en-de  Anne of Green Gables /Chapter XXI Medium
Kapitel 21


EINE NEUE GESCHMACKSRICHTUNG


"Ach du liebe Zeit, in dieser Welt gibt es nichts als Treffen und Trennungen, wie Mrs.Lynde sagt", bemerkte Anne traurig, legte am letzten Junitag ihre Tafel und Bücher auf den Küchentisch und wischte sich ihre roten Augen mit einem sehr feuchten Taschentuch. "War es nicht günstig, Marilla, dass ich heute ein zusätzliches Taschentuch mit in die Schule genommen habe? Ich hatte eine Ahnung, dass es gebraucht würde."

"Ich habe nie gedacht, dass du Mr. Phillips so gemocht hast, dass du zwei Taschentücher brauchen würdest, um deine Tränen zu trocken, nur weil er wegging", sagte Marilla.

"Ich glaube nicht, dass ich geweint habe, weil ich ihn wirklich so gemocht habe" überlegte Anne. "Ich habe nur geweint, weil alle anderen es taten. Ruby Gillis fing damit an. Ruby Gillis hat immer erklärt, dass sie Mr. Phillips hasste, aber sobald er aufstand, um seine Abschiedsrede zu halten, brach sie in Tränen aus. Dann begannen alle Mädchen zu weinen, eine nach der anderen, ich habe versucht, nicht nachzugeben, Marilla. Ich versuchte, mich an die Zeit zu erinnern, als mich Mr. Phillips neben Gil-einen Jungen setzte, an die Zeit, als er meinen Namen ohne ein e an die Tafel schrieb, wie er sagte, dass ich der schlimmste Dummkopf sei, den er je in Geometrie gesehen hat und wie er über mein Buchstabieren lachte und an die ganze Zeit, als er abscheulich und sarkastisch war, aber irgendwie konnte ich nicht anders, Marilla, und ich habe einfach auch geweint. Jane Andrews hat seit einen Monat darüber gesprochen, wie froh sie sein würde, wenn Mr. Phillips wegginge und sie erklärte, dass sie niemals eine Träne vergießen würde. Also, sie war schlimmer als jede von uns und musste sich ein Taschentuch von ihrem Bruder borgen - die Jungen weinten natürlich nicht - weil sie kein eigenes mitgebracht hatte, da sie nicht erwartet hatte, eins zu brauchen. Oh, Marilla, es war herzzerreißend. Mr. Phillips fing seine Abschiedsrede so wunderschön an: " Für uns ist die Zeit gekommen, auseinanderzugehen." Es war sehr bewegend. Und er hatte ebenfalls Tränen in seinen Augen, Marilla. Oh, es tat mir schrecklich leid und ich bereute all die Male, die ich in der Schule über ihn gesprochen und Zeichnungen von ihm auf meiner Tafel gemacht und mich über ihn und Prissy lustig gemacht habe. Ich wünschte, ich wäre eine Musterschülerin gewesen, wie Minnie Andrews, das kann ich dir sagen. Sie hatte nichts auf ihrem Gewissen. Die Mädchen weinten den ganzen Weg von der Schule nach Hause. Carrie Sloane sagte ständig alle paar Minuten: "Für uns ist die Zeit gekommen, auseinanderzugehen", und immer, wenn wir in Gefahr waren, vergnügter zu werden, mussten wir dadurch wieder anfangen. Ich fühle mich entsetzlich traurig, Marilla. Aber man kann sich wirklich nicht tief verzweifelt fühlen mit zwei Monaten Ferien vor sich, oder Marilla? Und außerdem haben wir den neuen Pfarrer und seine Frau getroffen, als sie vom Bahnhof kamen. Obwohl ich mich wegen Mr. Phillips Weggang so schlecht fühlte, konnte ich nicht anders, als ein wenig Interesse an einem neuen Pfarrer zu haben, oder? Seine Frau ist sehr hübsch. Natürlich nicht gerade umwerfend schön - ich schätze, es wäre nicht klug für einen Pfarrer eine umwerfend schöne Frau zu haben, weil es ein schlechtes Beispiel geben könnte. Mrs. Lynde sagt, die Pfarrersfrau drüben in Newbridge gibt ein sehr schlechtes Beispiel, weil sie sich so modisch kleidet. Unsere neue Pfarrersfrau war in blauen Nesselstoff gekleidet mit entzückenden Puffärmeln und einem mit Blumen besetzten Hut. Jane Andrews sagte, sie dachte, Puffärmel seien zu weltlich für eine Pfarrersfrau, aber ich habe keine solchen lieblosen Bemerkungen gemacht, Marilla, weil ich weiß, was es heißt, sich nach Puffärmeln zu sehnen. Außerdem ist sie erst seit kurzer Zeit die Frau eines Pfarrers, deshalb sollte man Nachsicht üben, oder? Sie steigen bei Mrs. Lynde ab, bis das Pfarrhaus fertig ist."

Falls Marilla, indem sie an diesem Abend zu Mrs. Lynde runterging, von irgendeinem Beweggrund angetrieben war, außer dem erklärten Grund, die im vergangenen Winter ausgeliehenen Quiltrahmen zurückzugeben, dann war es eine liebenswerte Schwäche, die die meisten Leute von Avonlea teilten. So manche Dinge, die Mrs. Lynde verliehen hatte, teilweise ohne Erwartung, sie wiederzusehen, kamen an diesem Abend in der Obhut von dessen Ausleihern nach Hause zurück. Ein neuer Pfarrer und zudem ein Pfarrer mit einer Frau, war in einer kleinen Landsiedlung, wo Sensationen dünn gesät sind, ein Objekt großen Interesses.

Der alte Mr. Bentley, der Pfarrer, dem es, wie Anne fand, an der Fantasie fehlte, war 18 Jahre lang Pastor von Avonlea gewesen. Er war ein Witwer, als er kam und ein Wiwer blieb er, und das, obwohl ihn Klatschmäuler regelmäßig in jedem Jahr seines Aufenthaltes mit dieser, jener oder einer anderen verbanden. Im vergangenen Februar hatte er sein Amt aufgegeben und war inmitten des Bedauern seiner Leute abgereist, von denen die meisten durch langen Umgang Zuneigung zu ihrem guten alten Pfarrer hatten, trotz seiner Mängel als Redner. Seitdem hatte die Kirchengemeinde von Avonlea eine Auswahl an religiöser Zerstreuung genossen, indem sie den vielen und verschiedenen Kandidaten und "Aushilfen" zuhörte, die Sonntag für Sonntag kamen, um probeweise zu predigen. Diese standen oder fielen durch das Urteil der Väter und Mütter in Israel; aber ein gewisses, dünnes, rothaariges Mädchen, das sanftmütig in der Ecke der alten Cuthbertbank saß, hatte ebenfalls ihre Ansichten über sie und diskutierte dieselben ausführlich mit Matthew; Marilla lehnte es dabei immer grundsätzlich ab, an Pfarrern in jeglicher Art und Form etwas auszusetzen.

