en-de  The unexpected philosophy Icelanders live by Medium
Die unerwartete Philosophie nach der Isländer leben.

Hätte Island einen nationalen Wahlspruch, wäre es 'þetta reddast', was grob übersetzt so viel bedeutet wie, alles wird am Ende gut werden.

Von Katie Hammel, BBC Travel, 4. Juni 2018.

Wir waren irgendwo in den abgelegenen Westfjorden, eine große Halbinsel in der nord-westlichen Ecke, als unser Wohnmobil zum ersten Mal liegen blieb. Es war spät im September, dem Ende der Touristensaison in einem Teil Islands, das von mehr als 6% der Touristen, die jährlich nach Island kommen, besucht wird und die Straßen waren so gut wie leer.

Der Van blieb noch zweimal liegen, als mein Mann und ich die ungefähr 200km von Latrabjarg, einer windgepeitschten Vogelklippe, niedergeduckt an den äußersten Westrand von Island zurück zu unserem Ausgangspunkt in Isafjördur, der größten Stadt des Westfjords, fuhren (Bevölkerung: 2600). Als wir endlich wieder zu unserer Wohnung kamen, riefen wir die Verleihfirma des Wohnmobils an und teilten ihnen das Problem mit. Bedauerlicherweise wäre der Mechaniker der Stadt nicht verfügbar, bevor es geboten war, die Rückfahrt nach Reykjavik anzutreten.

"Nun," sagte der Herr des Wohnmobils, "þetta reddast!" Eine rasche Google-Suche informierte mich, dass þetta reddast (ausgesprochen thet-ta red-ust) nicht bedeutet, „Entschuldigung, ich bin nicht genug bezahlt worden, um mich um Ihre Probleme zu kümmern", oder "versuchen Sie nicht mitten im Nirgendwo zu stranden". Es bedeutet: " Am Ende wird alles gut ausgehen " - und wenn Island ein offizielles Motto hätte, wäre es das. Die Formulierung fasst ziemlich genau zusammen, auf welchem Weg sich die Isländer dem Leben nähern: auf eine entspannte, gelassene Weise und mit einem großartigen Sinn für Humor.

"Es ist eben eine dieser universellen Formulierungen, die man überall um sich herum hört, eine Lebensphilosophie, die durch die Luft weht", sagte Alda Sigmundsdóttir, Autorin verschiedener Bücher über die Geschichte und Kultur Islands. "Es wird im Allgemeinen in einer ziemlich oberflächlichen, optimistischen Art und Weise benutzt. Es kann auch benutzt werden, um Trost zu spenden, insbesondere wenn die Person, die Trost spenden will, nicht genau weiß, was sie sagen soll. Es ist eine Art Allerwelts-Redewendung." Auf den ersten Blick scheint es eine merkwürdige Philosophie für einen Ort zu sein, in dem jahrhundertelang viele Dinge absolut nicht gut gelaufen sind. Seit Islands Besiedelung im 9. Jahrhundert ist seine Geschichte übersät mit Geschichten aus Zeiten, in denen þetta reddast nicht galt.

In ihrem Buch, The Little Book of the Icelanders in the Old Days (Das kleine Buch über die Isländer in den alten Tagen), erzählt Sigmundsdóttir von einigen dieser harten Umstände: den langen Wintern, extremer Not, Vertragsknechtschaft. Es gab Vulkanausbrüche, wie den Ausbruch des Laki 1783, der 20% der 50.000 Personen umfassenden Bevölkerung tötete, so wie 80% ihrer Schafe, die eine bedeutende Nahrungsquelle in einem Land darstellten, das über wenig Landwirtschaft verfügt. Es gab Stürme, die hereinbrachen und die offenen Ruderboote versenkten, die für die Fischerei genutzt wurden, und löschten dabei die männliche Bevölkerung ganzer Städte aus.
Die Dinge standen so schlimm, dass während des 18. Jahrhunderts, laut Simundsdóttir, sogar 30% der Babys starben, bevor sie ein Jahr alt waren.

