Straße über den Hügel passieren und so vor Mrs. Rachels allessehendem Auge Spießruten laufen.

Sie saß dort an einem Nachmittag Anfang Juni. Warm und hell kam die Sonne durchs Fenster herein; der Obstgarten am Hang unterhalb des Hauses befand sich in einem bräutlichen Rausch rosa-weißer Blüten, in denen eine Unzahl von Bienen summten. Thomas Lynde- ein sanftmütiger, kleiner Mann, den die Leute von Avonlea "Rachel Lyndes Ehemann" nannten- säte gerade seine späten Rübensamen auf das Feld jenseits der Scheune; und Matthew Cuthbert hätte seine von dem großen, roten Flussbereich weg drüben bei Green Gables säen sollen. Mrs. Rachel wusste, dass er es tun sollte, weil er Peter Morrison am vorherigen Abend in J. Blairs Laden drüben in Carmody gesagte hatte, dass er vorhatte seine Rübensamen am nächsten Nachmittag zu säen. Peter hatte ihn natürlich gefragt, denn Matthew Cuthbert war niemals dafür bekannt gewesen, von sich aus über irgendetwas in seinem ganzen Leben zu informieren.

Und doch war Mathew Cuthbert um halb vier am Nachmittag eines arbeitsreichen Tages hier und fuhr bedächtig durch die Senke und auf den Hügel. Außerdem trug er ein Hemd mit weißem Kragen und seinen besten Anzug, was eindeutig bewies, dass aus Avonlea wegfahren würde, und er hatte einen Pferdewagen und die Rotfuchstute, was darauf hinwies, dass er eine beträchtliche Entfernung zurücklegen würde. ... Nun, wo wollte Matthew Cuthbert hin und warum fuhr er dorthin? ...

Wenn es irgendein anderer Mann in Avonlea gewesen wäre, hätte Mrs. Rachel, geschickt zwei und zwei zusammengezählend, eine ziemlich gute Antwort auf beide Fragen gehabt. Aber Matthew verließ sein Haus so selten, dass es etwas Dringendes und Ungewöhnliches sein musste, was ihn dazu bewog. Er war der schüchternste Mann, den es gibt, und hasste es, sich unter Fremde zu mischen oder irgendwohin zu gehen, wo er sich möglicherweise hätte unterhalten müssen. ... Matthew, festlich mit einem weißen Kragen gekleidet und einen Buggy fahrend, war etwas was nicht oft vorkam. Mrs. Rachel konnte nachdenken, soviel sie wollte, sie konnte daraus ncht klug werden und ihr Nachmittagsvergnügen war getrübt....

"Ich gehe einfach nach dem Tee rüber nach Green Gables und bringe von Marilla in Erfahrung, wohin er gegangen ist und warum", entschied die ehrenwerte Frau schließlich. "Er fährt im Allgemeinen zu dieser Jahreszeit nicht in die Stadt und er besucht nie jemand; wenn ihm die Rübensamen ausgegangen wären, hätte er sich nicht fein gemacht und hätte nicht den Pferdewagen genommen, um mehr zu holen; er fuhr auch nicht schnell genug, um einen Arzt zu holen. Dennoch muss seit letzter Nacht etwas passiert sein, um ihm auf die Sprünge zu helfen. Ich verstehe nicht, was das bedeutet, und ich werde keine Minute inneren Frieden oder Ruhe finden, bis ich weiß, was Matthew Cuthbert heute aus Avonlea geführt hat."

Dementsprechend machte sich Mrs. Rachel nach dem Tee auf den Weg; sie musste nicht weit gehen; das große, weitläufige, von Obstgärten umgebene Haus, in dem die Cuthberts lebten, war eine knappe Viertelmeile von Lyndes Hollow die Straße hinauf. Allerdings ließ es den langen Weg erheblich weiter erscheinen.... Matthew Cuthberts Vater, genausso scheu und schweigsam wie sein Sohn nach ihm, war so weit wie möglich von seinen Mitmenschen weggezogen, ohne sich tatsächlich in die Wälder zurückzuziehen, als er sein Gehöft etablierte. Green Gables war am äußersten Rand seines gerodeten Landes gebaut worden und dort lag es bis heute, kaum sichtbar von der Hauptstraße, an der entlang alle anderen Häuser so gesellig gelegen waren. Mrs. Rachel Lynde nannte an einem solchen Ort zu wohnen nicht wirklich Leben.

"Es ist nur ausharren, das ist es", sagte sie, als sie den tief mit Rillen durchzogenen Grasweg entlangschritt, der von wilden Rosenbüschen begrenzt war. "Es ist kein Wunder, dass sowohl Matthew als auch Marilla etwas seltsam sind, wenn sie so weit draußen hier alleine wohnen. Bäume sind nicht viel Gesellschaft, obwohl niemand weiß, falls sie es wären, ob genügend von ihnen da sein würden. Ich würde mir lieber Menschen anschauen. Sicherlich, sie scheinen ausreichend zufrieden zu sein; aber dann , vermute ich, sind sie daran gewöhnt. Ein Körper kann sich an alles gewöhnen, sogar daran gehängt zu werden, wie der Ire sagte."

