en-de  As I See It: The Free Press, a Pillar of Democracy Medium
Wie ich es sehe: Die freie Presse, eine Säule der Demokratie.

Von Mitt Romney, 1. November 2018.

Als ich aufwuchs, bekamen die Amerikaner ihre Nachrichten ganz anders als wir heutzutage. Die Zeitung war ein zentraler Teil jeden Tages; in unserem Haus wurde am Morgen die Detroit Free Press geliefert und am Nachmittag die Detroit News. Beide brachten Geschichten ortsansässiger Reporter und von Presseagenturen rund um den Globus. Wochenzeitschriften wie Time and Life brachten ausführliche Geschichten und Bildberichterstattung zu wichtigen Ereignissen. Die New York Times war die Zeitung der Rekorde mit dem Motto: "All the News That's Fit to Print." Es gab nur drei Fernsehsender - CBS, NBC und ABC - und die meisten Amerikaner unterbrachen ihren Tagesablauf, um sich die Abendnachrichten anzusehen. Und während Republikaner und Demokraten tiefe Meinungsverschiedenheiten zu Themen und Strategien hatten, gründeten sie ihr Denken auf das Einvernehmen über die selben grundlegenden Fakten.

Heute bekommen die meisten von uns ihre Nachrichten von unseren Mobilgeräten, oft für uns von einem Algorithmus ausgewählt, der nur geschaffen wurde, um das anzuzeigen, was wir lesen wollen oder was unserer Meinung entspricht. Oft bekommen wir Inhalte, ohne dass ein Nachrichtenredakteur, ein Dokumentationsjournalist, oder eine verantwortlich handelnde Nachrichtenorganisation darübergeschaut hat. In einigen Fällen können unsere "Nachrichten" tatsächlich Propaganda aus einer Wahlkampf, von einer politischen Partei oder sogar von einem ausländischen Gegner sein. Dementsprechend basieren unsere politischen Meinungsverschiedenheiten möglicherweise nicht einmal auf denselben „Tatsachen“. Dies stellt eine wachsende Herausforderung für die Demokratie dar, da sie von einem durch Fakten und Wahrheit informierten Bürger abhängig ist. Es betont auch die unverzichtbare Rolle, die professionelle Nachrichtenorganisationen spielen. Sie sind heutzutage vielleicht von entscheidenderer Bedeutung als je zuvor.

Als demokratische Nation ist Amerika der freien Presse für die aufgedeckten Wahrheiten, für die Verbreitung der Wahrheit und für das Ablehnen von Unwahrheiten verpflichtet. Die Presse deckte die Lügen der Regierung über den Krieg in Vietnam auf; sie enthüllte Watergate; sie öffnete unsere Augen über den sexuellen Missbrauch von Kindern durch Priester; und erst kürzlich brachte sie die sexuellen Angriffe zahlreicher mächtiger Männer ans Licht. Die freie Presse machte den erlogenen Verschwörungstheorien über die Anschläge vom 11. September, über die Geburt von Präsident Obama und über Joe McCarthys sich überall versteckende Kommunisten ein Ende. Die Arbeit der freien Presse ist unerlässlich.

Eine Lektion, die durch den arabischen Frühling und durch die Pseudo-Demokratien in Venezuela, Russland und China erteilt wurde, ist dass Demokratie und Freiheit nicht dauerhaft festgeschrieben werden können, wenn grundlegende Institutionen der Freiheit nicht vorhanden sind, vielleicht ganz besonders eine freie Presse. Wenn es keine freie Presse gibt, ist die Tür für eine wahre Demokratie schnell verschlossen. Diese Erkenntnis bildet jetzt einen wichtigen Teil unserer nationalen Außenpolitik.

Der Präsident twitterte diese Woche: "Es gibt große Wut in unserem Land, hervorgerufen zum Teil durch ungenaue und sogar betrügerischer Berichterstattung von Nachrichten. Die Fake News Medien, die wahren Feinde des Volkes..." Er bezog sich auf "CNN und andere, die Fake News verbreiten," nicht auf ausländische Provokateure.

