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Fröhlicher 'Nationaler Neid-Tag'! Finnland legt die Steuern der Bürger offen.

Von Ellen Barry, The New York Times, 1. November 2018.

HELSINKI, Finnland - Am Donnerstag, kurz nach sechs Uhr morgens fingen Leute an, sich vor dem zentralen Büro der finnischen Steuerbehörde aufzureihen. Es war kalt und dunkel, aber sie behaupteten ihre Plätze, gierig darauf, der erste zu sein, der eine Daten-Goldader anzapfte.

Pamplona kann sich der rennenden Stiere rühmen, Rio de Janeiro hat den Karneval, aber Helsinki ist einzig in der Einhaltung des 'Nationalen Neid-Tages', an dem das versteuerbare Einkommen jedes finnischen Bürgers um Punkt acht Uhr veröffentlicht wird.

Die jährliche Datenausgabe am 1. November ist der Startschuss für ein landesweites Spiel von 'wer ist oben und wer ist unten'. Welcher wirre Technologie-Unternehmer hat seine Firma verkauft? Welcher Instagram-Star ist eigentlich pleite? Welche pensionierte Führungskraft windet sich aus ihrer Steuerverpflichtung heraus?

Esa Saarinen, eine Philosophie-Professor an der Aalto University in Helsinki, beschrieb es als "eine ziemlich positive Form des Klatsches". Finnland ist, um die Transparenzvorschriften der Regierung zu erfüllen, bei der Freigabe persönlicher Steuerdaten für ein öffentliches Vergleichsritual sogar unter den Nordländern ungewöhnlich. Obwohl einige sich darüber beschweren, dass es sich bei der Tradition um einen Eingriff in die Privatsphäre handelt, sagen die meisten, es hätte dem Land geholfen, dem Trend der wachsenden Ungleichheit, der durch ganz Europa gekrochen ist, zu widerstehen.

"Wir schauen uns die Lücke zwischen normalen Leuten und den Superreichen an - wird sie zu groß?" sagte Tuomo Pietilainen, ein Investigativreporter bei 'Helsingin Sanomat', der größten Tageszeitung des Landes.

"Die Leute mit niedrigerem Einkommen fangen an zu denken, 'warum bekommen meine Kollegen mehr?', wenn wir die Zahlen veröffentlichen", sagte er. "Unsere Arbeit hat die Wirkung, das Leute besser bezahlt werden." Er sagte: "Arbeitgeber müssen sich besser verhalten, als wenn es keine Transparenz gäbe". Eine große Portion der Berichterstattung am Donnerstag betraf das Einkommen kleiner Prominenter, und ein Journalist stöhnte bei dem Gedanken, einen weiteren Gewinner eines Schönheitswettbewerbs zu profilieren, und merkte an, dass „sie normalerweise wie die Hölle pleite sind“. Der bekannteste Pornostar des Landes Anssi 'Mr. Lothar' Viskari wurde mit einem Verdienst von 23.826 Euro (ungefähr 27.000 US-Dollar) angegeben, von denen 7.177 Kapitalerträge waren.

Roman Schatz, 58, ein in Deutschland geborener Autor, verdrehte bei Finnlands Jahresfeier der eigenen Ehrlichkeit ein wenig die Augen.

"Es ist eine psychologische Übung", sagte er. "Es schafft die Illusion von Transparenz, also kommen wir uns alle gut vor: 'Die Amerikaner könnten das niemals tun. Die Deutschen könnten das niemals tun. Wir sind ehrliche Leute, gute Leute.' Es ist eine Art lutheranisches Fegefeuer". Mr. Schatz warnte davor, alle veröffentlichten Finanzzahlen für bare Münze zu nehmen, und bemerkte, dass nichtbesteuernbare Einkommen, wie Zuschüsse oder Freibeträge, möglicherweise nicht erscheinen.

"Es bringt mich jedes Mal zum Lächeln, weil es mein zu versteuerndes Einkommen ist und die Leute sagen: "Roman Schatz bekommt weniger als ein Lehrer", sagte er.