Damit trat Mrs. Rachel vom Weg in den Hinterhof von Green Gables. Sehr grün, sauber und akkurat war dieser Hof, der auf der einen Seite mit großen stattlichen Weiden und auf der anderen Seite mit wohlgestalteten Pappeln angelegt war. Nicht ein herrenloser Stock noch ein Stein waren zu sehen, da Mrs. Rachel es gesehen hätte, wenn sie dort gewesen wären. Persönlich war sie der Meinung, dass Marilla Cuthbert diesen Hof so oft wie ihr Haus auskehrte. Man hätte vom Boden essen können, ohne den sprichwörtlichen Schmutzfleck zu finden.

Mrs. Rachel klopfte rasch an die Küchentür und trat, als sie darum gebeten wurde, ein. Die Küche bei Green Gables war ein freundliches Zimmer - oder wäre freundlich gewesen, wenn sie nicht so übertrieben aufgeräumt gewesen wäre, was ihr ein wenig das Aussehen eines ungenutzten Salons gab. Ihre Fenster schauten nach Osten und Westen. Durch das westliche, das auf den Hinterhof hinaus blickte, flutete milde Junisonne, aber das östliche, von dem aus man einen Blick auf die blühenden weißen Kirschbäume im linken Obstgarten und auf die sich wiegenden, schlanken Birken unten in der Senke am Bach hatte, war von einem Gewirr aus Weinreben überwachsen. Hier saß Marilla Cuthbert, wenn sie überhaupt saß, immer etwas misstrauisch gegenüber dem Sonnenschein, der ihr zu tänzerisch und unverantwortlich für eine Welt erschien, die man ernst nehmen sollte. Und hier saß sie nun, strickend, und der Tisch hinter ihr war für das Abendessen gedeckt.

Mrs. Rachel hatte sich, bevor sie die Tür ganz geschlossen hatte, alles gemerkt, was auf diesem Tisch stand, Der Tisch war mit Tellern gedeckt, also musste Marilla jemand mit Matthew zum Tee erwarten; aber das Geschirr war Alltagsgeschirr und es gab nur eingemachte Holzäpfel und eine Sorte Kuche, also konnte der Besuch, den sie erwartete, nichts besonderes sein. Doch warum trug Mathew einen weißen Kragen und benutzte die Fuchsstute? Mrs. Rachel wurde ziemlich verwirrt wegen diesem ungewöhnlichen Geheimnis um das stille gar nicht geheimnisvolle Green Gables.

"Guten Abend, Rachel", sagte Marilla lebhaft. "Dies ist ein wirklich schöner Abend, nicht wahr?" Willst du dich nicht hinsetzen? Wie geht es deiner ganzen Familie?"

Etwas, das mangels irgendeines anderen Namens als Freundschaft bezeichnet werden konnte, bestand und bestand schon immer zwischen Marilla Cuthbert und Mrs. Rachel, trotz - oder vielleicht wegen ihrer Verschiedenheit. ...

Marilla war eine große, dünne Frau mit Ecken und ohne Kurven; ihr dunkles Haar zeigte einige graue Strähnen und war immer hinten in einem festen kleinen Knoten verflochten mit zwei Drahthaarnadeln, die energisch durchgestoßen waren. Sie sah aus wie eine Frau mit begrenzter Erfahrung und einem strengen Gewissen, die sie war; aber da war ein rettendes etwas über ihren Mund, den man als Anzeichen von einem Sinn für Humor hätte gelten können, wenn der Mund ein klein wenig entwickelt worden wäre.

"Uns geht es allen ziemlich gut", sagte Mrs. Rachel. "Ich fürchtete schon, dass es nicht so wäre, als ich heute Matthew wegfahren sah. ... Ich dachte, er würde vielleicht zum Arzt gehen."

Marillas Lippen zuckten verständnisvoll. Sie hatte Mrs.Rachel erwartet; sie hatte gewusst, dass der Anblick von Matthew, der so unerklärlicherweise wegging, zu viel für die Neugier ihrer Nachbarin wäre.

"Oh nein, es geht mir recht gut, obwohl ich gestern schlimme Kopfschmerzen hatte", sagte sie. "Matthew ging nach Bright River. Wir bekommen einen kleinen Jungen von einem Waisenhaus in Nova Scotia und er kommt heute Abend mit dem Zug."

