en-de  New Amsterdam Figured Out Religious Tolerance 361 Years Ago Hard
Neu Amsterdam fand schon vor 361 Jahren heraus, wie religiöse Toleranz geht.

Von Russell Shorto, The New York Times, Meinung, 27. Juni 2018

Mr. Shorto hat umfangreich über den Einfluß der Holländischen Republik auf die Vereinigten Staaten geschrieben.

Wir waren schon einmal an diesem Punkt: Amerika hatte vor mehr als dreieinhalb Jahrhunderten eine Reiseverbots-Krise und sie ist pragmatisch durch einen Appell an das universelle Prinzip von Glaubensfreiheit beigelegt worden. Dieser Fall sollte als Maßstab für diejenigen dienen, die wegen der Entscheidung der Verfassungsgericht, die Präsident Trumps Verbot, Menschen aus ausgewählten, meist moslemischen Ländern aufzunehmen, traurig und empört sind.

Als Kandidat schwor Donald Trump, die muslimische Einwanderung in die Vereinigten Staaten "völlig und ganz einzustellen", und seine Regierung hat fleißig daran gearbeitet, Wort zu halten. Bürgerrechtsorganisationen berichten, dass religiös begründete Hassverbrechen und Diskriminierung, die auf der Religion basieren, zugenommen haben, wobei die Hassgruppen sich anscheinend von den Tweets des Präsidenten ihre Führung leiten lassen.

Diejenigen, die dies alles für widersprüchlich zu Amerikas Gründungsprinzip der Religionsfreiheit betrachten, haben die Erste Änderung der Verfassung als ihre Rettung angesehen. Unglücklicherweise ist der erste Verfassungszusatz ungenau in seiner Sprache, weshalb es einen großen Interpretationsspielraum gibt.

Aber eine frühere Aussage dieses Grundprinzips ist ganz klar. Kenneth Jackson, der große Historiker von New York City, hat die "Flushing Remonstrance" (Flushinger Beschwerde) - ein Appell für religiöse Freiheit in der niederländischen Kolonie Neu-Niederland, dem Vorläufer von New York - einen Vorläufer des ersten Verfassungszusatzes und "eine wichtige Stellungnahme" des "Rechts der freien Religionsausübung" genannt. Dieses Dokument sollte als Leitschnur im Kampf für religiöse Freiheit dienen.

Und jetzt haben wir eine neue Sichtweise auf die "Flushinger Beschwerde" selbst. Im letzten Monat veröffentlichte das New Netherland Research Center, der Nexus wissenschaftlicher Arbeiten über die niederländischen Kolonie, aus der New York entstanden ist, einen Band mit Übersetzungen der Aufzeichnungen der Kolonie, die die Jahre 1656 bis 1658 umfasst, der Zeit der "Flushinger Beschwerde", wodurch wir den Kontext des Dokuments erhalten. Die Geschichte, die aus einer lange vergangenen Zeit zum Vorschein kommt, ähnelt in vieler Hinsicht derjenigen, in der wir uns heute befinden. Es zeigt beides, religiöse Intoleranz, die von der Angst vor dem Anderen getragen wird, und eine unerschütterliche Entschlossenheit, sie zu besiegen.

"Neu-Niederlande" - mit seiner Hauptstadt Neu Amsterdam auf der Insel Manhattan - war eine niederländische Siedlung, aber sie war, dank der Vielfalt der niederländischen Republik selbst, ein Völkergemisch. Im 16. und 17. Jahrhundert erhob sich das winzige Land, um die größte Handelsnation der Erde zu werden, und der ungeheure Geldzufluß half das berühmte niederländische goldene Zeitalter hervozubringen.