Gewiss hat jeder Präsident Geschichten ertragen, von denen er wusste, dass sie unrichtig waren, und er hat über eine oder mehrere Nachrichtenveröffentlichungen gelästert. George Washington wurde regelmäßig in einer Zeitung, die anonym finanziert und von seinem eigenen Außenminister, Thomas Jefferson, gegründet worden war, als Bestie dargestellt. Aber kein amerikanischer Präsident hat je zuvor die amerikanische Presse oder einen ihrer professionellen Herausgeber als 'Volksfeind' verunglimpft. Das Angreifen der Medien oder Publikationen, die eine andere Richtung vertreten als die Republikanische Partei, ist ausgesprochen gute Politik. Wir Konservativen haben lange unter den linksgerichteten Haltungen und Berichterstattungen der Medien gelitten. Aber heute gibt es, wenn wir einen bestimmten Nachrichtenkanal nicht mögen, andere aus denen wir wählen können - und es tun. Und wichtiger, die Medien schlecht zu machen, schwächt eine Institution, die wesentlich für die Demokratie ist, sowohl hier, als auch im Ausland. Als politische Taktik mag es brilliant sein, aber es birgt enorme Gefahren für die Freiheit.

Bei einer meiner letzten Wahlkampfveranstaltungen wurde ich gefragt, ob ich 'Maßnahmen ergreifen würde, um ABC, NBC, CBS, CNN und die New York Times zu schließen'. Als ich darauf antwortete "natürlich nicht" und dass ich tatsächlich alles in meiner Macht Stehende tun würde, um die Meinungsfreiheit zu wahren, beharrte diese Person darauf, dass diese Agenturen 'Fake news' verbreiten. Ich fand dies außerordentlich beunruhigend. Welch ein Unterschied zu der Zeit als ich aufwuchs; damals hätte niemand ernsthaft erwogen, die freie Presse für die Veröffentlichung der Nachrichten und Meinungen zu unterdrücken, wie sie es für richtig hielten.

Aber mein Fragesteller hat einen wichtigen Punkt angesprochen: sind die Medien nicht voreingenommen? Natürlich sind sie es. Menschen haben Vorurteile, und die Medien bestehen aus Menschen. Die Gründerväter wussten, dass die Medien voreingenommen sein würden; da es um Menschen geht, ist das nun mal so. Wir können und sollten von jedem Mitglied der Presse Genauigkeit und Verantwortlichkeit in der Berichterstattung verlangen. Aber in unserer Verfassung wurde eine freie Presse garantiert, auch wenn sie voreingenommen ist, weil sie für die Bewahrung der Republik von entscheidender Bedeutung ist.

Manchmal ärgere ich mich über Geschichten, von denen ich weiß, dass sie falsch sind, besonders wenn sie über mich sind. Aber ich kann nicht begreifen, dass man denkt oder sagt, dass die Medien oder verantwortungsvolle Nachrichtenorganisationen Feinde sind. Die Medien sind wesentlich für unsere Republik, für unsere Freiheit, für die Herbeiführung der Freiheit im Ausland und für unsere nationale Sicherheit. Sie sind so sehr unsere Freunde.

Unterzeichnet: Mitt Romney.

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As I See It: The Free Press, a Pillar of Democracy.
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By Mitt Romney, November 1, 2018.
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When I was growing up, Americans got their news very differently than we do today.
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Both ran stories by local beat reporters and from wire services around the globe.
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It also underscores the vital role played by professional news organizations.
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They may be more critical today than ever before.
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The work of a free press is essential.
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If a free press is absent, the door to true democracy is quickly closed.
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This realization now forms an important part of our national foreign policy.
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I found this deeply disturbing.
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My questioner, however, did raise a valid point: isn’t the media biased?
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Of course it is.
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Humans are biased and the media is populated by humans.
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It is very much our friend.
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Signed; Mitt Romney.
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As I See It: The Free Press, a Pillar of Democracy.

