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Kanadas eindrucksvolle „Schlösser des Nordens".

Gebaut, um die Romantik der europäischen Zitadellen nachklingen zu lassen, erinnern diese historischen Eisenbahnhotels an eine Zeit, in der Dutzende von Schrankkoffern und ein oder zwei Butler die einzige Möglichkeit waren, zu reisen.

Von John Lee, BBC travel, 7. Mai 2013.

Die Geschäftsleitung der Canadian Pacific Railway atmete erleichtert auf, als sie 1885 die erste Eisenbahnstrecke zwischen Ost- und Westkanada vollendete. Aber die Strecke zu bauen war eine Sache; die Leute dazu zu bewegen, sie zu benutzen, war eine andere. Obwohl sie bei Migranten, die sich im ganzen Land ansiedelten, schnell beliebt waren, wurden auch gut bezahlende Luxuspassagiere benötigt, um die Gewinne zu maximieren.

Es wurden luxuriöse, erstklassige Wagons gebaut und ein Netz von spektakulären Urlaubshotels geplant, um den Reichen einen Grund zu geben, einzusteigen. Schnell vorwärts bis heute und obwohl die Luxuswagen in die Geschichte eingegangen sind, bleiben die großen Eisenbahnhotels, die ab den 1880ern gebaut wurden, erhalten.

Gebaut, um die Romantik der europäischen Zitadellen nachklingen zu lassen, wurden diese mit Türmen versehenen Steinschlösser und riesigen Giebeldachburgen schnell mit dem Spitznamen " Schlösser des Nordens“ betitelt. Entweder in atemberaubender Wildnis oder im Zentrum von Großstädten gelegen, prägen sie immer noch die kanadische Skyline.

Heutzutage gehören zu den Immobilien – heute unter der Marke Fairmont – moderne "Essentials" wie Spas, Wi-Fi und ausgefallene Fusion-Restaurants. Aber ihre Faszination liegt in der Erinnerung an eine Zeit, in der das Packen von Dutzenden von Koffern und ein oder zwei Butler der einzige Weg war, um zu reisen.

Schlösser in den Rocky Mountains.

Die monumentalen Berggipfel und die farbenprächtigen Seen der Rocky Mountains von Alberta bilden den Hintergrund für drei der ursprünglichen Eisenbahnurlaubsorte Kanadas.

Das schottische freiherrliche Banff Springs Hotel in Banff National Park, das 2013 seinen 125.Jahrestag beging, wurde gebaut, um Reisenden einen Einblick in die Wildnis zu geben, ohne dass sie ihren Nachmittagstee vermissen. Zwischen den Bäumen versteckt, wurde es anfangs aus Holz gebaut – und 1926 zwangsläufig niedergebrannt.

Zwei Jahre später wieder aufgebaut - diesmal aus Stein - das 770-Zimmer-Hotel war prächtiger denn je. Gäste wie Marilyn Monroe und Benny Goodman brachten Glamour in den 1950er Jahren, während ein Golfplatz Besucher beschäftigte, wenn sie nicht Zeit damit verbrachten, nach den örtlich ansässigen Grizzlybären und Dickhornschafen Ausschau zu halten.

Das Hotel bereitet sich auf seinen Jahrestag mit Besichtigungsausflügen, Naturwanderungen und einem "Artist-in-Resident" Programm vor. Es ist noch ein hochwertiges Hotel – auch wenn, wie alle "Schlösser des Nordens", es Reiseangeboten gibt, um Reisende im mittleren Preislage und für besondere Anlässe anzuziehen. Und heutzutage braucht man keinen Butler mitbringen.

1890 eröffnet, nur zwei Jahre nach der Eröffnung des Banff Springs Hotels und gerade mal 50 km im Nordwesten, befindet sich Chateau Lake Louise in einem gleich malerischen Ort. Ursprünglich ein einstöckiges Blockhaus, löste seine Lage am smaragdgrünen See eine schnelle Erweiterung aus, um die Nachfrage der Besucher zu befriedigen. Das derzeitige Steingebäude wurde 1911 erbaut, für Gäste, die jetzt typischerweise zum Wandern oder Skilaufen in dieses Gebiet kommen.

