en-de  Meet the Cultural Illuminati Guarding France’s Most Sacrosanct Asset: The French Language Hard
Begegnungen mit den kulturellen Illuminati, die Frankreichs heiligstes Gut schützen: Die französische Sprache.

Von James Reginato, Fotografien von Jonathan Becke, Vanity Fair, 12. September 2018.

Die Unantastbarkeit - und Relevanz - der französischen Sprache liegt in den Händen der furchtlosen Mitglieder der Académie Française, einer jahrhundertealten, geheimnisumwitterten Gesellschaft, die daran arbeitet, die französische Muttersprache zu erhalten.

Wenn man als "die Unsterblichen" bekannt ist, "wie es die 40 Mitglieder der Académie Française sind, ist es schwer, sich selbst auf die leichte Schulter zu nehmen. Während fünf Jahrhunderten sind 732 von ihnen auf Erden gewandelt und regierten als die Hüter von Frankreichs wertvollstem Gut: Seiner Sprache. Ein linguistischer Geheimdienst, wenn sie so wollen, zeigen sie nach außen eine fast priesterliche Aura, wenn sie ihre 'habits verts' [grünen Gewänder] anlegen - lange schwarze Umhänge, bestickt mit blattgrünen botanischen Motiven - ergänzt durch kunstvolle, zeremonielle Schwerter. Von den Künsten und der akademischen Welt genauso wie von der Geistlichkeit und der Regierung wird die Académie als Ansammlung der besten Köpfe des Landes betrachtet und entsprechend verehrt. Schließlich ist er der exklusivste Klub Frankreichs.

In den letzten Jahren haben diese erhabenen Gelehrten (im Alter von rüstigen 60 bis zu 99), die nach ihrer Wahl in die Gemeinschaft auf Lebenszeit dienen, jedoch angefangen, sich mit einigen typischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts auseinanderzusetzen, - nicht zuletzt damit, ihre Ränge aufzufüllen. Innerhalb ihres tempelartigen Palastes auf dem linken Seine-Ufer, gegenüber dem Louvre, in der majestätischen kuppelgekrönten Kammer in der sie sich versammeln, wurde eine gute Anzahl nummerierter Lehnstühle für lange Strecken vacant gelassen (sechs waren seit 2017 unbesetzt), während die Académie ihren mühsamen Wahlprozess durchläuft. Im Mai wählte sie ihre fünfte lebende Unsterbliche, und die Neunte, die jemals gewählt wurde. Meinungen zu Artikeln zu zentralen Streitpunkten - wie "geschlechtsneutrale Schreiben", die darauf abzielen, die französische Grammatik geschlechtsneutral zu gestalten, haben zu einem kulturellen Aufruhr geführt.

Die Académie Française bleibt eine einzigartige Kombination von Pomp und wirklicher intellektueller Kraft - eine Bastion in jeglicher Hinsicht - wie ich in einer Woche im Mai miterleben konnte, als mir die historisch pressefeindlichen Kräfte der Académie Interviews und Zugang in ihren Palast. gewährten. Die Frage liegt auf der Hand: Kann die geheimnisvolle, archaische Académie durch frisches Blut, Aufmerksamkeit und Energie wiederbelebt werden? Und was genau tun sie?

Seit 1635, als sie von Kardinal Richelieu, dem Ersten Minister von Ludwig XIII. gegründet wurde, ist die wichtigste Aufgabe der Akademie, das offizielle Wörterbuch der Französische Sprache zu schreiben. Es dauerte 56 Jahre, die erste Ausgabe fertigzustellen. Eine neue Ausgabe wird angefangen, sobald die vorherige fertig ist, und benötigt normalerweise die Arbeit von Jahrzehnten. Die Arbeit an der 9. Ausgabe des Wörterbuchs der Académie Française, das 1986 begonnen wurde, ist (Stand August) bis zu dem Wort "surhomme" (Übermensch/Supermann) vorangekommen. Jeden Dienstagmorgen versammeln sich die 15 Mitglieder des Wörterbuchkomittees um einen ovalen Tisch, wie es ihre Vorgänger seit Jahrhunderten getan haben, und machen Wort für Wort weiter. "Wir schaffen 20 bis 30, wenn alles gut geht", sagt ein Mitglied. An jenem Nachmittag versammelt sich die gesamte Mitgliedschaft zu einem gelehrten Diskurs, und der ist lebhafter als man vielleicht denkt.

"Wir haben Spaß; es ist nicht langweilig. Wir haben Diskussionen, nicht Streitgespräche. Ich habe noch nie zu meinem Schwert greifen müssen," sagt der Dramatiker René de Obaldia, der Inhaber des Lehnstuhls Nummer 22 seit 1999, der im Oktober 100 Jahre alt wird. "Es ist eine Freude dorthin zu gehen, weil die Leute einen so höflichen Umgang miteinander pflegen. Es ist völlig außerhalb der heutigen Zeit", sagt Kunsthistoriker Pierre Rosenberg, der frühere Direktor des Louvre und seit 1995 Inhaber von Lehnstuhl 23 . "Wir sind nicht hier, um Veränderungen zu unterbinden", sagt der Autor Sir Michael Edwards, der einzige britische Unsterbliche (Lehnstuhl 31, seit 2013), "sondern um die Sprache im Sinne der größten Eloquenz, Findigkeit und Schönheit zu fördern und um sie in die Richtung des bestmöglichen Französisch zu lenken. "Kontroversen können auf dem Weg entstehen. Gelegentlich veröffentlicht die Académie allgemeine Erlasse, Einwände und Besorgnisse, von denen viele beabsichtigen ein schädliches ausländisches Wort, besonders einen Anglizismus, zu unterdrücken, damit es sich nicht in der französischen Sprache festsetzt; an deren Stelle schlagen die Mitglieder ein wünschenswertes französisches Äquivalent vor. Einige ihrer Bemühungen haben Erfolg - courriel ist weit verbreitet anstelle von "E-Mail" - aber viele andere, wie Prêt hypothécaire à risque élevé anstelle von "Subprime-Hypothek", setzen sich niemals durch.