Wenn Marilla gesagt hätte, dass Matthew nach Bright River gefahren wäre, um ein Känguruh aus Australien zu treffen, Mrs. Rachel hätte nicht erstaunter sein können. Tatsächlich war sie für fünf Sekunden sprachlos. Es war unvorstellbar, dass Marilla sie zum Besten hielt, aber Mrs. Rachel musste es fast annehmen. ...

"Meinen Sie das ernst, Marilla?" fragte sie nach, als sie ihre Stimme wiederfand. ...

"Ja, natürlich", sagte Marilla, als ob das Bekommen von Jungen aus Waisenhäusern in Nova Scotia einen Teil der üblichen Arbeit im Frühjahr auf jedem gut geordneten Bauerhof in Avonlea wäre, statt eine unbekannte Innovation zu sein.

Mrs. Rachel fühlte sich, als ob sie einen scharfen mentalen Schock erhalten hätte. Sie dachte in Ausrufungszeichen. Ein Junge! Ausgerechnet Marilla und Matthew Cuthbert adopieren einen Jungen! Aus einem Waisenhaus! Nun, die Welt stand sicherlich auf dem Kopf! Danach würde sie sich über nichts mehr wundern! Nichts!

"Was in aller Welt setzt so eine Idee in deinen Kopf?" fragte sie missbilligend nach.

Dies geschah ohne ihren Rat und musste zwangsläufig missbilligt werden. ...

"Nun, wir haben schon einige Zeit darüber nachgedacht - eigentlich den ganzen Winter lang", antwortete Marilla. ... "Mrs. Alexander Spencer war einen Tag vor Weihnachten hier und sie sagte, sie werde im Frühjahr ein kleines Mädchen aus dem Heim in Hopetown bekommen. ... Ihre Cousine lebt dort und Mrs. Spencer hat sie besucht und weiß alles darüber. So haben Matthew und ich seither immer wieder darüber gesprochen. Wir dachten, wir würden einen Jungen nehmen. ... Matthew wird langsam alt, du weißt- er ist sechzig- und er ist nicht so rüstig wie er einmal war. Er hatte erhebliche Probleme mit dem Herzen. Und du weißt, wie unglaublich schwer es geworden ist, Aushilfskräfte zu bekommen. Es gibt nie Leute, die man bekommen kann, außer diese dummen, halbwüchsigen, französischen Jungen; und sobald du einem gezeigt hast, was er bei dir tun muss und ihm etwas beigebracht hast, verschwindet er schnurstracks in die Hummerfabriken oder in die Staaten. ... Zuerst schlug Matthew vor, einen Jungen aus Tom Barnados Kinderheim zu nehmen. ... Aber ich sagte kategorisch 'nein' dazu. 'Sie mögen in Ordnung sein - ich sage nicht, dass sie es nicht sind- aber keine Londoner Straßenaraber für mich', sagte ich. 'Hole mir wenigstens einen hier geborenen. Es ist ein Risiko, egal wen wir bekommen. Aber ich werde mich wohler fühlen und bei Nacht besser schlafen, wenn wir jemand bekommen, der in Kanada geboren ist." Also haben wir uns schließlich entschieden, Mrs. Spencer zu bitten, einen für uns auszusuchen, als sie hinfuhr, um ihr kleines Mädchen zu holen. Letzte Woche hörten wir, sie wollte gehen, so benachrichtigten wir sie durch Richard-Spencers Eltern bei Carmody, uns einen klugen kleinen Jungen zu bringen, der ungefähr zehn oder elf Jahre alt war. Wir befanden, dass dies das richtige Alter wäre - alt genug, um sofort etwas im Haushalt zu machen und jung genug, um richtig angelernt zu werden. ... Wir wollen ihm ein gutes Heim und eine gute Ausbildung geben. Wir erhielten heute ein Telegramm von Mrs. Alexander Spencer - der Postbote brachte es von der Bahnstation - welches besagte, sie würden heute Abend mit dem Zug um halb sechs ankommen. So fuhr Matthew nach Bright River um ihn zu treffen. Mrs. Spencer wird ihn dort vorbeibringen. Natürlich fährt sie selbst zur White Sands Station."

Mrs. Rachel war stolz darauf, immer ihre Meinung zu sagen. Sie fuhr damit fort, nachdem sie sich mental auf diese erstaunliche Nachricht eingestellt hatte. ...

"Nun, Marilla, ich sage es dir ganz ehrlich, meiner Meinung nach, machst du etwas ganz unkluges - ganz riskantes, so ist es. Du weißt nicht, was du bekommst. Du bringst ein fremdes Kind in euer Haus und Heim und du weißt nichts über ihn, noch was seine Disposition ist, noch welche Art Eltern er hatte, noch wie er sich wahrscheinlich entwickeln wird. Nun, erst letzte Woche las ich in der Zeitung, wie ein Mann und seine Frau westlich von der Insel einen Jungen aus einem Waisenhaus holten, und er steckte in der Nacht das Haus an - steckte es absichtlich an, Marilla - und hat sie fast völlig in ihren Betten verbrannt. Und ich kenne einen anderen Fall, wo ein adoptierter Junge gewohnt war, die Eier auszusaugen - sie konnten es ihm nicht abgewöhnen. Wenn du mich in der Sache um Rat gefragt hättest - was du nicht getan hast, Marilla - hätte ich gesagt, dass du um Gottes Willen nicht an so etwas denken sollst, das würde ich sagen."

