en-de  The beautiful south - Germany’s new divide Medium
Der schöne Süden - Deutschlands neue Teilung. ...

Wie die Wahlkampagne loslegt, wird Deutschlands Nord-Südaufteilung immer deutlicher. ...

The Economist, Druckauflage Europa, 19. August 2017 - Bremen und Dresden.

Als Helmut Kohl am 1. Juli beerdigt wurde, dachten die Deutschen anerkennend über sein Erbe nach: allmählich heilen die Wunden der Ost-West Teilung des Landes. .... Doch während sich die Längsspalte schließt, öffnet sich eine Querspalte.

Stellen Sie sich vor, dass Deutschland noch einmal getrennt wäre, diesmal in Norden und Süden. Der Süden würde die Länder Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden- Württemberg und Bayern des früheren Westens, plus Thüringen und Sachsen, die beiden südlichsten Länder des früheren Ostens enthalten. Süddeutschlands Grenze zu Norddeutschland würde dem folgen, was die Linguisten als die Uerdinger Linie bezeichnen, die die hochdeutschen und niederdeutschen Dialekte der deutschen Sprache trennt.

Es würde eine gleiche Teilung sein. Jedes Deutschland würde die Hälfte der Bevölkerung, fünf der zehn größten Stadtregionen und ähnliche Verhältnisse der noch ärmeren Ostdeutschen beinhalten. ... Doch das neue Süddeutschland würde von den beiden die besseren Aussichten haben. Denn die Deutschen in den südlichen Ländern schneiden besser ab als die in den nördlichen Ländern (siehe Tabelle 1). Sie gehen in bessere Schulen, bekommen leichter Arbeitsplätze, verdienen mehr und leben länger, um es genießen zu können. Ihre Regierungen haben gesündere Finanzen, sodass sie mehr investieren können, manchmal fünfmal so viel pro Kopf. Laut einer kürzlichen Untersuchung durch das Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sind die Kriminalitätsraten "auffallend" kleiner im Süden. Um noch Salz in die Wunde zu streuen, hat der Süden sogar die beste Fussballmannschaft des Landes, "Bayern München".

Länder - dort wo Milch und Honig fließt (2016 oder aktuelleste Daten.)

North Germany – Population: 40.6 m (change since 1990: -100,000) – GDP per person: €34,967 – Unemployed: 1.7 m – Debts of Länder: €371 bn – insolvencies: 72,619 – Exports: €390.9 bn – Patents registered: 13,692 – DAX30 companies: 12 – Average education ranking*: 9.4.

South Germany – Population: 40.7 m (change since 1990: +1.3 m) – GDP per person: €39,481 – Unemployed: 1.0 m – Debts of Länder: €170 bn – insolvencies: 49,895 – Exports: €558.8 bn – Patents registered: 34,782 – DAX30 companies: 18 – Average education ranking*: 4.8.

Sources: IDW; Federal employment agency; Initiative Neue Soziale Markwirtschaft; DAX.

*Aus 16 Ländern, 1=Beste, 16= Schlechteste.

Das Bild ist nicht gleich. Die ehemaligen Gebiete des Steinkohlenbergbaus im Saarland und die Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte aus sächsischen Dörfern, die durch nationalistische Politik gelitten hatten, entsprechen kaum dem Bild eines südlichen Sonnengürtels. Umgekehrt gehören hochtechnologische nördliche Städte wie Hamburg und Düsseldorf zu den reichsten in Europa. Und ein Teil der Ungleichheit erklärt sich durch die Probleme des riesigen Nordrhein-Westfalens, das fast die Hälfte der Bevölkerung von Norddeutschand ausmachen würde, und die fantastischen Erfolge von Baden-Württemberg und Bayern im Süden.... Aber das ist nicht alles.

Der gesamte Trend ist so ausgeprägt, dass es jetzt auf einigen statistischen Karten einfacher ist, die Uerdingen Linie als die ehemalige Ost-West-Grenze zu finden. Der Unterschied in den Arbeitslosenraten zwischen Nord und Süd, zum Beispiel, wird bald größer sein als der zwischen Ost und West (siehe Tabelle 2). In den Bildungsranglisten von der Neue Soziale Marktwirtschaft Initiative belegten Sachsen und Thüringen die ersten zwei Plätze unter Deutschlands sechszehn Bundesländern, wohingegen belegten Berlin und Brandenburg, die auch ostdeutsche Bundesländer sind, die zwei niedrigsten Plätze belegten. Die Nord-Süd-Kluft über Lebenserwartung ist jetzt größer als die Ost-West-Kluft; Frauen in Baden-Württemberg und Sachsen leben am längsten. Laut Andre Wolf des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts, "Mittelfristig könnte der Nord-Süd-Unterschied bestimmt den (aktuellen) Ost-West-Unterschied ersetzen." Dresden und Bremen zu besuchen, von denen jedes ungefähr 500000 Einwohner hat, soll diese Verwischung bezeugen. Dresden hat saubere Straßen mit weniger Schlaglöchern und besser gepflegte Sozialwohnungen. Ihre Arbeitslosigkeits-, Armuts- und Verschuldungsquoten sind niedriger und ihre Häuserpreise liegen höher. Dabei liegt sie im früheren kommunistischen Osten; Bremen im früheren Westen. Die Tatsache, dass Bremen auch in der ärmeren, nördlichen Hälfte liegt und Dresden im reicheren Süden, ist ein bedeutsamerer Umstand.