Und dann gibt es das geschlechtsneutrale Schreiben, ein schweres Problem für eine Sprache, in der das Geschlecht eine zentrale Rolle spielt. Französische Nomen sind entweder maskulin oder feminin und bestimmen ihre Adjektive, und das maskuline sticht das feminine immer aus: wenn ein Pfleger in einer Gruppe von 99 Pflegerinnen auftaucht, werden sie alle 'infirmiers' genannt, nicht 'infirmières'. Die französische Hochkommission für geschlechtliche Gleichstellung verdammte diese Praxis kürzlich als "eine Form sexueller Tyrannei". Aber für die Unsterblichen würde die Veränderung der Grammatikregeln ein schlimmes Ärgernis erzeugen: eine plumpe, unelegante und letztlich weniger schöne Sprache. Im Oktober 2017 gaben sie laut 'The Telegraph' eine strikte Erklärung ab, die einfach 'non' sagte. Geschlechtsneutralität "führt zu einer fragmentierten Sprache, ungleich in ihrem Ausdruck, und sie stiftet Verwirrung, die an Unlesbarkeit grenzt. . . . Konfrontiert mit der geschlechtsneutralen Verwirrung, ist die französische Sprache in Lebensgefahr, wofür unsere Nation kommenden Generationen rechenschaftspflichtig ist." Viele Feministen waren über den Stand der Dinge empört. Auch andere Französischsprachige sehen die Académie als elitär und altmodisch an. Der Journalist François Busnel ging scharf mit der Organisation ins Gericht und verglich sie mit "einem fetten, blinden, selbstmörderischen Wal, der hartnäckig entschlossen ist, an einer felsigen Küste an Land zu gehen, während alle zusehen." Aber die Académie hat immer noch Freunde in hohen Positionen. Im März rockte Präsident Macron das Haus mit einer mitreißenden Rede, der ersten Rede, die ein amtierender französischer Präsident hier jemals hielt. "Grammatik, Wortschatz, Etymologie und . . . Literatur sind der Nährboden, auf dem unser Leben Wurzeln schlägt", sagte er. Macron und seine Frau Brigitte führten, flankiert von den ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande, einige Monate zuvor, im Hof des Les Invalides, der das Grab Napoleons enthält, das große Staatsbegräbnis von Jean d'Ormesson an, einem geliebten Autor, der nach einer 44-jährigen Amtszeit in der Académie im Alter von 92 Jahren gestorben war. "Wir sind hier, unterschiedlich in Alter, Herkunft, Beruf [und] politischen Meinungen, aber einig darüber was das Wesen Frankreichs [ausmacht]: die Liebe zur Literatur", sagte Macron, bevor er einen Bleistift auf d'Ormessons mit der Trikolore bedeckten Sarg legte.

In den letzten Jahren widmete sich die Académie blindwütig der Besetzung ihrer leeren Sitze. Nach der Wahl des Mitteralterforschers Michel Zink im Dezember 2017, nahm sie dieses Jahr den Romanautor Patrick Grainville und die Philologin Barbara Cassin auf. Die Wahl der Letzteren war besonders bemerkenswert, da sie als eine Linke angesehen wird, von einigen sogar als eine Radikale - und, oh ja, sie ist eine Frau, die den aktuellen weiblichen Bevölkerungsanteil der Académie auf fünf erhöht. Bei der ersten weiblichen Ernennung von Marguerite Yourcenar im Jahr 1980 schickte Präsident Valéry Giscard d'Estaing - der 2003 ein Unsterblicher wurde und heute mit 92 Jahre immer noch ist - ihr einen Telegramm, in dem er seine "ehrerbietigen Glückwünsche zu ihrer brillanten Wahl, die den bedeutenden Platz der Frauen in der französischen Literatur weiht." Yourcenar sagte später in ihrer Antrittsrede: "Man kann nicht sagen, dass die Académie in der französischen Gesellschaft, die so von femininen Einflüssen durchdrungen ist, ein bemerkenswerter Frauenfeind war. Sie entsprach einfach dem Brauch, dass eine Frau bereitwillig auf ein Podest gestellt wird, erlaubte sich aber nicht, ihr offiziell einen Stuhl anzubieten." Weniger zukunftsweisend war die Wahl am 21. Juni, als sich die Mitglieder versammelten, um einen Nachfolger für den verstorbenen Romanautor Michel Déon zu wählen. Unter den diversen Anwärtern zählten Bruno Racine (66), ein angesehener Beamter, der zuletzt Direktor der Bibliothèque Nationale de France war, und Frédéric Mitterrand (71), ein vielschichtiger Schriftsteller, Filmemacher und ehemaliger französischer Kulturminister zu den Spitzenkandidaten. Frédéric, ein Neffe des verstorbenen Präsidenten Mitterand, ist auch offen schwul.

