en-de  Anne of Green Gables (1908)/Chapter XXX Medium
Kapitel 30


DIE QUEEN'S KLASSE IST EINGERICHTET


Marilla legte das Strickzeug auf ihren Schoß und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück. Ihre Augen waren müde und vage dachte sie, dass sie, wenn sie das nächste Mal in die Stadt ging, sich darum kümmern müsse, ihre Brillengläser zu wechseln, da ihre Augen in letzter Zeit sehr oft müde wurden.

Es war fast dunkel, da die trübe Novemberdämmerung rund um Green Gables gefallen war, und das einzige Licht in der Küche von den tanzenden roten Flammen im Herd kam.

Anne hatte es sich in orientalischer Art auf dem Kaminvorleger gemütlich gemacht und blickte in dieses fröhliche Glimmen, wo aus dem Brennholz von Ahorn der Sonnenschein von hundert Sommern destilliert wurde. Sie hatte gelesen, aber ihr Buch war auf den Boden gerutscht, und nun träumte sie mit einem Lächeln auf ihren leicht geöffneten Lippen. Prächtige Schlösser in Spanien formten sich aus dem Nebel und den Regenbögen ihrer lebhaften Phantasie; wundervolle und packende Abenteuer widerfuhren ihr im Wolkenwunderland - Abenteuer, die immer triumphal ausgingen und sie niemals in Klemmen brachten, wie diese in ihrem tatsächlichen Leben.

Marilla sah sie mit einer Zärtlichkeit an, die sich nie in einem klareren Licht gezeigt hätte als in dieser weichen Mischung aus Feuer und Schatten. Die Lektion einer Liebe, die sich leicht in gesprochenem Wort und offenem Blick zeigen sollte, war eine, die Marilla nie lernen konnte. Aber sie hatte gelernt, dieses schlanke, grauäugige Mädchen mit einer Zuneigung zu lieben, die durch ihre sehr unaufdringliche Art um so tiefer und stärker war. Ihre Liebe ließ sie freilich fürchten, viel zu nachsichtig zu sein. Sie hatte ein unangenehmes Gefühl, dass es ziemlich sündhaft war, sein Herz so intensiv an ein menschliches Wesen zu hängen, wie sie es bei Anne getan hatte, und vielleicht tat sie dafür eine Art von unbewusster Buße, indem sie strenger und kritischer war, als wenn das Mädchen ihr weniger teuer gewesen wäre. Sicherlich hatte Anne selbst keine Ahnung, wie sehr Marilla sie liebte. Sie dachte manchmal wehmütig, dass Marilla sehr hart war und es ihr deutlich an Symphatie und Verständnis fehlte. Aber sie überprüfte den Gedanken immer vorwurfsvoll und erinnerte sich daran, was sie Marilla verdankte.

"Anne", sagte Marilla abrupt, " Miss Stacy war heute Nachmittag hier, als du mit Diana draußen warst."

Anne kam mit einem Ruck und einem Seufzer aus ihrer anderen Welt zurück.

" War sie? Oh, es tut mir so leid, dass ich nicht da war. Warum hast du mich nicht gerufen, Marilla? Diana und ich waren nur hinüber zum Haunted Wood (Spukwald). In dem Wald ist es jetzt herrlich. All die kleinen Walddinge - die Farne und die Satinblätter und die Hartriegelbüsche - sind schlafen gegangen, so, als ob jemand sie unter einer Blätterdecke bis zum Frühling weggesteckt hätte. Ich denke, es war eine kleine, graue Fee mit einem Regenbogenschal, die in der letzten Mondscheinnacht auf Zehenspitzen daherkam und es tat. Aber Diana würde nicht viel darüber sagen. Diana hat nie vergessen, wie sie von ihrer Mutter ausgeschimpft wurde, wenn es darum ging, sich Geister im Spukwald vorzustellen. Es hatte eine sehr negative Auswirkung auf Dianas Phantasie. Es hat sie im Keim erstickt. Mrs. Lynde sagt, dass Myrtle Bell ein verdorbenes Lebewesen ist. Ich fragte Ruby Gillis, warum Myrtle verdorben sei, und Ruby sagte, vermutlich deshalb, weil ihr junger Mann zu ihr zurückgegangen wäre. Ruby Gillis denkt an nichts anderes als an junge Männer, und je älter sie wird, desto schlimmer wird sie. Junge Männer sind alle sehr gut an ihrem Platz, aber es bringt nichts, sie in alles mit reinzuziehen, oder? Diana und ich denken ernsthaft darüber nach, uns gegenseitig zu versprechen, dass wir nie heiraten, sondern nette, alte Jungfern bleiben und für immer zusammenleben werden. Diana hat sich jedoch noch nicht entschieden, weil sie denkt, dass es vielleicht edler wäre, einen wilden, verwegenen, bösen jungen Mann zu heiraten und ihn zu bessern. Diana und ich sprechen nun sehr viel über ernsthafte Themen, weißt du. Wir haben das Gefühl, dass wir so viel älter als früher sind, dass es nicht passend ist, über kindische Sachen zu sprechen. Es ist so eine feierliche Sache, fast vierzehn zu sein, Marilla. Miss Stacy nahm alle unsere Mädchen, die im Teenageralter sind, letzten Mittwoch mit hinunter zum Fluss und sprach mit uns darüber. Sie sagte, wir könnten nicht achtsam genug sein, welche Angewohnheiten wir angenommen und welche Wertvorstellungen wir in unseren Jugendjahren erworben haben, denn wenn wir zwanzig sind, würden unsere Charaktere entwickelt und die Grundlagen für unser ganzes Leben gelegt sein. Und sie sagte, wenn das Fundament wackelig sei, könnten wir nie etwas wirklich Wertvolles darauf bauen. Diana und ich besprachen die Sache, als wir aus der Schule nach Hause kamen. Wir fühlten uns äußerst feierlich, Marilla. Und wir beschlossen, dass wir versuchen würden, sehr vorsichtig zu sein und anständige Gewohnheiten zu bilden und alles zu lernen was wir konnten und so vernünftig wie möglich zu sein, so dass unsere Charaktere mit zwanzig Jahren voll entwickelt sein würden. Es ist vollkommen schrecklich, daran zu denken, zwanzig zu sein, Marilla. Es klingt furchtbar alt und erwachsen. Aber warum war Miss Stacy heute Nachmittag hier?"

Das ist es, was ich dir sagen möchte, Anne, wenn du mir jemals die Chance gibst, zu Wort zu kommen. Sie sprach über dich."