Laptops und Lederhosen.

Es war nicht immer so. Nahezu das gesamte 20 Jahrhundert hindurch war der Norden mit seiner Kohle-, Stahl- und Schiffsindustrie wohlhabender. Im Jahr 1960 war Bayern sogar der ärmste Teil von Westdeutschland. Wie seinen Nachbarn mangelte es ihm an Rohstoffen und es musste für Millionen Deutsche, die von 1945 an aus Zentraleuropa geflohen waren und sich in ländlichen Gebieten ansiedelten, Arbeit gefunden werden. Daraufhin schränkten aufeinanderfolgende Regierungen die Bürokratie ein und boten Anreize für Investition nicht nur in Großstädten sondern auch in kleiner maßstäblicher Produktion in Städten und Dörfern. Das war für die wirkschaftlichen Traditionen geeignet: Der hügelige Süden war in der Regel von eigenständigen Familien in kleinen Stücken Land bebaut worden, wohingegen sich der flachere Nord für größere mehr Klasse-geschichtete Agribusinesses eignete.

Die spezialisierten Unternehmen des Südens, die die hochpräzisen Riesen wie Daimler und Siemens versorgen, ließen den Süden besser vorbereitet zurück als den Norden für den Rückgang der Schwerindustrie.... Bruno Hildenbrand, ein Soziologe, deutet sogar darauf hin, dass die relative Autonomie der südlichen Bauernfamilien der Region eine eher unternehmerische und pragmatische Mentalität verlieh.... Die Region hat auch die Mehrzahl der besten deutschen Hochschulen, ihre wichtigsten Börsen (Frankfurt) und die beiden größten Flughäfen (Frankfurt und München), alle immer größeren Vermögenswerte im Zeitalter der Digitalisierung, Globalisierung und Finanzdienstleistungen....

Südliche Teile des ehemaligen Ostens haben in ähnlicher Weise Glück und Geschick kombiniert. Mehr städtisch als der Rest und bedeutenste Verkehrswege, Sachsen und Thüringen hatte vorkommunistische industrielle Traditionen- Messen in Leipzig, Optik in Jena, Luftfahrt in Dresden- das konnte in Deutschland wieder vereinigen.

Wenn am 24. September Deutschland zur Wahl geht, werden die politischen Konturen der Teilung offenbar werden. Die größeren südlichen Länder sind Festungen der Mitte-rechts-CDU/CSU-Allianz von Angela Merkel; wie überwältigend gewinnt Merkel einen Sieg teils hängt davon ab, ob sie die Fähigkeit hat, in den ärmeren Teilen des Nordens die Stimmen zu gewinnen, die üblicherweise für die Sozialdemokratische Partei (SPD) abstimmen. Vor allem die Kanzlerin startete ihren Wahlkampf im nachindustriellen Dortmund im nordwestlichen Ruhrgebiet. Beide, sie und Martin Schulz, ihr SPD Mitbewerber, halten frühzeitig ihr Wahlkampfbesuche in Bremen ab.

Nord und Süd sind noch keine deutlichen politischen Blöcke. Aber es ist möglich, sich vorzustellen, dass sich eine derartige Veränderung im Laufe der Zeit ergibt. Gigantische Transfers von westlichem Bargeld haben geholfen, die Ost-West-Teilung zu schließen, während Transfers vom Süden zum Norden politisch heikler sind. Nach der Verfassung ist es der Bundesregierung nicht generell erlaubt in Bildung einzugreifen, was es weniger leicht macht hilfreiche Finanzmittel in die (überwiegend nördlichen) Staaten umzuleiten, wo Schulen sich abquälen. Ebenfalls, eine Schuldenbremse, die 2011 eingeführt wurde und Schuldenaufnahmen der Bundesländer einschränkt, betrifft hauptsächlich auf die höher verschuldeten nördländischen Regierungen. Andere große nationale Fragen beenden ein Ende des Landes gegen das andere: Der von der SPD vorgeschlagene Anstieg des Spitzensteuersatzes würde am meisten nach Süden kommen, der neun der zehn Städte mit den höchsten Gehältern enthält; Föderale Maßnahmen zur Erhöhung der Infrastrukturinvestitionen drängen sich vor allem im unterfinanzierten Norden; Interventionen zu langsamen Hauspreisen machen mehr Sinn in teuren südlichen Gemeinden als depressiv nördlichen.