„Ich glaube nicht, dass Mr. Smith geeignet gewesen wäre, Matthew", war Annes abschließendes Resümee. "Mrs. Lynde sagt, seine Vortragsweise war so schlecht, aber ich glaube, sein schlimmster Fehler war genau wie der von Mr. Bentley - er hatte keine Fantasie. Und Mr. Terry hatte zu viel davon, er ließ sie mit sich durchgehen, so wie ich es in der Frage des Spukwaldes tat. Außerdem sagt Mrs. Lynde, dass seine Theologie nicht tragfähig war. Mr. Gresham war ein sehr guter und ein sehr religiöser Mann, aber er erzählte zu viele lustige Geschichten und brachte die Leute in der Kirche zum Lachen; er war würdelos, und man muss etwas Würde in Bezug auf einen Pfarrer haben, nicht wahr, Matthew? Ich fand Herrn Marshall überaus attraktiv; aber Mrs. Lynde sagt, er sei nicht verheiratet oder auch nur verlobt, weil sie besondere Recherchen über ihn durchgeführt hat, und sie sagt, es würde ganz und gar nicht gehen, einen jungen unverheirateten Pastor in Avonlea zu haben, weil er in der Kirchengemeinde heiraten könnte und das würde Ärger einbringen. Mrs. Lynde ist eine sehr vorausschauende Frau, nicht wahr, Matthew? Ich bin sehr froh, dass sie Mr. Allan berufen haben. Ich mochte ihn, weil seine Predigt interessant war und er betete, als ob er es so meinte und nicht nur, weil er es sich so angewöhnt hatte. Mrs. Lynde sagt, dass er nicht perfekt ist, aber sie sagt, dass sie annimmt, dass wir für 750 Dollar im Jahr keinen perfekten Pfarrer erwarten könnten, und trotzdem ist seine Theologie solide, weil sie ihn gründlich zu allen Punkten der Lehre befragt hat. Und sie kennt die Familie seiner Frau, und sie sind hoch angesehen, und die Frauen sind alle gute Haushälterinnen. Mrs. Lynde sagt, dass eine gesunde Lehrmeinung beim Mann und eine gute Haushaltsführung bei der Frau eine ideale Kombination für eine Pfarrersfamilie ist.

Der neue Pfarrer und seine Frau waren ein junges, angenehm anzusehendes Paar, noch in den Flitterwochen und voller Begeisterung für das Gute und Schöne ihres gewählten Lebenswerkes. Avonlea öffnete ihnen ihr Herz von Anfang an. Alt und jung mochte den offenen, fröhlichen jungen Mann mit seinen hohen Idealen und die gescheite, liebenswürdige, kleine Dame, die die weibliche Herrschaft über das Pfarrhaus übernommen hatte. In Mrs. Allan verliebte sich Anne schnell und von ganzem Herzen. Sie hatte noch eine Geistesverwandte entdeckt.

" Mrs. Allan ist absolut reizend", verkündete sie eines Sonntagnachmittags. "Sie hat unsere Klasse übernommen und sie ist eine ausgezeichnete Lehrerin. Sie sagte sogleich, sie finde es nicht fair, dass der Lehrer alle Fragen stellt, und weißt du, Marilla, das ist genau das, was ich schon immer gedacht habe. Sie sagte, wir könnten ihr jede Frage stellen, die wir möchten und ich habe so ungemein viele gefragt. " Ich bin gut in Fragen stellen, Marilla."

" Ich glaube es dir", war Marillas emphatischer Kommentar.

"Niemand sonst fragte etwas, außer Ruby Gillis und sie fragte, ob diesen Sommer ein Sonntagsschulpicknick sein würde. Ich glaube nicht, dass das eine angemessene Frage war, weil sie keinerlei Verbindung zu der Stunde hatte - die Stunde war über Daniel in der Löwengrube - aber Mrs. Allan lächelte nur und sagte, sie denke, es würde stattfinden. Mrs. Allan hat ein reizendes Lächeln; sie hat so ausgeprägte Grübchen in ihren Wangen. Ich wünsche mir, ich hätte Grübchen in meinen Wangen, Marilla. Ich bin nicht halb so dünn, wie ich war, als ich hierher kam, aber ich habe immer noch keine Grübchen. Wenn ich welche hätte, könnte ich Menschen vielleicht positiv beeinflussen. Mrs. Allan sagte, wir sollten immer versuchen, andere Menschen positiv zu beeinflussen. Sie sprach über alles so nett. Ich wusste vorher überhaupt nicht, dass Religion so eine frohe Sache ist. Ich dachte immer, sie wäre eine Art von Schwermut, aber Mrs. Allans ist nicht so und ich würde gern eine Christin sein, wenn ich so eine wie sie sein könnte. Ich würde nicht so sein wollen wie Mr. Superintendent Bell."

"Es ist sehr ungezogen von dir, so über Mr. Bell zu sprechen", sagte Marilla streng. "Mr. Bell ist ein wirklich guter Mann."

"Oh, natürlich ist er gut", stimmte Anne zu, "aber es scheint ihm keinen Trost zu spenden. Wenn ich gut sein könnte, würde ich den ganzen Tag singen und tanzen, weil ich heilfroh darüber wäre. Ich nehme an, Mrs. Allan ist zu alt, um zu tanzen und singen, und natürlich würde es einer Pfarrersfrau unwürdig sein. Aber ich kann genau fühlen, sie ist glücklich, eine Christin zu sein und sie wäre sogar eine, wenn sie in den Himmel kommen könnte, ohne es zu sein."

"Ich denke, wir müssen Mr. und Mrs. Allan bald schon zum Tee einladen", sagte Marilla nachdenklich. "Sie waren schon fast überall, nur nicht hier. Lass mich überlegen. Nächsten Mittwoch wäre eine gute Gelegemheit sie einzuladen. Aber sag kein Wort zu Matthew darüber, denn wenn er weiß, dass sie kommen, würde er eine Ausrede finden, um an diesem Tag fern zu bleiben. Er war so an Mr. Bentley gewöhnt, dass er nichts gegen ihn einzuwenden hatte, aber er wird es schwierig finden, Bekanntschaft mit einem neuen Pfarrer zu schließen und eine neue Pfarrersfrau wird ihn zu Tode erschrecken."

"Ich werde so heimlich wie der Tod sein", versicherte Anne. "Aber oh, Marilla, darf ich für diesen Anlass einen Kuchen machen? Ich würde für Mrs. Allan sehr gerne etwas machen, und du weißt, ich kann jetzt ziemlich gut einen Kuchen machen."