"Über mich?" Anne sah ziemlich verängstigt aus. Dann errötete sie und rief aus: " Oh, ich weiß was sie gesagt hat. Ich wollte es dir sagen, Marilla, ehrlich, aber ich habe es vergessen. Miss Stacy erwischte mich gestern Nachmittag in der Schule beim Lesen von 'Ben Hur', als ich meine kanadische Geschichte hätte lernen sollen. Jane Andrews hat es mir geliehen. Ich las es zum Abendessen, und ich war genau beim Wagenrennen angekommen, als es zur Schule ging. Ich war einfach wild darauf zu wissen, wie es ausging- obwohl ich sicher war, dass 'Ben Hur' gewinnen müsste, weil es sonst keine poetische Gerechtigkeit wäre, wenn er es nicht täte - so schlug ich die Geschichte auf meinem Schreibtischpult auf, und dann klemmte ich 'Ben Hur' zwischen dem Schreibtisch und meinem Knie ein. Es hat so ausgesehen, als lernte ich kanadische Geschichte, weißt du, obwohl ich währenddessen in "Ben Hur" schwelgte. Ich war so daran interessiert, dass ich überhaupt nicht bemerkte, dass Miss Stacy den Gang herunterkam, bis ich auf einmal aufblickte und sie dort gerade wie vorwurfsvoll auf mich herabblickte. Ich kann dir nicht sagen, wie beschämt ich mich fühlte, Marilla, besonders als ich Josie Pye kichern hörte. Miss Stacy nahm 'Ben Hur' weg, aber sie sagte dann kein Wort. Sie hielt mich in der Pause fest und sprach mit mir. Sie sagte, ich hätte in zweierlei Hinsicht sehr falsch gehandelt. Erstens, vergeudete ich die Zeit, die ich für meine Studien hätte verwenden sollen und zweitens, täuschte ich meine Lehrerin, indem ich versuchte, es erscheinen zu lassen, als würde ich Geschichte lesen, wenn es anstelle dessen ein Geschichtenbuch war. Ich hatte bis zu diesem Moment nie bemerkt, dass das, was ich tat, hinterhältig war. Ich war geschockt. Ich weinte bitterlich und bat Miss Stacy um Verzeihung und dass ich so etwas nie mehr wieder machen würde; und ich bot ihr an, Buße zu tun, indem ich eine ganze Woche 'Ben Hur' nicht mehr ansah, nicht einmal um zu sehen, wie das Chariotrennen ausging. Aber Miss Stacy sagte, sie würde das nicht verlangen, und sie hat mir uneingeschränkt vergeben. Also denke ich, es war nicht sehr freundlich von ihr, deshalb doch zu dir hierher zu kommen."

"Miss Stacy hat so etwas nie erwähnt, Anne, und es ist nur dein schlechtes Gewissen, das ist es, was mit dir los ist. Du hast kein Recht darauf, Romane zur Schule mitzubringen. Du liest sowieso zu viele Romane. Als ich ein Mädchen war, durfte ich mir nicht einmal einen Roman ansehen."

"Oh, wie kannst du 'Ben Hur' einen Roman nennen, wenn es wirklich so ein religiöses Buch ist?" protestierte Anne. " Natürlich ist es ein wenig zu aufregend, um die geeignete Lektüre für den Sonntag zu sein, und ich las es nur an Wochentagen. Und ich lese jetzt nie mehr ein Buch, wenn nicht entweder Miss Stacy oder Mrs. Allan denken, es ist für ein Mädchen von dreizehn und drei Viertel ein zum Lesen geeignetes Buch. Miss Stacy ließ mich das versprechen. Sie fand mich eines Tages, wie ich in einem Buch las, mit dem Titel "Das schaurige Geheimnis der Spukhalle". Es war eins, was mir Ruby Gillis geliehen hatte, und, oh Marilla, es war so faszinierend und unheimlich. Es ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Aber Miss Stacy sagte, es sei ein sehr dummes, gesundheitsschädliches Buch, und sie bat mich, es nicht mehr oder irgendetwas ähnliches zu lesen. Es machte mir nichts aus, zu versprechen, nicht mehr so etwas zu lesen, aber es war qualvoll, dieses Buch zurückzugeben, ohne zu wissen, wie es ausging. Aber meine Liebe zu Miss Stacy hat sich bewährt, und ich tat es. Es ist wirklich wunderbar, was man tun kann, wenn du wirklich darauf bedacht bist, einer bestimmten Person zu gefallen."

"Nun, ich schätze, ich werde die Lampe anzünden und an die Arbeit gehen", sagte Marilla. " Ich sehe deutlich, dass du nicht hören möchtest, was Miss Stacy zu sagen hatte. Du bist am Klang deiner eigenen Zunge interessierter als an irgendetwas anderes."

" Oh, tatsächlich, Marilla, ich will es hören", rief Anne zerknirscht. " Ich werde kein Wort mehr sagen - kein einziges. Ich weiß, ich rede zuviel, aber ich versuche wirklich, es zu überwinden, und obwohl ich viel zu viel sage, wenn du nur wüsstest, wie viele Dinge ich sagen möchte und nicht tue, würdest du mir etwas Anerkennung dafür geben. Bitte erzähle mir es, Marilla."

"Nun, Miss Stacy möchte unter ihren fortgeschrittenen Schülern eine Klasse einrichten, die das Ziel hat, für das Eingangsexamen zum Queen's zu lernen. Sie plant, ihnen nach der Schule eine Stunde Extraunterricht zu geben. Und sie kam, um Matthew und mich zu fragen, ob wir möchten, dass du daran teilnimmst. Was denkst du selbst darüber, Anne? Möchtest du gerne zum Queen's gehen und Lehrerin werden?"

"Oh, Marilla!" Anne streckte sich auf die Knie und ergriff ihre Hände. "Es war der Traum meines Lebens - das heißt, in den letzten sechs Monaten, seit Ruby und Jane begannen, über das Lernen für die Zulassung zu sprechen. Aber ich habe nichts darüber gesagt, weil ich annahm, dass es völlig nutzlos wäre. Ich würde sehr gerne Lehrerin werden. Aber wird es nicht schrecklich teuer werden? Mr. Andrews sagt, es kostete ihn 150 Dollar, Prissy durchzubringen, und Prissy war kein Dummkopf in Geometrie."

" Ich schätze, darüber brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Als Matthew und ich dich aufnahmen, um dich großzuziehen, beschlossen wir, das Beste für dich zu tun und dir eine gute Ausbildung zu geben. Ich glaube, dass ein Mädchen dazu geeignet ist, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, ob sie es jemals muss oder nicht. Du wirst immer auf Green Gables ein Zuhause haben, solange Matthew und ich hier sind, aber niemand weiß, was in dieser unsicheren Welt passieren wird und es ist ebenso gut, vorbereitet zu sein. Also kannst du an der Queen's Klasse teilnehmen, wenn du möchtest, Anne."

"Oh, Marilla, danke", Anne warf ihre Arme um Marillas Taille und blickte ernsthaft in ihr Gesicht. " Ich bin dir und Matthew sehr dankbar. Und ich werde so hart wie möglich lernen und mein Bestes tun, um eine Ehre für euch zu sein. Ich warne euch, nicht viel in Geometrie zu erwarten, aber ich denke, ich kann mich in allem anderen behaupten, wenn ich hart arbeite."

" Ich wage zu sagen, dass du gut genug vorankommen wirst. Miss Stacy sagt, du bist helle und fleißig." Nicht für alles in der Welt würde Marilla Anne genau erzählen, was Miss Stacy über sie gesagt hatte; das hätte bedeutet, die Eitelkeit zu verwöhnen. " Du brauchst dich nicht bis zum Äußersten anzustrengen und dich dabei wegen deiner Bücher umzubringen. Es besteht keine Eile. Erst nach eineinhalb Jahren wirst du in der Lage sein, die Aufnahmeprüfung zu versuchen. Aber es ist gut, zeitig zu beginnen und gründlich vorbereitet zu sein, sagt Miss Stacy."

"Ich werde mich jetzt mehr denn je für mein Lernen interessieren", sagte Anne glückselig, "weil ich eine Lebensaufgabe habe. Mr. Allan sagt, dass jeder im Leben eine Aufgabe haben und sie treu verfolgen sollte. Er sagt nur, dass wir zuerst sicherstellen müssen, dass es ein würdige Aufgabe ist. Ich würde es als eine würdige Aufgabe bezeichnen, Lehrerin werden zu wollen, wie Miss Stacy, nicht wahr, Marilla? Ich denke es ist ein sehr edler Beruf."