Die Wahl eines Unsterblichen wurde mit der Wahl eines Papstes verglichen, aber mit gewissen Unterschieden. "Alle [Akademiemitglieder] sind überzeugt, dass sie wichtiger sind als der Papst", sagt Xavier Darcos, Kanzler des Institut de France und ein Unsterblicher, mit einem Lachen. Der Direktor eines Pariser Museum beschreibt die Académie als eine "Kreuzung zwischen dem Vatikan und dem Jockeyclub" und bezieht sich damit auf den vornehmsten Männerclub in Paris. Und wie das päpstliche Konklave kann die Académie für lange Zeit völlig zum Stillstand kommen. Am 21. Juni, nachdem kein Kandidat eine Mehrheit der Stimmen erhielt (Mitterand erlangte in jeder der drei Runden elf, während Racine im Durchschnitt acht bekam) wurde eine Wahlfreigabe erklärt; ein erneuter Versuch wurde für den 11. Oktober angesetzt - allerdings nicht unbedingt mit den gleichen Kandidaten. Die Analyse eines bedeutenden, heterosexuellen französischen Intellektuellen, mit dem ich sprach, war so: "Mitterand hat die Unterstützung von einer wichtigen Strömung in der Académie: den Schwulen. Als Gruppe ist ihr Einfluss ziemlich stark - nicht stark genug, damit Mitterand gewählt wird, aber stark genug um Racine zu blockieren." (Historiker and Romanautor Dominique Fernandez, 89, 2007 gewählt auf Lehnstuhl 25, ist derzeit das einzige Mitglied der Académie, der sich öffentlich als schwul bezeichnet.)

Ein berühmter Schriftsteller jedoch drückte Zweifel darüber aus, dass die sexuelle Orientierung der Mitglieder hier eine Rolle spielte. "Ich würde glauben, sie würden Mitterand zurückweisen, weil er ein Sozialist ist", sagte er. Dieselbe Quelle schrieb Racines Verlust an seiner Stillosigkeit zu: "Er ist ein netter Bürokrat, sondern niemandes Vorstellung von dem, was ausgezeichnet ist. Er war das, was meine Mutter 'gewöhnlich' genannt hätte. Und das Auftreten zählt, wenn man die Unsterblichen auffordern muss, einem ihre Stimme zu geben." Kardinal Richelieu behauptete, er habe die Académie gegründet, um "die französische Sprache festzulegen, ihr Regeln zu geben, sie rein und für alle verständlich zu machen." Die Vereinheitlichung und Vervollkommnung der Sprache - und das Unterdrücken regionaler Dialekte - brachte Frankreich und seinem Reich Einheit und Ruhm. Da das Brexit-verpflichtete Großbritannien und die Trump-beschmierten Vereinigten Staaten isolationistischer werden, ist Sprache jetzt für Frankreichs globale Ambitionen ein Schlüsselinstrument, was der Académie eine erneute Mission darstellt. (In seiner Rede dort, gab Macron seinen Plan bekannt, Französisch, heute die fünfthäufigst gesprochene Sprache der Welt, mit fast 300 Milliionen Sprechern, zur dritthäufigsten Sprache zu machen.)

Ursprünglich im Louvre eingerichtet, zog das 'Parlament der Gelehrten' 1805 auf Napoleons Anordnung in seinen gegenwärtigen Palast um, ein Meisterstück, 1661 von Kardinal Mazarin bei großen Kosten in Auftrag gegeben, und durch den Architekten Louis Le Vau in einer Mischung aus Barock und Klassik entworfen, bevor er seine Arbeit an Versailles für Louis XIV. begann. In ihrem neuen Zuhause kam die Académie unter die Herrschaft von Napoleons neugegründeten 'Institut de France', welches vier weitere Gelehrtengesellschaften umfasste: 'l’Académie des Inscriptions et Belles-Lettres' [Akademie der Inschriften und schönen Schriften]; 'l’Académie des sciences' [Akademie der Wissenschaften]; 'l’Académie des Beaux-Arts' [Akademie der schönen Künste]; und 'l’Académie des sciences morales et politiques' [Akademie der moralischen und politischen Wissenschaften]. Jede Akademie arbeitet weiterhin unabhängig unter dem Schirm des Instituts, zusammen geben sie happige 25 Millionen Dollar jährlich für Auszeichnungen aus.

Bei der jährlichen Séance solennelle [feierlichen Sitzung], die für die Preisverleihung von den fünf Akademien gemeinsam veranstaltet wurde, zogen die Unsterblichen nach einem Festzug von Frankreichs Republikanischen Garde in die Kuppel ein. Die Gestaltung ihrer grünen Signaturgewänder stammt von einem von Napoleon ernannten Komitee, zu dem der Maler Jacques-Louis David und der Bildhauer Jean-Antoine Houdon gehörten. Die maßangefertigten Roben sind mit zierlicher Nadelarbeit handbestickt, die botanische Formen darstellt, und wurden in Modehäusern wie Lanvin, Balmain und in jüngerer Zeit Christian Lacroix und Pierre Cardin angefertigt. Jedes Mitglied der Académia trägt auch ein Schwert, das Aspekte seines Lebens durch Inschriften und Designs widerspiegelt. Die meisten Mitglieder haben Stücke, die von Juwelieren wie Cartier, Arthus-Bertrand, Chopard und Lorenz Bäumer angefertigt wurden.

Unnötig zu sagen, sowohl die Kleidung als auch die Klingen sind 'cher' [teuer]. Ein Maßanzug kann auf $ 60.000 kommen und ein Schwert - nun, der Himmel ist die Grenze. Herkömmlicherweise haben die Schirmherren ein Komitee gebildet, um Spenden einzusammeln, damit diese Gegenstände einem neuen Mitglied der Académie geschenkt werden können.