Das Island vergangener Tage war ein außergewöhnlich harter Ort, um dort zu leben. Und das Island vergangener Tage, das ist noch nicht lange her. "Es ist nicht so lange her, dass wir eine Gesellschaft von Bauern und Fischern waren, und die Jahreszeiten und die harten Bedingungen, unter denen wir lebten, die vollständige Kontrolle über unsere Leben hatten", sagte Auður Ösp, Gründer und Eigentümer des I Heart Reykjavik - Reiseunternehmens.

Während Island heute ein ultramoderner Ort ist, wo es Wi-Fi im Überfluss gibt, Kreditkarten überall akzeptiert werden und der größte Teil des Landes mit geothermischer Energie versorgt wird, ist es nur etwa 90 Jahre her, dass 50% der Bevölkerung in Torfhäusern lebte (traditionelle Häuser mit Wänden und Dächern aus Erde und Gras) - so sind diese Härten eine nicht so ferne Erinnerung. Es ist erst 45 Jahre her, dass der Eldfell-Vulkan auf der kleinen Insel Heimaey explodierte, Millionen Tonnen Asche ausspie, 400 Gebäude verschlang und die Evakuierung aller dort lebenden 5.000 Menschen nötig machte. Und vor gerade mal 23 Jahren verkleinerte eine massive Lawine die Stadt Flateyri in den Westfjords, begrub mehr als ein Dutzend Häuser und tötete 20 der 300 Einwohner.

Sogar an einem Tag ohne Katastrophe muss Island sich den Naturgewalten stellen. Die Insel bewegt sich und atmet in einer Art und Weise wie es nur wenige andere tun: Fumarolen stoßen Dampf aus, heiße Quellen gurgeln, Geysire rülpsen und blubbern, Wasserfälle donnern. Das Land liegt auf dem Graben zwischen der nordamerikanischen und eurasischen tektonischen Platte, und diese Platten bewegen sich langsam auseinander, was Island um etwa 3 cm pro Jahr vergrößert und pro Woche durchschnittlich 500 kleine Erdbeben verursacht.

Das Wetter der Insel ist genauso volatil und beeindruckend. Stürme können Orkan-Stärke erreichen, starke Stürme können sogar im Sommer hereinwehen und an den dunkelsten Wintertagen scheint die Sonne nur vier Stunden lang.

"Diejenigen, die vom Land leben, kämpfen ständig mit den Elementen", sagte Ösp. "Zum Beispiel, wenn es im August plötzlich anfängt zu schneien, wie es im Norden vor ein paar Jahren passiert ist, muss man alles stehen und liegen lassen und rausgehen und seine Tiere retten. Oder wenn es einen Vulkanausbruch gibt, der Flüge in alle Welt unterbricht und einen Haufen Leute in Island stranden lässt, muss man entschlossen handeln und herausfinden, was zu tun ist." Vielleicht ist es dann sinnvoll, dass sie, an einem Ort wo Leute so häufig dem Wetter, dem Land und den einzigartigen geologischen Kräften ausgeliefert waren - und immer noch sind - gelernt haben, die Kontrolle aufzugeben, Dinge dem Schicksal zu überlassen und auf das Beste zu hoffen. Für diese stoischen und ausgeglichenen Isländer ist 'þetta reddast' weniger eine blauäugige Weigerung, mit Problemen umzugehen, als ein Sich-Einfügen in die gegebenen Umstände, aus denen man das Beste machen muss.

Diese Redewendung wird ein wenig verständlicher, wenn man herausfindet, dass die ersten Isländer keine marodierenden Wikinger waren, die mutig über den Ozean gesegelt waren auf der Suche nach neuen Ländern, in denen sie rauben und Stämme bekriegen konnten. Vielmehr waren es vor allem norwegische Bauern und Landarbeiter, die im 9. Jahrhundert vor der Sklaverei und dem Tod durch König Harald Finehair fliehen mussten. Sie fürchteten seinen Zorn so sehr, dass sie die 1.500-Kilometer-Reise über den rauen Nordatlantik in kleinen offenen Booten riskierten. Es ist schwer vorstellbar, wie diese früher Siedler die Reise unternahmen - ohne Karten oder Navigationsinstrumente - ohne das kleinste bisschen blinder Hoffnung.

