en-de  Rip Van Winkle Medium
Rip Van Winkle von Washington Irving - Wer auch immer eine Reise auf dem Hudson gemacht hat, muss sich an die Kaatskill-Berge erinnern. Sie sind ein zersplitterter Ausläufer der großen Appalachenfamilie und entfernt auf der westlichen Seite des Flusses kann man sie zu einer noblen Höhe aufsteigen sehen, wo sie die umgebende Landschaft beherrschen. Jeder Wechsel der Jahreszeit, jeder Wetterwechsel, tatsächlich jeder Tag erzeugt Wechsel in den magischen Farben und Formen dieser Berge und sie werden von allen guten Frauen in Nah und Fern als perfektes Barometer angesehen. Wenn das Wetter schön und ruhig ist, sind sie in Blau und Violett gekleidet und drucken ihre schwungvollen Umrisse in den klaren Abendhimmel, aber manchmal, wenn der Rest der Landschaft wolkenlos ist, werden sie eine Haube aus grauem Dampf über ihren Gipfeln sammeln, die in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne glühen und erstrahlen wird, wie eine prächtige Krone.

Am Fuß dieser verwunschenen Berge, könnte der Reisende den leichten Rauch bemerkt haben, der sich von einem Dorf empor kringelt, dessen Schindeldächer zwischen den Bäumen schimmern, genau dort, wo die blauen Tönungen des Hochlandes mit dem frischen Grün der nahen Landschaft verschmelzen. Es ist ein kleines sehr altertümliches Dorf, das von einigen holländischen Kolonisten in den Anfangszeiten der Provinz gegründet wurde, ungefähr um den Beginn der Regierung des guten Peter Stuyvesant, (möge er in Frieden ruhen!) und es gab einige Häuser der ursprünglichen Siedler, die innerhalb weniger Jahre standen, gebaut aus kleinen gelben von Holland mitgebrachten Ziegeln, mit vergitterten Fenstern und Giebelfronten, die mit Wetterhähnen gekrönt waren.

In demselben Dorf und in einem dieser speziellen Häuser (das, um die ganze Wahrheit zu sagen, traurig heruntergekommen und verwittert war) lebte viele Jahre, während das Land noch eine Provinz von Großbritannien war, ein einfacher, gutmütiger Bursche namens Rip Van Winkle. Er war ein Nachfahre von den Van Winkles, die eine so edelmütigen Rolle spielten in den galanten Tagen von Peter Stuyvesant, und ihn bei der Belagerung von Fort Christina begleiteten. Er erbte jedoch nur wenig vom kriegerischen Charakter seiner Vorfahren. Ich habe beobachtet, dass er ein einfacher, gutmütiger Mann war; er war außerdem eine Art Nachbar und ein gehorsamer Pantoffelheld. In der Tat könnte es an dem zuletzt genannten Umstand liegen, dass er eine Sanftmut des Geistes besaß, die ihm eine große allgemeine Beliebtheit einbrachte. Zu diesen Männern, die zu Hause unter der Fuchtel von Hexen stehen, passt es am ehesten, außerhalb unterwürfig und sanftmütig zu sein. Ihr Temperament wird zweifellos im glühenden Ofen des häuslichen Leidens fügsam und formbar gemacht und eine Gardinenpredigt ist soviel Wert wie alle Reden der Welt, um die Tugenden von Geduld und Langmut zu lehren. Eine Xanthippe von Ehefrau kann daher in gewisser Hinsicht ein annehmbarer Segen sein und wenn es so ist, dann war Rip Van Winkle dreimal gesegnet.

Gewiss ist, dass er ein großer Liebling unter den guten Frauen des Dorfes war, die, wie beim freundlichen Geschlecht üblich, an allen Familienstreitigkeiten Anteil nahmen, und immer wenn sie über diese Angelegenheiten bei ihrem abendlichen Klatsch sprachen, vergaßen sie nie, alle Schuld der Dame Van Winkle zu geben. Auch die Kinder des Dorfes würden, immer wenn er sich näherte,vor Freude schreien.. Er unterstützte sie bei ihrem Sport, stellte ihre Spielsachen her, brachte ihnen das Drachensteigen und das Murmelschießen bei und erzählte ihnen lange Geschichten von Geistern, Hexen und Indianern. Immer wenn er dem Dorf ausweichen wollte, wurde er von einer ihrer Truppen umringt und sie hingen dann an seinen Röcken, klammerten sich an seinen Rücken und spielten ungestraft tausend Streiche mit ihm; und kein Hund in der ganzen Nachbarschaft würde ihn anbellen.

Der große Irrtum in Rips Beschaffenheit war eine unüberwindliche Aversion gegen alle Arten von profitabler Arbeit. Es konnte nicht an einem Mangel an Fleiß oder Ausdauer liegen. Wenn er auf einem nassen Stein sitzen würde, mit einer Angel so lang und schwer wie eine Tatarenlanze, würde er den ganzen Tag lang fischen ohne ein Murmeln, sogar wenn er nicht durch einen einzigen Biss ermutigt würde. Er würde stundenlang eine Vogelflinte auf seiner Schulter tragen, durch Wälder und Sümpfen stapfen, bergauf und bergab, nur um ein paar Eichhörnchen oder wilde Tauben zu schießen. Er hätte niemals abgelehnt einem Nachbarn bei den gröbsten Arbeiten zu helfen und war der Erste mit ländlicher Ausgelassenheit beim Schälen von Mais oder Bauen von Steinzäunen. Auch die Frauen des Dorfes pflegten ihn für ihre Besorgungen und kleine unangenehme Arbeiten einzuspannen, die ihre weniger zuvorkommenden Ehemänner nicht für sie tun würden. Mit einem Wort, Rip war bereit, jedermanns Erledigungen zu übernehmen, außer seine eigenen. Wenn es um die Familienpflichten ging und darum, die Farm in Ordnung zu halten, fand er es unmöglich.

Tatsächlich erklärte er, es wäre nicht nützlich, auf seiner Farm zu arbeiten, sie war das abscheulichste kleine Stück Boden im ganzen Land. Jede Sache ging schief und würde schief gehen, mit oder ohne ihn. Seine Umzäunungen zerfielen ständig in Stücke; seine Kuh würde entweder vom Weg abkommen oder zwischen Kohlköpfe geraten; Unkraut wuchs auf seinen Feldern sicherlich schneller als anderswo. Der Regen setzte ausgerechnet dann ein, wenn er draußen Arbeit zu erledigen hatte; sodass allerdings sein ererbtes Anwesen unter seiner Leitung dahingeschwunden war, Acker um Acker, bis wenig mehr übrig war, als bloß ein Flecken mit Mais und Kartoffeln, es aber die am schlechtesten erhaltene Farm in der Umgebung war.