Diese Art Vorwürfe zu machen statt zu trösten schien Marilla weder zu beleidigen, noch in Schrecken zu versetzen. Sie strickte ununterbrochen weiter.

"Ich leugne nicht, dass an dem was du sagst, etwas dran ist, Rachel. Ich habe selber Bedenken gehabt. Aber Matthew war schrecklich darauf erpicht. Das konnte ich sehen, also gab ich nach. Es geschieht selten, dass Matthew sich irgendetwas in den Kopf setzt, doch wenn er es tut, habe ich immer das Gefühl, es wäre meine Pflicht nachzugeben.... Und was das Risiko betrifft, es gibt bei so ziemlich allem, was jemand in dieser Welt tut, Risiken. Wenn es darum geht, dass Leute eigene Kinder haben, besteht die Gefahr, dass sie sich nicht immer gut entwickeln. ... Und dann ist Nova Scotia ganz in der Nähe der Insel. Es ist ja nicht so, als ob wir sie aus England oder den USA bekommen würden. Er kann nicht so anders sein als wir."

"Nun, ich hoffe es wird gut ausgehen", sagte Mrs. Rachel in einem Ton, der deutlich auf ihre schmerzliche Zweifel hinwies. "Nun, sag nicht, dass ich dich nicht gewarnt habe, wenn er Green Gables niederbrennt oder Strychnin in den Brunnen schüttet - ich hörte von einem Fall drüben in New Brunswick, wo ein Waisenhaus-Kind das getan hat, und die ganze Familie starb unter fürchterlichen Qualen. Nur in dem Fall war es ein Mädchen."

"Nun, wir bekommen kein Mädchen", sagte Marilla, als ob Brunnenvergiften ein rein weibliche Fertigkeit wäre, und im Fall eines Jungen nicht zu befürchten wäre. Ich würde niemals davon träumen, ein Mädchen zu nehmen, um es großzuziehen. Ich bin darüber bei Mrs. Alexander Spencer erstaunt. Aber in diesem Falle würde sie nicht zurückschrecken ein ganzes Waisenhaus zu adoptieren, wenn sie es sich in den Kopf gesetzt hätte."

importiert, aber auch mitgebracht passt nicht so ganz. Was meinst du, Lollo? Aber als sie überlegte, dass es mindestens zwei Stunden bis zu seiner Ankunft dauern würde, entschloss sie sich, die Straße zu Robert Bells Haus hinaufzugehen und ihnen die Neuigkeit zu erzählen. ... Es würde sicherlich eine unübertroffene Sensation sein und Mrs. Rachel liebte es von ganzem Herzen Sensationen zu verbreiten. Somit machte sie sich auf den Weg, etwas zu Marillas Erleichterung, denn diese spürte, wie ihre Zweifel und Befürchtungen unter dem Einfluß von Mrs. Rachels Pessimismus wieder auflebten.

" Nun, von allem, das jemals war oder sein wird!" stieß Mrs. Rachel aus, als sie sicher draußen auf dem Weg war. Mir kommt es wirklich vor, als ob ich das träumen müsste. Nun, es tut mir leid für dieses arme junge Ding, und das steht fest. Matthew und Marilla haben keine Ahnung von Kindern und sie werden erwarten, dass er weiser und beständiger als sein eigener Großvater ist, falls er jemals einen Großvater gehabt hat, was zweifelhaft ist. Irgendwie scheint es seltsam an ein Kind auf Green Gables zu denken; da ist noch nie eins gewesen, denn Matthew und Marilla waren erwachsen, als das Haus gebaut wurde - falls sie jemals Kinder waren, was schwer zu glauben ist, wenn du sie anschaust. Ich wollte um keinen Preis in den Schuhen dieses Waisenkindes stecken. Meine Güte, aber es tut mir leid, das ist sicher." ...