Das Markenzeichen des niederländischen Erfolgs war die Feststellung der Religionsfreiheit - oder, um benauer zu sein, der Gewissensfreiheit - die in der de facto Konstitution von 1579 gewährleistet war, die festlegte, dass "niemand wegen seienr Religion verfolgt oder ausgeforscht werden sollte." Diese Erklärung war ein Wendepunkt in der menschlichen Geschichte. Sie wurde während einer Zeit von religiösem Zwist in Europa erlassen, als Intoleranz in England, Spanien und anderswo die offizielle Politik war, als die Aufrechterhaltung einer Staatsreligion als eine Sache der Stabilität und desMenschenverstands angesehen wurde. Die Niederländer gingen genau in die Gegenrichtung und bewiesen, dass Toleranz tatsächlich eine Gesellschaft stärken konnte.

New York wurde zum Epizentrum der amerikanischen Vielfältigkeit und des Handels, auch dank der auszugsweisen vererbten Eigenschaften seiner niederländischen Vorfahren, einschließlich des Grundsatzes der religiösen Toleranz. Aber Peter Stuyvesant, der Generaldirektor der Kolonie New Netherland, stellte diese Toleranz auf die Probe, als eine Gruppe von Quäkern 1657 in Manhattan eintraf.

Die Quäker wurden damals allgemein wegen ihres seltsamen und spirituell veranlassten Verhaltens – "Schütteln" und dergleichen – verunglimpft. Die Herrscher der Neu-England Kolonien gingen gelegentlich so weit, dort auftauchende Quäker zu hängen. Die Niederländer waren toleranter, aber der restriktive Charakter der niederländischen Toleranz verlangte, dass diejenigen anderen Glaubens, sich nicht zur Schau stellen. Doch die Quäker waren in ihrer Selbstdarstellung außerordentlich auffällig.

"Die religiösen Führer der Gemeinde liefen Sturm gegen die Quäker", erzählte mir Charles Gehring, der Übersetzer der Dokumente. Die Menschen glaubten, dass die Quäker außerhalb der Normen des Glaubens seien – dass, wenn sie die Quäker nicht für ihr Verhalten strafen würden, der Zorn Gottes über sie selbst herunterkommen könnte. Ob wegen seiner eigenen Bigotterie oder zur Beschwichtigung seiner Basis, wollte Stuyvesant, dass sie verschwinden.

Zu den verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Neu-Niederlande gehörten Engländer, die in mehreren Dörfern auf Long Island siedelten. Eine kleine Anzahl Quäker flüchteten sich in eine dieser Städte: Vlissingen, später Flushing (welches interessanterweise heute eine der ethnisch und religös uneinheitlichsten Gemeinden in Amerika ist). Nachdem Stuyvesant die Anweisung ausgab, dass niemand in der Stadt den Quäkern Unterschlupf gewähren dürfte, unterschrieben 30 Einwohner, von denen keiner Quäker war, ein bemerkenswertes Dokument.

"Wir sind nach dem Gesetz verpflichtet, allen Menschen Gutes zu tun", erklärten sie. Sie behaupteten, dass "das Gesetz der Liebe, des Friedens und der Freiheit" in der niederländischen Republik selbst "Juden, Türken und Zigeuner" betrifft, alle, die als "die Söhne Adams" erachtete wurden." Sie folgerten, dass sie laut dem niederländischen Gesetz und ihrem eigenen Gewissen keine Wahl hatten, als die Quäker aufzunehmen.

Stuyvesant reagierte mit aggressiven Maßregelungen - nicht gegen die Quäker, sonder die Führer von Flushing, die, wie er entschied, gegen ein Gesetz "illegaler religiöser Zusammenkünfte" verstoßen hatten. Er ordnete Verhaftungen an, erstellte Listen gerichtlicher Befragungen, erzwang Entschuldigungen und Bekenntnisse, verordnete Strafen und warf Leute ins Gefängnis. Er untersagte den Einwohnern von Flushing Bürgerversammlungen abzuhalten udn verfügte, dass ihre "Häresie und ungebührliche Gesetzlosigkeit" würde durch die Ernennung eines "guten, frommen, gottesfürchtigen und orthodoxen Pastors" berichtigt würde, dessen Gehalt von der Stadtbevölkerung bezahlt werden würde. Obwohl die Republik der Vereinigten Niederlande bei weitem die toleranteste europäische Nation war, bewunderte Stuyvesant selbst offen die relative Reinheit der New-England Kolonien im Norden und jammerte, dass seine eigene Kolonie "aus dem Abschaum aller Nationen bestand". Die Reihe von Maßnahmen, die Stuyvesant ergriff, um zu versuchen, zu verhindern, dass die Quäker sich niederließen, ist fast eine Vorlage dafür, was Präsident Trump getan hat, um moslemische Einwanderung einzuschränken.