Seine Kinder waren auch so zerlumpt und wild, als ob sie zu niemandem gehören würden. Sein Sohn Rip, ein Bengel der fast ein Abbild seines Vaters war, versprach die Gewohnheiten mit der alten Kleidung seines Vaters zu übernehmen. Normalerweise sah man ihn wie ein Fohlen an den Fersen seiner Mutter kleben, ausgerüstet mit einer ausrangierten Kniebundhose seines Vaters, bei der er Mühe hatte, sie mit einer Hand hochzuhalten, wie es eine feine Dame bei Regenwetter mit ihrer Schleppe macht.

Jedoch war Rip Van Winkle einer dieser glücklichen Sterblichen mit einfältigen, gut funktionierenden Veranlagungen, die die Dinge leicht nehmen, weißes oder dunkles Brot essen, was auch immer mit dem geringsten Nachdenken oder Ärger zu bekommen ist, und lieber für einen Penny hungern, als für ein Pfund arbeiten würden. Wenn er sich selbst überlassen geblieben wäre, er hätte sein Leben in völliger Sorglosigkeit verinnen lassen, aber seine Frau lag ihm ständig in den Ohren wegen seiner Faulheit, seiner Nachlässigkeit und des Ruins, den er über seine Familie brachte. Morgens, mittags und abends ging ihre Zunge ununterbrochen und alles, was er sagte oder tat, führte mit Sicherheit zu einem Sturzbach von häuslicher Beredsamkeit. Rip hatte nur eine Möglichkeit, auf alle Standpauken dieser Art zu antworten, und das war ihm wegen der häufigen Verwendung/Anwendung zur Gewohnheit geworden. Er zuckte mit den Schultern, schüttelte den Kopf, verdrehte die Augen, sagte aber nichts. Allerdings führte das immer wieder zu einem neuen Wortschwall seiner Frau, so dass er sich gerne zurückzog und sich nach draußen begab - der einzige Ort, der, um die Wahrheit zu sagen, einem Pantoffelhelden gehört.

Rips einziger häuslicher Anhänger war sein Hund Wolf, der ebenso wie sein Herrchen Pantoffelheld war; denn Dame Van Winkle betrachtete sie als Gefährten im Müßiggang und sah Wolf sogar mit bösem Blick an, als Ursache dafür, dass sein Herrchen so oft verloren ging. Es ist wahr, dass er in allen Punkten der Seele ein ehrenwerter Hund ist, er war so mutig wie je zuvor ein Tier, das die Wälder durchkämmt hat; aber welcher Mut kann dem immerwährenden und hartnäckigen Schrecken der Zunge einer Frau standhalten? Von dem Moment an, in dem Wolf das Haus betrat, fiel er in sich zusammen, sein Schwanz sank zu Boden oder krümmte sich zwischen seine Hinterbeine, er schlich herum, als ob es zum Galgen ging und warf so manchen Seitenblick auf Dame Van Winkle und würde bei der geringsten Bewegung eines Besenstiels oder Schöpflöffels mit jaulender Hast zur Tür hinaus rennen.

Die Zeiten wurden im Lauf der Ehejahre für Rip Van Winkle immer schlechter; ein schroffes Wesen wird mit dem Alter niemals mild und eine scharfe Zunge ist das einzige geschliffene Werkzeug, das bei ständigem Gebrauch immer schärfer wird. Lange Zeit tröstete er sich damit, wenn er von zu Hause vertrieben wurde, eine Art konstanten Club der Weisen, Philosophen und anderer Müßiggänger der Ortschaft zu besuchen, die ihre Sitzungen auf einer Bank vor einem kleinen Gasthaus, benannt nach einem rötlichen Konterfei Seiner Majestät George des Dritten, abhielten. Hier saßen sie gewöhnlich im Schatten während eines langen, trägen Sommertages, besprachen lustlos Dorfklatsch oder erzählten endlos schlafmützige Geschichten über nichts. Aber es wäre das Geld eines Staatsmannes wert gewesen, die tiefgründigen Diskussionen gehört zu haben, die manchmal stattfanden, wenn zufällig eine alte Zeitung von irgendeinem vorbeifahrenden Reisenden in ihre Hände fiel. Wie ehrfürchtig sie den Inhalten zuhören würden, wie sie affektiert von Derrick Van Bummel, dem Lehrer, einem eleganten gelehrten kleine Mann, der sich von dem allergrößten Wort im Wörterbuch nicht einschüchern ließ, vorgetragen wurden; und wie heftig sie über öffentliche Ereignisse streiten würden, einige Monate nachdem sie stattgefunden hatten.

Die Meinungen dieser Clique wurden völlig von Nicholas Vedder kontrolliert, dem Dorfältesten und Wirt des Gasthauses, an dessen Tür er von morgens bis abends Platz nahm, sich nur so weit bewegend, um die Sonne zu vermeiden und im Schatten eines großen Baumes zu bleiben, wodurch die Nachbarn aus seinen Bewegungen die Zeit ablesen konnten, so genau wie bei einer Sonnnenuhr. Es ist wahr, dass selten zu hören war, dass er sprach, aber er rauchte ohne Unterlass seine Pfeife. Seine Anhänger jedoch (denn jeder große Mann hat seine Anhänger), verstanden ihn einwandfrei und wussten, wie man seine Standpunkte verstehen konnte. Wenn ihm irgendetwas missfiel, das gelesen wurde oder damit zusammenhing, sah man ihn energisch seine Pfeife rauchen, und kurze, regelmäßige und ärgerliche Rauchwolken ausstoßen; aber wenn er zufrieden war, würde er den Rauch langsam und ruhig inhalieren und ihn in leichten und gelassenen Wolken ausatmen; und manchmal würde er die Pfeife aus dem Mund nehmen und die duftenden Schwaden sich um seine Nase winden lassen, und würde gravitätisch mit dem Kopf nicken, als Zeichen perfekter Anerkennung.

Sogar aus diesem Bollwerk war der unglückliche Rip letztendlich von seiner zänkischen Frau in die Flucht geschlagen worden, die plötzlich in die Ruhe der Versammlung einbrechen und die Teilnehmer alle zu Nullen erklären würde; auch die erhabene Persönlichkeit von Nicholas Vedder selbst war nicht unantastbar für die unverschämte Zunge dieser schrecklichen Zankteufelin, die ihn vorbehaltlos beschuldigte, ihren Ehemann in der Gewohnheit des Müßiggangs zu bestärken,

Der arme Rip war letzlich fast völlig verzweifelt: und seine einzige Alternative, um der Arbeit auf der Farm und dem Geschrei seiner Frau zu entgehen, war, sein Gewehr zu nehmen und in die Wälder zu verschwinden. Hier würde er sich manchmal an den Fuß eines Baumes setzen und den Inhalt seiner Tasche mit Wolf teilen, mit dem er als Leidensgenosse der Verfolgung mitfühlte. "Armer Wolf", würde er sagen, "dein Frauchen macht ein Hundeleben daraus; aber egal, mein Junge, solange ich lebe, sollst du nie nötig haben, dass dir ein Freund beisteht!" Wolf würde mit seinem Schwanz wedeln, wehmüting in das Angesicht seines Herrn schauen, und wenn Hunde Mitleid empfinden können, glaube ich wirklich, er erwiderte das Gefühl mit seinem ganzen Herzen.

