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Australische legendäre Erzählungen von Katie Langloh Parker (1896) - Vorwort.

Als ich erwähnte, dass ich vorhatte, eine kleine Sammlung der Volkssagen des Stammes der Aborigines, die ich sehr gut kannte und die auf dieser Farm lebten, zu erstellen, rief einer meiner Nachbarn aus: "Aber haben die Aboriginies überhaupt Sagen?"

- dadurch wird deutlich, dass die Menschen in einem Land leben mögen und doch wenig von den Aborigines wissen; und obwohl es wahrscheinlich viele gibt, die diese speziellen Legenden kennen, denke ich doch, dass dies der erste Versuch ist, die Geschichten eines bestimmten Volksstammes zu sammeln und sie für sich allein zu veröffentlichen.

Auf alle Fälle weiß ich, dass zuvor kein Versuch gemacht worden ist, soweit es die Volkssagen der Noongahburrahs betrifft.

Deshalb berufe ich mich auf die Autorität von Professor Max Müller, dass es sich lohnt, die Volkssagen eines jeden Landes zu sammeln; ich bin so kühn, mein unbedeutendes Unterfangen der Öffentlichkeit in einem Sammelband anzubieten.

Es gibt wahrscheinlich viele, die diese Legenden kennen und sie nicht für aufzeichnungswürdig halten; aber ich hoffe wiederum, dass es viele gibt, die wie ich denken, dass wir versuchen sollten, solange noch Zeit ist, alle erdenklichen Informationen über eine schnell aussterbende Rasse zu sammeln, deren Ursprung so unklar ist.

Ich kann nicht vortäuschen, zu glauben, dass diese unbedeutenden Sagen viel zur Beseitigung dieses Dunkels beitragen werden, aber eine wissenschaftliche und geduldige Untersuchung des Volkstums überall in Australien würde zweifelsfrei außerordentlich dabei helfen.

Ich bin jedoch nur eine Amateurin, die aus Interesse an dem Thema und an den Aboriginies, von denen ich einige kannte, zu meiner Arbeit bewogen wurde.
Die Zeit wird kommen, wenn es unmöglich sein wird, selbst so einen Sammelband zu erstellen, denn die alten Aboriginies sterben alsbald aus, und die Jüngeren werden wahrscheinlich denken, dass selbst die Erinnerung solcher Ammenmärchen unter der Würde ihrer sogenannte Zivilisation ist.

Diejenigen, die selbst versucht haben, eine unbekannte Volkssage zu studieren, werden in der Lage sein, die Schwierigkeiten zu erkennen, die ein Student überwinden muss, bevor er sogar jene zum Sprechen bringen kann, die das Wissen haben, das er wünscht.

In diesem, wie in so viel anderem, wissen diejenigen, die bereit sind, geschwätzig zu sein, sehr wenig.

Ich habe mich in diesem kleinen Buch auf die Sagen des Narran-Stamms, die sich selbst Noongahburrahs nennen, beschränkt.

Es ist erstaunlich, dass man innerhalb relativ geringer Entfernungen, eine solche Vielfalt von Sprachen und Gebräuchen findet.

Sie können sogar das gleiche Wort bei verschiedenen Stämmen finden, und es hat völlig verschiedene Bedeutungen.

Es wurden auch viele Wörter vorgestellt, von denen die Aboriginies glauben es wären englische, und die Engländer glauben, es wären Wörter aus der Aboriginie-Sprache.

Solche, zum Beispiel, wie 'Picaninny', und soweit es Aborigines dort draußen betrifft "boomerang" wird als Englisch angesehen. Deren lokales Wort dafür ist 'burren'; obwohl neun von zehn Leuten, die man trifft, glauben, dass beide nur hier verwendete einheimische Wörter sind.

Obwohl ich mein unbedeutendes Buch um der Volkssagen willen geschrieben habe, hoffe ich, dass Kinder - Aboriginie-Kinder, darauf aufmerksam werden und sich etwas dafür interessieren werden, denn sie werden mitten unter den Vögeln des Buschs Geschichten alter Freunde finden; und für englische Kinder, weil ich hoffe, dass sie froh sein werden, neue Freunde zu finden, und somit einen freien Handel zwischen den australischen und englischen Kinderzimmern aufzubauen - Vögel ohne Flügel, und lachende Vögel, im Austausch für gute Feen und verkleidete Prinzen.