Die Queen's Klasse war rechtzeitig eingerichtet. Gilbert Blythe, Anne Shirley, Ruby Gillis, Jane Andrews, Josie Pye, Charlie Sloane und Moody Spurgeon MacPherson traten ihr bei. Diana Barry nicht, weil ihre Eltern nicht beabsichtigten, sie zum Queen's zu schicken. Für Anne erschien das wie eine Katastrophe. Seit dieser Nacht, in der Minnie May den Krupphusten gehabt hatte, waren Diana und sie niemals in irgendeiner Weise getrennt gewesen. Am Abend, als die Queen's Klasse zum ersten Mal für den Zusatzunterricht in der Schule blieb und Anne sah, wie Diana langsam mit den anderen hinausging, um allein durch den Birch Path (Birkenweg) und das Violet Vale ( violette Tal) nach Hause zu gehen, war alles, was die Erstgenannte tun konnte, auf ihrem Sitz zu bleiben und davon abzusehen, impulsiv zu ihrer Kameradin zu eilen. Ein Kloß kam ihr in den Hals und sie zog sich hastig hinter die Seiten ihrer aufgerichteten Lateingrammatik zurück, um die Tränen in ihren Augen zu verbergen. Nicht um alles in der Welt hätte Anne Gilbert Blythe oder Josie Pye diese Tränen sehen lassen.

Nur, oh Marilla, ich fühlte wirklich, dass ich die Bitterkeit des Todes gekostet hatte, wie Mr. Allan in seiner Rede am letzten Sonntag gesagt hat, als ich Diana alleine weggehen sah", sagte sie traurig an diesem Abend. " Ich dachte wie großartig es gewesen wäre, wenn auch Diana nur für die Aufnahme gelernt hätte. Aber wir können die Dinge nicht perfekt in dieser unperfekten Welt haben, wie Mrs. Lynde sagt. Mrs. Lynde ist manchmal nicht gerade eine ermutigende Person, aber zweifellos sagt sie eine Menge sehr wahrer Dinge. Und ich denke, die Queen's Klasse wird extrem interessant sein. Jane und Ruby werden nur lernen, um Lehrerinnen zu sein. Das ist das Höchste, was sie anstreben. Ruby sagt, sie will nur für zwei Jahre unterrichten, nachdem sie durchgekommen ist, und dann hat sie vor, zu heiraten. Jane sagt, sie will ihr ganzes Leben dem Unterrichten widmen und nie, nie heiraten, weil man fürs Unterrichten einen Lohn bekommt, aber ein Ehemann würde überhaupt nichts zahlen und knurren, falls du nach einem Anteil am Ei- und Buttergeld fragst. Ich denke, Jane spricht aus trauriger Erfahrung, denn Mrs. Lynde sagt, dass ihr Vater ein vollkommener Spinner ist und jämmerlicher als der letzte Abschaum. Josie Pye sagt, sie geht nur um der Bildung willen auf das College, weil sie ihren Lebensunterhalt nicht verdienen muss; sie sagt, dass es natürlich bei Waisen, die von der Wohlfahrt lebten, etwas anderes sei - sie müssten unermüdlich mit Hochdruck arbeiten. Moody Spurgeon wird ein Minister. Mrs. Lynde sagt, er könnte mit einem solchen Namen nichts anderes sein.um den Anforderungen gerecht zu werden. Ich hoffe, es ist nicht böse von mir, Marilla, aber allein der Gedanke an Moody Spurgeon als Minister bringt mich zum Lachen. Er ist mit diesem großen, fetten Gesicht so ein lustig aussehender Junge, und seine kleinen, blauen Augen, und seine Ohren , die wie Klappen abstehen. Aber vielleicht wird er intellektueller aussehen, wenn er erwachsen ist. Charlie Sloane sagt, er gehe in die Politik und werde ein Parlamentsmitglied, aber Mrs. Lynde sagt, er werde dabei niemals erfolgreich sein, da die Sloanes alle aufrichtige Leute sind, und es sind nur Schurken, die heutzutage in der Politik weiterkommen."

" Was will Gilbert Blythe werden?" fragte Marilla und sah, dass Anne ihren Cäsar öffnete.

" Zufällig weiß ich nicht, was Gilbert Blythes Ehrgeiz im Leben ist - wenn er überhaupt einen hat", sagte Anne verächtlich.

Zwischen Gilbert und Anne gab es jetzt eine offene Rivalität. Früher war die Rivalität ziemlich einseitig, doch es gab keinen Zweifel mehr, dass Gilbert genauso entschlossen war, Klassenbester zu sein wie Anne. Er war ein ernstzunehmender Gegner. Die anderen Klassenmitglieder erkannten stillschweigend ihre Überlegenheit an und dachten nie daran, mit ihnen zu konkurrieren.

Seit dem Tag am Teich, als sie sich verweigert hatte, seiner Bitte um Vergebung zuzuhören, hatte Gilbert , abgesehen von der obengenannten Rivalität , keinerlei Anerkennung der Existenz von Anne Shirley gezeigt. Er redete und scherzte mit den anderen Mädchen, tauschte Bücher und Rätsel mit ihnen aus, diskutierte Aufgaben und Pläne, ging manchmal mit der einen oder anderen von ihnen vom Gebetstreffen oder Debattierclub nach Hause. Aber Anne Shirley ignorierte er einfach und Anne fand heraus, dass es nicht angenehm war, ignoriert zu werden. Es war vergeblich, dass sie sich mit einem Kopfschütteln sagte, dass es ihr egal sei. Tief in ihrem eigensinnigen, weiblichen, kleinen Herzen, wusste sie, dass es ihr was ausmachte, und dass sie, hätte sie diese Chance vom 'See des glänzenden Wassers' wieder, sie ganz anders antworten würde. Auf einmal, wie es zu ihrem geheimen Entsetzen erschien, fand sie heraus, dass der alte Groll, den sie gegen ihn gehegt hatte, verschwunden war - verschwunden gerade dann, wenn sie seine unterstützende Kraft am meisten benötigte. Es war vergeblich, dass sie sich an jeden Vorfall und an jede Emotion dieses denkwürdigen Ereignisses erinnerte und versuchte, die alte zufriedenstellende Wut zu spüren. An diesem Tag am Teich hatte sie ihr letztes krampfhaftes Flackern erlebt. Anne erkannte, dass sie vergeben und vergessen hatte, ohne es zu wissen. Aber es war zu spät.

Und zumindest sollten weder Gilbert noch sonst jemand, nicht einmal Diana, ahnen, wie leid es ihr tat und wie sehr sie sich wünschte, sie wäre nicht so stolz und abscheulich gewesen. Sie beschloss "ihre Gefühle in tiefstes Vergessen zu hüllen" und es kann hier und jetzt festgestellt werden, dass sie es so erfolgreich tat, dass Gilbert, der möglicherweise nicht ganz so gleichgültig war, wie er schien, sich nicht mit der Genugtuung trösten konnte, dass Anne seine Verachtung, mit der er Vergeltung übte, spürte. Der einzige, dürftige Trost, den er hatte, lag darin, dass sie Charlie Sloane die kalte Schulter zeigte, unbarmherzig, fortwährend und unverdientermaßen.

Im Übrigen verging der Winter rundum erfüllt mit angenehmen Aufgaben und Studien. Für Anne glitten die die Tage vorbei wie die goldenen Perlen an der Halskette des Jahres. Sie war glücklich, wissbegierig, interessiert; es gab Übungen zu erlernen, Auszeichnungen zu gewinnen; wunderbare Bücher zu lesen; neue Stücke für den Sonntagsschulchor zu proben; angenehme Samstagnachmittage im Pfarrhaus mit Mrs. Allan; und dann, fast ehe Anne es bemerkte, war der Frühling erneut auf Green Gables angekommen und die ganz Welt war einmal mehr erblüht.