Viele erstaunliche Schwerter wurden in Auftrag gegeben, aber es wäre schwer, jenes zu übertreffen, das Cartier 1955 für den verstorbenen französischen Schriftsteller Jean Cocteau fertigte. Von Cocteau selbst entworfen, zeigte es die wichtigsten Themen seines künstlerischen Universums, das Profil von Orpheus, seiner Muse, ist in den gebogenen Linien des Griffes nachgezeichnet, während der Knauf von einer Elfenbeinfassung der Orpheus-Leier gekrönt ist - geschmückt mit einem 2,84-Karat-Smaragd, der von Coco Chanel beigetragen wurde. Die Parierstange hatte die Form eines Stückes Holzkohle, die an seine Zeichnungen erinnerte, während auf der Scheide ein Muster, das an das Gitter des Palais-Royal erinnerte, auf Cocteaus Wohnung hinwies.

"Ist französisch sexistisch? Ja! Aber. . . wenn man versucht, eine Sprache nicht sexistisch zu machen, weiß ich nicht, ob es dann noch eine Sprache ist." Wie ein Besuch im Hause des neuesten Unsterblichen enthüllte, ist sie nicht mehr die Académie deines Großvaters. Barbara Cassin, 71, eine der führenden Philologen der Welt, ist eine ehemalige Forschungsdirektorin des Französischen Nationalen Zentrums für Wissenschaftliche Forschung, die ihre herausragende Kariere mit dem Studium der Sophistik, der Rhetorik und ihrem Verhältnis zur Philosophie verbracht hat. Ihre Arbeit wurde als "eine Synthese des Heideggerschen Denkens mit einer linguistischen Wende" beschrieben. Mit anderen Worten, wie sie in Boston sagen, sie ist sündhaft klug. Obwohl sich Cassin selbst als Feministin beschreibt, missbilligt sie geschlechtsneutrales Schreiben. "Ist die französische Sprache sexistisch? Ja!", ruft sie aus. "Aber es ist keine angemessene Frage, ob eine Sprache sexistisch ist oder nicht - alles ist sexistisch. Wenn man versucht, eine Sprache nicht sexistisch zu machen, weiß ich nicht, ob sie am Ende noch eine Sprache ist." Als sie die Tür zu ihren angenehm unkonventionellen, mit Büchern vollgestopften und mit Pflanzen gefüllten Appartement im Fünften Arrondissement öffnet, ist sie energiegeladen und gut gelaunt und scheint viel jünger als 71. "Ich bin gerade gewählt!", sagt sie ausgelassen. "Aber ich bin noch nicht drin!" Cassin wird offiziell frühestens im Frühjahr 2019 eine Unsterbliche werden, eine neues Acamédmie-Mitglied muss erst vom französischen Präsidenten in einem privaten Treffen im Élysée-Palast offiziell empfangen und bestätigt werden. Aber das zeitaufwändigere Geschäft ist die Lobrede, die von einem neugewählten Mitglied über seinen oder ihren Vorgänger zu schreiben erwartet wird. Diese Reden, die bis zu einer Stunde dauern, gelten als die endgültige Erklärung über die Académie-Karriere des Verstorbenen, in dessen Vorbereitung vom Autor erwartet wird, alles zu lesen, was der Vorgänger jemals geschrieben hat. Die daraus resultierenden Reden, die später im Allgemeinen in Buchform veröffentlicht werden, sind schillernde Beispiele französischer intellektueller Fähigkeiten.

"Es gibt da noch die Robe und das Schwert", fügt Hélène Carrère d’Encausse, die 'secrétaire perpétuelle' [ewige Sekretärin] der Académie und erklärt die Vorbereitungen vor der Amtseinführung: Couture-Häuser und Juweliere benötigen viele Monate, um die exquisiten Elemente ihres Handwerks auszuführen.

Aber dies ist eine Tradition, die vielleicht überdacht werden sollte. "Ich kann die Idee nicht ertragen, dass es so viel kostet, dass ich Freunde bitten muss, dafür zu bezahlen. Gewiss nicht!", sagt Cassin. "Ich möchte ein virtuelles Schwert haben, wie mein Enkel eins hat, von der guten Seite der Macht." Später melde ich mich im imposanten, getäfelten Büro von Xavier Darcos - Nachfolger von Prinz Gabriel de Broglie, 87, dessen Familientitel aus dem Heiligen Römischen Reich stammt - der im letzten Dezember Kanzler des Instituts wurde. Das Eintreffen Darcos, 71, ein hochgeschätzter Karriere-Beamter und Politiker, wird als weiteres Zeichen der Modernisierung gesehen, de Broglies alte Welt war höfisch, aber autokratisch, und dieser Kanzler scheint darauf konzentriert, die Organisation ins 21. Jahrhundert zu führen.

"Sprache ist Macht", sagt er fest. "Richelieu hatte recht - es ist ein politisches Werkzeug." Darcos schimmerndes Schwert (hergestellt von Lorenz Bäumer), das er stolz vorzeigt, erscheint mit seinem atemberaubenden Goldgriff ebenfalls als ein mächtiges Werkzeug. "Ich habe großzügige Freunde", bemerkt er.

Der Kanzler bestreitet, dass die Académie irrelevant oder elitär sei - obwohl er versteht, warum manche Leute diesen Eindruck haben. "Manchmal glauben die Leute, wir sind ein bisschen passé [von gestern], weil unsere Mitglieder vorzugsweise in den späteren Abschnitten ihrer Karriere gewählt werden", sagt er. "Aber ich würde sagen, wir sind das Gegenteil von passé. Wir sind hier, um die Schöpfung zu unterstützen. Wenn es Zeit ist, nach einem neuen Mitglied zu suchen, suchen wir nach Personen, die nicht in ihrem eigenen Raum eingeschlossen sind, nach Personen, die sich durch verschiedene Teile der Gesellschaft bewegt haben - eine Person, artikuliert und kultursensibel und mit Lust darauf." Und wenn ein Kandidat sich selbst bewirbt, hat er eine Chance? Darcos wägt seine Antwort sorgfältig: "Die Vorsicht sagt, dass es besser ist, gefragt zu werden. Das Klügste ist, auf unserem Radar zu sein. Aber es gibt Draufgänger. . .", sagt er und hebt seine berühmten Augenbrauen.