Als Stuyvesants offene Bigotterie ("eine abscheuliche Sekte", nannte er die Quäker) unter Bezug auf das niederländische Prinzip religiöser Toleranz widersprochen wurde, entschied er, dass dis Notwendigkeit "Pax et Concordia" Friede und Harmonie aufrechtzuerhalten Vorrang vor dem Toleranz-Prinzip Vorrang habe. Mt. Trump verlagerte ebenfalls den Schwerpunkt von schonungsloser Feinseligkeit (Während des Wahlkampfs sagte er, dass er auf jeden Fall die Schließung von den Moscheen in der Vereinigten Staaten stark in Erwägung ziehen würde) darauf, seinen Generalstaatsanwalt vor dem Verfassungsgericht argumentierten zu lassen, dass die Reiseverbot "kein sogenanntes Muslim-Verbot" sei, sondern namens der nationalen Sicherheit verfügt wurde.

Religiöse Bigotterie in Neu-Amsterdam war an eine Befürchtung vor dem Anderen geknüpft. Mr. Trump beschwichtige heute einen Teil der Bevölkerung, der eine ähnliche Befürchtung hat. ("Ich denke, der Islam hasst uns", sagte er während des Wahlkampfs zur Freude seiner Basis.) Und wie bei Stuyvesant haben Mr. Trumps Aktionen dazu tendiert, eine bestimmte Religionsgemeinschaft zu bevorzugen.

Man könnte vielleicht Peter Stuyvesant in Ruhe lassen; seiner war schließlich eine andere Zeit. Der aktuelle Präsident der Vereinigten Staaten scheint dagegen entschlossen, die Uhr zurückzudrehen. Das ist so, als bestände die letzten dreieinhalb Jahrhunderte nie, ganz zu schweigen von der Verfassung und ihren Bürgerrechten.

Aber die New Netherlands Geschichte geht weiter – und bietet etwas Leitlinien für diejenigen, die Angst haben, dass unsere Führer das Land in die falsche Richtung bewegen. Denn die Anwohner von Flushing hatten eine andere Karte auf der Hand, die sie könnten spielen. Vier Jahre später reiste ein Quäker namens John Bowne aus Flushing nach Holland, um gegen Stuyvesants Entscheidung, ihn dafür zu bestrafen, weil er daheim einen gesetzwidrigen Gottesdienst abhielt, Berufung einzulegen. Bowne gewann. Stuyvesants Vorgesetzten zwangen ihn dazu, den Quäkern zu erlauben, in der Kolonie zu leben und Gottesdienste abzuhalten.

Diese Entscheidung war pragmatisch und sie hat auch Auswirkungen für unsere Zeit. Zwar werden einige Menschen heute vor Angst motiviert, aber viele andere stützen Grundfreiheiten nicht nur aus unscharfem Prinzip, sondern auch, weil sie gut fürs Geschäft sind. Laut Meinungsforschern glauben Millionen von Amerikanern, dass Immigranten einen Beitrag zur Wirtschaft der Nation leisten.