Bei solch einer langen Wanderung an einem schönen Herbsttag, war Rip unbewusst zu einem der höchsten Bereiche der Catskill Mountains hinaufgestiegen. Er ging seinem Lieblingssport nach, dem Eichhörnchenschießen, und in der stillen Abgeschiedenheit hallten nur die Schüsse seines Gewehres wider und wider. Keuchend und ermüdet, warf er sich am späten Nachmittag auf einen kleinen grünen, mit Bergkräutern bedeckten Hügel, der die Stirn eines Abhangs krönte. Durch eine Lücke zwischen den Bäumen konnte er das das gesamte tiefer liegende Land über viele Meilen üppigen Waldes überblicken. Er sah in einiger Entfernung den erhabenen Hudson, weit, weit unter ihm, dahinfließend auf seinem stillen, aber majestätischen Lauf, mit der Spiegelung einer violetten Wolke oder dem Segel einer langsam dahingleitenden Barke, ab und zu auf seinem gläsernen Busen schlafend, um sich schließlich im blauen Hochland zu verlieren.

Auf der anderen Seite schaute er hinunter in eine tiefe Bergschlucht, wild, einsam und zerklüftet, der Boden bedeckt mit Bruchstücken der überhängenden Klippen und kaum von den widergespiegelten Strahlen der untergehenden Sonne erleuchtet. Einige Zeit lag Rips Blick nachdenklich auf dieser Szene, es wurde allmählich Abend, die Berge begannen ihre langen, blauen Schatten über die Täler zu werfen. Er erkannte, dass es dunkel sein würde, lange bevor er das Dorf erreichen konnte, und er tat einen schweren Seufzer, als er daran dachte, wie er dem Zank und Streit der Dame Van Winkle begegnen würde.

Als er drauf und dran war herabzusteigen, hörte er aus der Ferne eine Stimme rufen: "Rip Van Winkle! Rip Van Winkle!" Er schaute sich um, konnte aber nichts anderes als eine Krähe sehen, deren einsamer Flug sie über das Gebirge führte. Er dachte, seine Fantasie müsste ihm einen Streich gespielt haben und er begann weiter abzusteigen, als er denselben Ruf durch die unbewegte Abendluft erklingen hörte: "Rip Van Winkle! Rip Van Winkel! " - zur selben Zeit sträubte sich Wolfs Fell bis zu seinem Hinterteil, er gab ein tiefes Knurren von sich, schlich an die Seite seines Herrn und schaute ängstlich in das Tal. Rip verspürte nun eine vage dunkle Vorahnung, die ihn beschlich. Er sah ängstlich in dieselbe Richtung und bemerkte eine merkwürdige Figur, die sich langsam die Felsen hochquälte, gebeugt unter dem Gewicht von etwas, das sie auf ihrem Rücken trug. Er war überrascht, einen Menschen an diesem einsamen und unberührten Ort zu sehen, aber er nahm an, es sei jemand aus der Nachbarschaft, der seine Hilfe benötigt und eilte nach unten, um es zu tragen.

Näher herangekommen, war er über das eigentümliche Erscheinungsbild des Fremden noch überraschter. Er war ein kleiner, vierschrötiger alter Bursche mit dickem, buschigen Haar und einem angegrauten Bart. Sein Gewand war aus der antiken holländischen Mode, ein Stoffwams um die Taille geschnallt, mehrere Reithosen, die äußerste mit hinreichend Platz, verziert mit Reihen von Knöpfen an den Seiten und gebauscht an den Knien. Er trug ein stabiles Fässchen auf seiner Schulter, das voller Schnaps zu sein schien, und machte Rip Zeichen heranzutreten und ihm mit seiner Last zu helfen. Obwohl Rip schüchtern und misstrauisch gegenüber dieser neuen Bekanntschaft war, fügte er sich mit seinem gewohnten Eifer; und sich gegenseitig entlastend, erklommen sie eine enge Schlucht, offenbar das ausgetrocknete Bett eines Gebirgsbachs. Während sie aufstiegen, hörte Rip hin und wieder lang anhaltendes, rollendes Dröhnen, wie fernen Donner, der anscheinend aus einer tiefen Schlucht, oder eher einem Spalt zwischen hohen Felsen kam, zu dem ihr holpriger Pfad führte. Er blieb einen Augenblick stehen, aber da er es für ein Grummeln eines dieser flüchtigen Gewitterschauer hielt, die oft oben in den Bergen auftreten, ging er weiter. Als sie die Schlucht passierten, kamen sie in eine Bodensenke, wie ein kleines Amphitheater, umgeben von senkrechten Steilhängen, über deren Rändern Äste von Bäumen sprossen, so dass man nur flüchtige Blicke auf den azurblauen Himmel und die helle abendliche Bewölkung erhaschen konnten. Während der ganzen Zeit hatten sich Rip und sein Begleiter still weiter abgemüht; doch obwohl Ersterer sich sehr wunderte, was der Zweck dessen sein könnte, ein Fass mit Schnaps in dieses wilde Gebirge zu tragen, war doch etwas Fremdartiges und Undurchschaubares an dem Fremden, das Ehrfurcht erweckte und Vertraulichkeit prüfte.

Als sie in das Amphitheater eintraten, boten sich ihnen weitere erstaunliche Objekte. Auf einem ebenen Platz in der Mitte, kegelte eine Gruppe seltsam aussehender Personen. Sie waren in einer wunderlichen sonderbaren Art gekleidet; einige trugen kurze Wämser, andere kurze Jacken, mit langen Messern in ihren Gürteln, und die meisten hatten riesige Kniehosen, in ähnlichem Stil wie dem des Führers. Auch ihre Gesichter waren sonderbar: Einer hatte einen langen Bart, ein breites Gesicht und kleine Schweinsaugen; das Gesicht eines Anderen schien völlig aus einer Nase zu bestehen und war von einem Zuckerhut überragt, betont durch einen kleinen roten Hahnenschwanz. Sie hatten alle Bärte, in verschiedenen Formen und Farben. Einer schien der Anführer zu sein. Er war ein kräftiger alter Herr mit wettergegerbtem Aussehen; er trug ein geschnürtes Wams, einen breiten Gürtel und Gehänge, einen hochbekränzten Hut mit Feder, rote Strümpfe und Schuhe mit hohen Absätzen mit Rosen darin. Die ganze Gruppe erinnerte Rip an die Gestalten in einem alten flämischen Gemälde, im Wohnzimmer von Dominie Van Shaick, dem Dorfpfarrer, und welches zur Zeit der Besiedlung von Holland herübergebrachte worden war.