Die Studien verloren ein kleines bisschen ihren Reiz; die Queensklasse, in der Schule zurückgelassen, während die anderen sich über grüne Pfade, belaubte Waldwege und Wiesenwege verteilten, schaute sehnsüchtig aus den Fenstern und entdeckte, dass Lateinverben und französische Übungen den Geschmack und die Würze irgendwie verloren hatten, die sie in den knackigen Wintermonaten besessen hatten. Sogar Anne und Gilbert kamen in Rückstand und wurden zunehmend desinteressiert. Lehrer und Unterrichtete waren gleichermaßen erfreut, als das Schuljahr endete und die frohen Ferientage sich rosig vor ihnen erstreckten.

"Aber ihr habt in diesem Jahr gute Arbeit geleistet", sagte Miss Stacy zu ihnen am letzten Abend, "und ihr verdient gute, vergnügte Ferien. Habt die beste Zeit, die ihr in der Außenwelt haben könnt und legt euch einen guten Vorrat an Gesundheit, Kraft und Zielstrebigkeit zu, um euch durch das nächste Jahr zu bringen. Es wird ein Tauziehen, wie ihr wisst - das letzte Jahr vor der Aufnahmeprüfung."

"Werden Sie nächstes Jahr zurückkommen, Miss Stacy?", fragte Josie Pye.

Josie Pye hatte nie Bedenken, Fragen zu stellen; in diesem Fall war ihr der Rest der Klasse dankbar ; niemand hätte sich getraut Miss Stacy das zu fragen, aber alle hätten es gern getan, weil es an der Schule seit einiger Zeit lang und breit alarmierende Gerüchte gegeben hatte, dass Miss Stacy nächstes Jahr nicht zurückkommen würde - dass ihr eine Stelle an der höheren Schule ihres eigenens Heimatbezirk angeboten worden wäre und sie beabsichtigen würde anzunehmen. Die Queen's Klasse lauschte in atemloser Spannung auf ihre Antwort.

"Ja, ich denke schon", sagte Miss Stacy. "Ich dachte daran, an eine andere Schule zu gehen, aber ich habe beschlossen, zurück nach Avonlea zu kommen. Um die Wahrheit zu sagen, ich bin so an meinen Schülern hier interessiert, dass ich herausfand, dass ich sie nicht verlassen konnte. Also bleibe ich und stehe euch bei."

"Hurra!" sagte Moody Spurgeon. Moody Spurgeon war noch nie zuvor so sehr von seinen Gefühlen mitgerissen worden, und er errötete jedes Mal für eine Woche, wenn er darüber nachdachte.

"Oh, ich bin so froh", sagte Anne mit leuchtenden Augen. "Sehr geehrte Miss Stacy, es wäre total schrecklich, wenn Sie nicht zurückkämen. Ich glaube nicht, dass ich das Herz hätte, mit meinen Arbeiten überhaupt weiterzumachen, wenn eine andere Lehrerin hierhin käme."

Als Anne in dieser Nacht nach Hause kam, stapelte sie alle ihre Lehrbücher in einen alten Koffer auf dem Dachboden, schloss ihn ab und warf den Schlüssel in die Wäschetruhe.

"Ich werde mir kein Schulbuch im Urlaub ansehen", teilte sie Marilla mit. " Ich habe so gut wie möglich die ganze Zeit gelernt und ich habe über diese Geomtrie gebrütet, bis ich jeden Satz im ersten Buch auswendig konnte, selbst wenn die Buchstaben sich änderten. Ich bin einfach müde von allem Vernünftigen und ich werde für den Sommer meiner Fantasie freien Lauf lassen. Oh, du brauchst nicht beunruhigt sein, Marilla. Ich werde mich nur in vernünftigen Grenzen austoben. Aber ich möchte diesen Sommer eine wirklich gute, lustige Zeit haben, denn es ist vielleicht der letzte Sommer, in dem ich ein kleines Mädchen bin. Mrs. Lynde sagt, dass ich nächstes Jahr stärker wachse, als ich es bisher getan habe, und ich muss mur längere Röcke anziehen. Sie sagt, bei mir wird alles zu Beinen und Augen. Und wenn ich längere Röcke anziehe, werde ich das Gefühl haben, dass ich ihnen Ehre machen und sehr würdevoll sein muss. Es wird nicht einmal helfen, dann an Feen zu glauben, fürchte ich; also werde ich diesen Sommer von ganzem Herzen an sie glauben. Ich denke, wir werden sehr fröhliche Ferien haben. Ruby Gillis wird bald Geburtstag feiern und dann gibt es das Sonntagsschulenpicknick und das Missionarskonzert nächsten Monat. Und Mr. Barry sagt, dass er Diana und mich abends einmal zum Abendessen mit hinüber zum White Sands Hotel nehmen wird. Du weißt, sie haben dort am Abend das Abendessen. Jane Andrews war letzten Summer einmal drüben und sie sagt, es wäre ein strahlender Anblick, die elektrischen Lichter und die Blumen und alle weiblichen Gäste in so schönen Kleidern zu sehen. Jane sagt, es war ihr erster Blick ins Highlife und sie wird es bis zu ihrem letzten Tag nicht vergessen."

Mrs.Lynde kam den nächsten Nachmittag vorbei, um in Erfahrung zu bringen, warum Marilla am Donnerstag nicht auf dem Hilfetreffen war. Wenn Marilla nicht auf dem Hilfetreffen war, wusste man, dass auf Green Gables etwas nicht stimmte.

" Matthew hatte Donnerstag mit seinem Herzen einen bösen Anfall," erklärte Marilla, "und ich wollte ihn nicht allein lassen. Oh ja, er ist jetzt wieder in Ordnung, aber er hat diese Anfälle öfter als früher und ich bin darüber besorgt. Der Doktor sagt, er muss vorsichtig sein, um Aufregung zu vermeiden. Das ist ganz einfach, denn Matthew sucht keineswegs Aufregung und tat es nie, aber er darf auch keine wirklich schwere Arbeit mehr tun und wenn du zu Matthew sagt, er soll nicht arbeiten, kannst du ihm genauso gut sagen, er solle nicht atmen. Komm und lege deine Sachen ab, Rachel. Wirst du zum Tee bleiben?"

Nun, da mich so drängst, könnte ich vielleicht genauso gut bleiben", sagte Mrs. Rachel, die nicht die geringste Absicht hatte, etwas anderes zu tun.

Mrs. Rachel und Marilla saßen bequem im Wohnzimmer, während Anne den Tea brachte und heiße Plätzchen machte, die leicht und weiß genug waren , sogar Mrs. Rachels Kritik standzuhalten.

" Ich muss sagen, Anne ist wirklich ein intelligentes Mädchen geworden", gab Mrs. Rachel zu, als Marilla sie bei Sonnenuntergang bis zum Ende des Weges begleitete. Sie muss für dich eine große Hilfe sein."

"Sie ist es", sagte Marilla, " und sie ist jetzt wirklich stabil und zuverlässig. Ich hatte früher Angst, dass sie nie über ihre dümmliche Art hinwegkommt, aber sie hat es getan und ich hätte keine Angst, ihr jetzt in allem zu vertrauen."