Ich muss auch eingestehen, dass ich den Aboriginies gegenüber in tiefer Schuld stehe, die, sobald sie verstanden, was ich wollte, waren sehr bereit, mir die Sagen zu wiederholen - und sie mit äußerster Geduld, immer wieder, nicht nur die Sagen, sondern die Namen wiederholten, dass ich es schaffte, sie zu buchstabieren, damit ich beim Wiederholen verstanden wurde.

Ich würde gerne erwähnen, dass ich Peter Hippi, dem König der Noongahburrahs, und Hippitha, Matah, Barahgurrie, and Beemunny Dank schulde.

Ich habe mein Büchlein Peter Hippi gewidmet, in dankbarer Anerkennung seines langen und treuen, mit wenigen Unterbrechungen über einen Zeitraum von zwanzig Jahren andauernden Dienstes, den er mir und meinem Ehemann geleistet hat.

Er ist auch wahrscheinlich der letzte König der Noongahburrahs, die schnell aussterben, und bald werden allein ihre Waffen, die von ihnen für Tabak und Whisky eingetauscht wurden, beweisen, dass sie jemals existiert haben.

Es schien mir schade zu sein, dass kein Versuch gemacht werden sollte, die volkskundlichen Geschichten des schnell verschwindenden Stamms zu sammeln - ein Volkstum, das wahrscheinlich die Gedanken, Vorstellungen und religiösen Auffasssungen der authentischen Aboriginie-Rasse umfasst und welches von daher verdient, wie Max Müller sagt, "in jedem Teil der Welt gesammelt werden könnte und sollte.

Die Sagen wurden mir von den Aboriginies selbst erzählt, von denen sich einige an die Ankunft von Mitchellän, wie sie Major Mitchell nennen, den Erkunder dieser Flüsschen im Hinterland.

Die alten Aborigines lachen jetzt, wenn sie Ihnen jetzt erzählen, wie verängstigt ihre Mütter von den ersten Radspuren, die sie sahen, waren.

Sie würden ihren Kindern nicht erlauben, auf sie zu treten, sondern hoben sie vorsichtig über sie, damit sich auf ihren Füßen keine Geschwüre bilden sollten, wie sie sich angeblich bildeten, wenn sie auf die Spur einer Schlange treten würden.
Aber bei all ihrer Angst merkten sie kaum, dass die Ankunft von Mitchellän der Anfang von ihrem Ende war, oder dass man 50 Jahre später von den Resten ihres einst zahlreichen Stammes, die Sagen, die sie damals ihren Aboriginie-Babys am Lagerfeuer erzählt haben, sammeln würde, und diese Sagen verwendet würden, um ein Weihnachtsbüchlein für die Kinder ihrer weißen Verdränger zu erstellen.

Ich kann nur hoffen, dass die Kinder der Weißen bereit sein werden, den Erzählungen zuzuhören, wie es die Gruppen der Aboriginie-Babys taten und auch noch tun, und mir somit der Verkauf dieses Büchleins als solches ermöglicht, dass ich Kleider und Tabak hinzufügen kann, wenn, wie es mein jährlicher Brauch ist, ich ihr Weihnachtsessen für die Reste der Noongahburrahs ausrichte.

K. Langloh Parker: Bangate, Narran River, New South Wales, 24. Juni, 1895.
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Australian Legendary Tales by by Katie Langloh Parker (1896) - Preface.
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In this, as in so much else, those who are ready to be garrulous know little.
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It is astonishing to find, within comparatively short distances, a diversity of language and custom.
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You may even find the same word in different tribes bearing a totally different meaning.
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K Langloh Parker: Bangate, Narran River, New South Wales, June 24th, 1895.
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Australian Legendary Tales by by Katie Langloh Parker (1896) - Preface.

A neighbour of mine exclaimed, when I mentioned that I proposed making a small collection of the folk-lore legends of the tribe of blacks I knew so well living on this station, "But have the blacks any legends?"