So sprach Mrs. Rachel aus tiefstem Herzen zu den wilden Rosenbüschen; aber wenn sie das Kind gesehen hätte, das geduldig an der Bright River Station wartete, in diesem Augenblick wäre ihr Mitleid noch tiefer und tiefgründiger gewesen.
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CHAPTER I. MRS. RACHEL LYNDE IS SURPRISED.
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She was sitting there one afternoon in early June.
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Now, where was Matthew Cuthbert going and why was he going there?
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Yet something must have happened since last night to start him off.
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To be sure, the long lane made it a good deal further.
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Mrs. Rachel Lynde did not call living in such a place living at all.
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"It's no wonder Matthew and Marilla are both a little odd, living away back here by themselves.
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Trees aren't much company, though dear knows if they were there'd be enough of them.
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I'd ruther look at people.
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To be sure, they seem contented enough; but then, I suppose, they're used to it.
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A body can get used to anything, even to being hanged, as the Irishman said."
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With this Mrs. Rachel stepped out of the lane into the backyard of Green Gables.
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Not a stray stick nor stone was to be seen, for Mrs. Rachel would have seen it if there had been.
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One could have eaten a meal off the ground without overbrimming the proverbial peck of dirt.
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Mrs. Rachel rapped smartly at the kitchen door and stepped in when bidden to do so.
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Yet what of Matthew's white collar and the sorrel mare?
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"Good evening, Rachel," Marilla said briskly.
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"This is a real fine evening, isn't it?
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Won't you sit down?
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How are all your folks?"
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"We're all pretty well," said Mrs. Rachel.
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"I was kind of afraid you weren't, though, when I saw Matthew starting off to-day.
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I thought maybe he was going to the doctor's."
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Manila's lips twitched understandingly.
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"Oh, no, I'm quite well although I had a bad headache yesterday," she said.
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"Matthew went to Bright River.
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She was actually stricken dumb for five seconds.
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"Are you in earnest, Marilla?"
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she demanded when voice returned to her.
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Mrs. Rachel felt that she had received a severe mental jolt.
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She thought in exclamation points.
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A boy!
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Marilla and Matthew Cuthbert of all people adopting a boy!
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From an orphan asylum!
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Well, the world was certainly turning upside down!
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She would be surprised at nothing after this!
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Nothing!
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"What on earth put such a notion into your head?"
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she demanded disapprovingly.
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This had been done without her advice being asked, and must perforce be disapproved.
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"Well, we've been thinking about it for some time—all winter in fact," returned Marilla.
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Her cousin lives there and Mrs. Spencer has visited her and knows all about it.
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So Matthew and I have talked it over off and on ever since.
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We thought we'd get a boy.
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Matthew is getting up in years, you know—he's sixty—and he isn't so spry as he once was.
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His heart troubles him a good deal.
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And you know how desperate hard it's got to be to get hired help.
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At first Matthew suggested getting a Barnado boy.
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But I said 'no' flat to that.
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'They may be all right—I'm not saying they're not—but no London street Arabs for me,' I said.
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'Give me a native born at least.
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There'll be a risk, no matter who we get.
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But I'll feel easier in my mind and sleep sounder at nights if we get a born Canadian.'
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We mean to give him a good home and schooling.
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So Matthew went to Bright River to meet him.
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Mrs. Spencer will drop him off there.
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Of course she goes on to White Sands station herself."
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You don't know what you're getting.
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And I know another case where an adopted boy used to suck the eggs—they couldn't break him of it.
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This Job's comforting seemed neither to offend nor alarm Marilla.
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She knitted steadily on.
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"I don't deny there's something in what you say, Rachel.
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I've had some qualms myself.
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But Matthew was terrible set on it.
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I could see that, so I gave in.
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And as for the risk, there's risks in pretty near everything a body does in this world.
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And then Nova Scotia is right close to the Island.
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It isn't as if we were getting him from England or the States.
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He can't be much different from ourselves."
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Only, it was a girl in that instance."
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I'd never dream of taking a girl to bring up.
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I wonder at Mrs. Alexander Spencer for doing it.
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But there, she wouldn't shrink from adopting a whole orphan asylum if she took it into her head."
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Mrs. Rachel would have liked to stay until Matthew came home with his imported orphan.
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"Well, of all things that ever were or will be!"
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ejaculated Mrs. Rachel when she was safely out in the lane.
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It does really seem as if I must be dreaming.
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Well, I'm sorry for that poor young one and no mistake.
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I wouldn't be in that orphan's shoes for anything.
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My, but I pity him, that's what."
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anitafunny • 1298  commented on  unit 42  1 year, 3 months ago
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Selket62 • 1626  commented on  unit 4  1 year, 3 months ago
lollo1a • 9505  commented on  unit 7  1 year, 3 months ago
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bf2010 • 10848  commented on  unit 49  1 year, 3 months ago
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gaelle044 • 0  commented  1 year, 3 months ago
lollo1a • 9505  commented  1 year, 3 months ago
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gaelle044 • 0  commented  1 year, 3 months ago
anitafunny • 1298  commented  1 year, 3 months ago

Bitte schön und viel Spass noch. xx 😉

by gaelle044 1 year, 3 months ago

Danke schön, das ist mal etwas ganz anderes zum Übersetzen. Auch wenn es schwierig ist, macht es ganz viel Freude!! Toll! Liebe Grüße, lollo

by lollo1a 1 year, 3 months ago

Anne of Green Gables (1908)