Ich hätte am ersten Tag, als ich vor drei Jahren hier war, nie gedacht, dass sie so gut geraten würde", sagte Mrs. Rachel. " Tief im Herzen werde ich nie ihren Wutausbruch vergessen! Als ich diese Nacht nach Hause ging, sagte ich Thomas, sagte ich: " Merk dir meine Worte, Thomas, Marilla Cuthbert wird es erleben den Schritt, den sie getan hat, zu bereuen." Aber ich habe mich getäuscht und ich bin richtig froh darüber. Ich bin nicht eine von diesen Leuten, Marilla, die nie dazu gebracht werden können, zuzugeben, dass sie einen Fehler gemacht haben. Nein, das war nie meine Art, Gott sei Dank. Ich habe einen Fehler bei der Beurteilung von Anne gemacht, aber das war keine Wunder, gab es doch keine seltsamere, unerwartete Hexe von einem Kind in dieser Welt. Für sie galten die Regeln nicht, die bei anderen Kindern funktionierten. Es ist einfach wunderbar, wie sie sich in diesen drei Jahren verbessert hat, aber vor allem in Bezug auf das Aussehen. Sie ist ein wirklich hübsches Mädchen, obwohl ich selbst keine übermäßige Vorliebe für diesen blassen, großäugigen Typ habe. Ich mag mehr und Funkeln und Farbe, wie Diana Barry es hat oder Ruby Gillis. Ruby Gillis' ist wirklich auffallend. Aber irgendwie — ich weiß nicht wie, aber wenn Anne und sie zusammen sind, obwohl sie nicht halb so gut aussieht, lässt Anne sie irgendwie gewöhnlich und übertrieben aussehen - so etwas wie, wenn man die weiße Juni-Lilien, die sie Narzisse nennt, neben den großen, roten Pfingstrosen sieht, das ist es."
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CHAPTER XXX.
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THE QUEEN'S CLASS IS ORGANIZED.
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Marilla laid her knitting on her lap and leaned back in her chair.
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Her love made her afraid of being unduly indulgent, indeed.
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Certainly Anne herself had no idea how Marilla loved her.
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But she always checked the thought reproachfully, remembering what she owed to Marilla.
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"Anne," said Marilla abruptly, "Miss Stacy was here this afternoon when you were out with Diana."
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Anne came back from her other world with a start and a sigh.
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"Was she?
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Oh, I'm so sorry I wasn't in.
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Why didn't you call me, Marilla?
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Diana and I were only over in the Haunted Wood.
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It's lovely in the woods now.
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Diana wouldn't say much about that, though.
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It had a very bad effect on Diana's imagination.
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It blighted it.
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Mrs. Lynde says Myrtle Bell is a blighted being.
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Ruby Gillis thinks of nothing but young men, and the older she gets the worse she is.
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Diana and I talk a great deal about serious subjects now, you know.
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It's such a solemn thing to be almost fourteen, Marilla.
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And she said if the foundation was shaky we could never build anything really worth while on it.
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Diana and I talked the matter over coming home from school.
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We felt extremely solemn, Marilla.
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It's perfectly appalling to think of being twenty, Marilla.
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It sounds so fearfully old and grown up.
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But why was Miss Stacy here this afternoon?"
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"That is what I want to tell you, Anne, if you'll ever give me a chance to get a word in edgewise.
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She was talking about you."
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"About me?"
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Anne looked rather scared.
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Then she flushed and exclaimed: "Oh, I know what she was saying.
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I meant to tell you, Marilla, honestly I did, but I forgot.
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Jane Andrews lent it to me.
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I was reading it at dinner-hour, and I had just got to the chariot-race when school went in.
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I can't tell you how ashamed I felt, Marilla, especially when I heard Josie Pye giggling.
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Miss Stacy took 'Ben Hur' away, but she never said a word then.
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She kept me in at recess and talked to me.
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She said I had done very wrong in two respects.
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I had never realized until that moment, Marilla, that what I was doing was deceitful.
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I was shocked.
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But Miss Stacy said she wouldn't require that, and she forgave me freely.
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So I think it wasn't very kind of her to come up here to you about it after all."
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You have no business to be taking story-books to school.
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You read too many novels anyhow.
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When I was a girl I wasn't so much as allowed to look at a novel."
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unit 74
"Oh, how can you call 'Ben Hur' a novel when it's really such a religious book?"
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unit 75
protested Anne.
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unit 76
unit 78
Miss Stacy made me promise that.
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unit 79
She found me reading a book one day called, 'The Lurid Mystery of the Haunted Hall.'
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unit 80
It was one Ruby Gillis had lent me, and, oh, Marilla, it was so fascinating and creepy.
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unit 81
It just curdled the blood in my veins.
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unit 84
But my love for Miss Stacy stood the test and I did.
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unit 85
unit 86
"Well, I guess I'll light the lamp and get to work," said Marilla.
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unit 87
"I see plainly that you don't want to hear what Miss Stacy had to say.
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unit 88
You're more interested in the sound of your own tongue than in anything else."
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unit 89
"Oh, indeed, Marilla, I do want to hear it," cried Anne contritely.
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unit 90
"I won't say another word—not one.
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unit 92
Please tell me, Marilla."
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unit 94
She intends to give them extra lessons for an hour after school.
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unit 95
And she came to ask Matthew and me if we would like to have you join it.
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unit 96
What do you think about it yourself, Anne?
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unit 97
Would you like to go to Queen's and pass for a teacher?"
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unit 98
"Oh, Marilla!"
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unit 99
Anne straightened to her knees and clasped her hands.
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unit 101
But I didn't say anything about it, because I supposed it would be perfectly useless.
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unit 102
I'd love to be a teacher.
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unit 103
But won't it be dreadfully expensive?
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unit 105
"I guess you needn't worry about that part of it.
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unit 107
I believe in a girl being fitted to earn her own living whether she ever has to or not.
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unit 109
So you can join the Queen's class if you like, Anne."
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unit 111
"I'm extremely grateful to you and Matthew.
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And I'll study as hard as I can and do my very best to be a credit to you.
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"I dare say you'll get along well enough.
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unit 115
Miss Stacy says you are bright and diligent."
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unit 117
"You needn't rush to any extreme of killing yourself over your books.
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unit 118
There is no hurry.
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unit 119
You won't be ready to try the entrance for a year and a half yet.
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unit 120
But it's well to begin in time and be thoroughly grounded, Miss Stacy says."
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unit 122
Mr. Allan says everybody should have a purpose in life and pursue it faithfully.
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unit 123
Only he says we must first make sure that it is a worthy purpose.
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unit 124
I would call it a worthy purpose to want to be a teacher like Miss Stacy, wouldn't you, Marilla?
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unit 125
I think it's a very noble profession."
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unit 126
The Queen's class was organized in due time.
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unit 128
Diana Barry did not, as her parents did not intend to send her to Queen's.
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unit 129
This seemed nothing short of a calamity to Anne.
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unit 133
Not for worlds would Anne have had Gilbert Blythe or Josie Pye see those tears.
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unit 135
unit 136
But we can't have things perfect in this imperfect world, as Mrs. Lynde says.
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unit 138
And I think the Queen's class is going to be extremely interesting.
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unit 139
Jane and Ruby are just going to study to be teachers.
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unit 140
That is the height of their ambition.
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unit 141
unit 145
Moody Spurgeon is going to be a minister.
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unit 146
Mrs. Lynde says he couldn't be anything else with a name like that to live up to.
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unit 149
But perhaps he will be more intellectual-looking when he grows up.
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unit 151
"What is Gilbert Blythe going to be?"
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unit 152
queried Marilla, seeing that Anne was opening her Cæsar.
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unit 153
unit 154
There was open rivalry between Gilbert and Anne now.
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unit 156
He was a foeman worthy of her steel.
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unit 160
But Anne Shirley he simply ignored, and Anne found out that it is not pleasant to be ignored.
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unit 161
It was in vain that she told herself with a toss of her head that she did not care.
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That day by the pond had witnessed its last spasmodic flicker.
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unit 166
Anne realized that she had forgiven and forgotten without knowing it.
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But it was too late.
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unit 171
Otherwise the winter passed away in a round of pleasant duties and studies.
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For Anne the days slipped by like golden beads on the necklace of the year.
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unit 175
Even Anne and Gilbert lagged and grew indifferent.
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unit 179
It will be the tug of war, you know—the last year before the Entrance."
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"Are you going to be back next year, Miss Stacy?"
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asked Josie Pye.
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The Queen's class listened in breathless suspense for her answer.
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"Yes, I think I will," said Miss Stacy.
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"I thought of taking another school, but I have decided to come back to Avonlea.
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To tell the truth, I've grown so interested in my pupils here that I found I couldn't leave them.
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So I'll stay and see you through."
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unit 188
"Hurrah!"
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unit 189
said Moody Spurgeon.
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unit 191
"Oh, I'm so glad," said Anne with shining eyes.
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unit 192
"Dear Miss Stacy, it would be perfectly dreadful if you didn't come back.
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unit 193
unit 195
"I'm not even going to look at a school book in vacation," she told Marilla.
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unit 197
unit 198
Oh, you needn't be alarmed, Marilla.
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unit 199
I'll only let it run riot within reasonable limits.
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unit 202
She says I'm all running to legs and eyes.
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unit 203
unit 205
I think we're going to have a very gay vacation.
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unit 208
They have dinner there in the evening, you know.
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unit 210
Jane says it was her first glimpse into high life and she'll never forget it to her dying day."
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unit 212
When Marilla was not at Aid meeting people knew there was something wrong at Green Gables.
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unit 215
The doctor says he must be careful to avoid excitement.
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unit 217
Come and lay off your things, Rachel.
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unit 218
You'll stay to tea?"
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unit 222
She must be a great help to you."
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unit 223
"She is," said Marilla, "and she's real steady and reliable now.
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unit 226
"Lawful heart, shall I ever forget that tantrum of hers!
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unit 228
But I was mistaken and I'm real glad of it.
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unit 230
No, that never was my way, thank goodness.
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unit 232
There was no ciphering her out by the rules that worked with other children.
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unit 233
It's nothing short of wonderful how, she's improved these three years, but especially in looks.
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unit 235
I like more snap and colour, like Diana Barry has or Ruby Gillis.
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unit 236
Ruby Gillis' looks are real showy.
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gaelle044 • 0  commented  3 months ago