Mit der Natur zu interagieren statt sie aus der Ferne zu betrachten, womit viele victorianische und edwardianische Reisende zufrieden waren, ist ebenfalls Teil des Charmes der von Bergen eingerahmten Jasper Park Lodge. Mehr als 200 km nördlich von Lake Louise im Jasper National Park, gibt es eine ganz andere Sicht auf seine zinnengekrönten Geschwister. Hier liegen, von einem schönen Holzhaus aus strahlenförmig, Dutzende von Blockhütten am Seeufer und erinnern an ein goldenes Zeitalter der Zufluchtsorte, als Wände mit Elchköpfen und Kunstwerken der Ureinwohner ausgekleidet wurden. Aber es ist nicht wirklich rustikal: Queen Elizabeth II verweilte 2005 in der noblen Aussichts-Hütte. Sie hat wahrscheinlich während ihres Besuches einige wenige knopfäugige Elche erspäht - sie haben freien Zutritt zu dem Grundstück.

Weiter nach Westen.

Das efeubewachsene 'Empress Hotel' war 1908 in Victoria, einer Stadt in British Columbia, von dem Architekten Francis Rattenbury gebaut worden, der auch die nahegelegenen Parlamentsgebäude entwarf. Es ist eins der beliebtesten Wahrzeichen von British Columbia und beherrscht die örtlichen Ansichtskarten.

Aber das war nicht immer so. Wie viele von Kanadas Grandhotels, hatte das 'Empress' nach dem Zweiten Weltkrieg schwere Zeiten. Das Niveau der Dienstleitungen sank und der elegante Nachmittagstee, der das alte England widerspiegelte, wurde zu einem billigen Ritual. Als aber 1960 Pläne auftauchten, es durch ein Hochhaus zu ersetzen, protestierten die Einheimischen und umfangreiche Instandsetzungen begannen.

Jetzt spiegelt es seine edwardianischen Glanztage wider - schauen sie sich den Museumsanbau im Erdgeschoss mit Fotos der Vergangenheit an - der heutige vornehme Nachmittagstee ist niemals beliebter gewesen. Schnappen Sie sich einen Tisch mit Blick auf den Innenhafen und bestellen Sie den reichhaltigen Empress Blend-Tee des Hotels mit einer dreistöckigen Platte, angehäuft mit zarten Gurken-Sandwiches, anmutigen Pariser Makronen und frisch gebackenen Scones mit Marmelade und Sahne.

King George VI und Queen Elizabeth genossen vermutlich ein Tässchen oder zwei, als sie 1939 im 'Empress' verweilten. Aber sie quartierten sich während ihrer monatelangen Rundreise durch Kanada auch im "Hotel Vancouver" im Herzen der Innenstadt ein. Das kupfergedeckte, mit Greifen verzierte Anwesen war eigentlich schon die dritte Version des Hotels mit diesem Namen. Und dieses letztere hatte gerade erst eröffnet.

Der 'Panorama Roof Ballroom' des 'Hotel Vancouver' war vom ersten Tag an ein schwungvolles Szenelokal des Nachtlebens und war bald der angesagteste Ort der Stadt, um gesehen zu werden. Hier hatte 1940 der junge Bandleader Dal Richards seinen ersten Auftritt - und er kam wieder, um zu seinem 95. Geburtstag Anfang 2013 ein Konzert zu geben.

Östliche Leckereien.

Neben von Wäldern eingerahmten Resorts wie Manoir Richelieu in der Region Charlevoix in Quebec und dem festungsähnlichen Chateau Montebello im Westen von Quebec, ist die Provinz Quebec auch die Heimat des wohl meistfotografierten Grand Hotels in Kanada.

Das betürmte Chateau Frontenac mit dramatischem Blick über den St. Lorenz-Strom beherrscht die gepflasterte Altstadt von Québec City. In Anlehnung an die Architektur der Renaissance wurde das festungsgleiche Anwesen von 1893 nach dem Grafen von Frontenac benannt, der hier im 18. Jahrhundert Neu-Frankreich führte. Achten Sie auf sein Wappen über dem Eingangsbogen.