—thus showing that people may live in a country, and yet know little of the aboriginal inhabitants; and though there are probably many who do know these particular legends, yet I think that this is the first attempt that has been made to collect the tales of any particular tribe, and publish them alone.

At all events, I know that no attempt has been made previously, as far as the folk-lore of the Noongahburrahs is concerned.

Therefore, on the authority of Professor Max Müller, that folk-lore of any country is worth collecting, I am emboldened to offer my small attempt, at a collection, to the public.

There are probably many who, knowing these legends, would not think them worth recording; but, on the other hand, I hope there are many who think, as I do, that we should try, while there is yet time, to gather all the information possible of a race fast dying out, and the origin of which is so obscure.

I cannot affect to think that these little legends will do much to remove that obscurity, but undoubtedly a scientific and patient study of the folk-lore throughout Australia would greatly assist thereto.

I, alas, am but an amateur, moved to my work by interest in the subject, and in the blacks, of whom I have had some experience.
The time is coming when it will be impossible to make even such a collection as this, for the old blacks are quickly dying out, and the young ones will probably think it beneath the dignity of their so-called civilisation even to remember such old-women's stories.

Those who have themselves attempted the study of an unknown folk-lore will be able to appreciate the difficulties a student has to surmount before he can even induce those to talk who have the knowledge he desires.

In this, as in so much else, those who are ready to be garrulous know little.

I have confined this little book to the legends of the Narran tribe, known among themselves as Noongahburrahs.

It is astonishing to find, within comparatively short distances, a diversity of language and custom.

You may even find the same word in different tribes bearing a totally different meaning.

Many words, too, have been introduced which the blacks think are English, and the English think are native.

Such, for example, as piccaninny, and, as far as these outside blacks are concerned, boomerang is regarded as English, their local word being burren; yet nine out of ten people whom you meet think both are local native words.

Though I have written my little book in the interests of folk-lore, I hope it will gain the attention of, and have some interest for, children—of Australian children, because they will find stories of old friends among the Bush birds;

and of English children, because I hope that they will be glad to make new friends, and so establish a free trade between the Australian and English nurseries—wingless, and laughing birds, in exchange for fairy godmothers, and princes in disguise.

I must also acknowledge my great indebtedness to the blacks, who, when once they understood what I wanted to know, were most ready to repeat to me the legends—repeating with the utmost patience, time after time, not only the legends, but the names, that I might manage to spell them so as to be understood when repeated.

In particular I should like to mention my indebtedness to Peter Hippi, king of the Noongahburrahs; and to Hippitha, Matah, Barahgurrie, and Beemunny.

I have dedicated my booklet to Peter Hippi, in grateful recognition of his long and faithful service to myself and my husband, which has extended, with few intervals, over a period of twenty years.

He, too, is probably the last king of the Noongahburrahs, who are fast dying out, and soon their weapons, bartered by them for tobacco or whisky, alone will prove that they ever existed.

It seemed to me a pity that some attempt should not be made to collect the folk-lore of the quickly disappearing tribe—a folk-lore embodying, probably, the thoughts, fancies, and beliefs of the genuine aboriginal race, and which, as such, deserves to be, indeed, as Max Müller says, "might be and ought to be, collected in every part of the world."

The legends were told to me by the blacks themselves, some of whom remember the coming of Mitchellän, as they call Major Mitchell, the explorer of these back creeks.

The old blacks laugh now when they tell you how frightened their mothers were of the first wheel tracks they saw.

They would not let the children tread on them, but carefully lifted them over, lest their feet should break out in sores, as they were supposed to do if they trod on a snake's track.
But with all their fear, little did they realise that the coming of Mitchellän was the beginning of their end, or that fifty years afterwards, from the remnant of their once numerous tribe, would be collected the legends they told in those days to their piccaninnies round their camp-fires, and those legends used to make a Christmas booklet for the children of their white supplanters.

I can only hope that the white children will be as ready to listen to these stories as were, and indeed are, the little piccaninnies, and thus the sale of this booklet be such as to enable me to add frocks and tobacco when I give their Christmas dinner, as is my yearly custom, to the remnant of the Noongahburrahs.

K Langloh Parker: Bangate, Narran River, New South Wales, June 24th, 1895.