Written for all ages, it has been considered a children's novel since the mid-twentieth century. It recounts the adventures of Anne Shirley, an 11-year-old orphan girl who is mistakenly sent to Matthew and Marilla Cuthbert, a middle-aged brother and sister who had intended to adopt a boy to help them on their farm in Prince Edward Island. The novel recounts how Anne makes her way with the Cuthberts, in school, and within the town. Since publication, Anne of Green Gables has sold more than 50 million copies and has been translated into 20 languages. It has been adapted as film, made-for-television movies, and animated and live-action television series. — Excerpted from Anne of Green Gables (1908) on Wikipedia, the free encyclopedia.

by gaelle044 1 year, 3 months ago

Hallo! I uploaded it two days ago and you guys are very fast to translate in the german section! We just started in French. The link for the book is https://en.wikisource.org/wiki/Anne_of_Green_Gables_(1908) in case anyone needs it, otherwise leave me a comment when you are done. Good translation 😄

by gaelle044 1 year, 3 months ago

Wer hat das heruntergeladen und wann?

by anitafunny 1 year, 3 months ago

CHAPTER I.

MRS. RACHEL LYNDE IS SURPRISED.

Mrs. Rachel Lynde lived just where the Avonlea main road dipped down into a little hollow, fringed with alders and ladies' eardrops and traversed by a brook that had its source away back in the woods of the old Cuthbert place; it was reputed to be an intricate, headlong brook in its earlier course through those woods, with dark secrets of pool and cascade; but by the time it reached Lynde's Hollow it was a quiet, well-conducted little stream, for not even a brook could run past Mrs. Rachel Lynde's door without due regard for decency and decorum; it probably was conscious that Mrs. Rachel was sitting at her window, keeping a sharp eye on everything that passed, from brooks and children up, and that if she noticed anything odd or out of place she would never rest until she had ferreted out the whys and wherefores thereof.

There are plenty of people, in Avonlea and out of it, who can attend closely to their neighbours' business by dint of neglecting their own; but Mrs. Rachel Lynde was one of those capable creatures who can manage their own concerns and those of other folks into the bargain. She was a notable housewife; her work was always done and well done; she "ran" the Sewing Circle, helped run the Sunday-school, and was the strongest prop of the Church Aid Society and Foreign Missions Auxiliary. Yet with all this Mrs. Rachel found abundant time to sit for hours at her kitchen window, knitting "cotton warp" quilts—she had knitted sixteen of them, as Avonlea housekeepers were wont to tell in awed voices—and keeping a sharp eye on the main road that crossed the hollow and wound up the steep red hill beyond. Since Avonlea occupied a little triangular peninsula jutting out into the Gulf of St. Lawrence, with water on two sides of it, anybody who went out of it or into it had to pass over that hill road and so run the unseen gauntlet of Mrs. Rachel's all-seeing eye.

She was sitting there one afternoon in early June. The sun was coming in at the window warm and bright; the orchard on the slope below the house was in a bridal flush of pinky-white bloom, hummed over by a myriad of bees. Thomas Lynde—a meek little man whom Avonlea people called "Rachel Lynde's husband"—was sowing his late turnip seed on the hill field beyond the barn; and Matthew Cuthbert ought to have been sowing his on the big red brook field away over by Green Gables. Mrs. Rachel knew that he ought because she had heard him tell Peter Morrison the evening before in William J. Blair's store over at Carmody that he meant to sow his turnip seed the next afternoon. Peter had asked him, of course, for Matthew Cuthbert had never been known to volunteer information about anything in his whole life.

And yet here was Matthew Cuthbert, at half-past three on the afternoon of a busy day, placidly driving over the hollow and up the hill; moreover, he wore a white collar and his best suit of clothes, which was plain proof that he was going out of Avonlea; and he had the buggy and the sorrel mare, which betokened that he was going a considerable distance. Now, where was Matthew Cuthbert going and why was he going there?

Had it been any other man in Avonlea Mrs. Rachel, deftly putting this and that together, might have given a pretty good guess as to both questions. But Matthew so rarely went from home that it must be something pressing and unusual which was taking him; he was the shyest man alive and hated to have to go among strangers or to any place where he might have to talk. Matthew, dressed up with a white collar and driving in a buggy, was something that didn't happen often. Mrs. Rachel, ponder as she might, could make nothing of it and her afternoon's enjoyment was spoiled.

"I'll just step over to Green Gables after tea and find out from Marilla where he's gone and why," the worthy woman finally concluded. "He doesn't generally go to town this time of year and he never visits; if he'd run out of turnip seed he wouldn't dress up and take the buggy to go for more; he wasn't driving fast enough to be going for a doctor. Yet something must have happened since last night to start him off. I'm clean puzzled, that's what, and I won't know a minute's peace of mind or conscience until I know what has taken Matthew Cuthbert out of Avonlea to-day."