Es wurde spekuliert, dass die Académie dank unzähliger prächtiger Vermächtnisse und Geschenke über viele Jahrhunderte kolossal reich ist. Gerüchte sind weit verbreitet, aber Zahlen sind schwer zu bekommen - "Sie war nie sehr transparent bezüglich ihrer Finanzen", sagte mir der Museumsdirektor. Allerdings wurden Geschenke in jüngerer Zeit bekannt gegeben, wie zum Beispiel ein 20-Millionen-Euro-Vermächtnis für den Bau eines neuen Auditoriums von Liliane Bettencourt, bei ihrem Tod 2017 Frankreichs reichste Frau.

In dem 2014 erschienenen Buch 'Coupole et dépendances' [die Kuppel und die Nebengebäude] untersuchte der französische Journalist Daniel Garcia die Institution und berichtete, dass die Académie und das Institut de France ungefähr eine Milliarde Euro allein in Wertpapieren besitzt und viel mehr als das in Grundstücken und Landbesitz, einschließlich eines guten Brockens von Paris (ungefähr 40 erstklassige Gebäude), etliche Hektar Wald und zahlreiche historische Schlösser, einige mit atemberaubender Kunst ausgestattet. Erstes unter ihnen ist das außergewöhnliche Chantilly, dessen Gemäldesammlung in Frankreich nur der des Louvre nachsteht.

Gemäß Garcia 'opacity reigns supreme' [Intransparenz regiert am besten] wenn es um die Finanzberichte der Académie geht, er stellte auch in Frage, ob ihre umfangreiche Ausstattung effizient genug verwaltet wurde (obwohl er keine Amtsmissbräuche aufdeckte). De Broglie antwortete nicht auf Garcias Interviewanfragen.

"Es ist zu einer sehr wohlhabenden Institution herangewachsen", bemerkt Darcos. Aber wenn ich nach Einzelheiten frage, sagt er vorsichtig, “C’est très compliqué.” [Das ist sehr kompliziert.) Viele der Vermögenswerte und Anwesen in ihrem Vermögen ziehen Bargeld eher ab, als es zu generieren, erklärt er und zitiert als Beispiel Chantilly, das dem Institut 1886 von Duc d'Aumale vermacht worden war. Im Jahr 2005 trat das Institut mit Seiner Hoheit, dem Aga Khan, in eine langfristige Partnerschaft zur Finanzierung der riesigen Kosten für Unterhalt und Restaurierung ein.

Hierbei, wie bei allem, geht die Académie auf lange Sicht. "Wir werden unsterblich genannt, aber das ist selbstverständlich ein Witz. Wer wird sich an uns erinnern?" fragt Pierre Rosenberg. "Es ist die Institution, die unsterblich ist." Carrère d’Encausse sagt einfach: "Wir werden die Unsterblichen genannt, weil wir sicherstellen müssen, dass die französische Sprache niemals stirbt." Dennoch gibt es gelegentlich Fristen, die zu berücksichtigen sind. Sir Michael Edwards ist vorsichtig optimistisch, dass die Arbeit an der 1986 begonnenen neunten Auflage des Wörterbuches im Jahr 2021 abgeschlossen werden wird. "Aber die Zeit wird es zeigen", sagt er. Gesprochen wie ein wirklicher Unsterblicher.

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Meet the Cultural Illuminati Guarding France’s Most Sacrosanct Asset: The French Language.
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By James Reginato, Photographs by Jonathan Becker, Vanity Fair, September 12, 2018.
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It is, after all, the most exclusive club in France.
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In May, it chose its fifth living female immortal, and the ninth ever.
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And just what, exactly, do they do?
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The first edition took 56 years to complete.
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A new edition is embarked upon as soon as one is finished, and typically requires decades of labor.
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“We’ll cover 20 to 30 if all goes well,” says one member.
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“We have fun; it’s not stuffy.
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We have discussions, not arguments.
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And then there’s inclusive writing, a tough ask for a language where gender is a central feature.
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In October 2017, according to The Telegraph, they issued a stern declaration that just said non.
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“Grammar, vocabulary, etymology, and .
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literature are the breeding ground where our lives take root,” he said.
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In the past few years the Académie has been furiously devoted to filling its empty seats.
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A nephew of the late president Mitterrand, Frédéric is also openly gay.
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And like papal conclaves, the Académie can remain deadlocked for long periods.
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“I would think they would refuse Mitterrand because he’s a socialist,” he says.
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Both the threads and the blades are, needless to say, cher.
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A custom suit can run $60,000, and a sword—well, the sky’s the limit.
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“Is French sexist?
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Yes!
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But .
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Although Cassin describes herself as a feminist, she disapproves of inclusive writing.
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“Is the French language sexist?
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Yes!” she exclaims.
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“But it’s not a pertinent question to ask if a language is sexist or not—everything is sexist.
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“I’m just elected!” she says giddily.
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But this is one tradition that may have to be rethought.
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“I can’t stand the idea it costs so much, that I am to ask friends to pay for it.
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Certainly not!” says Cassin.
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“Language is power,” he says firmly.
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“I have very generous friends,” he notes.
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“But I would say we are the opposite of passé.
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We are here to support creation.
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Darcos measures his response carefully: “Caution dictates it is better to be asked.
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The prudent thing is to be on our radar.
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But there are daredevils .
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.” he says, raising his prominent eyebrows.
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De Broglie did not respond to Garcia’s interview requests.
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“It has grown to be a very wealthy institution,” Darcos acknowledges.
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On this, as on everything, the Académie takes the long view.
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“We’re called immortals, but it’s a joke, of course.
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Who will remember us?” says Pierre Rosenberg.
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“But time will tell,” he says.
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Spoken like a true immortal.
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Merlin57 • 6241  commented  2 months, 3 weeks ago