Wirtschaftler in den Vereinigten Staaten haben in den letzten Jahren großes Interesse an der Einkommens-Aufdeckung gezeigt, zum Teil als eine Möglichkeit, um Ungleichheiten in der Bezahlung wegen des Geschlechts oder der Rasse zu vermindern.

Transparenz kann Ungleichbehandlung reduzieren oder auch nicht, aber hat zur Folge, dass die Menschen weniger zufrieden sind, schließen mehrere. Eine Studie von Fakultätsmitgliedern an der University of California, an der 2008 die Bezahlung online zugänglich war, fand heraus, dass niedriger bezahlte Arbeiter, nachdem sie erfahren hatten, wie unterschiedlich ihre Bezahlung war, weniger zufrieden mit ihrer Arbeitsstelle waren und eher nach einer neuen suchten.

Eine Studie aus Norwegen, das 2001 seine Steuerdaten für anonyme Online-Suchen leicht zugänglich machte, kam zu einem ähnlichen Schluss: Als die Einkommen von Arbeitskollegen und Nachbarn leicht in Erfahrung gebracht werden konnten, begann das selbstgenannte Glück bei Geringverdienern, die von geringerem Glück berichten, enger mit dem Einkommen zu korrelieren. Norwegen untersagte 2014 anonyme Suchanfragen und die Anzahl der Suchen sank dramatisch.

"Mehr Informationen sind vielleicht nicht das, was das allgemeine Wohlbefinden verbessert", sagte Alexandre Mas, einer der Autoren des Berichts der University of California.

Seinen Reichtum zur Schau zu stellen ist schon immer in Finnland abgelehnt worden; eine Gedichtzeile, die diese Idee einfängt: "Falls du Glück hast, versteck es", ist so beliebt, dass sie vertont wurde.

Seit dem 19. Jahrhundert hat die Regierung einzelne Steuerdaten für die Öffentlichkeit verfügbar gemacht, obwohl die Bürger bis vor Kurzem für das, was sie wollten, über unhandlichen Büchern brüten mussten.

Heutzutage beauftragen die Boulevardblätter von Helsinki oft bis zur Hälfte ihrer Redakteure, um die Freigabe der Daten abzudecken, und der Wettbewerb um Computer-Terminals im Gebäude der Finanzverwaltung ist so intensiv, dass es einmal eine Rangelei gab, die, wie alle beipflichteten, völlig unfinnisch war.

(Die zweitgrößte Nachrichtenbereitstellung des Jahres findet am finnischen Unabhängigkeitstag am 6. Dezember statt, wenn Nachrichtenorganisationen umfangreiche Ressourcen aufwenden, um zu berichten, welche A-Prominenten zum Präsidentenempfang eingeladen wurden und was sie zu tragen beschlossen haben.)

Viele Journalisten haben nur wenig Spaß an der Aufgabe. "Ich kann keinen Grund erkennen, halbwegs normale Leute anzurufen und sie zu fragen, warum sie so viel Geld verdient haben", grummelt einer ... aber andere, wie Mr. Pietilainen, genießen es wirklich.

"Einhundertdreißigtausend Reihen von Excel verarbeiten - wie geht es Ihnen damit?", fragte er mit offensichtlicher Lust, als seine Kollegen ihn anstarrten.

Eine der großartigen Sportarten des Nationalen Neid-Tages ist, Steuerhinterzieher öffentlich zu beschämen.

Im Jahr 2015 stellte Mr. Pietilainen fest, dass Führungskräfte von mehreren der größten Firmen Finnlands nach Portugal gezogen waren, um ihre Renten steuerfrei zu erhalten. Seine Berichterstattung sorgte für solch ein Aufsehen, dass das finnische Parlament sein Steuerabkommen mit Portugal aufhob und ein neues verhandelte, das das Schlupfloch schloss.

Was in Finnland vielleicht mehr stechen kann, sagte der Professor der Philosophie, Mr. Saarinen, ist Missbilligung.

