de-en  Bundesregierung zum Fall Skripal - 26.03.2018 - Pressemitteilung
Foreign Minister Heiko Maas said today ( March 26 ): The attack in Salisbury has shocked all of us in the European Union. For the first time since the end of the Second World War, a chemical agent was used in the middle of Europe.

It is clear that this attack cannot go without consequences. We have therefore taken a clear stance and placed ourselves behind the UK in the European Union.

We did not make the decision lightly to expel Russian diplomats. But the facts and evidence point to Russia. So far, the Russian government has not replied to any of the open questions and has shown no willingness to want to play a constructive role in solving the attack. Hence, we are also sending a signal of solidarity with Great Britain. Russia remains called upon to finally meet its responsibility, to take a constructive role and to comply with its duty to provide information. The following applies to us: We will continue to work closely with our European partners and within NATO. We remain open to a constructive dialogue with Russia, which remains necessary on many international issues.

The spokeswoman of the Federal Foreign Office stated today (March, 26 ): In close coordination within the European Union and with NATO allies, the Federal Government has decided to call on four Russian diplomats to leave Germany within 7 days. The demand was sent today to the Russian Embassy. ...

Last week the European Council agreed with the British Government's assessment that Russian responsibility for the poison attack on Sergei Skripal and his daughter Julia in Salisbury is highly likely and there is no other plausible explanation.

Russia has so far failed to respond adequately to the British request to help solve the case.

The expulsion of the four diplomats is a strong signal of solidarity with Britain and signals the German government's determination not to leave attacks on our closest partners and allies unanswered.

This step also takes place against the background of the recent cyber operation against the protected IT system of the Federal Government, which, according to previous findings, is highly likely to be attributed to Russian sources.

We call on the Russian leadership to deal responsibly with the situation that has arisen: it is up to Russia to contribute to the solution, to answer the UK's questions and to fully disclose the Novichok program to the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW).

With all the determination with which we respond today, together with our allies and partners, we remain ready for dialogue with Russia.
unit 1
Außenminister Heiko Maas erklärte dazu heute (26.03.
2 Translations, 0 Upvotes, Last Activity 7 months, 3 weeks ago
unit 2
): Der Angriff in Salisbury hat uns alle in der Europäischen Union erschüttert.
1 Translations, 3 Upvotes, Last Activity 7 months, 3 weeks ago
unit 4
Es ist klar, dass dieser Anschlag nicht ohne Folgen bleiben kann.
2 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 7 months, 3 weeks ago
unit 6
Wir haben die Entscheidung zur Ausweisung der russischen Diplomaten nicht leichtfertig getroffen.
3 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 7 months, 3 weeks ago
unit 7
Aber die Fakten und Indizien weisen nach Russland.
1 Translations, 2 Upvotes, Last Activity 7 months, 3 weeks ago
unit 12
Die Sprecherin des Auswärtigen Amts erklärte heute (26.03.
2 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 7 months, 3 weeks ago
unit 14
Die Aufforderung wurde heute der russischen Botschaft übermittelt.
2 Translations, 0 Upvotes, Last Activity 7 months, 3 weeks ago
anitafunny • 6239  commented on  unit 8  7 months, 3 weeks ago
DrWho • 8447  commented on  unit 16  7 months, 3 weeks ago
DrWho • 8447  commented on  unit 1  7 months, 3 weeks ago

Außenminister Heiko Maas erklärte dazu heute (26.03.):

Der Angriff in Salisbury hat uns alle in der Europäischen Union erschüttert. Zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs wurde mitten in Europa ein chemischer Kampfstoff eingesetzt.

Es ist klar, dass dieser Anschlag nicht ohne Folgen bleiben kann. Wir haben deshalb deutlich Stellung bezogen und uns in der Europäischen Union hinter Großbritannien gestellt.

Wir haben die Entscheidung zur Ausweisung der russischen Diplomaten nicht leichtfertig getroffen. Aber die Fakten und Indizien weisen nach Russland. Die russische Regierung hat bisher keine der offenen Fragen beantwortet und keine Bereitschaft gezeigt, eine konstruktive Rolle bei der Aufklärung des Anschlags spielen zu wollen.‎

Wir senden damit auch ein Signal der Solidarität mit Großbritannien. Russland bleibt aufgefordert, endlich seiner Verantwortung gerecht zu werden, eine konstruktive Rolle einzunehmen und seiner Aufklärungspflicht nachzukommen. Für uns gilt: Wir werden uns weiter eng mit unseren europäischen Partnern und innerhalb der NATO abstimmen. Wir sind weiterhin offen für einen konstruktiven Dialog mit Russland, der zu vielen internationalen Themen notwendig bleibt.

Die Sprecherin des Auswärtigen Amts erklärte heute (26.03.):

Die Bundesregierung hat in enger Abstimmung innerhalb der Europäischen Union und mit NATO- Verbündeten entschieden, vier russische Diplomaten aufzufordern, die Bundesrepublik innerhalb von 7 Tagen zu verlassen. Die Aufforderung wurde heute der russischen Botschaft übermittelt.

In der vergangenen Woche hat der Europäische Rat der Bewertung der britischen Regierung zugestimmt, dass für den Giftstoffanschlag auf Sergej Skripal und dessen Tochter Julia in Salisbury eine russische Verantwortung in hohem Maße wahrscheinlich ist und es keine andere plausible Erklärung gibt.

Russland hat es bislang versäumt, auf die britische Aufforderung, zur Aufklärung des Falles beizutragen, angemessen zu reagieren.

Die Ausweisung der vier Diplomaten ist ein starkes Signal der Solidarität mit Großbritannien und signalisiert die Entschlossenheit der Bundesregierung, Angriffe auf unsere engsten Partner und Alliierten nicht unbeantwortet zu lassen.

Der Schritt erfolgt auch vor dem Hintergrund der kürzlichen Cyber-Operation gegen das geschützte IT-System der Bundesregierung, die sich nach bisherigen Erkenntnissen mit hoher Wahrscheinlichkeit russischen Quellen zurechnen lässt.

Wir appellieren an die russische Führung mit der entstandenen Situation verantwortungsvoll umzugehen: Es ist an Russland, zur Aufklärung beizutragen, die Fragen Großbritanniens zu beantworten und das Novichok-Programm vollumfänglich gegenüber der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) offen zu legen.

Bei aller Entschlossenheit, mit der wir heute gemeinsam mit unseren Verbündeten und Partnern reagieren, bleiben wir auch weiterhin zum Dialog mit Russland bereit.