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Französische Geschichte in Dorfnamen offenbart

Zeitungsartikel, Autor und Quelle unbekannt.

Jedem kleinen Kind in der Republik Frankreich wird beigebracht, dass seine Vorfahren 'Gaulois' (Gallier) waren, ob es nun Fischer, Anderen, Cohen, Djalloud oder Kaminski heißt! Der zwergenhafte Asterix symbolisiert den Einfallsreichtum und die List, die für die föderale Einheit so förderlich sind, die jeder in sich selbst erkennt, wenn er sich seinem persönlichen Cäsar stellt.

Eine weitere ebenso weit verbreitete wie trügerische Vorstellung ist, dass Frankreich zur romanischen Welt gehört wie Spanien oder Italien. Während die Sprache im Wesentlichen aus einem volkstümlichen Latein besteht, dank der Besetzung durch die Römer und später dank der Katholischen Kirche, ist ihre Kultur tatsächlich ein Gebräu verschiedener Völker, die durch die Jahrhunderte hier dazu verdammt waren, einander zu ertragen - mit Folgen, die oft alles andere als friedlich waren.

Deshalb ist es sehr lehrreich, die Ursprünge der Namen der Städte und Dörfer Frankreichs zu studieren und, wie bei geologischen Schichten, die Spuren verschiedener Rassen aus allen Ecken des Erdballs zu entdecken, die sich wegen des guten Lebens hier in diesem geschätzten Sechseck des Landes niederließen. Ein schöner Weg, Sightseeing und Geschichte zu kombinieren, während Sie Frankreich bereisen.

Beginnen wir mit den Gaulois (Galliern). Alle jene Namen, die mit 'ac' enden, im Südwesten ( Bergerac, Moissac, Merignac, Monbazillac, Pedirac, usw.) und auch in der Auvergne ( Aurillac, Langeac, Mauriac..) sowie in der Bretagne (Loudeac, Messac,Campeneac, Missillac....)häufig vorkommen, sind unbestreitbar keltisch, vom gallischen Suffix '-acos', was Dorf bedeutet.

Man kann sogar sagen, dass diese Orte relativ geschützt waren, da sie den Einfluss der Franken, Eindringlinge aus dem 6. Jahrhundert aus dem Osten, die mit ihrer germanischen Aussprache das 'ac' in 'y' änderten, wo immer sie sich niederließen, anscheinend vermieden haben. Daher ist ein Savigny, Reuilly oder Champigny eigentlich Savignac, Reuillac oder Champignac, serviert mit einer teutonischen Sauce.

Eine weitere wichtige keltische Wurzel ist das 'dun' und bedeutet Festung, wie sie in London zu finden ist. Lyon (Lug-dunum), Autun, Issoudun und Dun-le-Palestel sind nur ein paar Beispiele dieser Wurzel. Lug-dunum bedeutet 'Lugs starker Ort', denn Lug war ein der wichtigsten keltischen Gottheiten.

Der römische Einfluss wae besonders stark im transalpinen Gallien - das ist vor allem die Provence, die 'Provinz' der Römer. Hier im Gebiet um Montpellier, kommt die "argues" Suffix häufig vor (Aimargues, Marsillargues, etc...) und zeigt die großen Landgüter der Eigner (Aimé, Marsillus) an.

Im Mittelalter war Frankreich sprachlich in zwei Teile geteilt, der Süden mit den "langues d'Oc" oder den Oc-Sprachen mit starken Lateinischen Wurzeln: die Provence, die Auvergne und das Languedoc und im Wesentlichen das gesamte Gebiet, wo Romanische Dachziegel weit verbreitet sind. Im Norden der "langues d’Oil" war der germanische Einfluß stärker, besonders im Tal der Loire und der Ille-de-France. "Oc" und "Oil" waren die Wörter für "ja" in der entsprechenden Sprache.

Die Grenze zwischen diesen beiden alten Gebieten spiegelt sich in bestimmten Ortsnamen wider. Chateauneuf, mit seinem Adjektiv hinter dem Nomen in der Lateinischen Art ist normalerweise ein südlicher Name, während Neufchateau oder manchmal Neuchatel, mit dem Adjektiv an erster Stelle nach sächsischer Art im alten fränkischen Gebiet zu finden ist. Dies gilt für alle Namen, die aus einem Nomen und einem Adjektiv bestehen, wie Villefranche, Villeneuve oder Bourgneuf, und liefert genug Daten für eine sehr genaue Karte der alten Grenzlinie, die Frankreich in zwei Teile teilte.

Man sollte tatsächlich nicht "teilte Frankreich in zwei Teile" sagen, da dies all diese Satellitenstaaten ausschließt, die sich innerhalb des französischen Gebiets befinden, die ihr eigenes toponymisches Erbe bewahren. Diese beinhalten die Bretagne mit ihren Dorfnamen mit "ker" (das gleiche Wort wie das "Car" in Cardiff, oder das "Caer" in Caernarvon) und seine Gemeinden mit "-plou", was von Wales und Cornwall durch die sehr großen Einwanderungen an den Küsten der Bretagne, von Briten eingeführt wurden, die zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert vor sächsischen Invasoren flohen. Indem Sie den Spuren des "plou-", "plo-", "ple-" etc. folgen wie sie in Dorfnamen vorkommen, können Sie mit überraschender Genauigkeit ihre verschiedenen Routen verfolgen, auf denen sie sich im alten Aremorica ein Zuhause gesucht haben.