Der Demographische Risikoatlas, ein Studium der Bevölkerungsentwicklung, deutet darauf hin, dass Deutschlands Nord-Süd-Kluft größer werden könnte als Italiens. Wie Marcel Fratzscher vom DIW bemerkt, würde ein solcher Riss die Verfassung verletzen, die für alle Deutschen Chancengleichheit garantiert. In einem Land mit einer föderalen Struktur und ohne die einzigartigen Umstände der Wiedervereinigung, wird dieses Versprechen nicht leicht zu halten.

https://www.economist.com/news/europe/21726705-its-election-campaign-kicks-germanys-north-south-split-ever-starker-germanys-new-divide?frsc=dg%7Ce
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The beautiful south - Germany’s new divide.
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As its election campaign kicks off, Germany’s north-south split is ever starker.
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The Economist, Print Edition Europe, August 19, 2017 – Bremen and Dresden.
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Yet as its longitudinal split closes, a latitudinal one is growing.
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Imagine that Germany were sundered once more, this time into north and south.
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It would be an equal split.
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Yet the new South Germany would have the better prospects of the two.
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For Germans in the southern states are doing better than those in northern ones (see chart 1).
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They go to better schools, get jobs more easily, earn more and live longer to enjoy it.
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To rub it in, the south even contains the country’s best football team, Bayern Munich.
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Länder of milk and honey (2016 or latest available).
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* Out of 16 Länder, 1=best, 16 = worst.
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The picture is not uniform.
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Conversely, high-tech northern cities like Hamburg and Düsseldorf are among the richest in Europe.
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But not all of it.
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Dresden has cleaner and less potholed roads, and better-kept social housing.
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Its unemployment, poverty and indebtedness rates are lower and its house prices higher.
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Yet it is in the formerly communist east; Bremen in the former west.
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Laptops and Lederhosen.
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It was not always thus.
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Even in 1960 Bavaria was the poorest part of West Germany.
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Southern parts of the former east have similarly combined luck and skill.
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Both she and Martin Schulz, her SPD rival, are making early campaign stops in Bremen.
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North and south are not yet distinct political blocs.
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But it is possible to imagine this changing with time.
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The beautiful south - Germany’s new divide.

As its election campaign kicks off, Germany’s north-south split is ever starker.

The Economist, Print Edition Europe, August 19, 2017 – Bremen and Dresden.

When Helmut Kohl was buried on July 1st, Germans reflected approvingly on his legacy: the scars of the country’s east-west division are gradually healing. Yet as its longitudinal split closes, a latitudinal one is growing.

Imagine that Germany were sundered once more, this time into north and south. The south would contain the Länder (states) of Saarland, the Rhineland-Palatinate, Hesse, Baden-Württemberg and Bavaria from the former west, plus Thuringia and Saxony, the two southernmost states of the former east. South Germany’s border with north Germany would track what linguists call the Uerdingen line separating “high” and “low” dialects of German.

It would be an equal split. Each Germany would contain half of the population, five of the ten largest urban regions and similar proportions of the still-poorer easterners. Yet the new South Germany would have the better prospects of the two. For Germans in the southern states are doing better than those in northern ones (see chart 1). They go to better schools, get jobs more easily, earn more and live longer to enjoy it. Their governments have healthier finances, so they can invest more, sometimes five times as much per head. According to a recent study by the German Institute for Economic Research (DIW), crime rates are “strikingly” lower in the south. To rub it in, the south even contains the country’s best football team, Bayern Munich.

Länder of milk and honey (2016 or latest available).

North Germany – Population: 40.6 m (change since 1990: -100,000) – GDP per person: €34,967 – Unemployed: 1.7 m – Debts of Länder: €371 bn – insolvencies: 72,619 – Exports: €390.9 bn – Patents registered: 13,692 – DAX30 companies: 12 – Average education ranking*: 9.4.

South Germany – Population: 40.7 m (change since 1990: +1.3 m) – GDP per person: €39,481 – Unemployed: 1.0 m – Debts of Länder: €170 bn – insolvencies: 49,895 – Exports: €558.8 bn – Patents registered: 34,782 – DAX30 companies: 18 – Average education ranking*: 4.8.