"Du kannst einen Schichtkuchen machen", versprach Marilla.

Montag und Dienstag gingen die großen Vorbereitungen auf Green Gables weiter. Den Pfarrer und seine Frau als Gäste zum Tee zu haben, war ein ernstes und wichtiges Unterfangen und Marilla war entschlossen, sich durch keine Hausfrau von Avonlea in den Schatten stellen zu lassen. Anne war vor Aufregung und Vorfreude außer Rand und Band. Sie besprach alles mit Diana am Dienstagabend in der Dämmerung, während sie auf den großen, roten Steinen bei Dryad's Bubble saßen und mit kleinen in Tannenharz getauchten Zweigen Regenbögen im Wasser entstehen ließen.

"Alles ist fertig, Diana, außer meinem Kuchen, den ich am Morgen machen muss und den Backpulverkeksen, die Marilla kurz vor der Teezeit machen wird. Ich versichere dir, Diana, dass Marilla und ich deswegen zwei arbeitsreiche Tage hatten. Es ist eine solche Verantwortung, eine Pfarrersfamilie zum Tee zu haben. So eine Erfahrung habe ich noch nie gemacht. Du solltest nur unsere Speisekammer sehen. Es ist ein unvergesslicher Anblick. Wir werden Hühnchen in Gelee und kalte Zunge haben. Wir haben zwei Sorten von Gelee, roten und gelben, Schlagsahne und Zitronenkuchen, Kirschkuchen, drei Sorten Kekse, Fruchtkuchen und Marillas berühmte eingemachte gelben Pflaumen, die sie speziell Pfarrern vorbehält, und Pfundkuchen, Schichttorte und Kekse, wie schon erwähnt, und frisches Brot und altes Brot für den Fall, dass der Pfarrer unter Verdauungsstörungen leidet und kein frisches essen kann. Mrs. Lynde sagt, dass Pfarrer meistens an Verdauungsstörungen leiden, aber ich denke nicht, dass Mr. Allan lange genug Pfarrer ist, um schon ungesunde Auswirkungen davon zu haben. Mir wird schon kalt, wenn ich an meinen Schichtkuchen denke. Oh, Diana, was, wenn er nicht gut wird! Ich träumte letzte Nacht, dass ich von einem schrecklichen Kobold herumgejagt wurde, der eine Schichttorte statt eines Kopfes hatte.

"Er wird schon gut werden", beteuerte Diana, die eine sehr angenehme Art von Freundin war. "Ich bin sicher, das Stück, das du für das Mittagessen in Idlewild vor zwei Wochen gemacht hast, war geschmacklich perfekt."

"Ja, aber Kuchen haben solch eine schreckliche Angewohnheit schlecht auszufallen, wenn sie außergewöhnlich gut werden sollen", seufzte Anne, während sie einen besonders gut einbalsamierten Zweig aufs Wasser setzte. "Wie auch immer, ich denke, ich sollte Vertrauen in die Vorsehung haben und vorsichtig beim Hinzufügen des Mehls sein. Oh, schau Diana, was für ein schöner Regenbogen! Denkst du die Nymphe wird rauskommen, wenn wir weggegangen sind, und ihn als Schal nehmen?"

"Du weißt, dass es solche Dinge, wie eine Nymphe, nicht gibt", sagte Diana. Dianas Mutter hatte das über den Spukwald herausgefunden und war ausgeprochen verärgert darüber gewesen. Als Folge hatte Diana sich jeder weiteren lockenden Fantasieflüge enthalten und hielt es nicht für vernünftig, einen Geisterglauben zu entwickeln, auch nicht über harmlose Nymphen.

"Aber es ist so leicht, sich das vorzustellen", sagte Anne. „Jeden Abend, bevor ich ins Bett gehe, sehe ich aus meinem Fenster und frage mich, ob die Nymphe hier wirklich sitzt und ihre Locken mit der Quelle als Spiegel durchkämmt. Manchmal suche ich im Morgentau ihre Fußabdrücke. Oh, Diana, gib deinen Glauben an die Dryade nicht auf!"

Der Mittwochmorgen kam. Anne stand bei Sonnenaufgang auf, da sie zu aufgeregt war zu schlafen. Sie hatte sich auf Grund ihres Plantschens an der Quelle am vorangegangenen Abend eine schwere Kopfgrippe zugezogen; aber nur eine vollständige Lungenentzünding hätte ihr Interesse an kulinarischen Sachen an diesem Morgen abkühlen können. Nach dem Frühstück fuhr sie fort, ihren Kuchen herzustellen. Als sie schließlich die Ofentür hinter ihm verschloss, nahm sie einen langen Atemzug.

"Ich bin sicher, dass ich diesmal nichts vergessen habe, Marilla. Aber denkst du, dass er aufgehen wird? Nimm mal an, das Backpulver ist vielleicht nicht gut? Ich habe es aus der neuen Dose genommen. Und Mrs. Lynde sagt, man kann nie sicher sein, heutzutage gutes Backpulver zu bekommen, wenn alles so gepanscht ist. Mrs. Lynde sagt, die Regierung sollte die Angelegenheit aufgreifen, aber sie sagt, wir werden den Tag nie erleben, an dem eine Regierung der Torys das tun wird. Marilla, was ist, wenn der Kuchen nicht aufgeht?"

"Wir haben reichlich ohne ihn", war Marillas entspannte Sichtweise zu diesem Thema.

Der Kuchen ging jedoch auf und kam so leicht und zart aus dem Ofen, wie goldener Schaum. Anne, gerötet vor Entzücken, setzte ihn mit Lagen von weinrotem Gelee zusammen und in ihrer Vorstellung sah sie Mrs. Allan davon essen und womöglich nach einem weiteren Stück fragen!

"Du wirst natürlich das beste Teeservice benutzen, Marilla", sagte sie. "Kann ich den Tisch mit Farnen und wilden Rosen herrichten?"

"Ich denke, dass ist alles Unsinn", schniefte Marilla. "Meiner Meinung nach sind es die Esswaren, auf die es ankommt und nicht die unsinnigen Dekorationen."

"Mrs. Barry hatte ihren Tisch dekoriert", sagte Anne, die nicht ganz frei von der Schläue einer Schlange war, "und der Pfarrer hat ihr ein elegantes Kompliment gemacht. Er sagte, es war sowohl ein Fest für die Augen als auch für den Gaumen."

"Gut, mach es so, wie du möchtest", sagte Marilla, die fest entschlossen war, sich weder von Mrs. Barry noch von irgend jemandem sonst übertreffen zu lassen. Achte nur darauf, genug Platz für das Geschirr und das Essen zu lassen."