"Wir könnten in dieser Umgebung nicht leben ohne ein gewisses Maß an Überzeugung, dass die Dinge sich irgendwie regeln werden, so schwierig sie im Moment auch aussehen", sagte Ösp. “Þedda redast stellt einen ganz bestimmten Optimismus dar, den Isländer haben, und diese Sorglosigkeit, die an Rücksichtslosigkeit grenzt. Manchmal regelt es sich, manchmal nicht, aber wir lassen uns nicht daran hindern, es zu versuchen." "Es ist nicht so, dass wir impulsiv sind oder dumm", fuhr Ösp fort. "Wir glauben einfach an unsere Fähigkeiten, Dinge in Ordnung zu bringen. Bei den Bedingungen, unter denen wir leben, sind wir oft gezwungen, das Unmögliche möglich zu machen." Und in vielen Fällen haben Isländer das Unmögliche möglich gemacht. Sie drehten 2008 ihren umwerfenden wirtschaftlichen Kollaps und die zerstörerischen Ausbrüche eines unaussprechlichen Vulkans 2010 in eine Werbe-Gelegenheit, die Island zu einem der heißesten Reiseziele der Welt machte, zogen Millionen von Besuchern an und machten den Tourismus zu einem der Hauptantriebe der jetzt robusten Wirtschaft. Und im Jahr 2016 überraschte Island die Sportwelt, als es, gegen jede Wahrscheinlichkeit, zum kleinsten Land wurde, das sich jemals für die UEFA-Europameisterschaft qualifizierte. Island schlug England, um in das Viertelfinale gegen Frankreich zu kommen. Und obwohl es nur wenig Hoffnung gab, dass sie gewinnen würden, reisten ungefähr 8% der Isländischen Bevölkerung nach Paris, um die Mannschaft anzufeuern (sie verloren schließlich 5:2).

Eine Studie der Universität von Island 2017 zeigte, dass fast die Hälfte der Isländer sagen, dass ‘þetta reddast’ die Philosophie ist, nach der sie leben. Vielleicht, wie Sigmundsdóttir und Ösp andeuten, hat die Idee, dass alles funktionieren wird, im Laufe der Jahrhunderte die isländische Kultur durchdrungen. Infolgedessen galt für alle, die gegen alle Widerstände überlebten und sich sogar vermehrten, dass alles am Ende gut ausging.

"Das ist nur meine selbstgestrickte Theorie", sagte Sigmundsdóttir, "aber ich glaube, die Isländer mussten so viele Schwierigkeiten bewältigen, dass sie lernten, Widrigkeiten mit einer Kombination aus Laissez-faire und Kapitulation zu begegnen. Es ist etwas, das sich in den isländischen Menschen verwurzelte, durch Jahrhunderte des Lebens mit einem Klima und einer Landschaft, die immer die Oberhand hatten, der man sich immer wieder ergeben musste, weil man sie nicht bekämpfen konnte. In Island ist es schwierig, die eigene Bedeutungslosigkeit gegenüber den Elementen nicht zu spüren." "Ich denke, dieses Mentalität zeigt, das wir einen Glauben an uns selbst haben, als Nation und als Individuen", fügte Ösp hinzu. "Wer hätte zum Beispiel geglaubt, das eine Mannschaft einer Nation von 350.000 Menschen es 2018 zur Weltmeisterschaft nach Russland schaffen könnte? Wir waren es, wir taten es." Es scheint, dass der isländische Glaube, dass die Dinge gut ausgehen, auch mit ein wenig Anstrengung und Einfallsreichtum seitens des Gläubigen kommt.

Für meinen Ehemann und mich bedeutete das, darauf zu vertrauen, dass auf unserer Rückfahrt nach Reykjavik alles gut gehen würde. Falls die ‘þetta reddast’-Haltung Isländern helfen konnte, auf einem beinahe unbewohnbaren Felsen am Rande des Nordatlantiks zu gedeihen, könnte uns der gleiche Optimismus im unzuverlässigen Van durch ein paar hundert Kilometer abgelegener Bergpässe bringen.

