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Die Reisen des Marco Polo; Kapitel 1-3. Von Marco Polo, übersetzt von Henry Yule.

Wie die beiden Polo-Brüder von Konstantinopel aufbrachen, um die Welt zu bereisen.

Es geschah im Jahr des Herrn 1260, als Baldwin II. in Konstantinopel herrschte, dass der Herr Nicolas Polo, der Vater meines Herrn Marco, und der Herr Maffeo Polo, der Bruder des Herrn Nicolas, sich in der besagten Stadt Konstantinopel befanden, in die sie von Vendig aus mit ihren Kaufmannswaren gegangen waren.

Nun berieten sich diese zwei Brüder, Männer, die einzeln edel, weise und vorausschauend waren, miteinander, um das Größere Meer auf einem Handelsgeschäft zu überqueren; so legten sie sich einen Vorrat an Juwelen zu und zogen von Konstantinopel aus über das Meer nach Soldaia.

Wie die beiden Brüder jenseits von Soldaia weiterreisten.

Nachdem sie einige Zeit in Sudak geblieben waren, überlegten sie und dachten, es wäre gut, ihre Reise weiter fortzusetzen.

Deshalb brachen sie von Sudak auf und reisten weiter, bis sie zum Hof eines gewissen tartarischen Prinzen, mit dem Namen Barca Khan, kamen, dessen Residenzen in Sara und Bolgara waren, der als einer der großzügigsten und zuvorkommendsten Prinzen die es je unter den Tartaren gegeben hatte, erachtet wurde.

Dieser Barca freute sich über die Ankunft der zwei Brüder und behandelte sie mit großer Ehre; daher überreichten sie ihm alle Juwelen, die sie mitgebracht hatten.

Der Prinz war hoch erfreut darüber und nahm die Gabe gnädig an, wodurch es sich ergab, dass die Brüder mindestens den doppelte Wert dafür bekamen.

Nachdem sie ein Jahr am Hof dieses Prinzen verbracht hatten, brach ein großer Krieg zwischen Barca und Alau, dem Herrscher der Tartaren des Morgenlandes aus, und große Heere wurden auf beiden Seiten zusammengezogen.

Aber am Ende wurde Barca, der Herrscher der Tartaren des Westens geschlagen, auch wenn es auf beiden Seiten große Verluste gab; und aufgrund dieses Krieges konnte niemand reisen, ohne Gefahr zu laufen, gefangengenommen zu werden; das galt wenigstens für die Straße,auf der die Brüder gekommen waren, auch wenn es für sie keine Hindernisse gab, weiterzureisen.

Da die Brüder feststellten, dass sie nicht umkehren konnten, entschlossen sie sich, weiterzureisen.

Deshalb verließen sie Bolgara und reisten weiter in eine Stadt mit dem Namen Ucaca, die sich am äußersten Ende des Königreichs des Herrschers vom westlichen Reich befand.

Und nachdem sie wieder abgereist waren und den großen Fluss Tigris überquert hatten, reisten sie durch eine Wüste, die sich über eine siebzehntägige Reise erstreckte, und in der sie weder eine Stadt noch ein Dorf fanden und sie trafen nur auf die Zelte von Tartaren, die sich mit ihrem Vieh auf der Weide beschäftigten.

Wie die zwei Brüder, nachdem sie eine Wüste durchquert hatten, in die Stadt Bocara kamen, und dort zufällig bestimmte Gesandte trafen.

Nachdem sie die Wüste durchquert hatten, kamen sie in eine sehr große und vornehme Stadt mit dem Namen Bocara, deren Gebiet zu einem König mit dem Namen Barac gehörte und auch Bocara genannt wird.

Die Stadt ist in ganz Persien die beste.

Und als sie dorthin gelangt waren, fanden sie heraus, dass sie weder weiter vorwärts kommen noch wieder umkehren konnten; weshalb sie drei Jahre lang in dieser Stadt Bocara geblieben sind.

Und während sie in dieser Stadt verweilten, kamen dort Gesandte von Alau, dem Fürsten der Levante, an, die sich auf dem Weg zum Hof des Großen Khans, des Herrsches aller Tartaren der Welt, befanden.

Und als die Gesandten die zwei Brüder sahen, waren sie erstaunt, denn sie hatten noch nie zuvor Lateiner in diesem Teil der Welt gesehen.