Anne plante, auf eine Art und nach einer Mode zu dekorieren, die Mrs. Barry weit im nirgendwo zurücklassen würde. Mit einer Überfülle von Rosen und Farnen und einem sehr künstlerischen eigenen Geschmack machte sie den Teetisch zu einer solchen Schönheit, dass der Pfarrer und seine Frau sich im Chor über seine Schönheit begeisterten, als sie sich an den Tisch setzten.

"Das ist Annes Werk", sagte Marilla nur verbissen; und Anne fühlte, dass Mrs. Allans anerkennendes Lächeln schon fast zuviel Glückseligkeit für diese Welt war.

Matthew war da, der zu der Gesellschaft verleitet worden war, nur Güte und Anne wussten, wie. Er war in solch einem Zustand von Befangenheit und Nervosität gewesen, dass Marilla verzweifelt auf ihn verzichtet hatte, aber Anne hatte ihn so erfolgreich unter Kontrolle, dass er nun in seiner besten Kleidung und weißem Kragen am Tisch saß und interessiert mit dem Pfarrer plauderte. Er sagte zu Mrs. Allan kein Wort, aber das war wohl nicht zu erwarten gewesen.

Alles verlief fröhlich, wie eine Hochzeitsglocke, bis Annes Schichtkuchen gereicht wurde. Mrs. Allan, die schon mit verwirrender Vielfalt bedient worden war, lehnte ab. Aber Marilla, die die Enttäuschung auf Annes Gesicht sah, sagte lächelnd:" Oh, Sie müssen ein Stück davon nehmen, Mrs. Allan. Anne hat ihn extra für Sie gemacht."

"In dem Fall muss ich ihn probieren", lachte Mrs. Allan und bediente sich mit einem dicken Tortenstück, wie es auch der Pfarrer und Marilla taten.

Mrs. Allan nahm einen Bissen von ihrem und ein höchst eigenartiger Ausdruck überflog ihr Gesicht; aber sie sagte kein Wort, sondern aß stetig weiter daran. Marilla sah den Gesichtsausdruck und beeilte sich, den Kuchen zu probieren.

"Anne Shirley!" rief sie aus, "was um alles in der Welt hast du in diesen Kuchen getan?"

"Nur das, was das Rezept besagte, Marilla", rief Anne mit gequältem Blick. "Oh, ist er nicht gut?"

"Gut! Er ist einfach scheußlich. Mrs. Allan, versuchen Sie nicht, ihn zu essen. Anne, probier selber. Welches Aroma hast du genommen?"

"Vanille", sagte Anne, ihr Gesicht scharlachrot vor Scham, nachdem sie den Kuchen probiert hatte. "Nur Vanille. Oh Marilla, es muss das Backpulver gewesen sein. Ich hatte meine Bedenken wegen des Back---" "Backpulver, Unsinn! Geh und bring mir die Flasche mit Vanille, die du verwendet hast."

Anne floh zur Speisekammer und kehrte mit einer kleinen Flasche zurück, die zum Teil mit einer braunen Flüssigkeit gefüllt und gelblich beschriftet war: "Beste Vanille."

Marilla nahm sie, entkorkte sie, roch an ihr.

"Erbarmen mit uns, Anne, du hast diesen Kuchen mit schmerzsstillendem Einreibemittel aromatisiert. Ich habe letzte Woche die Flasche von dem Einreibemittel zerbrochen und das, was übrig war, in eine alte, leere Vanilleflasche gegossen. Ich nehme an, es ist teilweise mein Fehler - ich hätte dich warnen müssen - aber um Himmels willen, wieso konntest du es nicht riechen?"

Anna brach wegen dieser doppelten Blamage in Tränen aus.

"Ich konnte nicht - ich hatte doch so eine Erkältung!" und damit flüchtete sie regelrecht in das Giebelzimmer, wo sie sich auf das Bett warf und weinte, als ob sie jeglichen Trost verweigerte.

Bald war ein leichter Schritt auf der Treppe zu hören und jemand betrat das Zimmer.

"Oh, Marilla", schluchzte Anne, ohne aufzuschauen, "Ich bin auf ewig blamiert. Ich werde niemals darüber hinwegkommen. Es wird rauskommen - in Avonlea kommen die Dinge immer raus. Diana wird mich fragen, wie mein Kuchen geworden ist, und ich muss ihr die Wahrheit sagen. Ich werde immer das Mädchen sein, das einen Kuchen mit dem Aroma eines schmerzstillenden Einreibemittels gemacht hat. Gil - die Jungen in der Schule werden niemals aufhören, darüber zu lachen. Oh, Marilla, wenn du einen Funken christlichen Mitleids in dir hast, dann sag nicht, dass ich nach dieser Sache hinuntergehen muss, um das Geschirr abzuwaschen. Ich werde es abwaschen, wenn der Pfarrer und seine Frau gegangen sind, aber ich kann niemals wieder Mrs. Allan ins Gesicht blicken. Vielleicht wird sie denken, ich habe versucht, sie zu vergiften. Mrs. Lynde sagt, sie kenne ein Waisenmädchen, das versuchte, ihren Wohltäter zu vergiften. Aber das Einreibemittel ist nicht giftig. Es ist zum Einnehmen gedacht - obwohl nicht in Kuchen. Willst du es Mrs. Allan nicht so sagen, Marilla?"

"Angenommen, du stehst auf und sagst es ihr selbst", sagte eine vergnügte Stimme.

Anne flog hinauf, um Mrs. Allan neben ihrem Bett zu finden, die sie mit lachenden Augen beobachtete.

"Mein liebes, kleines Mädchen, du musst nicht so weinen", sagte sie, ernsthaft beunruhigt von Annes tragischem Gesicht. " Warum, das alles ist nur ein lustiger Fehler, den jeder machen könnte."

"Oh, nein, das kann nur mir passieren, so einen Fehler zu machen", sagte Anne unglücklich. "Und ich wollte doch diesen Kuchen für Sie so gut machen, Mrs. Allan."

"Ja, ich weiß, Liebes. Und ich versichere dir, dass ich deine Freundlichkeit und Aufmerksamkeit genauso schätze, als wenn alles gut geklappt hätte. Nun, du musst nicht mehr weinen, aber komm' mit mir hinunter und zeig' mir euren Blumengarten Miss Cuthbert erzählte mir, du hast eine kleine Fläche ganz für dich allein. Ich möchte sie sehen, da ich an Blumen sehr interessiert bin."

Anne gestattete sich, hinuntergeführt und getröstet zu werden, und dachte, dass es wirklich günstig sei, dass Mrs. Allan eine verwandte Seele war. Über den Einreibemittelkuchen wurde nichts mehr gesagt und als die Gäste gegangen waren, fand Anne, dass sie den Abend mehr genossen hatte, als man in Anbetracht des schrecklichen Zwischenfalls erwarten konnte. Trotzdem seufzte sie tief.