Very interesting article Mark, but difficult to translate!!

by Merlin57 2 months, 3 weeks ago

Meet the Cultural Illuminati Guarding France’s Most Sacrosanct Asset: The French Language.

By James Reginato, Photographs by Jonathan Becker, Vanity Fair, September 12, 2018.

The sanctity—and relevance—of the French language lies in the hands of the intrepid members of the Académie Française, a centuries-old cloak-and-dagger society working to preserve France’s mother tongue.

When you’re known as “the immortals,” as are the 40 members of the Académie Française, it’s hard to take yourselves lightly. Over the course of five centuries, 732 of them have walked the earth and reigned as the guardians of France’s most sacrosanct asset: its language. A linguistic secret service, if you like, they project an almost priestly aura when they don their habits verts—long black cloaks embroidered with leafy-green botanical motifs—accessorized with elaborate ceremonial swords. Drawn from the arts and academia as well as the clergy and government, the Académie is considered to include the nation’s finest minds, and is revered accordingly. It is, after all, the most exclusive club in France.

In recent years, however, these august savants (ranging in age from a sprightly 60 up to 99), who serve for life after being elected by the membership, have begun to face some distinctly 21st-century challenges—for starters, replenishing their ranks. Inside their temple-like palace on the left bank of the Seine, opposite the Louvre, in the majestic coupole-topped chamber where they convene, a good portion of the numbered fauteuils have sat vacant for long stretches (six were unoccupied in 2017) while the Académie goes through its laborious election process. In May, it chose its fifth living female immortal, and the ninth ever. Opinions on hot-button issues such as “inclusive writing,” which aims to make French grammar more gender-neutral, have created a cultural stir.

The Académie Française remains a unique combination of pomp and real intellectual power—a bastion, in every sense—as I was able to witness one week in May, when the historically press-averse powers of the Académie granted me interviews and access inside their palace. The question at hand: could the arcane, archaic Académie be re-invigorated by new blood, attention, and energy? And just what, exactly, do they do?

Since 1635, when it was founded by Cardinal Richelieu, Louis XIII’s chief minister, the Académie’s primary task has been to write the official dictionary of the French language. The first edition took 56 years to complete. A new edition is embarked upon as soon as one is finished, and typically requires decades of labor. Work on the ninth edition of the Dictionnaire de l’Académie française, commenced in 1986, has progressed (as of August) up to surhomme. Each Thursday morning, the 15 members of the dictionary committee convene around an oval table, as their predecessors have for centuries, and proceed word by word. “We’ll cover 20 to 30 if all goes well,” says one member. That afternoon, the entire membership assembles for learned discourse, and it’s livelier than you might think.

“We have fun; it’s not stuffy. We have discussions, not arguments. I’ve never had to resort to the sword,” says playwright René de Obaldia, occupant of fauteuil 22 since 1999, who will turn 100 in October. “It is a pleasure to go there because people have a way of speaking to each other with such politeness. It is completely out of today’s time,” says art historian Pierre Rosenberg, the former director of the Louvre, and fauteuil 23 since 1995. “We are not here to stop change,” says author Sir Michael Edwards, the only British immortal (fauteuil 31 since 2013), “but to push language in the way of greatest eloquence, resourcefulness, and beauty; to steer it in the direction of the best French possible.”

Controversy can erupt along the way. Occasionally the Académie issues public edicts, injunctions, and alarms, many of which are intended to suppress some pernicious foreign word, particularly an Anglicism, from gaining traction in French discourse; in its place the members proffer a more desirable French equivalent. Some of their efforts take root—courriel is widely used instead of “e-mail”—but many others, such as prêt hypothécaire à risque élevé in place of “subprime mortgage,” just never catch on.

And then there’s inclusive writing, a tough ask for a language where gender is a central feature. French nouns are either masculine or feminine, dictating their adjectives, and the masculine always trumps the feminine: if one male nurse appeared in a group of 99 female nurses, they would all be called infirmiers, not infirmières. The French high commission for gender equality recently condemned this practice as “a form of sexual tyranny.” But to the immortals, changing the grammatical rules would produce a worse offense: a clumsy, inelegant, and ultimately less beautiful language. In October 2017, according to The Telegraph, they issued a stern declaration that just said non. Gender inclusivity “leads to a fragmented language, disparate in its expression, creating confusion that borders on being unreadable. . . . Faced with the ‘inclusive’ aberration, the French language is in mortal danger, for which our nation is accountable to future generations.”

Many feminists were outraged by the stand; other French speakers, too, have come to view the Académie as elitist and old-fashioned. Journalist François Busnel blasted the organization, likening it to “a fat, blind, suicidal whale stubbornly determined to beach itself on a rocky coast with everyone watching.”