Was Rip besonders seltsam schien, war, dass obwohl diese Leute sich offensichtlich amüsierten, sie doch die ernstesten Gesichter beibehielten, die mysteriöseste Stille, und waren im Ganzen die am traurigsten gestimmte Lustpartie , die er jemals gesehen hatte. Nichts unterbrach die Stille der Szene als der Lärm der Kugeln, welche, wann immer sie gerollt wurden, an den Bergen widerhallten, wie polterndes Donnerdröhnen.

Als sich Rip und sein Begleiter ihnen näherten, ließen sie plötzlich von ihrem Spiel ab und fixierten ihn mit solch starren, Statuen ähnlichem Blicken, und so merkwürdigen glanzlosen Mienen, dass sich sein Herz verkrampfte und seine Knie gegeneinander schlugen. Sein Begleiter leerte nun den Inhalt des Fäßchens in große Kannen und gab ihm Zeichen, die Gesellschaft zu bedienen. Er gehorchte furchtsam und zitternd; sie tranken den Schnaps in tiefer Stille und kehrten dann zu ihrem Spiel zurück.

Allmählich ließen Rips Staunen und Unbehagen nach. Er wagte sogar, als kein Auge auf ihn gerichtet war, das Getränk zu probieren, von dem er fand, dass es viel vom Geschmack des ausgezeichneten Genever hatte. Er war von Natur aus dem Alkohol zugetan und war bald verlockt, einen weiteren Schluck zu nehmen. Ein Schluck führte zum nächsten; und er wiederholte seinen Gang zum Krug so oft, dass schließlich seine Sinne überwältigt waren, sein Blick wurde verschwommen, sein Kopf sank allmählich nieder und er fiel in einen tiefen Schlaf.

Als er aufwachte, befand er sich auf der grünen Anhöhe, von wo aus er zuerst den alten Mann aus der Schlucht gesehen hatte. Er rieb seine Augen - es war ein heller, sonniger Morgen. Die Vögel hüpften und zwitscherten zwischen den Büschen und hoch kreiste der Adler und stieg in der reinen Bergbrise empor. "Sicher habe ich nicht die ganze Nacht hier geschlafen", dachte Rip. Er erinnerte sich an die Geschehnisse, bevor er eingeschlafen war. Der fremde Mann mit einem Schnapsfässchen - die Bergschlucht - der wilde Rückzug zwischen die Felsen - die klägliche Kegelpartie - die Kanne - "Oh! Diese Kanne! Diese verflixte Kanne!" dachte Rip, "Welche Erklärung soll ich der Dame Van Winkel geben!"

Er schaute sich nach seinem Gewehr um, aber anstelle der sauberen, gut-geölten Vogelflinte, fand er ein altes Feuerschloss neben sich liegend, den Lauf verkrustet mit Rost, das Schloss herausgefallen und den Schaft wurmstichig. Nun vermutete er, dass die düsteren Krakeeler der Berge ihn ausgetrickst, ihn mit Schnaps abgefüllt und dann seine Waffe gestohlen hatten. Auch Wolf war verschwunden, aber er war wohl hinter einem Eichhörnchen oder einem Rebhuhn her. Er pfiff nach ihm und rief seinen Namen, aber alles vergeblich. Die Echos wiederholten seine Pfiffe und Schreie, aber kein Hund war zu sehen.

Er beschloss, den Schauplatz des tollen Treibens vom gestrigen Abend aufzusuchen und, falls er jemanden von der Party traf, nach seinem Hund und seiner Waffe zu fragen. Als er aufstand, um sich auf den Weg zu machen, fand er seine Gelenke steif und sich in seiner normalen Bewegung behindert. "Diese Bergbetten passen mir nicht", dachte Rip, "und wenn mir dieses Vergnügen einen Anfall von Rheumatismus bescheren sollte, werde ich mit Dame Van Winkle eine gesegnete Zeit haben." Mit einigen Schwierigkeiten stieg er in die Schlucht hinab: er fand die Rinne, die er und sein Gefährte am vorangehenden Abend hochgestiegen waren. Aber zu seinem Erstaunen schäumte nun ein Bergfluss dadurch hinunter, von Stein zu Stein hüpfend und füllte die Schlucht mit plätscherndem Murmeln. Er jedoch machte sich auf, an seinen Seiten hochzuklettern, erkämpfte sich seinen mühsamen Weg durch ein Dickicht von Birken, Sassafras und Zaubernuss und manchmal stolperte er oder verfing sich in den wilden Weinreben, die ihre Spiralen oder Ranken von Baum zu Baum wickelten und eine Art Netz über seinen Weg spannten.

Endlich erreichte er die Stelle, wo sich die Schlucht durch die Felsen zum Amphitheater hin geöffnet hatte, aber es gab keine Spuren einer solchen Öffnung mehr. Die Felsen stellten eine hohe undurchdringliche Mauer dar, über die der Wildbach wie ein Laken aus federartigem Schaum hinuntergestürzt kam und in eine weites, tiefes Bassin fielen, das schwarz war durch den Schatten des ihn umgebenden Waldes. Hier also wurde der arme Rip zum Stillstand gebracht. Er rief wieder und pfiff nach seinem Hund; er erhielt nur eine Antwort durch das Krächzen einer Schar träger Krähen, die sich hoch in der Luft um einen trockenen Baum, der einen sonnigen Abgrund überragte, bewegten und die - sicher in ihrer Höhe - nach unten zu schauen und die Ratlosigkeit des armen Mannes zu verhöhnen schienen. Was war zu tun? Der Morgen verging und Rip fühlte sich ausgehungert, weil er noch kein Frühstück hatte. Es betrübte ihn, seinen Hund und sein Gewehr aufzugeben, ihm graute davor, seiner Frau gegenüberzutreten, aber es würde nichts nützen, inmitten der Berge zu verhungern. Er schüttelte seinen Kopf, schulterte die rostige Flinte und mit einem Herz voll von Sorge und Angst, lenkte er seine Schritte heimwärts.

Als er das Dorf erreichte, traf er eine Anzahl Leute, aber keinen den er kannte, was ihn etwas überraschte, da er gedacht hatte, er würde jeden ringsum im Land kennen. Ihre Kleidung war auch anders, als die, an die er gewöhnt war. Sie alle starrten ihn mit den gleichen Anzeichen von Überraschung an und immer, wenn sie ihre Augen auf ihn richteten, strichen sie sich ausnahmslos verwundert über das Kinn. Die ständige Wiederholung dieser Geste veranlasste Rip, unwillkürlich das Gleiche zu tun, als er zu seiner Überraschung feststellte, dass sein Bart gewachsen war und nun die Länge von einem Fuß aufwies!