Accordingly after tea Mrs. Rachel set out; she had not far to go; the big, rambling, orchard-embowered house where the Cuthberts lived was a scant quarter of a mile up the road from Lynde's Hollow. To be sure, the long lane made it a good deal further. Matthew Cuthbert's father, as shy and silent as his son after him, had got as far away as he possibly could from his fellow men without actually retreating into the woods when he founded his homestead. Green Gables was built at the furthest edge of his cleared land and there it was to this day, barely visible from the main road along which all the other Avonlea houses were so sociably situated. Mrs. Rachel Lynde did not call living in such a place living at all.

"It's just staying, that's what," she said as she stepped along the deep-rutted, grassy lane bordered with wild rose bushes. "It's no wonder Matthew and Marilla are both a little odd, living away back here by themselves. Trees aren't much company, though dear knows if they were there'd be enough of them. I'd ruther look at people. To be sure, they seem contented enough; but then, I suppose, they're used to it. A body can get used to anything, even to being hanged, as the Irishman said."

With this Mrs. Rachel stepped out of the lane into the backyard of Green Gables. Very green and neat and precise was that yard, set about on one side with great patriarchal willows and on the other with prim Lombardies. Not a stray stick nor stone was to be seen, for Mrs. Rachel would have seen it if there had been. Privately she was of the opinion that Marilla Cuthbert swept that yard over as often as she swept her house. One could have eaten a meal off the ground without overbrimming the proverbial peck of dirt.

Mrs. Rachel rapped smartly at the kitchen door and stepped in when bidden to do so. The kitchen at Green Gables was a cheerful apartment—or would have been cheerful if it had not been so painfully clean as to give it something of the appearance of an unused parlour. Its windows looked east and west; through the west one, looking out on the back yard, came a flood of mellow June sunlight; but the east one, whence you got a glimpse of the bloom white cherry-trees in the left orchard and nodding, slender birches down in the hollow by the brook, was greened over by a tangle of vines. Here sat Marilla Cuthbert, when she sat at all, always slightly distrustful of sunshine, which seemed to her too dancing and irresponsible a thing for a world which was meant to be taken seriously; and here she sat now, knitting, and the table behind her was laid for supper.

Mrs. Rachel, before she had fairly closed the door, had taken mental note of everything that was on that table. There were three plates laid, so that Marilla must be expecting some one home with Matthew to tea; but the dishes were every-day dishes and there was only crab-apple preserves and one kind of cake, so that the expected company could not be any particular company. Yet what of Matthew's white collar and the sorrel mare? Mrs. Rachel was getting fairly dizzy with this unusual mystery about quiet, unmysterious Green Gables.

"Good evening, Rachel," Marilla said briskly. "This is a real fine evening, isn't it? Won't you sit down? How are all your folks?"

Something that for lack of any other name might be called friendship existed and always had existed between Marilla Cuthbert and Mrs. Rachel, in spite of—or perhaps because of—their dissimilarity.

Marilla was a tall, thin woman, with angles and without curves; her dark hair showed some gray streaks and was always twisted up in a hard little knot behind with two wire hairpins stuck aggressively through it. She looked like a woman of narrow experience and rigid conscience, which she was; but there was a saving something about her mouth which, if it had been ever so slightly developed, might have been considered indicative of a sense of humour.

"We're all pretty well," said Mrs. Rachel. "I was kind of afraid you weren't, though, when I saw Matthew starting off to-day. I thought maybe he was going to the doctor's."

Manila's lips twitched understandingly. She had expected Mrs. Rachel up; she had known that the sight of Matthew jaunting off so unaccountably would be too much for her neighbour's curiosity.

"Oh, no, I'm quite well although I had a bad headache yesterday," she said. "Matthew went to Bright River. We're getting a little boy from an orphan asylum in Nova Scotia and he's coming on the train to-night."

If Marilla had said that Matthew had gone to Bright River to meet a kangaroo from Australia Mrs. Rachel could not have been more astonished. She was actually stricken dumb for five seconds. It was unsupposable that Marilla was making fun of her, but Mrs. Rachel was almost forced to suppose it.

"Are you in earnest, Marilla?" she demanded when voice returned to her.

"Yes, of course," said Marilla, as if getting boys from orphan asylums in Nova Scotia were part of the usual spring work on any well-regulated Avonlea farm instead of being an unheard of innovation.

Mrs. Rachel felt that she had received a severe mental jolt. She thought in exclamation points. A boy! Marilla and Matthew Cuthbert of all people adopting a boy! From an orphan asylum! Well, the world was certainly turning upside down! She would be surprised at nothing after this! Nothing!

"What on earth put such a notion into your head?" she demanded disapprovingly.

This had been done without her advice being asked, and must perforce be disapproved.