Update: Thank to Gaby and her watching the movie, we now know that:
1. Anne only use the formal form ("Sie") at the start, but later (we agreed for Chapter XI) she will say "du" to Marilla and Matthew, and the formal form with everybody else but her classmates. Marilla and Rachel are friends and they use "du".
2. She likes overstatements and superlatives.
3. We need to translate "green gables" as it is done in the movie.

Anne of Green Gables (1908)

Written for all ages, it has been considered a children's novel since the mid-twentieth century. It recounts the adventures of Anne Shirley, an 11-year-old orphan girl who is mistakenly sent to Matthew and Marilla Cuthbert, a middle-aged brother and sister who had intended to adopt a boy to help them on their farm in Prince Edward Island. The novel recounts how Anne makes her way with the Cuthberts, in school, and within the town. Since publication, Anne of Green Gables has sold more than 50 million copies and has been translated into 20 languages. It has been adapted as film, made-for-television movies, and animated and live-action television series. — Excerpted from Anne of Green Gables (1908) on Wikipedia, the free encyclopedia.
https://en.wikisource.org/wiki/Anne_of_Green_Gables_(1908)

by gaelle044 3 months ago

CHAPTER XXX.

THE QUEEN'S CLASS IS ORGANIZED.

Marilla laid her knitting on her lap and leaned back in her chair. Her eyes were tired, and she thought vaguely that she must see about having her glasses changed the next time she went to town, for her eyes had grown tired very often of late.

It was nearly dark, for the dull November twilight had fallen around Green Gables, and the only light in the kitchen came from the dancing red flames in the stove.

Anne was curled up Turk-fashion on the hearth-rug, gazing into that joyous glow where the sunshine of a hundred summers was being distilled from the maple cord-wood. She had been reading, but her book had slipped to the floor, and now she was dreaming, with a smile on her parted lips. Glittering castles in Spain were shaping themselves out of the mists and rainbows of her lively fancy; adventures wonderful and enthralling were happening to her in cloudland—adventures that always turned out triumphantly and never involved her in scrapes like those of actual life.

Marilla looked at her with a tenderness that would never have been suffered to reveal itself in any clearer light than that soft mingling of fireshine and shadow. The lesson of a love that should display itself easily in spoken word and open look was one Marilla could never learn. But she had learned to love this slim, gray-eyed girl with an affection all the deeper and stronger from its very undemonstrativeness. Her love made her afraid of being unduly indulgent, indeed. She had an uneasy feeling that it was rather sinful to set one's heart so intensely on any human creature as she had set hers on Anne, and perhaps she performed a sort of unconscious penance for this by being stricter and more critical than if the girl had been less dear to her. Certainly Anne herself had no idea how Marilla loved her. She sometimes thought wistfully that Marilla was very hard to please and distinctly lacking in sympathy and understanding. But she always checked the thought reproachfully, remembering what she owed to Marilla.

"Anne," said Marilla abruptly, "Miss Stacy was here this afternoon when you were out with Diana."

Anne came back from her other world with a start and a sigh.

"Was she? Oh, I'm so sorry I wasn't in. Why didn't you call me, Marilla? Diana and I were only over in the Haunted Wood. It's lovely in the woods now. All the little wood things—the ferns and the satin leaves and the crackerberries—have gone to sleep, just as if somebody had tucked them away until spring under a blanket of leaves. I think it was a little gray fairy with a rainbow scarf that came tiptoeing along the last moonlight night and did it. Diana wouldn't say much about that, though. Diana has never forgotten the scolding her mother gave her about imagining ghosts into the Haunted Wood. It had a very bad effect on Diana's imagination. It blighted it. Mrs. Lynde says Myrtle Bell is a blighted being. I asked Ruby Gillis why Myrtle was blighted, and Ruby said she guessed it was because her young man had gone back on her. Ruby Gillis thinks of nothing but young men, and the older she gets the worse she is. Young men are all very well in their place, but it doesn't do to drag them into everything, does it? Diana and I are thinking seriously of promising each other that we will never marry but be nice old maids and live together for ever. Diana hasn't quite made up her mind though, because she thinks perhaps it would be nobler to marry some wild, dashing, wicked young man and reform him. Diana and I talk a great deal about serious subjects now, you know. We feel that we are so much older than we used to be that it isn't becoming to talk of childish matters. It's such a solemn thing to be almost fourteen, Marilla. Miss Stacy took all us girls who are in our teens down to the brook last Wednesday, and talked to us about it. She said we couldn't be too careful what habits we formed and what ideals we acquired in our teens, because by the time we were twenty our characters would be developed and the foundation laid for our whole future life. And she said if the foundation was shaky we could never build anything really worth while on it. Diana and I talked the matter over coming home from school. We felt extremely solemn, Marilla. And we decided that we would try to be very careful indeed and form respectable habits and learn all we could and be as sensible as possible, so that by the time we were twenty our characters would be properly developed. It's perfectly appalling to think of being twenty, Marilla. It sounds so fearfully old and grown up. But why was Miss Stacy here this afternoon?"

"That is what I want to tell you, Anne, if you'll ever give me a chance to get a word in edgewise. She was talking about you."