Jetzt hatte er den Rand des Dorfes erreicht und betrat es. Eine Horde fremder Kinder lief ihm an seinen Fersen hängend, johlend hinterher und zeigte auf seinen grauen Bart. Auch die Hunde, von denen er keinen als alten Bekannten wiedererkannte, bellten ihn an, sobald er vorbeiging. Das Dorf selbst war verändert, es war größer und bevölkerter. Es gab Häuserreihen, die er nie zuvor gesehen hatte und seine vertrauten Orte waren verschwunden. Fremde Namen standen über den Türen, fremde Gesichter an den Fenstern, jedes Ding war fremd. Sein Verstand ließ ihn im Stich, er begann zu zweifeln, ob nicht beides, er und die Welt um ihn herum, verhext waren. Sicher war dies sein Dorf, wo er geboren war, das er erst gestern verlassen hatte. Da standen die Kaatskillberge - da floss der silberne Hudson in einiger Entfernung - da war jeder Hügel und jedes Tal genau so, wie es immer gewesen war. Rip war völlig ratlos. "Dieser Krug letzte Nacht", dachte er, "hat meinen armen Kopf leider verwirrt!"

Er hatte einige Mühe, den Weg zu seinem eigenen Haus zu finden, dem er sich mit stiller Scheu näherte mit der Erwartung, jeden Moment die schrille Stimme der Dame Van Winkle zu hören. Er fand das Haus verfallen - das Dach eingestürzt, die Fenster zerbrochen und die Türen aus den Angeln. Ein halb verhungerter Hund, der wie Wolf aussah, strich missmutig herum. Rip rief ihn beim Namen, aber der Köter knurrte, zeigte ihm die Zähne und ging weiter. Das war tatsächlich ein grausamer Schlag. "Mein eigener Hund", seufzte der arme Rip, "hat mich vergessen!"

Er betrat das Haus, das, um die Wahrheit zu sagen, Dame Van Winkle immer peinlich in Ordnung gehalten hatte. Es war leer, verlassen und offensichtlich aufgegeben. Diese Trostlosigkeit überwand all seine ehelichen Ängste, er rief laut nach seiner Frau und seinen Kindern. Die einsamen Räume waren für einen Moment erfüllt von seiner Stimme und dann war wieder überall Stille.

Jetzt rannte er hinaus und hastete zu seinem alten Zufluchtsort, dem Dorfgasthof - aber der war auch weg. Ein großer wackliger Holzbau stand an seiner Stelle, mit großen, offenen Fenstern, einige davon zerbrochen und mit alten Hüten und Unterröcken ausgebessert, und über die Tür war gemalt "The Union Hotel, von Jonathan Doolittle". Anstelle des großen Baumes, der einst dem ruhigen, kleinen holländischen Gasthaus von damals Schutz bot, war dort eine große, nackte Stange aufgestellt, mit so etwas auf der Spitze, das aussah wie eine rote Schlafmütze, und eine Fahne flatterte von dort, auf der eine seltsame Ansammlung von Sternen und Streifen war; - all das war merkwürdig und unbegreiflich. Auf dem Schild jedoch erkannte er das rötliche Gesicht von King George, unter dem er so manche friedliche Pfeife geraucht hatte; aber sogar dies war eigenartig verändert. Den roten Mantel hatte man gegen einen blau und gelbbraunen ausgetauscht, ein Schwert wurde in der Hand gehalten statt eines Zepters, der Kopf war mit einem Dreispitz geschmückt und darunter war in Großbuchstaben hingemalt "GENERAL WASHINGTON".

Es waren, wie üblich, eine Menge Leute rund um die Tür, aber niemand, an den sich Rip erinnerte. Die eigentliche Persönlichkeit der Menschen schien verändert zu sein. Es gab einen betriebsamen, pulsierenden, streitbaren Umgangston statt der vertrauten stoischen Ruhe und der Beschaulichkeit. Er suchte vergeblich nach dem Weisen Nicholas Vedder, mit seinem breiten Gesicht, seinem Doppelkinn und seiner schön langen Pfeife, die Tabakrauchwolken anstelle leerer Reden von sich gibt; oder nach Van Bummel, dem Schulmeister, der die Inhalte einer uralten Zeitung ausspuckt. Anstatt dieser hielt ein magerer, gallenkrank aussehender Bursche, seine Taschen voller Handzettel, vehement eine Ansprache über die Rechte der Bürger - Wahlen - Mitglieder des Kongresses - Freiheit- Bunker Hill - Helden von sechsundsiebzig - und andere Wörter, die ein perfektes babylonisches Kauderwelsch für den verwirrten Van Winkle waren.

Das Erscheinungbild von Rip, mit seinem langen Bart, seiner rostigen Vogelflinte, seinem wunderlichen Gewand und einer Heerschar von Frauen und Kindern auf den Fersen, sorgte bald für Aufsehen bei den Wirtshauspolitikern. Sie drängten sich um ihn herum und betrachteten ihn von Kopf bis Fuß mit großer Neugierde. Der Redner eilte zu ihm hin und zog ihn halbwegs beiseite und fragte: "Für wen hat Er seine Stimme abgegeben?" Rip starrte ihn mit ausdrucklosem Unverstand an. Ein anderer kleiner, aber geschäftiger kleiner Kerl zog ihn an den Arm und fragte auf Zehenspitzen, in sein Ohr: "Ob er Föderalist oder Demokrat wäre?" Rip war gleichermaßen ratlos, die Frage zu begreifen, als sich ein Bescheid wissender, selbstgefälliger alter Herr mit kantigem Dreispitz seinen Weg durch die Menge bahnte, sie mit den Ellbogen nach rechts und links wegstoßend und sich vor Van Winkle aufpflanzend, einen Arm in die Seite gestemmt, den anderen auf seinem Stock ruhend, seine durchdringenden scharfen Augen und sein spitzer Hut so eindringlich, gewissermaßen bis in seine tiefe Seele, in einem strengen Ton fragte: "Was veranlasste ihn, mit einem Gewehr auf der Schulter und einer Meute auf seinen Fersen zu der Wahl zu kommen, und hat Er vor, einen Aufstand im Dorf anzuzetteln?" - "Ach! Ihr Herren", rief Rip ein wenig bestürzt, "ich bin ein armer, ruhiger Mann, gebürtig aus dem Ort, und ein treuer Untertan des Königs, Gott segne ihn!"