"Diese speziellen Führungskräfte haben ihren Ruf zerstört", sagte er. "Es würde mich wundern, wenn sie das nicht gestört hätte. Finnland ist eine kleine Gesellschaft. Es gibt das Gefühl des 'einmal ein Finne, immer ein Finne'. Sie tauchen zu Weihnachten am Flughafen von Helsinki auf, sie werden erkannt und sie sehen es in den Augen der Leute: Missachtung". Zeitungen salbten am Donnerstag auch kapitalistische Helden.

Besonders verehrt werden die jungen Eigentümer des Glücksspiel-Unternehmens Supercell, die in diesem Jahr eine Summe von 181 Millionen steuerbares Einkommen erklärten und fünf der zehn am meisten verdienenden Bürger waren. Ilkka Paananen, der 40-jährige Vorstandsvorsitzende von Supercell, überschlug sich fast, um sein Glück auszudrücken, Finnlands Rekord bei den Kapitalertragssteuern zu brechen und sagte Helsingin Sanomat, dass "es an uns ist, etwas zurückzugeben". Dies, sagte Onni Tertsunen, ein Doktorand in einem Café in der Innenstadt von Helsinki, ist die Art von reichen Menschen, die Finnen mögen. "Er ist wirklich bescheiden," sagte er. "Das ist genau das, was du in Finnland sein musst, bescheiden. Wenn du protzt, mag dich niemand." Es gibt natürlich sehr viele andere Verwendungen für die Einkommenssteuerdaten. Tuomas Rimpilainen, ein Kriminalreporter, sagte, er würde sich manchmal die Gehälter seiner beruflichen Konkurrenten anschauen, bevor er seinen Chef wegen einer Gehaltserhöhung angeht. (Es hat etwas gebracht).

"Ich habe bei meinen Verwandten nachgeschaut", sagte ein Kollege, Markku Uhari.

"Und meinen Chefs", sagte Mr. Pimpilainen.

"Niemand gibt gerne zu, dass er es tut," sagte Lassi Lapintie, ein anderer Reporter. "Aber jeder hat es schon gemacht." Genau genommen, ist trotz all der Aufmerksamkeit in den Medien die Veröffentlichung der Steuerdaten nichts wirklich besonderes.

"Niemand verbirgt sein Einkommen", sagte Mr. Saarinen.

"Niemand denkt, dass es verborgen bleiben kann, wenn jemand den Nerv hat, in Finnland zu leben und unverschämterweise vermeidet, Steuern zu zahlen", sagte er. "Die Leute spielen nach den Regeln, und sie erwarten, dass es auch andere tun. Es ist der Normalzustand." Er unterbrach das Interview, wie es mehrere Finnen taten, um seinen Verblüffung darüber auszudrücken, dass Präsident Trump sich weigerte, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen.

"Für Finnen ist das undenkbar", sagte er. "Ich weiß nicht, ob wir ein Gesetz haben, dass eine Person, die das Amt des finnischen Präsidenten anstrebt, erklären sollte, wie sie ihr Geld bekommen hat. Die Gesellschaft erwartet einfach, dass man es tut. Wenn es nicht passieren würde, würde die Gesellschaft den Kandidaten bestrafen", trug Johanna Lemola zum Bericht bei.

Eine Version dieses Artikels erscheint am 1. November 2018 auf Seite A8 der New Yorker Ausgabe mit der Überschrift gedruckt: In Finnland wird das zu versteuernde Einkommen jedes Bürgers offengelegt.