But the Académie still has friends in high places. In March, President Emmanuel Macron rocked the house with a rousing speech, the first address ever given there by a sitting French president. “Grammar, vocabulary, etymology, and . . . literature are the breeding ground where our lives take root,” he said. A few months earlier, in the courtyard of Les Invalides, which contains Napoleon’s tomb, Macron and his wife, Brigitte, flanked by former presidents Nicolas Sarkozy and François Hollande, presided over the grand state funeral of Jean d’Ormesson, a beloved author who had died at age 92, after a 44-year tenure in the Académie. “We’re here, different by age, background, jobs, [and] political opinions, but united over what [constitutes] the essence of France: the love of literature,” said Macron, before he placed a pencil on d’Ormesson’s tricolor-draped coffin.

In the past few years the Académie has been furiously devoted to filling its empty seats. After the election of the medievalist Michel Zink in December 2017, this year it tapped novelist Patrick Grainville and philologist Barbara Cassin to join. The selection of the latter was particularly notable, as she is considered a leftist, even a radical by some—and, oh yes, she’s a woman, raising the Académie’s current female population to five. At the time of the first female appointment, Marguerite Yourcenar, in 1980, President Valéry Giscard d’Estaing—who became an immortal in 2003 and remains one today at 92—sent her a telegraph in which he offered his “deferential congratulations upon your brilliant election, which consecrates the eminent place of women in French literature.” Later, in her acceptance address, Yourcenar said, “One cannot say that in French society, so impregnated with feminine influences, the Académie has been a notable misogynist. It simply conformed to the custom that willingly places a woman on a pedestal but did not permit itself to officially offer her a chair.”

Less forward-looking was the election held on June 21, when the membership gathered to choose a successor to the late novelist Michel Déon. Among the several candidates, the front-runners were Bruno Racine, 66, an esteemed civil servant who had most recently been the director of the Bibliothèque Nationale de France, and Frédéric Mitterrand, 71, a polymath writer-filmmaker and former French minister of culture. A nephew of the late president Mitterrand, Frédéric is also openly gay.

The election of an immortal has been compared to the election of a Pope, but with certain distinctions. “Each [Academician] is convinced he is more important than the Pope,” Xavier Darcos, chancellor of the Institut de France and an immortal, says with a laugh. The director of a Paris museum describes the Académie as “a cross between the Vatican and the Jockey Club,” referring to the poshest men’s club in Paris. And like papal conclaves, the Académie can remain deadlocked for long periods. On June 21, after no candidate received a majority of votes (Mitterrand garnered 11 in each of the three rounds, while Racine averaged 8), an election blanche was declared; another try was scheduled for October 11—though not necessarily with the same candidates. The analysis of one eminent, heterosexual French intellectual I spoke to was this: “Mitterrand got the support of an important current in the Académie: the gays. As a group their influence is rather strong—not strong enough to have Mitterrand elected, but strong enough to block Racine.” (Historian and novelist Dominique Fernandez, 89, elected to fauteuil 25 in 2007, is the only current Academician who publicly identifies as gay.)

A prominent writer, however, expressed doubt that the members’ sexual orientation was at play here. “I would think they would refuse Mitterrand because he’s a socialist,” he says. This same source chalked up Racine’s loss to his lack of style: “He’s a nice bureaucrat, but not anybody’s idea of distinguished. He’s what my mother would have called common.” And appearances count when you have to call on the immortals to solicit their vote.”

Cardinal Richelieu claimed he had founded the Académie to “fix the French language, giving it rules, rendering it pure and comprehensible by all.” Standardizing and perfecting the language—and tamping down on regional dialects—brought unity and glory to France and its empire. Today, with Brexit-bound Britain and Trump-mired America becoming more isolationist, language is a key tool for France’s global ambitions, which presents a renewed mission to the Académie. (In his address there, Macron announced his plan to make French, now the world’s fifth-most-spoken language, with nearly 300 million speakers, the third-most-common one.)

Initially installed in the Louvre, this “parliament of the learned” moved in 1805, on Napoleon’s orders, to its present palace, a masterpiece commissioned at great expense in 1661 by Cardinal Mazarin and designed in a hybrid of Baroque and classical styles by architect Louis Le Vau, before he commenced work on Versailles for Louis XIV. In its new home, the Académie came under the aegis of Napoleon’s newly chartered Institut de France, which encompasses four other learned societies: l’Académie des Inscriptions et Belles-Lettres; l’Académie des sciences; l’Académie des Beaux-Arts; and l’Académie des sciences morales et politiques. Each academy continues to operate independently under the umbrella of the Institut; together they distribute a hefty $25 million or so in awards each year.

At the annual Séance solennelle, a meeting held jointly by the five academies to distribute prizes, the immortals paraded into the coupole in their finery after a procession of France’s Republican Guard. The design of their signature habits verts originates from a committee appointed by Napoleon that included the painter Jacques-Louis David and the sculptor Jean-Antoine Houdon. The bespoke garments are hand-embroidered with delicate needlework depicting botanical forms, and have been made at couture houses such as Lanvin, Balmain, and, more recently, Christian Lacroix and Pierre Cardin. Each Academician also carries a sword that reflects aspects of his or her life through inscriptions and designs. Most members have pieces that have been custom-made by jewelers, such as Cartier, Arthus-Bertrand, Chopard, and Lorenz Bäumer.

Both the threads and the blades are, needless to say, cher. A custom suit can run $60,000, and a sword—well, the sky’s the limit. Traditionally, wealthy patrons have formed a committee to raise funds for gifting these items to a new Academician.

Many astonishing swords have been commissioned, but it would be hard to top the one that Cartier crafted in 1955 for the late French writer Jean Cocteau. Designed by Cocteau himself, it featured the main themes of his artistic universe; the profile of Orpheus, his muse, is traced in the curvilinear hilt, while the pommel is crowned by an ivory version of Orpheus’s lyre—adorned with a 2.84-carat emerald contributed by Coco Chanel. The crossguard took the form of a stick of charcoal, evoking his drawings, while, on the scabbard, a pattern evoking the grille of the Palais-Royal alluded to Cocteau’s home there.