"About me?" Anne looked rather scared. Then she flushed and exclaimed:

"Oh, I know what she was saying. I meant to tell you, Marilla, honestly I did, but I forgot. Miss Stacy caught me reading 'Ben Hur' in school yesterday afternoon when I should have been studying my Canadian history. Jane Andrews lent it to me. I was reading it at dinner-hour, and I had just got to the chariot-race when school went in. I was simply wild to know how it turned out—although I felt sure 'Ben Hur' must win, because it wouldn't be poetical justice if he didn't—so I spread the history open on my desk-lid and then tucked 'Ben-Hur' between the desk and my knee. It just looked as if I were studying Canadian history, you know, while all the while I was revelling in 'Ben Hur.' I was so interested in it that I never noticed Miss Stacy coming down the aisle until all at once I just looked up and there she was looking down at me, so reproachful like. I can't tell you how ashamed I felt, Marilla, especially when I heard Josie Pye giggling. Miss Stacy took 'Ben Hur' away, but she never said a word then. She kept me in at recess and talked to me. She said I had done very wrong in two respects. First, I was wasting the time I ought to have put on my studies; and secondly I was deceiving my teacher in trying to make it appear I was reading a history when it was a story-book instead. I had never realized until that moment, Marilla, that what I was doing was deceitful. I was shocked. I cried bitterly, and asked Miss Stacy to forgive me and I'd never do such a thing again; and I offered to do penance by never so much as looking at 'Ben Hur' for a whole week, not even to see how the chariot-race turned out. But Miss Stacy said she wouldn't require that, and she forgave me freely. So I think it wasn't very kind of her to come up here to you about it after all."

"Miss Stacy never mentioned such a thing to me, Anne, and it's only your guilty conscience that's the matter with you. You have no business to be taking story-books to school. You read too many novels anyhow. When I was a girl I wasn't so much as allowed to look at a novel."

"Oh, how can you call 'Ben Hur' a novel when it's really such a religious book?" protested Anne. "Of course it's a little too exciting to be proper reading for Sunday, and I only read it on week-days. And I never read any book now unless either Miss Stacy or Mrs. Allan thinks it is a proper book for a girl thirteen and three-quarters to read. Miss Stacy made me promise that. She found me reading a book one day called, 'The Lurid Mystery of the Haunted Hall.' It was one Ruby Gillis had lent me, and, oh, Marilla, it was so fascinating and creepy. It just curdled the blood in my veins. But Miss Stacy said it was a very silly, unwholesome book, and she asked me not to read any more of it or any like it. I didn't mind promising not to read any more like it, but it was agonizing to give back that book without knowing how it turned out. But my love for Miss Stacy stood the test and I did. It's really wonderful, Marilla, what you can do when you're truly anxious to please a certain person."

"Well, I guess I'll light the lamp and get to work," said Marilla. "I see plainly that you don't want to hear what Miss Stacy had to say. You're more interested in the sound of your own tongue than in anything else."

"Oh, indeed, Marilla, I do want to hear it," cried Anne contritely. "I won't say another word—not one. I know I talk too much, but I am really trying to overcome it, and although I say far too much, yet if you only knew how many things I want to say and don't, you'd give me some credit for it. Please tell me, Marilla."

"Well, Miss Stacy wants to organize a class among her advanced students who mean to study for the entrance examination into Queen's. She intends to give them extra lessons for an hour after school. And she came to ask Matthew and me if we would like to have you join it. What do you think about it yourself, Anne? Would you like to go to Queen's and pass for a teacher?"

"Oh, Marilla!" Anne straightened to her knees and clasped her hands. "It's been the dream of my life—that is, for the last six months, ever since Ruby and Jane began to talk of studying for the entrance. But I didn't say anything about it, because I supposed it would be perfectly useless. I'd love to be a teacher. But won't it be dreadfully expensive? Mr. Andrews says it cost him one hundred and fifty dollars to put Prissy through, and Prissy wasn't a dunce in geometry."

"I guess you needn't worry about that part of it. When Matthew and I took you to bring up we resolved we would do the best we could for you and give you a good education. I believe in a girl being fitted to earn her own living whether she ever has to or not. You'll always have a home at Green Gables as long as Matthew and I are here, but nobody knows what is going to happen in this uncertain world, and it's just as well to be prepared. So you can join the Queen's class if you like, Anne."

"Oh, Marilla, thank you," Anne flung her arms about Marilla's waist and looked up earnestly into her face. "I'm extremely grateful to you and Matthew. And I'll study as hard as I can and do my very best to be a credit to you. I warn you not to expect much in geometry, but I think I can hold my own in anything else if I work hard."

"I dare say you'll get along well enough. Miss Stacy says you are bright and diligent." Not for worlds would Marilla have told Anne just what Miss Stacy had said about her; that would have been to pamper vanity. "You needn't rush to any extreme of killing yourself over your books. There is no hurry. You won't be ready to try the entrance for a year and a half yet. But it's well to begin in time and be thoroughly grounded, Miss Stacy says."

"I shall take more interest than ever in my studies now," said Anne blissfully, "because I have a purpose in life. Mr. Allan says everybody should have a purpose in life and pursue it faithfully. Only he says we must first make sure that it is a worthy purpose. I would call it a worthy purpose to want to be a teacher like Miss Stacy, wouldn't you, Marilla? I think it's a very noble profession."

The Queen's class was organized in due time. Gilbert Blythe, Anne Shirley, Ruby Gillis, Jane Andrews, Josie Pye, Charlie Sloane, and Moody Spurgeon MacPherson joined it. Diana Barry did not, as her parents did not intend to send her to Queen's. This seemed nothing short of a calamity to Anne. Never, since the night on which Minnie May had had the croup, had she and Diana been separated in anything. On the evening when the Queen's class first remained in school for the extra lessons and Anne saw Diana go slowly out with the others, to walk home alone through the Birch Path and Violet Vale, it was all the former could do to keep her seat and refrain from rushing impulsively after her chum. A lump came into her throat, and she hastily retired behind the pages of her uplifted Latin grammar to hide the tears in her eyes. Not for worlds would Anne have had Gilbert Blythe or Josie Pye see those tears.

"But, oh, Marilla, I really felt that I had tasted the bitterness of death, as Mr. Allan said in his sermon last Sunday, when I saw Diana go out alone," she said mournfully that night. "I thought how splendid it would have been if Diana had only been going to study for the Entrance, too. But we can't have things perfect in this imperfect world, as Mrs. Lynde says. Mrs. Lynde isn't exactly a comforting person sometimes, but there's no doubt she says a great many very true things. And I think the Queen's class is going to be extremely interesting. Jane and Ruby are just going to study to be teachers. That is the height of their ambition. Ruby says she will only teach for two years after she gets through, and then she intends to be married. Jane says she will devote her whole life to teaching, and never, never marry, because you are paid a salary for teaching, but a husband won't pay you anything, and growls if you ask for a share in the egg and butter money. I expect Jane speaks from mournful experience, for Mrs. Lynde says that her father is a perfect old crank, and meaner than second skimmings. Josie Pye says she is just going to college for education's sake, because, she won't have to earn her own living; she says of course it is different with orphans who are living on charity—they have to hustle. Moody Spurgeon is going to be a minister. Mrs. Lynde says he couldn't be anything else with a name like that to live up to. I hope it isn't wicked of me, Marilla, but really the thought of Moody Spurgeon being a minister makes me laugh. He's such a funny-looking boy with that big fat face, and his little blue eyes, and his ears sticking out like flaps. But perhaps he will be more intellectual-looking when he grows up. Charlie Sloane says he's going to go into politics and be a member of Parliament, but Mrs. Lynde says he'll never succeed at that, because the Sloanes are all honest people, and it's only rascals that get on in politics nowadays."

"What is Gilbert Blythe going to be?" queried Marilla, seeing that Anne was opening her Cæsar.