Also, genau wie die frühen Siedler, die von Norwegen aus lossegelten, machten wir uns auf, mit wenig Sicherheiten aber sehr viel Hoffnung. Selbstverständlich hatten wir einen großen Vorteil: wir hatten Mobil-Telefone.

http://www.bbc.com/travel/story/20180603-the-unexpected-philosophy-icelanders-live-by?ocid=ww.social.link.email
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By Katie Hammel, BBC Travel, 4 June 2018.
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The Iceland of old was an exceptionally hard place to live.
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And the Iceland of old wasn’t that long ago.
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Even on a day without disasters, Iceland is beholden to the forces of nature.
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The country’s weather is just as volatile and formidable.
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“Those who live off the land are in constant battle with the elements,” Ösp said.
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“We just believe in our abilities to fix things.
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Iceland beat England to make it to the quarter-finals against France.
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The unexpected philosophy Icelanders live by.

If Iceland were to have a national slogan, it would be ‘þetta reddast’, which roughly translates to the idea that everything will work out all right in the end.

By Katie Hammel, BBC Travel, 4 June 2018.

We were somewhere in the remote Westfjords, a large peninsula in Iceland’s north-west corner, when our campervan first stalled. It was late September, the end of the tourist season in a part of Iceland that sees about 6% the country’s annual tourist numbers, and the roads were all but empty.

The van stalled twice more as my husband and I made the roughly 200km drive from Látrabjarg, a windswept bird cliff perched on the far western edge of Iceland, back to our base in Ísafjörður, the Westfjords’ largest town (pop: 2,600). Once we finally got back to our apartment, we called the campervan rental company and told them the issue. Unfortunately, the town’s mechanic wouldn’t be available before we were due to make the drive back to Reykjavik.

“Well,” said the campervan gent, “þetta reddast!”

A quick Google search informed me that þetta reddast (pronounced thet-ta red-ust) doesn’t mean ‘sorry, I’m not paid enough to care about your troubles’, or ‘try not to get stranded in the middle of nowhere’. It means ‘it’ll all work out in the end’ – and if Iceland had an official slogan, this would be it. The phrase near-perfectly sums up the way Icelanders seem to approach life: with a laid-back, easy-going attitude and a great sense of humour.

“It’s just one of those ubiquitous phrases that is around you all the time, a life philosophy wafting through the air,” said Alda Sigmundsdóttir, author of several books about Iceland's history and culture. “It’s generally used in a fairly flippant, upbeat manner. It can also be used to offer comfort, especially if the person doing the comforting doesn’t quite know what to say. It’s sort of a catch-all phrase that way.”

At first glance, it seems an odd philosophy for a place where, for centuries, many things absolutely did not work out all right. Since Iceland’s settlement in the 9th Century, its history is littered with the tales of times when þetta reddast did not apply.

In her book, The Little Book of the Icelanders in the Old Days, Sigmundsdóttir recounts some of these hardships: the long winters; extreme poverty; indentured servitude. There were volcanic eruptions, like the 1783 Laki eruption that killed 20% of the 50,000-strong population, as well as 80% of its sheep, which were a vital food source in a country with little agriculture. There were storms that swept in and sank the open rowboats used for fishing, wiping out much of the male populations of entire towns.
Things were so bad that even up through the 18th Century, according to Sigmundsdóttir, 30% of babies died before they turned one.

The Iceland of old was an exceptionally hard place to live. And the Iceland of old wasn’t that long ago. “It hasn’t been that long since we were a society of farmers and fishermen, and the seasons and the harsh conditions we lived in had complete control over our lives,” Auður Ösp, founder and owner of I Heart Reykjavik tour company, told me.

While Iceland today is an ultra-modern place where wi-fi is abundant, credit cards are accepted everywhere, and the majority of the country is powered by geothermal energy, it was only about 90 years ago that 50% of the population lived in turf houses (traditional homes with walls and roofs made of earth and grass) – so these hardships aren’t such a distant memory. Just 45 years ago, the Eldfell volcano exploded on the small island of Heimaey, spewing millions of tons of ash, engulfing 400 buildings and forcing the evacuation of all 5,000 people who lived there. And just 23 years ago, a massive avalanche decimated the town of Flateyri in the Westfjords, burying more than a dozen homes and killing 20 of the town’s 300 residents.

Even on a day without disasters, Iceland is beholden to the forces of nature. The island moves and breathes in a way few others do; fumaroles exhale steam; hot springs gurgle; geysers belch and bubble; waterfalls thunder. The country sits on the rift between the North American and Eurasian tectonic plates, and those plates are slowly moving apart, widening Iceland by about 3cm per year and causing an average of 500 small earthquakes every week.