Wir sollten auch die Dörfer Flanderns erwähnen mit deren flämischer Typonomie, die Dörfer des Elsass und Lothringens (bekannt als "Lotharingie"), wo der germanische Einfluss offensichtlich ist, das Baskenland und Korsika; und natürlich Savoyen, mit der Grafschaft Nizza, welches die letzte französische Übernahme darstellte und einen starken italienischen Einfluss hatte. Wie auch immer, der Platz verbietet es, dies zu vertiefen. Hoffentlich ist Ihr Appetit jetzt geweckt worden, bei Ihrem nächsten Ausflug zu den sechs Ecken des Hexagon Frankreichs, eigene Recherchen anzustellen. Viel Erfolg.
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French history revealed in village names.
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Newspaper article, author and source unknown.
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A nice way to combine sightseeing and history while touring France.
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Starting with the Gaulois.
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Another important Celtic root is the «dun» meaning fortress, as found in London.
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Lug-dunum meant «Lug’s strong place», Lug being a major Celtic divinity.
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«Oc» and «Oil» were the words for «yes» in the corresponding language.
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By following the trail of «plou-», «plo-», «ple-» etc.
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However, room forbids enlarging on these.
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Good hunting.
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French history revealed in village names.

Newspaper article, author and source unknown.

Every small child in the republic of France is taught that his ancestors were Gaulois, whether he is called Fischer, Anderen, Cohen, Djalloud or Kaminski! The dwarfish Asterix symbolizes the ingenuity and cunning, so conducive to federal unity, which each one recognizes in himself when he faces his personal Caesar.

Another equally widespread yet fallacious notion is that France belongs to the Latin world like Spain or Italy. While the language is largely a hotch-potch of «pigeon» Latin, thanks to the Roman occupation and thanks after that to the Catholic clergy, its culture is in fact a brew of various peoples who, through the centuries, found themselves condemned to putting up with each other here – with results often far from peaceful.

That is why it is highly instructive to study the origins of the names of the towns and villages of France, and discover, as with geological strata, the traces of the different races from all corners of the globe who came to settle in this prized hexagon of land, because of the good life here. A nice way to combine sightseeing and history while touring France.

Starting with the Gaulois. All those names ending in «ac», frequent in the South-West (Bergerac, Moissac, Mérignac, Monbazillac, Pedirac, etc…) and also in the Auvergne (Aurillac, Langeac, Mauriac…) as well as in Brittany (Loudéac, Messac, Campénéac, Missillac…) are incontestably Celtic, from the Gaulois suffix «-acos» meaning village.

We could even say that these places have been relatively protected as they seem to have avoided the influence of the Franks, VIth century invaders from the East, who with their Germanic pronunciation changed the «ac» to «y» wherever they settled. Hence any Savigny, Reuilly or Champigny is actually Savignac, Reuillac or Champignac served with a Teutonic sauce.

Another important Celtic root is the «dun» meaning fortress, as found in London. Lyon (Lug-dunum), Autun, Issoudun and Dun-le-Palestel are just a few examples of this root. Lug-dunum meant «Lug’s strong place», Lug being a major Celtic divinity.

The Roman influence was particularly strong in Transalpine Gaul – that is mainly Provence, the «provincia» of the Romans. Here the «argues» suffix is common in the Montpellier area (Aimargues, Marsillargues, etc…) and signifies the large farm property of the owner (Aimé, Marsillus).

In the Middle Ages, France was divided linguistically in two parts with the South «langues d’Oc» or Oc-speaking, with a strong Latin root: Provence, Auvergne and the Languedoc and essentially the whole area where Roman roof tiles prevail. In the North the «langues d’Oil», the Germanic influence was stronger: the Loire valley and the Ile-de-France in particular. «Oc» and «Oil» were the words for «yes» in the corresponding language.

The frontier between these two ancient territories is reflected today in certain place names. Chateauneuf, with its adjective after the noun in Latin fashion is generally a Southern name, while Neufchateau or sometimes Neuchatel, with the adjective first in Saxon style, is found on the old Frankish territory. This applies to all names composed of a noun and adjective, like Villefranche, Villeneuve or Bourgneuf, and gives enough data for a very accurate map of the ancient boundary line which cut France in two.

One shouldn’t actually say «cut France in two» as this excludes all those satellite nations incorporated within the French territory while maintaining their own toponymic heritage. These include Brittany with its «ker» hamlet names (the same as the «Car» in Cardiff, or the «Caer» in Caernarvon) and its parishes with «-plou», imported from Wales and Cornwall by the massive immigrations on the coasts of Brittany of Britons fleeing the Saxon invader between the Vth and VIIIth centuries. By following the trail of «plou-», «plo-», «ple-» etc. in village names you can with surprising accuracy trace their various routes as they sought homes in ancient Armorica.

We should also mention the villages of Flanders, with their Flemish toponymy, from Alsace and Lorraine (known as «Lotharingie») where the Germanic influence is obvious, the Basque country and Corsica; and of course, Savoie, which with the County of Nice was the last French acquisition and had a strong Italian influence. However, room forbids enlarging on these. Let’s hope your appetite is now whetted for your own research on your next outing around the six corners of the hexagon of France. Good hunting.