Als Veranstaltungsort für eine streng geheime Kriegszeit-Strategiekonferenz 1943 zwischen dem damaligen Premierminister Winston Churchill, dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt und dem kanadischen Premierminister Mackenzie King, sind die Frontenac-Treffens dieser Tage ein wenig romantischer - das Hotel bietet sogar ein "Entführungs-Paket", wenn Sie durchbrennen und heiraten wollen.

Aber vielleicht wollen Sie sich Ihre Flitterwochen für Ottawa aufheben. Die kanadische Hauptstadt hat ihre eigene elegante Übernachtungsmöglichkeit, direkt an der Straße vom Parlament der Nationen.

Chateau Laurier war ein Lieblingsprojekt des Eisenbahnmoguls Charles Melville Hays, der auf dem feinsten italienischen Marmor bestand, auf Indiana-Sandstein und auf europäischem Kristall. Aber die Verwirklichung seines Traumhotels hat Hays niemals gesehen; er ging 1912 mit der Titanic unter, als er Gerüchten zufolge noch mehr Schätze bringen sollte, um das 'Laurier' auszustatten.

Seine Eröffnung verschiebend, startete das Hotel wenige Wochen später. Jetzt eine beliebte Innenstadt-Unterkunft, gibt es für die Besucher des Anwesens eine Denkmal-Walking-Tour-App zum runterladen. Wie in allen großen Eisenbahnhotels Kanadas ist hier Geschichte gleich um die nächste Ecke.

http://www.bbc.com/travel/story/20130502-canadas-spectacular-castles-of-the-north
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By John Lee, BBC travel, 7 May 2013.
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But building the line was one thing; getting people to use it was another.
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Castles in the Rockies.
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Rebuilt two years later – this time in stone – the 770-room hotel was grander than ever.
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And, these days, there is no need to bring a butler.
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But it is not exactly rustic: Queen Elizabeth II stayed in the lavish Outlook Cabin in 2005.
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She likely spotted a few beady-eyed elk during her visit – they have the run of the property.
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Way out west.
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Dominating local postcards, it is one of British Columbia’s most beloved landmarks.
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But that was not always the case.
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Like many of Canada’s grand hotels, the Empress fell on hard times after World War II.
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Service levels dropped and the ritzy afternoon tea that echoed old England became a cheap ritual.
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And this latest one had only just opened.
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Eastern treats.
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But you might want to save the honeymoon for Ottawa.
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Delaying its opening, the hotel launched a few weeks later.
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Like all Canada’s grand railway hotels, history here is just around the next corner.
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Canada’s spectacular ‘Castles of the North’.

Built to echo the romance of European citadels, these historic railway hotels recall a time when packing dozens of trunks and a butler or two was the only way to travel.

By John Lee, BBC travel, 7 May 2013.

Canadian Pacific Railway executives breathed a sigh of relief when they completed the first railroad linking eastern and western Canada in 1885. But building the line was one thing; getting people to use it was another. Although quickly popular with migrants settling throughout the country, high-paying luxury passengers were also needed to maximise profits.

Sumptuous first-class carriages were built, and a network of spectacular resort hotels was planned to give the rich a reason to hop on board. Fast-forward to today and although the deluxe cars have faded into history, the grand railway hotels – constructed from the 1880s onwards – remain.

Built to echo the romance of European citadels, these turreted stone chateaus and giant gable-roofed lodges were quickly nicknamed the “Castles of the North”. Situated either in breathtaking wilderness locations or in the centre of large cities, they still dominate Canadian skylines.

These days, the properties – now under the Fairmont marque – include modern “essentials” such as spas, wi-fi and fancy fusion restaurants. But their allure is in recalling a time when packing dozens of trunks and a butler or two was the only way to travel.

Castles in the Rockies.

The monumental peaks and vividly hued lakes of Alberta’s Rocky Mountains act as the backdrop for three of Canada’s original railroad resorts.

Marking its 125th birthday in 2013, the Scottish baronial-style Banff Springs Hotel in Banff National Park was built to give travellers a taste of the wilderness without needing to sacrifice their afternoon tea. Tucked among the trees, it was originally built from wood – and inevitably burned to the ground in 1926.

Rebuilt two years later – this time in stone – the 770-room hotel was grander than ever. Guests Marilyn Monroe and Benny Goodman added glamour in the 1950s, while a golf course kept visitors occupied when they were not busy spotting local grizzly bears and bighorn sheep.