Hier brach ein allgemeiner Schrei aus den Umstehenden - "Ein Tory! Ein Königstreuer! Ein Spion! Ein Flüchtling! Vertreibt ihn! Fort mit ihm!" Mit großer Schwierigkeit stellte der selbstgefällige Mann mit dem Dreispitz die Ordnung wieder her, und nachdem er durch heftiges Stirnrunzeln einen sehr strengen Ausdruck erzeugt hatte, befragte er noch einmal den unbekannten Übeltäter, wozu er hergekommen sei und wen er suche. Der arme Mann versicherte ihm demütig, dass er nichts Böses vorhabe, sondern nur auf der Suche nach einigen seiner Nachbarn, die sich immer in der Kneipe aufgehalten hatten, hierher gekommen war.

"Nun - wer sind sie - wie heißen sie."

Rip dachte einen Augenblick nach und fragte: "Wo ist Nicholas Vedder?"

Für einen kurzen Moment war es still, bis ein alter Mann mit dünner piepsender Stimme erwiderte: "Nicholas Vedder! aber, er ist seit achtzehn Jahren tot! Es gab einen hölzernen Grabstein auf dem Friedhof, auf dem sich alles Wissenswerte über ihn befand, aber der ist jetzt auch verrottet und verschwunden."

"Wo ist Brom Dutcher?"

"Oh, er ging beim Beginn des Krieges zur Armee; einige sagen, er wäre beim Sturm auf Stony Point getötet worden - andere sagen, er wäre in einer Sturmbö am Fuß von Antonys Nose ertrunken. Ich weiß es nicht - er kam nie wieder zurück."

"Wo ist Van Bummel, der Lehrer?"

"Er ging auch in den Krieg, war ein großer General und ist jetzt im Kongress."

Rips Herz wurde schwächer als er von diesen trauringen Veränderungen in seinem Heim und bei seinen Freunden hörte und sich selbst so allein in der Welt wiederfand. Jede Antwort verwirrte ihn noch mehr, da sie solche ernorme Zeitabstände betrachteten und von Themen handelten, die er nicht verstehen konnte: Krieg - Kongress - Stony Point. Er hatte nicht den Mut nach weiteren Freunden zu fragen, sondern schrie vor Verzweiflung, "Kennt niemand hier Rip Van Winkle?"

"Oh, Rip Van Winkle!" riefen zwei oder drei, "oh, aber ja doch! das ist Rip Van Winkle da drüben, an den Baum gelehnt."

Rip schaute und sah das genaue Gegenstück von sich, als er zu dem Berg ging; offensichtlich so faul und geweiß so zerlumpt. Der arme Kerl war jetzt völlig verwirrt. Er zweifelte an seiner Identität und ob er er selbst war oder ein anderer Mann. Mitten in seiner Verwirrung verlangte der Mann mit dem Dreispitz, wer er wäre und wie er hieße?

"Gott weiß", rief er, am Ende mit seinem Latein: "Ich bin nicht ich selbst - ich bin jemand anderes - das bin ich da drüben - nein - das ist jemand, der in meinen Schuhen steckt - ich war ich selbst letzte Nacht, aber ich schlief auf dem Berg ein und sie haben mein Gewehr ausgetauscht und alle Dinge verändert und ich habe mich verändert und ich kann nicht sagen, wie ich heiße oder wer ich bin!"

Die Umstehenden begannen sich nun gegenseitig anzuschauen, nickten, zwinkerten bedeutungsvoll und tippten sich mit den Fingern gegen die Stirn. Es gab auch ein Gewisper darüber, das Gewehr sicher zu stellen und den alten Kerl davon abzuhalten, Unfug zu treiben und bei der bloßen Andeutung dessen, zog sich der selbstgefällige Mann mit dem Dreispitz hastig zurück. In diesem kritischen Moment drängte sich eine neu hinzugekommene anmutige Frau durch die Menge, um einen Blick auf den graubärtigen mann zu werfen. Sie hatte ein pausbäckiges Kind auf dem Arm, das erschrocken wegen seines Aussehens zu schreien begann. "Pst, Rip", rief sie, "pst, du kleiner Dummkopf, der alte Mann wird dir nichts tun." Der Name des Kindes, das Auftreten der Mutter, der Klang ihrer Stimme, das alles ließ eine Flut von Erinnerungen in ihm aufleben. "Wie ist Euer Name, gute Frau?", fragte er.

"Judith Gardenier."

"Und der Name Ihres Vaters?"

"Oh, ein armer Mann, Rip Van Winkle war sein Name, aber es ist zwanzig Jahre her, seit er von Zuhause mit seinem Gewehr wegging und seitdem hat niemand etwas von ihm gehört. Sein Hund kam ohne ihn zurück, aber ob er sich selbst erschossen hat oder von Indianern verschleppt wurde, kann niemand sagen. Ich war damals noch ein kleines Mädchen."

Rip hatte noch ein Frage, aber er stellte sie mit versagender Stimme:"Wo ist Ihre Mutter?"

"Oh, sie ist auch, aber erst vor Kurzem verstorben. Eines ihrer Blutgefäße platzte bei einem Anfall von Leidenschaft bei einem Hausierer aus Neuengland."

Es gab zumindest bisschen Trost in dieser Nachricht. Der ehrliche Mann konnte sich nicht länger zurückhalten. Er nahm seine Tochter und ihr Kind in seine Arme. "Ich bin dein Vater!" rief er - "Einst der junge Rip Van Winkle - jetzt der alte Rip Van Winkle! Kennt niemand den armen Rip Van Winkle?"

Alle standen erstaunt da, bis eine alte Frau, die aus der Menge heraus stolperte, ihre Hand an ihre Stirn legte und unter ihr in sein Gesicht blickte, ausrief, "Tatsächlich! es ist Rip Van Winkle - er ist es! Willkommen zurück zu Hause, alter Nachbar. Oh, wo bist du in diesen zwanzig langen Jahren gewesen?"

Rips Geschichte war schnell erzählt, für ihn waren die ganzen zwanzig Jahre wie eine Nacht gewesen. Die Nachbarn machten große Augen, als sie es hörten; einige sah man einander zuzwinkern und witzeln. Und der selbstgefällige Mann mit dem Dreispitz war zum Feld zurückgekehrt, als der Alarm vorbei war, zog die Mundwinkel hinunter und schüttelte den Kopf - woraufhin es durchweg ein allgemeines Kopfschütteln während der Versammlung gab.