https://www.nytimes.com/2018/11/01/world/europe/finland-national-jealousy-day.html
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Happy ‘National Jealousy Day’!
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Finland Bares Its Citizens’ Taxes.
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By Ellen Barry, The New York Times, November 1, 2018.
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Which tousled tech entrepreneur has sold his company?
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Which Instagram celebrity is, in fact, broke?
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Which retired executive is weaseling out of his tax liabilities?
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“It’s a psychological exercise,” he said.
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The Germans could never do it.
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Many journalists have little love for the task.
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One of the great sports of National Jealousy Day is to publicly shame tax dodgers.
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What may sting more in Finland, said Mr. Saarinen, the philosophy professor, is disapproval.
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“These particular executives have destroyed their reputation,” he said.
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“I would be surprised if they didn’t care.
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There is a sense that as long as you’re a Finn, you’re always a Finn.
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“He’s really humble,” he said.
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“That’s the thing in Finland, to be humble.
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(It worked).
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“I’ve looked up my relatives,” said a colleague, Markku Uhari.
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“And my bosses,” Mr. Rimpilainen said.
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“No one likes to admit they do it,” said another reporter, Lassi Lapintie.
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“No one really conceals their income,” Mr. Saarinen said.
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“People play by the rules, and they expect that to be the case.
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“For Finns, that is unthinkable,” he said.
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The society just expects that to happen.
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Happy ‘National Jealousy Day’! Finland Bares Its Citizens’ Taxes.

By Ellen Barry, The New York Times, November 1, 2018.

HELSINKI, Finland — Shortly after 6 a.m. on Thursday, people began lining up outside the central office of the Finnish tax administration. It was chilly and dark, but they claimed their places, eager to be the first to tap into a mother lode of data.

Pamplona can boast of the running of the bulls, Rio de Janeiro has Carnival, but Helsinki is alone in observing “National Jealousy Day,” when every Finnish citizen’s taxable income is made public at 8 a.m. sharp.

The annual Nov. 1 data dump is the starting gun for a countrywide game of who’s up and who’s down. Which tousled tech entrepreneur has sold his company? Which Instagram celebrity is, in fact, broke? Which retired executive is weaseling out of his tax liabilities?

Esa Saarinen, a professor of philosophy at Aalto University in Helsinki, described it as “a fairly positive form of gossip.”

Finland is unusual, even among the Nordic states, in turning its release of personal tax data — to comply with government transparency laws — into a public ritual of comparison. Though some complain that the tradition is an invasion of privacy, most say it has helped the country resist the trend toward growing inequality that has crept across of the rest of Europe.

“We’re looking at the gap between normal people and those rich, rich people — is it getting too wide?” said Tuomo Pietilainen, an investigative reporter at Helsingin Sanomat, the country’s largest daily newspaper.

“When we do publish the figures, the people who have lower salary start to think, ‘Why do my colleagues make more?”’ he said. “Our work has the effect that people are paid more.”

Employers, he said, “have to behave better than in conditions where there is no transparency.”

A large dosage of Thursday’s reporting concerned the income of minor celebrities, and one journalist moaned at the thought of profiling another beauty pageant winner, noting that, “usually, they are broke as hell.” The country’s best-known porn star, Anssi “Mr. Lothar” Viskari, was reported to have earned 23,826 euros (about $27,000), of which 7,177 was capital gains.

Roman Schatz, 58, a German-born author, rolled his eyes, a little, at Finland’s annual celebration of its own honesty.

“It’s a psychological exercise,” he said. “It creates an illusion of transparency so we all feel good about ourselves: ‘The Americans could never do it. The Germans could never do it. We are honest guys, good guys.’ It’s sort of a Lutheran purgatory.”

Mr. Schatz warned against taking all the financial figures released publicly at face value, noting that nontaxable income, like grants or business deductions, may not appear.

“It makes me smile every time, because it’s my taxable income, and people say, ‘Roman Schatz makes less than a schoolteacher,’” he said.

Economists in the United States have shown great interest in salary disclosure in recent years, in part as a way of reducing gender or racial disparities in pay.

Transparency may or may not reduce inequality, but does tend to make people less satisfied, several concluded. A study of faculty members at the University of California, where pay was made accessible online in 2008, found that lower-earning workers, after learning how their pay stacked up, were less happy in their job and more likely to look for a new one.