Das gleiche gilt für das 17. Jahrhundert. Die Direktoren der West India Company, welche die Neu-Niederlande überwachten, waren sehr bemüht Siedler anzuziehen. Die niederländische Multikulturalität war ein Magnet, sowohl im Heimatland, als auch in der nordamerikanischen Kolonie. Die Direktoren der Kolonie befürchteten, dass Stuyvesants Bigotterie Andere davon abbringen konnte, sich niederzulassen. Und im Gegensatz zu Stuyvesants Ängsten, dass sie eine Gefahr wären, waren die Quäker dabei die großen Pazifisten der amerikanischen Geschichte zu werden.

In ihrer abweichenden Meinung im "Reiseverbot" Fall stellte Richterin Sonia Sotomayor (die in der Bronx geboren und aufgewachsen war) fest, dass Mr. Trumps Reiseverbot "durch Feindschaft und Animosität gegenüber der moslemischen Glaube motiviert wurden". Sie fasste bündig ihre Opposition gegenüber der Mehrheitsposition zusammen: "Die Vereinigten Staaten ist eine Nation, die auf dem Versprechen der Religionsfreiheit aufgebaut worden ist". Unsere Gründer ehrten dieses Kernversprechen, indem sie das Prinzip religiöser Neutralität in den Ersten Zusatzartikel einbetteten. Die heutige Entscheidung des Gerichts ist nicht in der Lage, dieses fundamentale Prinzip zu schützen." Die Episode aus Amerikas frühen Kolonialzeiten liefert sowohl einen Blickwinkel auf dieses Versagen, als auch die Ermutigung weiterzumachen. Sie erinnert uns daran, dass Religionsfreiheit ein ständiger Kampf mit der Angst vor dem Anderen ist, dass Grundrechte niemals sicher sind, sondern nur durch ständige Wachsamkeit aufrechterhalten werden. Trotz der Entscheidung des Verfassungsgerichts, gilt "das Gesetz des Friedens, der Liebe und der Freiheit", wie die Einwohner von Flushing es ausgedrückt haben, ebenso im 21. Jahrhundert, wie es im 17. Jahrhundert galt.

Russell Shorto (@RussellShorto) ist ein führender Wissenschaftler am New Netherland Research Center und der Autor von “The Island at the Center of the World” und, erst kürzlich “Revolution Song.” https://www.nytimes.com/2018/06/27/opinion/travel-ban-supreme-court-new-amsterdam.html
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By Russell Shorto, The New York Times, Opinion, June 27, 2018.
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Mr. Shorto has written extensively about the Dutch Republic‘s influence on the United States.
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But an earlier assertion of this fundamental principle is quite clear.
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And now we have fresh perspective on the Flushing Remonstrance itself.
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The Quakers, though, were downright flamboyant in their displays.
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“We are bound by the law to do good unto all men,” they declared.
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Religious bigotry in New Amsterdam was tied to a fear of the other.
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Mr. Trump appeases a segment of the population today that holds a similar fear.
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(“I think Islam hates us,” he said during the campaign, to the delight of his base.)
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And as with Stuyvesant, Mr. Trump’s actions have tended to favor a particular religious community.
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One might give Peter Stuyvesant a break: His was a different time, after all.
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The current president of the United States, by contrast, seems determined to turn the clock back.
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For the residents of Flushing had another card to play.
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Bowne won.
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Stuyvesant’s superiors forced him to permit Quakers to live and worship in the colony.
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That decision was practical, and it too has echoes for our time.
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The same was true in the 17th century.
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Dutch diversity was a draw, both in the home country and in the North American colony.
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The colony’s directors feared that Stuyvesant’s bigotry would dissuade others from settling.
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New Amsterdam Figured Out Religious Tolerance 361 Years Ago.

By Russell Shorto, The New York Times, Opinion, June 27, 2018.

Mr. Shorto has written extensively about the Dutch Republic‘s influence on the United States.

We’ve been here before: America had a “travel ban” crisis more than three and a half centuries ago, and it was resolved, pragmatically, with an appeal to the universal principle of religious freedom. That case should serve as a touchstone for those who are saddened and outraged by the Supreme Court’s decision to uphold President Trump’s ban on admitting people from selected mostly Muslim countries.