Es wurde aber beschlossen, die Ansicht des alten Peter Vanderdonk zu übernehmen, der gesehen wurde, wie er langsam die Straße hinaufging. Er war ein Nachfahre des Historikers gleichen Namens, der einen der ersten Berichte über die Provinz schrieb. Peter war der älteste Bewohner des Dorfes und war bewandert in all den wunderbaren Ereignissen und Bräuchen der Nachbarschaft. Er erinnerte sich sofort an Rip und bekräftigte seine Geschichte auf die zufriedenstellendste Weise. Er bestätigte der Gesellschaft, dass es eine Tatsache sei, überliefert von seinem Vorfahren, dem Historiker, dass die Kaatskill-Berge immer schon von merkwürdigen Lebewesen heimgesucht worden waren. Es wäre bestätigt, dass der große Hendrick Hudson, der erste Entdecker des Flusses und des Landes, alle zwanzig Jahre eine Art Wache mit seiner Mannschaft von der Half-moon abhalten würde, auf diesem Weg war es ihm erlaubt, diese Plätze seiner Unternehmungen erneut zu besuchen und ein wachsames Auge auf den Fluss und die große Stadt, die nach ihm benannt wurde, zu werfen. Dass sein Vater sie einst in ihren alten hölländischen Gewändern beim Kegeln in einem Tal des Berges gesehen hatte und dass er selbst an einem Sommerabend den Klang ihren Kugeln gehört hatte, wie entferntes Dröhnen von Donner.

Um es kurz zu machen, die Gesellschaft trennte sich und kehrte zu der wichtigeren Angelegenheit, der Wahl, zurück. Rips Tochter nahm ihn mit nach Hause, wo er mit ihr lebte; sie hatte ein gemütliches und schön eingerichtetes Haus und einen starken, vergnügten Farmer als Ehemann, der Rip an eines der Gassenkinder erinnerte, die auf seinen Rücken zu klettern pflegten. Was Rips Stammhalter anbelangt, der ein Duplikat seiner selbst war und sich an den Baum lehnte, so wurde er für die Arbeit auf dem Bauernhof angestellt; aber er zeigte eine erbliche Veranlagung, sich um alles andere als um sein eigene Angelegenheiten zu kümmern.

Rip nahm wieder seine alten Pfade und Gewohnheiten auf; er fand bald viele seiner ehemaligen Kumpane, obwohl sie zum Zeitvertreib eher schlechter taugten und bevorzugte es, Freundschaften innerhalb der neuen Generation zu schließen, bei denen er bald ein großes Ansehen hatte.

Da er zu Hause nichts zu tun hatte und er in dieses glückliche Alter gekommen war, in dem ein Mann untätig sein kann, ohne dafür bestraft zu werden, nahm er wieder seinen Platz auf der Bank an der Gasthaustür ein und wurde als einer der Patriarchen des Dorfes geehrt und als eine Chronik aus der alten Zeit "vor dem Krieg". Es dauerte einige Zeit bis er bei den regelmäßigen Klatschrunden mitreden oder die fremden Ereignisse verstehen konnte, die während seiner Erstarrung geschehen waren. Wie dass es einen Unabhängigkeitskrieg gegeben hatte, das Land das Joch vom alten England abgeworfen hatte und er, anstatt ein Untertan seiner Majestät Georg III. zu sein, nun ein freier Bürger der Vereingten Staaten war. Rip war in der Tat kein Politiker, die Veränderungen von Staaten und Imperien machten auf ihn wenig Eindruck. Aber es gab eine Art von Gewaltherrschaft, unter der er lange gestöhnt hatte und das war die Regierung von Unterröcken. Glücklicherweise war das vorbei. Er hatte seinen Hals vom Joch der Ehe befreit und konnte ein- und ausgehen wann immer es ihm gefiel, ohne sich vor der Tyrannei der Dame Van Winkle zu fürchten. Wann auch immer ihr Name erwähnt wurde, schüttelte er den Kopf, zuckte mit den Schultern und verdrehte seine Augen, was entweder als Ausdruck der Resignation angesichts seines Schicksals oder als Freude über seine Befreiung durchgehen konnte.

Er erzählte seine Geschichte jedem Fremden, der in Mr. Doolittles Hotel eintraf. Er wurde anfangs dabei beobachtet, dass er jedesmal einige Punkte veränderte, wenn er es erzählte, was zweifellos darauf zurückzuführen war, dass er erst vor Kurzem aufgewacht war. Schließlich blieb er genau bei der Geschichte, die ich erzählt habe und nicht ein Mann, nicht eine Frau oder ein Kind in der Nachbarschaft kannte sie jedoch auswendig. Einige taten so, als ob sie an ihrer Echtheit zweifelten und beharrten darauf, dass Rip sich das ausgedacht hatte und dass dies ein Punkt war, an dem er immer unbeständig blieb. Die alten holländischen Einwohner aber, glaubten ihm fast ausnahmslos. Bis heute hören sie an einem Sommerabend nie ein Gewitter über dem Kaatskill, ohne zu sagen, Hendrick Hudson und seine Mannschaft sind beim Kegeln und wenn ihr Leben schwer auf ihren Schultern lastet, ist es ein allgemeiner Wunsch aller Ehemänner aus der Nachbarschaft, die unter dem Pantoffel stehen, einen beruhigenden Schluck aus Rip Van Winkles Krug zu nehmen.