"Well, we've been thinking about it for some time—all winter in fact," returned Marilla. "Mrs. Alexander Spencer was up here one day before Christmas and she said she was going to get a little girl from the asylum over in Hopetown in the spring. Her cousin lives there and Mrs. Spencer has visited her and knows all about it. So Matthew and I have talked it over off and on ever since. We thought we'd get a boy. Matthew is getting up in years, you know—he's sixty—and he isn't so spry as he once was. His heart troubles him a good deal. And you know how desperate hard it's got to be to get hired help. There's never anybody to be had but those stupid, half-grown little French boys; and as soon as you do get one broke into your ways and taught something he's up and off to the lobster canneries or the States. At first Matthew suggested getting a Barnado boy. But I said 'no' flat to that. 'They may be all right—I'm not saying they're not—but no London street Arabs for me,' I said. 'Give me a native born at least. There'll be a risk, no matter who we get. But I'll feel easier in my mind and sleep sounder at nights if we get a born Canadian.' So in the end we decided to ask Mrs. Spencer to pick us out one when she went over to get her little girl. We heard last week she was going, so we sent her word by Richard Spencer's folks at Carmody to bring us a smart, likely boy of about ten or eleven. We decided that would be the best age—old enough to be of some use in doing chores right off and young enough to be trained up proper. We mean to give him a good home and schooling. We had a telegram from Mrs. Alexander Spencer to-day—the mail-man brought it from the station—saying they were coming on the five-thirty train to-night. So Matthew went to Bright River to meet him. Mrs. Spencer will drop him off there. Of course she goes on to White Sands station herself."

Mrs. Rachel prided herself on always speaking her mind; she proceeded to speak it now, having adjusted her mental attitude to this amazing piece of news.

"Well, Marilla, I'll just tell you plain that I think you're doing a mighty foolish thing—a risky thing, that's what. You don't know what you're getting. You're bringing a strange child into your house and home and you don't know a single thing about him nor what his disposition is like nor what sort of parents he had nor how he's likely to turn out. Why, it was only last week I read in the paper how a man and his wife up west of the Island took a boy out of an orphan asylum and he set fire to the house at night—set it on purpose, Marilla—and nearly burnt them to a crisp in their beds. And I know another case where an adopted boy used to suck the eggs—they couldn't break him of it. If you had asked my advice in the matter—which you didn't do, Marilla—I'd have said for mercy's sake not to think of such a thing, that's what."

This Job's comforting seemed neither to offend nor alarm Marilla. She knitted steadily on.

"I don't deny there's something in what you say, Rachel. I've had some qualms myself. But Matthew was terrible set on it. I could see that, so I gave in. It's so seldom Matthew sets his mind on anything that when he does I always feel it's my duty to give in. And as for the risk, there's risks in pretty near everything a body does in this world. There's risks in people's having children of their own if it comes to that—they don't always turn out well. And then Nova Scotia is right close to the Island. It isn't as if we were getting him from England or the States. He can't be much different from ourselves."

"Well, I hope it will turn out all right," said Mrs. Rachel in a tone that plainly indicated her painful doubts. "Only don't say I didn't warn you if he burns Green Gables down or puts strychnine in the well—I heard of a case over in New Brunswick where an orphan asylum child did that and the whole family died in fearful agonies. Only, it was a girl in that instance."

"Well, we're not getting a girl," said Marilla, as if poisoning wells were a purely feminine accomplishment and not to be dreaded in the case of a boy. I'd never dream of taking a girl to bring up. I wonder at Mrs. Alexander Spencer for doing it. But there, she wouldn't shrink from adopting a whole orphan asylum if she took it into her head."

Mrs. Rachel would have liked to stay until Matthew came home with his imported orphan. But reflecting that it would be a good two hours at least before his arrival she concluded to go up the road to Robert Bell's and tell them the news. It would certainly make a sensation second to none, and Mrs. Rachel dearly loved to make a sensation. So she took herself away, somewhat to Marilla's relief, for the latter felt her doubts and fears reviving under the influence of Mrs. Rachel's pessimism.

"Well, of all things that ever were or will be!" ejaculated Mrs. Rachel when she was safely out in the lane. It does really seem as if I must be dreaming. Well, I'm sorry for that poor young one and no mistake. Matthew and Marilla don't know anything about children and they'll expect him to be wiser and steadier than his own grandfather, if so he's he ever had a grandfather, which is doubtful. It seems uncanny to think of a child at Green Gables somehow; there's never been one there, for Matthew and Marilla were grown up when the new house was built—if they ever were children, which is hard to believe when one looks at them. I wouldn't be in that orphan's shoes for anything. My, but I pity him, that's what."

So said Mrs. Rachel to the wild rose bushes out of the fulness of her heart; but if she could have seen the child who was waiting patiently at the Bright River station at that very moment her pity would have been still deeper and more profound.