The country’s weather is just as volatile and formidable. Windstorms can reach hurricane force, strong storms can sweep in even in summer, and, on the darkest winter days, the sun shines for just four hours.

“Those who live off the land are in constant battle with the elements,” Ösp said. “For example, when it suddenly starts to snow in August, like it happened in the north a few years ago, you need to drop everything and go out and rescue your animals. Or, when there’s a volcanic eruption that disrupts flights all over the world and leaves a bunch of people stranded in Iceland, you need to think on your feet and figure out what to do.”

Maybe it makes sense, then, that in a place where people were – and still are – so often at the mercy of the weather, the land and the island’s unique geological forces, they’ve learned to give up control, leave things to fate and hope for the best. For these stoic and even-tempered Icelanders, þetta reddast is less a starry-eyed refusal to deal with problems and more an admission that sometimes you must make the best of the hand you’ve been dealt.

The phrase begins to be a little more understandable when you find out that the first Icelanders weren’t marauding Vikings who bravely sailed across the ocean in search of new lands to raid and tribes to wage war upon. Rather, they were mostly Norwegian farmers and peasants fleeing slavery and death at the hands of King Harald Finehair in the 9th Century. They so feared his wrath that they risked the 1,500km journey across the rough North Atlantic seas in small open-hulled boats. It’s hard to imagine those early settlers making the journey – one undertaken with no maps or navigational tools – without a little bit of blind hope.

“We couldn’t live in this environment without a certain level of conviction that things will work out somehow, hard as they seem in the moment,” Ösp said. “Þedda redast represents a certain optimism that Icelanders have and this carefree attitude that borders on recklessness. Sometimes it works out, sometimes it doesn’t, but we don’t let that stop us from trying.”

“It’s not that we’re impulsive or stupid,” Ösp continued. “We just believe in our abilities to fix things. With the conditions we live under, we’re often forced to make the impossible possible.”

And in many cases, Icelanders have made the impossible possible. They turned their stunning 2008 economic collapse and the disruptive 2010 eruptions of an unpronounceable volcano into PR opportunities that made Iceland one of the hottest destinations in the world, attracted millions of visitors and turned tourism into one of the main drivers of a now-robust economy. And in 2016, Iceland stunned the sporting world when it beat the odds to become the smallest country to ever qualify for the UEFA European Championship. Iceland beat England to make it to the quarter-finals against France. And though there was little chance they’d win, roughly 8% of the Icelandic population travelled to Paris to cheer on the team (they ultimately lost 5-2).

A 2017 University of Iceland survey showed that nearly half of Icelanders say ‘þetta reddast’ is the philosophy they live by. Perhaps, as Sigmundsdóttir and Ösp suggest, this idea that everything will work out has been infused into Icelandic culture through the centuries. After all, for those who survived – and even thrived – against all odds, everything kind of did work out all right in the end.

“This is just my home-grown theory,” Sigmundsdóttir said, “but I think the Icelanders had to face so many hardships that they learned to meet adversity with a combination of laissez-faire and capitulation. It’s something that became ingrained in the Icelandic people through centuries of living with a climate and landscape that always had the upper hand, against which you had to surrender, again and again, because you couldn’t fight them. It’s difficult in Iceland not to feel your insignificance against the elements.”

“I think this mentality shows that we have a belief in ourselves as a nation and as individuals,” Ösp added. “Who would have believed, for example, that a team from a nation of 350,000 people could make it to the 2018 World Cup in Russia? We did – that’s who.”

It seems the Icelandic belief that things will turn out all right also comes with a little effort and ingenuity on the part of the believer.

For my husband and I, that meant trusting that everything would work out on our drive back to Reykjavik. If the ‘þetta reddast’ attitude could help Icelanders thrive on a barely inhabitable rock on the edge of the North Atlantic, surely the same optimism could see us through a few hundred kilometres of remote mountain passes in the unreliable van.

So, just like those early settlers who set sail from Norway, we set out with little assurances but a lot of hope. Of course, we had one major advantage: we had mobile phones.

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