www.world-english.org
unit 10
He inherited, however, but little of the martial character of his ancestors.
2 Translations, 4 Upvotes, Last Activity 9 months ago
unit 16
The children of the village, too, would shout with joy whenever he approached.
1 Translations, 4 Upvotes, Last Activity 9 months ago
unit 19
The great error in Rip's composition was an insuperable aversion to all kinds of profitable labor.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 9 months, 1 week ago
unit 26
His children, too, were as ragged and wild as if they belonged to nobody.
2 Translations, 7 Upvotes, Last Activity 9 months ago
unit 33
He shrugged his shoulders, shook his head, cast up his eyes, but said nothing.
1 Translations, 5 Upvotes, Last Activity 9 months ago
unit 44
It is true he was rarely heard to speak, but smoked his pipe incessantly.
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 59
unit 60
Rip Van Winkle!"
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 9 months ago
unit 61
He looked round, but could see nothing but a crow winging its solitary flight across the mountain.
2 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 63
Rip Van Winkle!
1 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 9 months ago
unit 67
On nearer approach he was still more surprised at the singularity of the stranger's appearance.
2 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 68
He was a short square-built old fellow, with thick bushy hair, and a grizzled beard.
2 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 76
On entering the amphitheatre, new objects of wonder presented themselves.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 9 months ago
unit 77
On a level spot in the centre was a company of odd-looking personages playing at nine-pins.
1 Translations, 4 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 80
They all had beards, of various shapes and colors.
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 81
There was one who seemed to be the commander.
1 Translations, 4 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 89
By degrees Rip's awe and apprehension subsided.
1 Translations, 4 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 91
He was naturally a thirsty soul, and was soon tempted to repeat the draught.
2 Translations, 6 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 93
On waking, he found himself on the green knoll whence he had first seen the old man of the glen.
1 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 94
He rubbed his eyes—it was a bright sunny morning.
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 96
"Surely," thought Rip, "I have not slept here all night."
1 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 97
He recalled the occurances before he fell asleep.
2 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 99
that flagon!
2 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 100
that wicked flagon!"
2 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 101
thought Rip,—"what excuse shall I make to Dame Van Winkle!".
1 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 104
Wolf, too, had disappeared, but he might have strayed away after a squirrel or partridge.
2 Translations, 4 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 107
As he rose to walk, he found himself stiff in the joints, and wanting in his usual activity.
2 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 113
Here, then, poor Rip was brought to a stand.
1 Translations, 4 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 115
What was to be done?
1 Translations, 4 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 116
the morning was passing away, and Rip felt famished for want of his breakfast.
3 Translations, 7 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 120
Their dress, too, was of a different fashion from that to which he was accustomed.
2 Translations, 8 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 123
He had now entered the skirts of the village.
2 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 124
A troop of strange children ran at his heels, hooting after him, and pointing at his gray beard.
2 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 125
The dogs, too, not one of which he recognized for an old acquaintance, barked at him as he passed.
3 Translations, 4 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 126
The very village was altered; it was larger and more populous.
2 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 128
Strange names were over the doors—strange faces at the windows—every thing was strange.
2 Translations, 5 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 129
unit 130
Surely this was his native village which he had left but the day before.
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 132
Rip was sorely perplexed.
2 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 133
"That flagon last night," thought he, "has addled my poor head sadly!"
2 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 136
A half-starved dog that looked like Wolf was sulking about it.
2 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 137
Rip called him by name, but the cur snarled, showed his teeth, and passed on.
2 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 138
This was an unkind cut indeed.
2 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 139
"My very dog".
2 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 140
sighed poor Rip, "has forgotten me!".
1 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 141
He entered the house, which, to tell the truth, Dame Van Winkle had always kept in neat order.
2 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 142
It was empty, forlorn, and apparently abandoned.
2 Translations, 4 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 144
He now hurried forth, and hastened to his old resort, the village inn—but it too was gone.
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 149
There was, as usual, a crowd of folk about the door, but none that Rip recollected.
2 Translations, 5 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 150
The very character of the people seemed changed.
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 155
They crowded around him, eyeing him from head to foot with great curiosity.
2 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 156
The orator bustled up to him, and, drawing him partly aside, inquired "On which side he voted?"
2 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 157
Rip stared in vacant stupidity.
5 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 4 weeks ago
unit 161
Here a general shout burst from the by-standers—"A tory!
2 Translations, 4 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 162
a tory!
2 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 163
a spy!
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 164
a refugee!
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 165
hustle him!
3 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 166
away with him!"
2 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 169
"Well—who are they—name them".
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 170
Rip bethought himself a moment, and inquired, "Where's Nicholas Vedder?"
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 171
unit 172
why, he is dead and gone these eighteen years!
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 174
"Where's Brom Dutcher?"
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 176
I don't know—he never came back again."
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 177
"Where's Van Bummel, the schoolmaster?"
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 178
"He went off to the wars too, was a great militia general, and is now in congress".
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 181
"Oh, Rip Van Winkle!"
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 182
exclaimed two or three, "oh, to be sure!
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 183
that's Rip Van Winkle yonder, leaning against the tree".
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 185
The poor fellow was now completely confounded.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 186
He doubted his own identity, and whether he was himself or another man.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 187
unit 192
She had a chubby child in her arms, which, frightened at his looks, began to cry.
3 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 193
"Hush, Rip," cried she, "hush, you little fool; the old man won't hurt you."
2 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 195
"What is your name, my good woman?"
3 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 196
asked he.
1 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 197
"Judith Gardenier."
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 198
"And your father's name?"
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 200
I was then but a little girl".
1 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 201
Rip had but one question more to ask; but he put it with a faltering voice: "Where's your mother?"
1 Translations, 0 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 203
There was a drop of comfort, at least, in this intelligence.
2 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 204
The honest man could contain himself no longer.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 205
He caught his daughter and her child in his arms.
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 206
"I'm your father!"
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 207
unit 209
it is Rip Van Winkle—it is himself!
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 210
Welcome home again, old neighbor.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 211
Why, where have you been these twenty long years?"
2 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 212
Rip's story was soon told, for the whole twenty years had been to him but as one night.
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 215
unit 217
He recollected Rip at once, and corroborated his story in the most satisfactory manner.
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 231
He used to tell his story to every stranger that arrived at Mr. Doolittle's hotel.
2 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 235
The old Dutch inhabitants, however, almost universally gave it full credit.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
unit 237
www.world-english.org
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 8 months, 3 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 159  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 219  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 215  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 230  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 228  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 225  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 220  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 216  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 211  8 months, 3 weeks ago
lollo1a • 9516  commented on  unit 215  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 187  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 192  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 193  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 194  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 195  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 193  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 206  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 200  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 199  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 196  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 195  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 189  8 months, 3 weeks ago
lollo1a • 9516  commented on  unit 200  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 177  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 176  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 189  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 149  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 159  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 161  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 165  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 166  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 167  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  translated  unit 166  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 166  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  translated  unit 165  8 months, 3 weeks ago
Omega-I • 6033  translated  unit 196  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 164  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 163  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 162  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 160  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  translated  unit 165  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  translated  unit 166  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  translated  unit 163  8 months, 3 weeks ago
Siri • 7198  translated  unit 162  8 months, 3 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 146  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 153  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 149  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 146  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 116  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 133  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 124  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 47  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 157  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 61  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 47  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 46  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 153  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 156  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 11  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 114  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 85  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 79  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 74  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 71  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 70  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 69  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 36  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 35  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 158  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 154  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 147  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 45  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  commented on  unit 146  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 122  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 95  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 140  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 135  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 132  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 131  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 125  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 118  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 117  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 114  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 119  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 116  8 months, 4 weeks ago
lollo1a • 9516  commented on  unit 120  8 months, 4 weeks ago
lollo1a • 9516  commented on  unit 89  8 months, 4 weeks ago
lollo1a • 9516  commented on  unit 91  8 months, 4 weeks ago
lollo1a • 9516  commented on  unit 116  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 90  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 91  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 92  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 115  8 months, 4 weeks ago
Scharing7 • 7725  commented on  unit 111  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 109  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 106  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 93  8 months, 4 weeks ago
Siri • 7198  commented on  unit 93  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 89  8 months, 4 weeks ago
lollo1a • 9516  commented on  unit 104  8 months, 4 weeks ago
Omega-I • 6033  translated  unit 99  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 72  8 months, 4 weeks ago
bf2010 • 10880  commented on  unit 73  8 months, 4 weeks ago