"Marilla, ist es nicht angenehm zu denken, dass morgen ein neuer Tag noch ohne Fehler darin ist?"

"Ich garantiere dir, du wirst viele darin machen", sagte Marilla. " Ich habe nie gesehen, dass du danach gesucht hast, Fehler zu machen, Anne."

"Ja, und wie gut ich das weiß ", gab Anne traurig zu. "Aber ist dir jemals eine ermutigende Sache über mich aufgefallen, Marilla? Ich mache nie den gleichen Fehler zweimal."

"Ich verstehe nicht, wie das so sehr von Vorteil ist, wenn du dauernd neue machst."

"Oh, verstehst du nicht, Marilla? Da muss eine Beschränkung für die Fehler sein, die eine Person machen kann und wenn ich das Ende erreiche, dann bin ich damit fertig. Das ist ein sehr tröstlicher Gedanke."

"Nun, du solltest lieber gehen und diesen Kuchen den Schweinen geben", sagte Marilla. "Er ist für keinen Menschen zum Essen geeignet, nicht einmal für Jerry Buote."
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CHAPTER XXI.
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A NEW DEPARTURE IN FLAVOURINGS.
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"Wasn't it fortunate, Marilla, that I took an extra handkerchief to school to-day?
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I had a presentiment that it would be needed."
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"I just cried because all the others did.
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It was Ruby Gillis started it.
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Then all the girls began to cry, one after the other, I tried to hold out, Marilla.
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Oh, Marilla, it was heartrending.
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It was very affecting.
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And he had tears in his eyes too, Marilla.
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I can tell you I wished I'd been a model pupil like Minnie Andrews.
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She hadn't anything on her conscience.
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The girls cried all the way home from school.
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I do feel dreadfully sad, Marilla.
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And besides, we met the new minister and his wife coming from the station.
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His wife is very pretty.
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They are going to board with Mrs. Lynde until the manse is ready."
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"I don't think Mr. Smith would have done, Matthew," was Anne's final summing up.
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Besides, Mrs. Lynde says his theology wasn't sound.
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Mrs. Lynde is a very far-seeing woman, isn't she, Matthew?
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I'm very glad they've called Mr. Allan.
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Avonlea opened its heart to them from the start.
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With Mrs. Allan Anne fell promptly and whole-heartedly in love.
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She had discovered another kindred spirit.
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"Mrs. Allan is perfectly lovely," she announced one Sunday afternoon.
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"She's taken our class and she's a splendid teacher.
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She said we could ask her any question we liked, and I asked ever so many.
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I'm good at asking questions, Marilla."
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"I believe you," was Marilla's emphatic comment.
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Mrs. Allan has a lovely smile; she has such exquisite dimples in her cheeks.
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I wish I had dimples in my cheeks, Marilla.
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I'm not half so skinny as I was when I came here, but I have no dimples yet.
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If I had perhaps I could influence people for good.
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Mrs. Allan said we ought always to try to influence other people for good.
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She talked so nice about everything.
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I never knew before that religion was such a cheerful thing.
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I wouldn't want to be one like Mr.
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Superintendent Bell."
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"It's very naughty of you to speak so about Mr. Bell," said Marilla severely.
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"Mr. Bell is a real good man."
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If I could be good I'd dance and sing all day because I was glad of it.
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"They've been most everywhere but here.
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Let me see.
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Next Wednesday would be a good time to have them.
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"I'll be as secret as the dead," assured Anne.
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"But oh, Marilla, will you let me make a cake for the occasion?
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I'd love to do something for Mrs. Allan, and you know I can make a pretty good cake by this time."
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"You can make a layer cake," promised Marilla.
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Monday and Tuesday great preparations went on at Green Gables.
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Anne was wild with excitement and delight.
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I assure you, Diana, that Marilla and I have had a busy two days of it.
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It's such a responsibility having a minister's family to tea.
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I never went through such an experience before.
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You should just see our pantry.
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It's a sight to behold.
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We're going to have jellied chicken and cold tongue.
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I just grow cold when I think of my layer cake.
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Oh, Diana, what if it shouldn't be good!
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"It'll be good, all right," assured Diana, who was a very comfortable sort of friend.
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"However, I suppose I shall just have to trust to Providence and be careful to put in the flour.
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Oh, look, Diana, what a lovely rainbow!
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Do you suppose the dryad will come out after we go away and take it for a scarf?"
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unit 116
"You know there is no such thing as a dryad," said Diana.
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Diana's mother had found out about the Haunted Wood and had been decidedly angry over it.
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"But it's so easy to imagine there is," said Anne.
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Sometimes I look for her footprints in the dew in the morning.
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Oh, Diana, don't give up your faith in the dryad!"
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Wednesday morning came.
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unit 124
Anne got up at sunrise because she was too excited to sleep.
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After breakfast she proceeded to make her cake.
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When she finally shut the oven door upon it she drew a long breath.
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"I'm sure I haven't forgotten anything this time, Marilla.
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But do you think it will rise?
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Just suppose perhaps the baking-powder isn't good?
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unit 131
I used it out of the new can.
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Marilla, what if that cake doesn't rise?"
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unit 136
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"You'll be using the best tea-set, of course, Marilla," she said.
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"Can I fix up the table with ferns and wild roses?"
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"I think that's all nonsense," sniffed Marilla.
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"In my opinion it's the eatables that matter and not flummery decorations."
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He said it was a feast for the eye as well as the palate."
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Only mind you leave enough room for the dishes and the food."
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unit 151
He never said a word to Mrs. Allan, but that perhaps was not to be expected.
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All went merry as a marriage bell until Anne's layer cake was passed.
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Mrs. Allan, having already been helped to a bewildering variety, declined it.
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Anne made it on purpose for you."
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Marilla saw the expression and hastened to taste the cake.
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"Anne Shirley!"
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she exclaimed, "what on earth did you put into that cake?"
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"Nothing but what the recipe said, Marilla," cried Anne with a look of anguish.
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"Oh, isn't it all right?"
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"All right!
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It's simply horrible.
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Mrs. Allan, don't try to eat it.
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Anne, taste it yourself.
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What flavouring did you use?"
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"Vanilla," said Anne, her face scarlet with mortification after tasting the cake.
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"Only vanilla.
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Oh, Marilla, it must have been the baking-powder.
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I had my suspicions of that bak—" "Baking-powder fiddlesticks!
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Go and bring me the bottle of vanilla you used."
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Marilla took it, uncorked it, smelled it.
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"Mercy on us, Anne, you've flavoured that cake with anodyne liniment.
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Anne dissolved into tears under this double disgrace.
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"I couldn't—I had such a cold!"
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Presently a light step sounded on the stairs and somebody entered the room.
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"Oh, Marilla," sobbed Anne without looking up, "I'm disgraced for ever.
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I shall never be able to live this down.
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It will get out—things always do get out in Avonlea.
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Diana will ask me how my cake turned out and I shall have to tell her the truth.
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I shall always be pointed at as the girl who flavoured a cake with anodyne liniment.
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Gil—the boys in school will never get over laughing at it.
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Perhaps she'll think I tried to poison her.
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Mrs. Lynde says she knows an orphan girl who tried to poison her benefactor.
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But the liniment isn't poisonous.
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It's meant to be taken internally—although not in cakes.
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Won't you tell Mrs. Allan so, Marilla?"
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Suppose you jump up and tell her so yourself," said a merry voice.
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"Why, it's all just a funny mistake that anybody might make."
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"Oh, no, it takes me to make such a mistake," said Anne forlornly.
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"And I wanted to have that cake so nice for you, Mrs.
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Allan."
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"Yes, I know, dear.
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Now, you mustn't cry any more, but come down with me and show me your flower garden.
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Miss Cuthbert tells me you have a little plot all your own.
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I want to see it, for I'm very much interested in flowers."
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Nevertheless she sighed deeply.
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"I'll warrant you'll make plenty in it," said Marilla.
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"I never saw your beat for making mistakes, Anne."
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"Yes, and well I know it," admitted Anne mournfully.
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"But have you ever noticed one encouraging thing about me, Marilla?
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I never make the same mistake twice."
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"I don't know as that's much benefit when you're always making new ones."
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"Oh, don't you see, Marilla?
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That's a very comforting thought."
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"Well, you'd better go and give that cake to the pigs," said Marilla.
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"It isn't fit for any human to eat, not even Jerry Buote."
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gaelle044 • 0  commented  7 months, 1 week ago