"I don't happen to know what Gilbert Blythe's ambition in life is—if he has any," said Anne scornfully.

There was open rivalry between Gilbert and Anne now. Previously the rivalry had been rather one-sided, but there was no longer any doubt that Gilbert was as determined to be first in class as Anne was. He was a foeman worthy of her steel. The other members of the class tacitly acknowledged their superiority, and never dreamed of trying to compete with them.

Since the day by the pond when she had refused to listen to his plea for forgiveness, Gilbert, save for the aforesaid determined rivalry, had evinced no recognition whatever of the existence of Anne Shirley. He talked and jested with the other girls, exchanged books and puzzles with them, discussed lessons and plans, sometimes walked home with one or the other of them from prayer-meeting or Debating Club. But Anne Shirley he simply ignored, and Anne found out that it is not pleasant to be ignored. It was in vain that she told herself with a toss of her head that she did not care. Deep down in her wayward, feminine little heart she knew that she did care, and that if she had that chance of the Lake of Shining Waters again she would answer very differently. All at once, as it seemed, and to her secret dismay, she found that the old resentment she had cherished against him was gone—gone just when she most needed its sustaining power. It was in vain that she recalled every incident and emotion of that memorable occasion and tried to feel the old satisfying anger. That day by the pond had witnessed its last spasmodic flicker. Anne realized that she had forgiven and forgotten without knowing it. But it was too late.

And at least neither Gilbert nor anybody else, not even Diana, should ever suspect how sorry she was and how much she wished she hadn't been so proud and horrid! She determined to "shroud her feelings in deepest oblivion," and it may be stated here and now that she did it, so successfully that Gilbert, who possibly was not quite so indifferent as he seemed, could not console himself with any belief that Anne felt his retaliatory scorn. The only poor comfort he had was that she snubbed Charlie Sloane, unmercifully, continually and undeservedly.

Otherwise the winter passed away in a round of pleasant duties and studies. For Anne the days slipped by like golden beads on the necklace of the year. She was happy, eager, interested; there were lessons to be learned and honours to be won; delightful books to read; new pieces to be practised for the Sunday-school choir; pleasant Saturday afternoons at the manse with Mrs. Allan; and then, almost before Anne realized it, spring had come again to Green Gables and all the world was abloom once more.

Studies palled just a wee bit then; the Queen's class, left behind in school while the others scattered to green lanes and leafy wood-cuts and meadow byways, looked wistfully out of the windows and discovered that Latin verbs and French exercises had somehow lost the tang and zest they had possessed in the crisp winter months. Even Anne and Gilbert lagged and grew indifferent. Teacher and taught were alike glad when the term was ended and the glad vacation days stretched rosily before them.

"But you've done good work this past year," Miss Stacy told them on the last evening, "and you deserve a good, jolly vacation. Have the best time you can in the out-of-door world and lay in a good stock of health and vitality and ambition to carry you through next year. It will be the tug of war, you know—the last year before the Entrance."

"Are you going to be back next year, Miss Stacy?" asked Josie Pye.

Josie Pye never scrupled to ask questions; in this instance the rest of the class felt grateful to her; none of them would have dared to ask it of Miss Stacy, but all wanted to, for there had been alarming rumours running at large through the school for some time that Miss Stacy was not coming back the next year—that she had been offered a position in the graded school of her own home district and meant to accept. The Queen's class listened in breathless suspense for her answer.

"Yes, I think I will," said Miss Stacy. "I thought of taking another school, but I have decided to come back to Avonlea. To tell the truth, I've grown so interested in my pupils here that I found I couldn't leave them. So I'll stay and see you through."

"Hurrah!" said Moody Spurgeon. Moody Spurgeon had never been so carried away by his feelings before, and he blushed uncomfortably every time he thought about it for a week.

"Oh, I'm so glad," said Anne with shining eyes. "Dear Miss Stacy, it would be perfectly dreadful if you didn't come back. I don't believe I could have the heart to go on with my studies at all if another teacher came here."

When Anne got home that night she stacked all her text-books away in an old trunk in the attic, locked it, and threw the key into the blanket box.

"I'm not even going to look at a school book in vacation," she told Marilla. "I've studied as hard all the term as I possibly could and I've pored over that geometry until I know every proposition in the first book off by heart, even when the letters are changed. I just feel tired of everything sensible and I'm going to let my imagination run riot for the summer. Oh, you needn't be alarmed, Marilla. I'll only let it run riot within reasonable limits. But I want to have a real good jolly time this summer, for maybe it's the last summer I'll be a little girl. Mrs. Lynde says that if I keep stretching out next year as I've done this I'll have to put on longer skirts. She says I'm all running to legs and eyes. And when I put on longer skirts I shall feel that I have to live up to them and be very dignified. It won't even do to believe in fairies then, I'm afraid; so I'm going to believe in them with all my whole heart this summer. I think we're going to have a very gay vacation. Ruby Gillis is going to have a birthday party soon and there's the Sunday-school picnic and the missionary concert next month. And Mr. Barry says that some evening he'll take Diana and me over to the White Sands Hotel and have dinner there. They have dinner there in the evening, you know. Jane Andrews was over once last summer and she says it was a dazzling sight to see the electric lights and the flowers and all the lady guests in such beautiful dresses. Jane says it was her first glimpse into high life and she'll never forget it to her dying day."

Mrs. Lynde came up the next afternoon to find out why Marilla had not been at the Aid meeting on Thursday. When Marilla was not at Aid meeting people knew there was something wrong at Green Gables.

"Matthew had a bad spell with his heart Thursday," Marilla explained, "and I didn't feel like leaving him. Oh, yes, he's all right again now, but he takes them spells oftener than he used to and I'm anxious about him. The doctor says he must be careful to avoid excitement. That's easy enough, for Matthew doesn't go about looking for excitement by any means and never did, but he's not to do any very heavy work either and you might as well tell Matthew not to breathe as not to work. Come and lay off your things, Rachel. You'll stay to tea?"

Well, seeing you're so pressing, perhaps I might as well stay," said Mrs. Rachel, who had not the slightest intention of doing anything else.

Mrs. Rachel and Marilla sat comfortably in the parlour while Anne got the tea and made hot biscuits that were light and white enough to defy even Mrs. Rachel's criticism.

"I must say Anne has turned out a real smart girl," admitted Mrs. Rachel, as Marilla accompanied her to the end of the lane at sunset. She must be a great help to you."

"She is," said Marilla, "and she's real steady and reliable now. I used to be afraid she'd never get over her feather-brained ways, but she has and I wouldn't be afraid to trust her in anything now."

"I never would have thought she'd have turned out so well that first day I was here three years ago," said Mrs. Rachel. "Lawful heart, shall I ever forget that tantrum of hers! When I went home that night I says to Thomas, says I, 'Mark my words, Thomas, Marilla Cuthbert'll live to rue the step she's took.' But I was mistaken and I'm real glad of it. I ain't one of those kind of people, Marilla, as can never be brought to own up that they've made a mistake. No, that never was my way, thank goodness. I did make a mistake in judging Anne, but it weren't no wonder, for an odder, unexpecteder witch of a child there never was in this world, that's what. There was no ciphering her out by the rules that worked with other children. It's nothing short of wonderful how, she's improved these three years, but especially in looks. She's a real pretty girl got to be, though I can't say I'm overly partial to that pale, big-eyed style myself. I like more snap and colour, like Diana Barry has or Ruby Gillis. Ruby Gillis' looks are real showy. But somehow—I don't know how it is but when Anne and them are together, though she ain't half as handsome, she makes them look kind of common and overdone—something like them white June lilies she calls narcissus alongside of the big, red peonies, that's what."