Und sie sagten zu den Brüdern: "Meine Herren, wenn Sie unseren Rat befolgt, wird es Ihnen zur Ehre gereichen und Gewinne werden daraus erwachsen."

Also antworteten sie, dass sie sehr gerne wissen würden, wie.

"Tatsächlich," sagten die Gesandten, "hat der Große Khan noch nie Lateiner gesehen, und er wünscht sich sehr, es zu tun.

Deswegen werdet Ihr, wenn ihr zusammen mit uns zu seinem Hof reist, sicher sein können, dass er wirklich froh sein wird, Euch zu sehen, und wird Euch ehrerbietig und großzügig behandeln; während Ihr in unserer Gesellschaft seid, wird Ihr sehr sicher reisen und keine Furcht haben müssen, von irgendjemand belästigt zu werden.
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The Travels of Marco Polo; Chapter 1-3. by Marco Polo, translated by Henry Yule.
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How The Two Brothers Polo Set Forth From Constantinople To Traverse The World.
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How The Two Brothers Went On Beyond Soldaia.
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The city is the best in all Persia.
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So they replied that they would be right glad to learn how.
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The Travels of Marco Polo; Chapter 1-3.

by Marco Polo, translated by Henry Yule.

How The Two Brothers Polo Set Forth From Constantinople To Traverse The World.

It came to pass in the year of Christ 1260, when Baldwin II was reigning at Constantinople, that Messer Nicolas Polo, the father of my lord Mark, and Messer Maffeo Polo, the brother of Messer Nicolas, were at the said city of Constantinople, whither they had gone from Venice with their merchants' wares.

Now these two Brethren, men singularly noble, wise, and provident, took counsel together to cross the Greater Sea on a venture of trade;

so they laid in a store of jewels and set forth from Constantinople, crossing the Sea to Soldaia.

How The Two Brothers Went On Beyond Soldaia.

Having stayed a while at Soldaia, they considered the matter, and thought it well to extend their journey further.

So they set forth from Soldaia and travelled till they came to the Court of a certain Tartar Prince, Barca Kaan by name, whose residences were at Sara and at Bolgara and who was esteemed one of the most liberal and courteous Princes that ever was among the Tartars.

This Barca was delighted at the arrival of the two Brothers, and treated them with great honour; so they presented to him the whole of the jewels that they had brought with them.

The Prince was highly pleased with these, and accepted the offering most graciously, causing the Brothers to receive at least twice its value.

After they had spent a twelvemonth at the court of this Prince there broke out a great war between Barca and Alau, the Lord of the Tartars of the Levant, and great hosts were mustered on either side.

But in the end Barca, the Lord of the Tartars of the Ponent, was defeated, though on both sides there was great slaughter,

And by reason of this war no one could travel without peril of being taken; thus it was at least on the road by which the Brothers had come, though there was no obstacle to their travelling forward.

So the Brothers, finding they could not retrace their steps, determined to go forward.

Quitting Bolgara, therefore, they proceeded to a city called Ucaca, which was at the extremity of the kingdom of the Lord of the Ponent.

nd thence departing again, and passing the great river Tigris, they travelled across a desert which extended for seventeen days' journey, and wherein they found neither town nor village, falling in only with the tents of Tartars occupied with their cattle at pasture.

How the Two Brothers, after Crossing a Desert, Came to the City of Bocara, and Fell In With Certain Envoys There.

After they had passed the desert, they arrived at a very great and noble city called Bocara, the territory of which belonged to a king whose name was Barac, and is also called Bocara.

The city is the best in all Persia.

And when they had got thither, they found they could neither proceed further forward nor yet turn back again; wherefore they abode in that city of Bocara for three years.

And whilst they were sojourning in that city, there came from Alau, Lord of the Levant, Envoys on their way to the Court of the Great Kaan, the Lord of all the Tartars in the world.

And when the Envoys beheld the Two Brothers they were amazed, for they had never before seen Latins in that part of the world.

And they said to the Brothers: "Gentlemen, if ye will take our counsel, ye will find great honour and profit shall come thereof."

So they replied that they would be right glad to learn how.

"In truth," said the Envoys, "the Great Kaan hath never seen any Latins, and he hath a great desire so to do.

Wherefore, if ye will keep us company to his Court, ye may depend upon it that he will be right glad to see you, and will treat you with great honour and liberality; whilst in our company ye shall travel with perfect security, and need fear to be molested by nobody