Update: Thank to Gaby and her watching the movie, we now know that:
1. Anne only use the formal form ("Sie") at the start, but later (we agreed for Chapter XI) she will say "du" to Marilla and Matthew, and the formal form with everybody else but her classmates. Marilla and Rachel are friends and they use "du".
2. She likes overstatements and superlatives.
3. We need to translate "green gables" as it is done in the movie.

Anne of Green Gables (1908)

Written for all ages, it has been considered a children's novel since the mid-twentieth century. It recounts the adventures of Anne Shirley, an 11-year-old orphan girl who is mistakenly sent to Matthew and Marilla Cuthbert, a middle-aged brother and sister who had intended to adopt a boy to help them on their farm in Prince Edward Island. The novel recounts how Anne makes her way with the Cuthberts, in school, and within the town. Since publication, Anne of Green Gables has sold more than 50 million copies and has been translated into 20 languages. It has been adapted as film, made-for-television movies, and animated and live-action television series. — Excerpted from Anne of Green Gables (1908) on Wikipedia, the free encyclopedia.
https://en.wikisource.org/wiki/Anne_of_Green_Gables_(1908)

by gaelle044 7 months, 1 week ago

CHAPTER XXI.

A NEW DEPARTURE IN FLAVOURINGS.

"Dear me, there is nothing but meetings and partings in this world, as Mrs. Lynde says," remarked Anne plaintively, putting her slate and books down on the kitchen table on the last day of June and wiping her red eyes with a very damp handkerchief. "Wasn't it fortunate, Marilla, that I took an extra handkerchief to school to-day? I had a presentiment that it would be needed."

"I never thought you were so fond of Mr. Phillips that you'd require two handkerchiefs to dry your tears just because he was going away," said Marilla.

"I don't think I was crying because I was really so very fond of him," reflected Anne. "I just cried because all the others did. It was Ruby Gillis started it. Ruby Gillis has always declared she hated Mr. Phillips, but just as soon as he got up to make his farewell speech she burst into tears. Then all the girls began to cry, one after the other, I tried to hold out, Marilla. I tried to remember the time Mr. Phillips made me sit with Gil— with a boy; and the time he spelled my name without an e on the black-board; and how he said I was the worst dunce he ever saw at geometry and laughed at my spelling; and all the times he had been so horrid and sarcastic; but somehow I couldn't, Marilla, and I just had to cry too. Jane Andrews has been talking for a month about how glad she'd be when Mr. Phillips went away and she declared she'd never shed a tear. Well, she was worse than any of us and had to borrow a handkerchief from her brother—of course the boys didn't cry—because she hadn't brought one of her own, not expecting to need it. Oh, Marilla, it was heartrending. Mr. Phillips made such a beautiful farewell speech beginning, 'The time has come for us to part.' It was very affecting. And he had tears in his eyes too, Marilla. Oh, I felt dreadfully sorry and remorseful for all the times I'd talked in school and drawn pictures of him on my slate and made fun of him and Prissy. I can tell you I wished I'd been a model pupil like Minnie Andrews. She hadn't anything on her conscience. The girls cried all the way home from school. Carrie Sloane kept saying every few minutes, 'The time has come for us to part,' and that would start us off again whenever we were in any danger of cheering up. I do feel dreadfully sad, Marilla. But one can't feel quite in the depths of despair with two months vacation before them, can they, Marilla? And besides, we met the new minister and his wife coming from the station. For all I was feeling so bad about Mr. Phillips going away I couldn't help taking a little interest in a new minister, could I? His wife is very pretty. Not exactly regally lovely, of course—it wouldn't do, I suppose, for a minister to have a regally lovely wife, because it might set a bad example. Mrs. Lynde says the minister's wife over at Newbridge sets a very bad example because she dresses so fashionably. Our new minister's wife was dressed in blue muslin with lovely puffed sleeves and a hat trimmed with roses. Jane Andrews said she thought puffed sleeves were too worldly for a minister's wife, but I didn't make any such uncharitable remark, Marilla, because I know what it is to long for puffed sleeves. Besides, she's only been a minister's wife for a little while, so one should make allowances, shouldn't they? They are going to board with Mrs. Lynde until the manse is ready."

If Marilla, in going down to Mrs. Lynde's that evening, was actuated by any motive save her avowed one of returning the quilting-frames she had borrowed the preceding winter, it was an amiable weakness shared by most of the Avonlea people. Many a thing Mrs. Lynde had lent, sometimes never expecting to see it again, came home that night in charge of the borrowers thereof. A new minister, and moreover a minister with a wife, was a lawful object of curiosity in a quiet little country settlement where sensations were few and far between.

Old Mr. Bentley, the minister whom Anne had found lacking in imagination, had been pastor of Avonlea for eighteen years. He was a widower when he came, and a widower he remained, despite the fact that gossip regularly married him to this, that or the other one, every year of his sojourn. In the preceding February he had resigned his charge and departed amid the regrets of his people, most of whom had the affection born of long intercourse for their good old minister in spite of his shortcomings as an orator. Since then the Avonlea church had enjoyed a variety of religious dissipation in listening to the many and various candidates and "supplies" who came Sunday after Sunday to preach on trial. These stood or fell by the judgment of the fathers and mothers in Israel; but a certain small, red-haired girl who sat meekly in the corner of the old Cuthbert pew also had her opinions about them and discussed the same in full with Matthew, Marilla always declining from principle to criticize ministers in any shape or form.