As a candidate, Donald Trump vowed to enact a “total and complete shutdown” of Muslim immigration to the United States, and his administration has worked diligently to make good on that promise. Civil rights organizations report that religion-based hate crimes and religious discrimination have been on the rise, with hate groups seemingly taking their lead from the president’s tweets.

Those who consider all of this to be antithetical to America’s founding principle of religious liberty have looked to the First Amendment to the Constitution as their salvation. Unfortunately, the First Amendment is vague in its language, which gives wide latitude for interpretation.

But an earlier assertion of this fundamental principle is quite clear. Kenneth Jackson, the great historian of New York City, has called the Flushing Remonstrance — an appeal to religious liberty in the Dutch colony of New Netherland, precursor to New York — “a forerunner of the First Amendment” and “a major statement” of “the right to practice the religion of your choice.” This document should serve as a guide in the fight over religious liberty.

And now we have fresh perspective on the Flushing Remonstrance itself. Last month, the New Netherland Research Center, the nexus of scholarship on the Dutch colony that gave rise to New York, published a volume of translations of the colony’s records that covers the years 1656 to 1658, the period of the Flushing Remonstrance, giving us context on the document. The story that emerges from this long-ago era turns out to be surprisingly similar to the one we find ourselves in today. It shows both religious intolerance borne of fear of the other and a steadfast determination to conquer it.

New Netherland — with its capital of New Amsterdam on Manhattan Island — was a Dutch settlement, but it was a mix of peoples, thanks to the diversity in the Dutch Republic itself. In the 16th and 17th centuries, that tiny country rose to become the greatest trading nation on earth, and the enormous influx of wealth helped spawn the famed Dutch Golden Age.

A hallmark of the Dutch success was the statement of religious freedom — or, to be more precise, of freedom of conscience — that was enshrined in the de facto Constitution of 1579, which asserted that “no one shall be persecuted or investigated because of his religion.” That declaration was a watershed in human history. It was issued at a time of religious strife in Europe, when intolerance was official policy in England, Spain and elsewhere, when maintaining a state religion was considered a matter of stability and common sense. The Dutch went in precisely the opposite direction, and proved that tolerance could actually strengthen a society.

New York became the epicenter of American diversity and trade thanks in part to features it inherited from its Dutch forebears, including the principle of religious toleration. But Peter Stuyvesant, the director-general of the colony of New Netherland, put that toleration to the test when a group of Quakers arrived in Manhattan in 1657.

Quakers were generally reviled at the time for their strange, spiritually induced behavior — “quaking” and the like. The rulers of the New England colonies occasionally went so far as to hang Quakers who showed up there. The Dutch were more broad-minded, but the restrictive nature of Dutch tolerance required those with alternative practices not to make a show of themselves. The Quakers, though, were downright flamboyant in their displays.

“The religious leaders in the community were up in arms about the Quakers,” Charles Gehring, translator of the documents, told me. “People believed they were outside the norms of the faith — that if they didn’t punish them for their behavior it might bring down the wrath of God.” Whether out of his own bigotry or to appease his base, Stuyvesant wanted them out.

New Netherland’s diverse population included English inhabitants, who settled in several villages on Long Island. A small number of Quakers sought refuge in one of these towns: Vlissingen, later Flushing (which, it’s worth noting, is today one of the most ethnically and religiously mixed communities in America). After Stuyvesant sent word that no one in the town was to harbor the Quakers, 30 inhabitants, who were not themselves Quakers, put their signatures to a remarkable document.

“We are bound by the law to do good unto all men,” they declared. “The law of love, peace and liberty” in the Dutch Republic, they asserted, extended even to “Jews, Turks and Egyptians,” all of whom were considered “the sons of Adam.” They had no choice, they concluded, under Dutch law as well as their own consciences, but to accept the Quakers.