By Mitt Romney, November 1, 2018.

When I was growing up, Americans got their news very differently than we do today. The newspaper was a central part of every day; in our house, the Detroit Free Press was delivered in the morning and the Detroit News in the afternoon. Both ran stories by local beat reporters and from wire services around the globe. Weekly magazines, like Time and Life, featured in-depth stories and photojournalism on major events. The New York Times was the newspaper of record with its motto: “All the News That’s Fit to Print.” There were only three television networks — CBS, NBC, and ABC — and most Americans stopped their day to watch the evening news. And while Republicans and Democrats had deep disagreements on issues and policy, they based their thinking on an understanding of the same basic facts.

Today, most of us get our news from our mobile device, often curated for us by an algorithm created to show only what we like to read or agree with. Often, the content comes without the benefit of an editor, a fact-checker, or a responsible news organization. In some cases, our “news” may actually be propaganda from a campaign, from a political party, or even from a foreign adversary. Accordingly, our political disagreements may not even be based upon the same “facts.” This represents a growing challenge for democracy, dependent as it is upon a citizenry informed by fact and truth. It also underscores the vital role played by professional news organizations. They may be more critical today than ever before.

America is indebted as a democratic nation to the free press for truths it has uncovered, for truth it has disseminated, and for falsehoods it has repudiated. The press uncovered the government’s lies about the war in Vietnam; it exposed Watergate; it opened our eyes to the sexual abuse of children by priests; and, most recently, it shed a light on the sexual assault by numerous men in power. The free press dispelled the false conspiracies about the 9/11 attacks, President Obama’s birth, and Joe McCarthy’s lurking communists. The work of a free press is essential.

A lesson evidenced by the Arab Spring and by the pseudo-democracies of Venezuela, Russia, and China is democracy and freedom cannot be permanently established in the absence of the basic institutions of freedom, perhaps most notably a free press. If a free press is absent, the door to true democracy is quickly closed. This realization now forms an important part of our national foreign policy.

The President tweeted this week, “There is great anger in our Country caused in part by inaccurate, and even fraudulent, reporting of the news. The Fake News Media, the true Enemy of the People...” He was referring to “CNN and others in the Fake News business,” not foreign provocateurs.

Surely every president has endured stories that he knew were inaccurate and has chaffed at one or more news publications. George Washington was routinely brutalized by a newspaper that had been anonymously funded and founded by his own Secretary of State, Thomas Jefferson. But no American president has ever before vilified the American press or one of its professional outlets as an “Enemy of the People.”

Attacking the media or publications that lean in a different direction than the Republican Party is decidedly good politics. We conservatives have long suffered from the left-leaning attitudes and reporting of the media. But today, if we don’t like one outlet, there are others from which we can—and do—choose. And, more importantly, denigrating the media diminishes an institution that is critical to democracy, both here and abroad. As a political tactic, it may be brilliant, but it comes with a large cost to the cause of freedom.

At one of my recent campaign events I was asked whether I would, “take action to shut down ABC, NBC, CBS, CNN and the New York Times.” When I responded “of course not,” and that, in fact, I would do everything in my power to preserve freedom of speech, the person persisted by arguing that these outlets purvey fake news. I found this deeply disturbing. How different from when I was growing up; no one then would seriously consider stifling the free press for publishing the news and opinion as they saw fit.

My questioner, however, did raise a valid point: isn’t the media biased? Of course it is. Humans are biased and the media is populated by humans. The founders knew that the media would be biased; because humans are involved, there is no other way. We can and should call for accuracy and responsibility in reporting from every member of the press. But a free press, even if biased, was guaranteed in our Constitution because it is critical to the preservation of the Republic.

I sometimes become irritated by stories I know are wrong, especially when they are about me. But I cannot conceive of thinking or saying that the media or any responsible news organization is an enemy. The media is essential to our Republic, to our freedom, to the cause of freedom abroad, and to our national security. It is very much our friend.

Signed; Mitt Romney.

https://action.romneyforutah.com/as-i-see-it-free-press/