"I don't think Mr. Smith would have done, Matthew," was Anne's final summing up. "Mrs. Lynde says his delivery was so poor, but I think his worst fault was just like Mr. Bentley's—he had no imagination. And Mr. Terry had too much; he let it run away with him just as I did mine in the matter of the Haunted Wood. Besides, Mrs. Lynde says his theology wasn't sound. Mr. Gresham was a very good man and a very religious man, but he told too many funny stories and made the people laugh in church; he was undignified, and you must have some dignity about a minister, mustn't you, Matthew? I thought Mr. Marshall was decidedly attractive; but Mrs. Lynde says he isn't married, or even engaged, because she made special inquiries about him, and she says it would never do to have a young unmarried minister in Avonlea, because he might marry in the congregation and that would make trouble. Mrs. Lynde is a very far-seeing woman, isn't she, Matthew? I'm very glad they've called Mr. Allan. I liked him because his sermon was interesting and he prayed as if he meant it and not just as if he did it because he was in the habit of it. Mrs. Lynde says he isn't perfect, but she says she supposes we couldn't expect a perfect minister for seven hundred and fifty dollars a year, and anyhow his theology is sound because she questioned him thoroughly on all the points of doctrine. And she knows his wife's people and they are most respectable and the women are all good housekeepers. Mrs. Lynde says that sound doctrine in the man and good housekeeping in the woman make an ideal combination for a minister's family."

The new minister and his wife were a young, pleasant-faced couple, still in their honeymoon, and full of all good and beautiful enthusiasms for their chosen life-work. Avonlea opened its heart to them from the start. Old and young liked the frank, cheerful young man with his high ideals, and the bright, gentle little lady who assumed the mistressship of the manse. With Mrs. Allan Anne fell promptly and whole-heartedly in love. She had discovered another kindred spirit.

"Mrs. Allan is perfectly lovely," she announced one Sunday afternoon. "She's taken our class and she's a splendid teacher. She said right away she didn't think it was fair for the teacher to ask all the questions, and you know, Marilla, that is exactly what I've always thought. She said we could ask her any question we liked, and I asked ever so many. I'm good at asking questions, Marilla."

"I believe you," was Marilla's emphatic comment.

Nobody else asked any except Ruby Gillis, and she asked if there was to be a Sunday-school picnic this summer. I didn't think that was a very proper question to ask because it hadn't any connection with the lesson—the lesson was about Daniel in the lions' den—but Mrs. Allan just smiled and said she thought there would be. Mrs. Allan has a lovely smile; she has such exquisite dimples in her cheeks. I wish I had dimples in my cheeks, Marilla. I'm not half so skinny as I was when I came here, but I have no dimples yet. If I had perhaps I could influence people for good. Mrs. Allan said we ought always to try to influence other people for good. She talked so nice about everything. I never knew before that religion was such a cheerful thing. I always thought it was kind of melancholy, but Mrs. Allan's isn't, and I'd like to be a Christian if I could be one like her. I wouldn't want to be one like Mr. Superintendent Bell."

"It's very naughty of you to speak so about Mr. Bell," said Marilla severely. "Mr. Bell is a real good man."

"Oh, of course he's good," agreed Anne, "but he doesn't seem to get any comfort out of it. If I could be good I'd dance and sing all day because I was glad of it. I suppose Mrs. Allan is too old to dance and sing and of course it wouldn't be dignified in a minister's wife. But I can just feel she's glad she's a Christian and that she'd be one even if she could get to heaven without it."

"I suppose we must have Mr. and Mrs. Allan up to tea some day soon," said Marilla reflectively. "They've been most everywhere but here. Let me see. Next Wednesday would be a good time to have them. But don't say a word to Matthew about it, for if he knew they were coming he'd find some excuse to be away that day. He'd got so used to Mr. Bentley he didn't mind him, but he's going to find it hard to get acquainted with a new minister, and a new minister's wife will frighten him to death."

"I'll be as secret as the dead," assured Anne. "But oh, Marilla, will you let me make a cake for the occasion? I'd love to do something for Mrs. Allan, and you know I can make a pretty good cake by this time."

"You can make a layer cake," promised Marilla.

Monday and Tuesday great preparations went on at Green Gables. Having the minister and his wife to tea was a serious and important undertaking, and Marilla was determined not to be eclipsed by any of the Avonlea housekeepers. Anne was wild with excitement and delight. She talked it all over with Diana Tuesday night in the twilight, as they sat on the big red stones by the Dryad's Bubble and made rainbows in the water with little twigs dipped in fir balsam.

"Everything is ready, Diana, except my cake which I'm to make in the morning, and the baking-powder biscuits which Marilla will make just before tea-time. I assure you, Diana, that Marilla and I have had a busy two days of it. It's such a responsibility having a minister's family to tea. I never went through such an experience before. You should just see our pantry. It's a sight to behold. We're going to have jellied chicken and cold tongue. We're to have two kinds of jelly, red and yellow, and whipped cream and lemon pie, and cherry pie, and three kinds of cookies, and fruit-cake, and Marilla's famous yellow plum preserves that she keeps especially for ministers, and pound cake and layer cake, and biscuits as aforesaid; and new bread and old both, in case the minister is dyspeptic and can't eat new. Mrs. Lynde says ministers mostly are dyspeptic, but I don't think Mr. Allan has been a minister long enough for it to have had a bad effect on him. I just grow cold when I think of my layer cake. Oh, Diana, what if it shouldn't be good! I dreamed last night that I was chased all around by a fearful goblin with a big layer cake for a head."

"It'll be good, all right," assured Diana, who was a very comfortable sort of friend. "I'm sure that piece of the one you made that we had for lunch in Idlewild two weeks ago was perfectly elegant."

"Yes; but cakes have such a terrible habit of turning out bad just when you especially want them to be good," sighed Anne, setting a particularly well-balsamed twig afloat. "However, I suppose I shall just have to trust to Providence and be careful to put in the flour. Oh, look, Diana, what a lovely rainbow! Do you suppose the dryad will come out after we go away and take it for a scarf?"

"You know there is no such thing as a dryad," said Diana. Diana's mother had found out about the Haunted Wood and had been decidedly angry over it. As a result Diana had abstained from any further imitative flights of imagination and did not think it prudent to cultivate a spirit of belief even in harmless dryads.

"But it's so easy to imagine there is," said Anne. "Every night, before I go to bed, I look out of my window and wonder if the dryad is really sitting here, combing her locks with the spring for a mirror. Sometimes I look for her footprints in the dew in the morning. Oh, Diana, don't give up your faith in the dryad!"