Stuyvesant reacted with an aggressive crackdown — not on the Quakers themselves, but on the leaders of Flushing, who he decided had defied a law against “illegal conventicles.” He ordered arrests, drew up lists of interrogatories, coerced apologies and confessions, issued fines and threw people in prison. He barred the residents of Flushing from holding town meetings, and decreed that their “heresy and unseemly lawlessness” would be rectified by the appointment of a “good, devout, God-fearing and orthodox minister,” whose salary would be paid for by the townspeople. While the Dutch Republic was far and away the most tolerant European nation, Stuyvesant himself frankly admired the relative purity of the New England colonies to the north and complained that his own comprised “the scrapings of all nations.”

The series of actions Stuyvesant took to try to prevent the Quakers from settling is almost a template for what President Trump has done to restrict Muslim immigration.

When Stuyvesant’s frank bigotry (“an abominable sect,” he termed the Quakers) was countered by reference to the Dutch principle of religious toleration, he ruled that the need to uphold “pax et concordia,” peace and harmony, overrode the toleration principle. Mr. Trump likewise shifted from blunt animus (saying during the campaign that he would “strongly consider” closing mosques in the United States) to having his solicitor general argue before the Supreme Court that the travel ban is “not a so-called Muslim ban” but was imposed in the name of national security.

Religious bigotry in New Amsterdam was tied to a fear of the other. Mr. Trump appeases a segment of the population today that holds a similar fear. (“I think Islam hates us,” he said during the campaign, to the delight of his base.) And as with Stuyvesant, Mr. Trump’s actions have tended to favor a particular religious community.

One might give Peter Stuyvesant a break: His was a different time, after all. The current president of the United States, by contrast, seems determined to turn the clock back. It’s as though the last three and a half centuries — not to mention the Constitution and its Bill of Rights — never existed.

But the New Netherland story goes on — and offers some guidance for those who are anguished that our leaders are moving the country in the wrong direction. For the residents of Flushing had another card to play. Four years later, a Flushing Quaker named John Bowne traveled to Holland to appeal Stuyvesant’s decision to punish him for holding an illegal religious service in his home. Bowne won. Stuyvesant’s superiors forced him to permit Quakers to live and worship in the colony.

That decision was practical, and it too has echoes for our time. While some people today are motivated by fear, many others support basic freedoms not just out of airy principle but because they’re good for business. According to pollsters, millions of Americans believe that immigrants contribute to the nation’s economy.

The same was true in the 17th century. The directors of the West India Company, which oversaw New Netherland, were keen to attract settlers. Dutch diversity was a draw, both in the home country and in the North American colony. The colony’s directors feared that Stuyvesant’s bigotry would dissuade others from settling. And contrary to Stuyvesant’s fears that they were a danger, the Quakers went on to become some of the great pacifists of American history.

In her dissenting opinion in the travel ban case, Justice Sonia Sotomayor (who was born and raised in the Bronx) found that Mr. Trump’s ban “was motivated by hostility and animus toward the Muslim faith.”

She summarized her opposition to the majority succinctly: “The United States of America is a nation built upon the promise of religious liberty. Our founders honored that core promise by embedding the principle of religious neutrality in the First Amendment. The court’s decision today fails to safeguard that fundamental principle.”

The episode from America’s early colonial days offers both perspective on that failure and encouragement to push onward. It reminds us that freedom of religion is in a constant struggle with fear of the other, that basic rights are never secure, but are only upheld by constant vigilance. Despite the Supreme Court’s ruling, “the law of peace, love and liberty,” as the residents of Flushing put it, applies just as well in the 21st century as it did in the 17th.

Russell Shorto (@RussellShorto) is a senior scholar at the New Netherland Research Center and the author of “The Island at the Center of the World” and, most recently, “Revolution Song.”

https://www.nytimes.com/2018/06/27/opinion/travel-ban-supreme-court-new-amsterdam.html