Gearing up for its anniversary with heritage tours, nature walks and an artist-in-residence programme, the hotel is still a top-end property – although, like all the Castles of the North, there are packages to attract mid-range and special occasion travellers. And, these days, there is no need to bring a butler.

Opened in 1890, just two years after the Banff Springs Hotel and just 50km to the northwest, Chateau Lake Louise occupies an equally scenic spot. Originally a one-storey log chalet, its location alongside the emerald-coloured lake triggered swift expansion to meet demand from visitors. The current stone edifice was built in 1911, with guests now typically coming for hiking or skiing in the area.

Interacting with nature rather than viewing it from afar – as many Victorian and Edwardian travellers were content to do – is also part of the charm of mountain-framed Jasper Park Lodge. More than 200km north of Lake Louise in Jasper National Park, it has a very different look to its castellated siblings. Here, dozens of lakefront log cabins radiate from a handsome wood-built lodge, recalling a golden age of retreats when walls were lined with moose heads and First Nations artworks. But it is not exactly rustic: Queen Elizabeth II stayed in the lavish Outlook Cabin in 2005. She likely spotted a few beady-eyed elk during her visit – they have the run of the property.

Way out west.

The ivy-clad Empress Hotel was built in 1908 in the British Columbia city of Victoria by architect Francis Rattenbury, who also designed the nearby Parliament Buildings. Dominating local postcards, it is one of British Columbia’s most beloved landmarks.

But that was not always the case. Like many of Canada’s grand hotels, the Empress fell on hard times after World War II. Service levels dropped and the ritzy afternoon tea that echoed old England became a cheap ritual. When 1960s plans emerged to replace it with a high-rise, though, locals protested and large-scale restoration began.

Now mirroring its Edwardian glory days – check out the downstairs museum annex for yesteryear photos – today’s posh afternoon tea has never been more popular. Snag a table with an Inner Harbour view and order the hotel’s rich Empress Blend tea with a triple-decker platter piled high with delicate cucumber sandwiches, dainty Parisian macaroons and fresh-baked scones with jam and cream.

King George VI and Queen Elizabeth likely enjoyed a cuppa or two when staying at the Empress in 1939. But they also checked into the Hotel Vancouver in the heart of the city’s downtown neighbourhood during their month-long cross-Canada jaunt. The copper-roofed, gryphon-accented property was actually the third version of the hotel to carry the name. And this latest one had only just opened.

A swinging nightlife hotspot from day one, the Hotel Vancouver’s Panorama Roof Ballroom was soon the city’s coolest place to be seen. In 1940, young bandleader Dal Richards played his first gig here – and he returned to perform for his 95th birthday concert in early 2013.

Eastern treats.

Alongside forest-framed resorts like Manoir Richelieu in Quebec’s Charlevoix region and the fort-like Chateau Montebello in western Quebec, Quebec province is also home to arguably Canada’s most-photographed grand hotel.

Dramatically overlooking the St Lawrence River, the turreted Chateau Frontenac dominates Quebec City’s cobbled old town. Drawing on Renaissance architecture, the fortress-like 1893 property was named after the Count of Frontenac, who led New France here in the 1700s; look out for his coat of arms above the entry arch.

As the venue for a top secret 1943 wartime strategy conference between then British Prime Minister Winston Churchill, US president Franklin D Roosevelt and Canadian Prime Minister Mackenzie King, most latter-day Frontenac rendezvous are a little more romantic – the hotel even offers an “elopements package” if you want to run away and get hitched.

But you might want to save the honeymoon for Ottawa. The Canadian capital has its own elegant sleepover, just along the street from the nation’s Parliament.

Chateau Laurier was a pet project of railway mogul Charles Melville Hays who insisted on the finest Italian marble, Indiana limestone and European crystal. But Hays never saw the realisation of his dream hotel; he went down with the Titanic in 1912, when he was rumoured to be bringing even more treasures to line the Laurier.

Delaying its opening, the hotel launched a few weeks later. Now a popular city centre sleepover, there is a downloadable heritage-themed walking tour app for those visiting the property. Like all Canada’s grand railway hotels, history here is just around the next corner.

http://www.bbc.com/travel/story/20130502-canadas-spectacular-castles-of-the-north