Wednesday morning came. Anne got up at sunrise because she was too excited to sleep. She had caught a severe cold in the head by reason of her dabbling in the spring on the preceding evening; but nothing short of absolute pneumonia could have quenched her interest in culinary matters that morning. After breakfast she proceeded to make her cake. When she finally shut the oven door upon it she drew a long breath.

"I'm sure I haven't forgotten anything this time, Marilla. But do you think it will rise? Just suppose perhaps the baking-powder isn't good? I used it out of the new can. And Mrs. Lynde says you can never be sure of getting good baking-powder nowadays when everything is so adulterated. Mrs. Lynde says the Government ought to take the matter up, but she says we'll never see the day when a Tory Government will do it. Marilla, what if that cake doesn't rise?"

"We'll have plenty without it," was Marilla's unimpassioned way of looking at the subject.

The cake did rise, however, and came out of the oven as light and feathery as golden foam. Anne, flushed with delight, clapped it together with layers of ruby jelly and, in imagination, saw Mrs. Allan eating it and possibly asking for another piece!

"You'll be using the best tea-set, of course, Marilla," she said. "Can I fix up the table with ferns and wild roses?"

"I think that's all nonsense," sniffed Marilla. "In my opinion it's the eatables that matter and not flummery decorations."

"Mrs. Barry had her table decorated," said Anne, who was not entirely guiltless of the wisdom of the serpent, and the minister paid her an elegant compliment. He said it was a feast for the eye as well as the palate."

"Well, do as you like," said Marilla, who was quite determined not to be surpassed by Mrs. Barry or anybody else. Only mind you leave enough room for the dishes and the food."

Anne laid herself out to decorate in a manner and after a fashion that should leave Mrs. Barry's nowhere. Having abundance of roses and ferns and a very artistic taste of her own, she made that tea-table such a thing of beauty that when the minister and his wife sat down to it they exclaimed in chorus over its loveliness.

"It's Anne's doings," said Marilla, grimly just; and Anne felt that Mrs. Allan's approving smile was almost too much happiness for this world.

Matthew was there, having been inveigled into the party only goodness and Anne knew how. He had been in such a state of shyness and nervousness that Marilla had given him up in despair, but Anne took him in hand so successfully that he now sat at the table in his best clothes and white collar and talked to the minister not uninterestingly. He never said a word to Mrs. Allan, but that perhaps was not to be expected.

All went merry as a marriage bell until Anne's layer cake was passed. Mrs. Allan, having already been helped to a bewildering variety, declined it. But Marilla, seeing the disappointment on Anne's face, said smilingly:

"Oh, you must take a piece of this, Mrs. Allan. Anne made it on purpose for you."

"In that case I must sample it," laughed Mrs. Allan, helping herself to a plump triangle, as did also the minister and Marilla.

Mrs. Allan took a mouthful of hers and a most peculiar expression crossed her face; not a word did she say, however, but steadily ate away at it. Marilla saw the expression and hastened to taste the cake.

"Anne Shirley!" she exclaimed, "what on earth did you put into that cake?"

"Nothing but what the recipe said, Marilla," cried Anne with a look of anguish. "Oh, isn't it all right?"

"All right! It's simply horrible. Mrs. Allan, don't try to eat it. Anne, taste it yourself. What flavouring did you use?"

"Vanilla," said Anne, her face scarlet with mortification after tasting the cake. "Only vanilla. Oh, Marilla, it must have been the baking-powder. I had my suspicions of that bak—"

"Baking-powder fiddlesticks! Go and bring me the bottle of vanilla you used."

Anne fled to the pantry and returned with a small bottle partially filled with a brown liquid and labelled yellowly, "Best Vanilla."

Marilla took it, uncorked it, smelled it.

"Mercy on us, Anne, you've flavoured that cake with anodyne liniment. I broke the liniment bottle last week and poured what was left into an old empty vanilla bottle. I suppose it's partly my fault—I should have warned you—but for pity's sake why couldn't you have smelled it?"

Anne dissolved into tears under this double disgrace.

"I couldn't—I had such a cold!" and with this she fairly fled to the gable chamber, where she cast herself on the bed and wept as one who refuses to be comforted.

Presently a light step sounded on the stairs and somebody entered the room.

"Oh, Marilla," sobbed Anne without looking up, "I'm disgraced for ever. I shall never be able to live this down. It will get out—things always do get out in Avonlea. Diana will ask me how my cake turned out and I shall have to tell her the truth. I shall always be pointed at as the girl who flavoured a cake with anodyne liniment. Gil—the boys in school will never get over laughing at it. Oh, Marilla, if you have a spark of Christian pity don't tell me that I must go down and wash the dishes after this. I'll wash them when the minister and his wife are gone, but I cannot ever look Mrs. Allan in the face again. Perhaps she'll think I tried to poison her. Mrs. Lynde says she knows an orphan girl who tried to poison her benefactor. But the liniment isn't poisonous. It's meant to be taken internally—although not in cakes. Won't you tell Mrs. Allan so, Marilla?"

Suppose you jump up and tell her so yourself," said a merry voice.

Anne flew up, to find Mrs. Allan standing by her bed, surveying her with laughing eyes.

My dear little girl, you mustn't cry like this," she said, genuinely disturbed by Anne's tragic face. "Why, it's all just a funny mistake that anybody might make."

"Oh, no, it takes me to make such a mistake," said Anne forlornly. "And I wanted to have that cake so nice for you, Mrs. Allan."

"Yes, I know, dear. And I assure you I appreciate your kindness and thoughtfulness just as much as if it had turned out all right. Now, you mustn't cry any more, but come down with me and show me your flower garden. Miss Cuthbert tells me you have a little plot all your own. I want to see it, for I'm very much interested in flowers."

Anne permitted herself to be led down and comforted, reflecting that it was really providential that Mrs. Allan was a kindred spirit. Nothing more was said about the liniment cake, and when the guests went away Anne found that she had enjoyed the evening more than could have been expected, considering that terrible incident. Nevertheless she sighed deeply.

"Marilla, isn't it nice to think that to-morrow is a new day with no mistakes in it yet?"

"I'll warrant you'll make plenty in it," said Marilla. "I never saw your beat for making mistakes, Anne."

"Yes, and well I know it," admitted Anne mournfully. "But have you ever noticed one encouraging thing about me, Marilla? I never make the same mistake twice."

"I don't know as that's much benefit when you're always making new ones."

"Oh, don't you see, Marilla? There must be a limit to the mistakes one person can make, and when I get to the end of them, then I'll be through with them. That's a very comforting thought."

"Well, you'd better go and give that cake to the pigs," said Marilla. "It isn't fit for any human to eat, not even Jerry Buote."