“Is French sexist? Yes! But . . . if you try to make a language not sexist, I don’t know if it will be a language.”

As a visit to the home of the newest immortal revealed, it’s not your grandfather’s Académie anymore. Barbara Cassin, 71, one of the world’s leading philologists, is a former research director of the French National Center for Scientific Research who has spent her distinguished career studying sophism, rhetoric, and their relation to philosophy. Her work has been described as “a synthesis of Heideggerian thought with a linguistic turn.” In another words, as they say in Boston, she’s wicked smart. Although Cassin describes herself as a feminist, she disapproves of inclusive writing. “Is the French language sexist? Yes!” she exclaims. “But it’s not a pertinent question to ask if a language is sexist or not—everything is sexist. If you try to make a language not sexist, I don’t know if, in the end, it will be a language.” Opening the door to her pleasantly bohemian, book-crammed, plant-filled apartment in the Fifth Arrondissement, she’s also high-energy and good-humored, and seems much younger than 71. “I’m just elected!” she says giddily. “But I’m not yet in!”

Cassin will not officially become an immortal until the spring of 2019 at the earliest; a new Academician must first be officially received—and approved—by the French president in a private meeting at the Élysée Palace. But the more time-consuming business is the eulogy a newly elected member is expected to write about his or her predecessor. These speeches, lasting up to an hour, stand as the definitive statement about the late Academician’s career; in preparation, the author is expected to read virtually everything their predecessor ever wrote. The resulting orations, generally published later in book form, are dazzling examples of French intellectual prowess.

“There is also the dress, and the sword,” Hélène Carrère d’Encausse, the Académie’s secrétaire perpétuelle, adds, explaining the pre-inauguration prep: couture houses and jewelers require many months to execute the exquisite elements of their crafts.

But this is one tradition that may have to be rethought. “I can’t stand the idea it costs so much, that I am to ask friends to pay for it. Certainly not!” says Cassin. “I want to have a virtual sword, like my grandson has, from the good side of the Force.”

Later I report to the imposing, paneled office of Xavier Darcos, who became chancellor of the Institut last December, succeeding Prince Gabriel de Broglie, 87, whose family title comes from the Holy Roman Empire. The arrival of Darcos, 71, a highly regarded career civil servant and politician, is being seen as another sign of modernization; de Broglie’s old-world manner was courtly but autocratic, and this chancellor seems focused on leading the organization into the 21st century.

“Language is power,” he says firmly. “Richelieu was right—it is a political tool.” Darcos’s gleaming sword (made by Lorenz Bäumer), which he proudly displays, appears a powerful tool, too, with its stunning gold handle. “I have very generous friends,” he notes.

The chancellor disputes any suggestions that the Académie is irrelevant or elitist—though he understands why some people have that impression. “Sometimes people think we are a bit passé because our members tend to be elected in the latter parts of their careers,” he says. “But I would say we are the opposite of passé. We are here to support creation. When it is time to look for a new member, we search for people who are not enclosed in their own spaces, for people who moved through different parts of society—someone articulate, sensitive to culture, with an appetite for it.” And if a candidate puts his own hat in the ring, does he stand a chance? Darcos measures his response carefully: “Caution dictates it is better to be asked. The prudent thing is to be on our radar. But there are daredevils . . .” he says, raising his prominent eyebrows.

It has been speculated that, thanks to innumerable magnificent bequests and gifts over many centuries, the Académie is colossally rich. Rumors are rife, but figures are hard to come by—”It has never been very transparent about its finances,” I was told by the museum director. That said, gifts in more recent times have been well disclosed, such as a 20-million-euro bequest from Liliane Bettencourt, France’s wealthiest woman when she died, in 2017, to construct a new auditorium.

The French journalist Daniel Garcia investigated the institution in the 2014 book Coupole et dépendances, and reported that the Académie and the Institut de France possess around 1 billion euros in securities alone, and much more than that in properties and land, including a good chunk of Paris (about 40 prime buildings), hectares of forest land, and numerous historic chateaux, some stocked with staggering art. Foremost among them is the extraordinary Chantilly, whose painting collection is second in importance in France only to that of the Louvre.

According to Garcia, “opacity reigns supreme” at the Académie when it comes to its financial reports; he also questioned whether its vast endowment has been managed efficiently enough (though he did not uncover any malfeasance). De Broglie did not respond to Garcia’s interview requests.

“It has grown to be a very wealthy institution,” Darcos acknowledges. But when I ask for details, he says, delicately, “C’est très compliqué.” Many of the assets and properties in its portfolio drain cash rather than generate it, he explains, citing, as an example, Chantilly, which was bequeathed to the Institut by the Duc d’Aumale in 1886. In 2005, the Institut entered into a long-term partnership with His Highness the Aga Khan to finance the huge costs for its maintenance and restoration.

On this, as on everything, the Académie takes the long view. “We’re called immortals, but it’s a joke, of course. Who will remember us?” says Pierre Rosenberg. “It’s the institution that’s immortal.” Carrère d’Encausse says simply, “We are called the immortals because we have to make sure the French language never dies.”

Still, there are occasionally deadlines to consider. Sir Michael Edwards is cautiously optimistic that work on the ninth edition of the Dictionnaire, begun in 1986, will be completed in 2021. “But time will tell,” he says. Spoken like a true immortal.

https://www.vanityfair.com/style/2018/09/academie-francaise-members-france