Sources: IDW; Federal employment agency; Initiative Neue Soziale Markwirtschaft; DAX.

* Out of 16 Länder, 1=best, 16 = worst.

The picture is not uniform. Former coal-mining regions of the Saarland and brain-drained Saxon villages plagued by nationalist politics hardly fit the image of a southern sunbelt. Conversely, high-tech northern cities like Hamburg and Düsseldorf are among the richest in Europe. And some of the disparity is explained by the struggles of giant North Rhine-Westphalia, which would make up almost half of North Germany’s population, and the soaraway success of Baden-Württemberg and Bavaria in the south. But not all of it.

So pronounced is the overall trend that on some statistical maps it is now easier to spot the Uerdingen line than the former east-west border. The gap between the unemployment rates in north and south, for instance, will soon be wider than that between east and west (see chart 2). In the New Social Market Economy Initiative's education rankings, Saxony and Thuringia took the two highest places among Germany’s 16 states while Berlin and Brandenburg, also eastern states, took the two lowest. The north-south divide on life expectancy is now greater than the east-west one; women in Baden-Württemberg and Saxony live the longest. According to André Wolf of the Hamburg Global Economics Institute, “in the medium term the north-south differential could definitely supersede the (current) east-west one.”

To visit Dresden and Bremen, both cities of about half a million, is to witness this blurring. Dresden has cleaner and less potholed roads, and better-kept social housing. Its unemployment, poverty and indebtedness rates are lower and its house prices higher. Yet it is in the formerly communist east; Bremen in the former west. The fact that Bremen is also in Germany’s poorer northern half, and Dresden in its richer south, is a more significant fact.

Laptops and Lederhosen.

It was not always thus. For much of the 20th century the north, with its coal, steel and shipping industries, was wealthier. Even in 1960 Bavaria was the poorest part of West Germany. Like its neighbours, it lacked natural resources and had to find work for millions of Germans who had fled central Europe from 1945 and settled in rural areas. So successive governments limited bureaucracy and offered incentives for investment not just in big cities but also in smaller-scale production in towns and villages. This suited economic traditions: the hilly south had generally been farmed in small patches by self-sufficient families, while the flatter north lent itself to larger, more class-stratified agri-businesses.

The south’s specialised firms, serving high-precision giants like Daimler and Siemens, left it better prepared than the north for the decline of heavy industry. Bruno Hildenbrand, a sociologist, even suggests that the relative autonomy of the southern farming families gave the region a more entrepreneurial and pragmatic mentality. The region also has most of Germany’s best universities, its main stock exchange (Frankfurt) and its two biggest airports (Frankfurt and Munich), all ever-bigger assets in an age of digitisation, globalisation and financial services.

Southern parts of the former east have similarly combined luck and skill. More urban than the rest and bestriding major transport routes, Saxony and Thuringia had pre-communist industrial traditions—trade fairs in Leipzig, optical technology in Jena, aviation in Dresden—that could succeed in reunified Germany.

When Germany goes to the polls on September 24th, the political contours of the divide will be on display. The larger southern states are strongholds of Angela Merkel’s centre-right CDU/CSU alliance; quite how resounding a victory she wins depends partly on her ability to win votes in poorer, traditionally Social Democratic (SPD) parts of the north. Notably, the chancellor launched her campaign in post-industrial Dortmund, in the north-western Ruhr Valley. Both she and Martin Schulz, her SPD rival, are making early campaign stops in Bremen.

North and south are not yet distinct political blocs. But it is possible to imagine this changing with time. Gigantic transfers of western cash have helped close the east-west divide, while transfers from south to north are politically trickier. Under the constitution, the federal government is not generally permitted to interfere in education, making it harder to direct remedial funds to the (overwhelmingly northern) states where schools are struggling. Likewise, a “debt brake” limiting state borrowing introduced in 2011 applies mainly to the more heavily indebted northern governments. Other big national issues pit one end of the country against the other: the SPD’s proposed rise in the top tax rate would most hit the south, which contains nine of the ten cities with the highest salaries; federal action to increase infrastructure investment is pressing mostly in the under-funded north; interventions to slow house prices make more sense in pricey southern municipalities than depressed northern ones.

The Demographic Risk Atlas, a study of population trends, suggests that Germany’s north-south divide could become larger than Italy’s. As Marcel Fratzscher of the DIW notes, such a rift would contravene the constitution, which guarantees equal opportunities for all Germans. In a country with a federal structure, and without the unique circumstances of reunification, this pledge will not be easy to keep.

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