A study of Norway, which made its tax data easily accessible to anonymous online searches in 2001, reached a similar conclusion: When people could easily learn the incomes of co-workers and neighbors, self-reported happiness began to track more closely with income, with low earners reporting lower happiness. In 2014, Norway banned anonymous searches, and the number of searches dropped dramatically.

“More information may not be something which improves overall well-being,” said Alexandre Mas, one of the authors of the University of California report.

Flamboyant wealth has long been discouraged in Finland; a line of poetry capturing this idea — “if you’re lucky, hide it” — is so beloved that it has been set to music.

The government has made individual tax data accessible to the public since the 19th century, though until recently citizens had to pore through bulky ledgers for what they wanted.

Nowadays, Helsinki tabloids often assign up to half their editorial staff to cover the release of the data, and competition for computer terminals in the tax administration building is so intense that there was once a scuffle, which everyone agreed was totally un-Finnish.

(The second-biggest news deployment of the year is for Finnish Independence Day, on December 6, when news organizations devote vast resources to reporting which A-listers have been invited to the presidential reception, and what they have decided to wear.)

Many journalists have little love for the task. “I don’t see the point of calling up semi-ordinary people and asking they why they made so much money,” one grumbled — but others, like Mr. Pietilainen, clearly relish it.

“One hundred and thirty thousand lines of Excel to process — how do you feel about that?” he said, with obvious appetite, as his colleagues stared at him.

One of the great sports of National Jealousy Day is to publicly shame tax dodgers.

In 2015, Mr. Pietilainen found that executives from several of Finland’s largest firms had relocated to Portugal so that they could receive their pensions tax free. His reporting caused such a stir that the Finnish Parliament terminated its tax agreement with Portugal, negotiating a new one that closed the loophole.

What may sting more in Finland, said Mr. Saarinen, the philosophy professor, is disapproval.

“These particular executives have destroyed their reputation,” he said. “I would be surprised if they didn’t care. Finland is a small society. There is a sense that as long as you’re a Finn, you’re always a Finn. They will show up at Christmas at Helsinki airport, they will be recognized, and they will feel it in people’s eyes: the disrespect.”

Newspapers also anointed capitalist heroes on Thursday.

Especially adored are the young owners of the gaming company Supercell, who declared a total of 181 million euros in taxable income this year, and were five of the 10 top-earning citizens. Supercell’s 40-year-old chief executive, Ilkka Paananen, went out of his way in 2016 to express his happiness at breaking Finland’s record for capital gains taxes, telling Helsingin Sanomat that “it is our turn to give something back.”

This, said Onni Tertsunen, a graduate student at a downtown Helsinki cafe, is the kind of rich person Finns like. “He’s really humble,” he said. “That’s the thing in Finland, to be humble. If you show it around, no one likes you.”

There are, of course, manifold other uses for income tax data. Tuomas Rimpilainen, a crime reporter, said he sometimes looked up the salaries of his professional competitors before asking his boss for a raise. (It worked).

“I’ve looked up my relatives,” said a colleague, Markku Uhari.

“And my bosses,” Mr. Rimpilainen said.

“No one likes to admit they do it,” said another reporter, Lassi Lapintie. “But everyone has done it.”

For all the attention from the news media, strictly speaking, the release of the tax data is not really big news.

“No one really conceals their income,” Mr. Saarinen said.

“No one thinks it is conceivable that anyone would have the nerve to live in Finland and, outrageously, to avoid paying taxes,” he said. “People play by the rules, and they expect that to be the case. It’s the default.”

He interrupted the interview, as several Finns did, to express bafflement over President Trump’s refusal to release his tax returns.

“For Finns, that is unthinkable,” he said. “I don’t know if we have a law saying that a person seeking the office of the president of Finland should explain how they made their money. The society just expects that to happen. If it did not happen, the society would punish that candidate.”

Johanna Lemola contributed reporting.

A version of this article appears in print on Nov. 1, 2018, on Page A8 of the New York edition with the headline: In Finland, Every Citizen’s Taxable Income Is Revealed.

https://www.nytimes.com/2018/11/01/world/europe/finland-national-jealousy-day.html