de-en  USA DROHEN MIT EINFUHRSTEUERN Bundesregierung warnt vor Handelskrieg - Montag, 05. März 2018
The Federal Government rejects the US President's planned import taxes on vehicles from the EU. Government spokesman Seibert said they would hit German industry in a very sensitive way. The proper way forward is not compartmentalisation, but free trade and open markets.

US president Donald Trump had announced, to impose an import tax on European cars, if the EU should increase the customs on US products. He accused the EU of levying massive duties on US products already today. Government spokesman Steffen Seibert rejected this estimate: "The EU and the USA have negotiated their respective maximum duties within the WTO." That also applies to the ten percent duties, which the EU raise for motor vehicle imports.

Further customs duties are an aberration "A trade war is not in German, not in European or American interest", warned Seibert. It also makes little sense to compare the customs duties on single products. Then also the USA protects a lot of their products with very high tariffs. So the country raises about 350 percent on tobacco or 25 percent on lorries and pick-ups. Moreover special provisions prevented many American companies from international competition.

The Federal Government will take a very close look at the decisions of the United States and assess its impact on the German and European economies. Together with the European Commission, France and other partners, the Federal Government will discuss further steps. Chancellor Angela Merkel has always supported a reduction of reciprocal tariffs and trade barriers, Seibert remembers.

Planned Import Tariffs on Steel and Aluminium. Last week the United States government announced intended import tariffs on steel and aluminium This is affecting all countries from which the United States imports steel and aluminium. The US President will announce details of the planned customs duties this week.

The European Commission - which is responsible for European Trade Issues - announced after that, that it will resist the planned punitive tariffs. "We will not stand by passively and see our industry hit by unfair measures", thousands of European jobs were at risk, President of the commission, Jean-Claude Juncker said.

Even Foreign Minister Sigmar Gabriel appeared troubled: "Such a sweeping global blow by the United States would especially strike our exports and jobs in the worst way." The EU must "react with determination" to it. According to Gabriel, he hopes that Trump will once more reconsider his decision. "We must do everything to prevent an international trade war."

Combating overcapacity together - The backdrop to the dispute about punitive tariffs is the worldwide overproduction of steel and aluminum. Steel production alone has risen by 127 percent since the year 2000, the demand increases more slowly. Inexpensive steel is pushing into the global market primarily from Asian countries and is creating more overcapacity than the United States uses.

But European countries also have to contend in the global market with increasing amounts of steel that lead to drastic price reductions. This complicates the economic situation of the steel industry in Germany and Europe considerably. That is why the federal government supports creating equal competitive conditions globally and reducing existing imbalances. During the German G-20 presidency, the federal government has therefore continued to promote the work of the global steel forum and has made great progress.
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Sie würden die deutsche Industrie empfindlich treffen, sagte Regierungssprecher Seibert.
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Nicht Abschottung, sondern freier Handel und offene Märkte seien der richtige Weg.
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Er warf der EU vor, bereits heute massive Zölle auf US-Produkte zu erheben.
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Das gelte auch für die 10 Prozent-Zölle, die die EU auf Kfz-Importe erhebe.
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Es mache außerdem wenig Sinn, die Zölle auf einzelne Produkte zu vergleichen.
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Denn auch die Vereinigten Staaten, schützten viele ihrer Produkte mit sehr hohen Zöllen.
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So erhebe das Land etwa 350 Prozent auf Tabak oder 25 Prozent auf Lkw und Pick-Ups.
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Davon betroffen sind alle Länder, aus denen die USA Stahl und Aluminium importieren.
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Details zu den geplanten Zöllen will der US-Präsident in dieser Woche bekannt geben.
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Die EU müsse darauf "mit Entschiedenheit reagieren".
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Er hoffe, dass Trump seine Entscheidung noch einmal überdenke, so Gabriel.
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"Wir müssen alles dafür tun, einen internationalen Handelskonflikt zu vermeiden."
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Das erschwert die wirtschaftliche Lage der Stahlindustrie in Deutschland und Europa erheblich.
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Die Bundesregierung lehnt die vom US-Präsidenten geplanten Einfuhrsteuern auf Fahrzeuge aus der EU ab. Sie würden die deutsche Industrie empfindlich treffen, sagte Regierungssprecher Seibert. Nicht Abschottung, sondern freier Handel und offene Märkte seien der richtige Weg.

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Einfuhrsteuern auf europäische Fahrzeuge zu erheben, falls die EU die Zölle auf US-Produkte erhöhen sollte. Er warf der EU vor, bereits heute massive Zölle auf US-Produkte zu erheben. Regierungssprecher Steffen Seibert wies diese Einschätzung zurück: "Die EU und die USA haben ihre jeweiligen Höchstzollsätze im Rahmen der WTO ausgehandelt." Das gelte auch für die 10 Prozent-Zölle, die die EU auf Kfz-Importe erhebe.

Weitere Zölle seien ein Irrweg
"Ein Handelskrieg ist nicht in deutschem, nicht in europäischem und auch nicht in amerikanischem Interesse", warnte Seibert. Es mache außerdem wenig Sinn, die Zölle auf einzelne Produkte zu vergleichen. Denn auch die Vereinigten Staaten, schützten viele ihrer Produkte mit sehr hohen Zöllen. So erhebe das Land etwa 350 Prozent auf Tabak oder 25 Prozent auf Lkw und Pick-Ups. Zudem bewahrten spezielle Vorschriften viele amerikanische Unternehmen vor internationaler Konkurrenz.

Die Bundesregierung werde sich die Entscheidungen der Vereinigten Staaten sehr genau ansehen und die Auswirkungen auf die deutsche und europäische Wirtschaft bewerten. Gemeinsam mit der Europäischen Kommission, mit Frankreich und mit anderen Partnern werde die Bundesregierung die weiteren Schritte beraten. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich immer sehr für einen Abbau der gegenseitigen Zölle und Handelsbarrieren eingesetzt, erinnert Seibert.

Zölle auf Stahl und Aluminium geplant
Vergangene Woche hatte die US-Regierung angekündigt, Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium erheben zu wollen. Davon betroffen sind alle Länder, aus denen die USA Stahl und Aluminium importieren. Details zu den geplanten Zöllen will der US-Präsident in dieser Woche bekannt geben.

Die Europäische Kommission - für europäische Handelsfragen zuständig - hatte daraufhin angekündigt, sich gegen die geplanten Strafzölle zu wehren. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie unsere Industrie durch unfaire Maßnahmen getroffen wird", tausende europäische Arbeitsplätze seien gefährdet, hatte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gesagt.

Auch Außenminister Sigmar Gabriel zeigte sich besorgt: "Ein solcher weltweiter US-Rundumschlag würde gerade unsere Exporte und Arbeitsplätze mit am stärksten betreffen." Die EU müsse darauf "mit Entschiedenheit reagieren". Er hoffe, dass Trump seine Entscheidung noch einmal überdenke, so Gabriel. "Wir müssen alles dafür tun, einen internationalen Handelskonflikt zu vermeiden."

Überkapazitäten gemeinsam bekämpfen
Hintergrund des Streits um Strafzölle ist die weltweite Überproduktion von Stahl und Aluminium. Allein die Stahlproduktion ist seit dem Jahr 2000 um 127 Prozent gestiegen, die Nachfrage wächst aber langsamer. Vor allem aus asiatischen Ländern drängt billiger Stahl auf den Weltmarkt und schafft mehr Überkapazitäten als die Vereinigten Staaten verbrauchen.

Doch auch europäische Länder haben mit steigenden Stahlmengen auf dem Weltmarkt zu kämpfen, die zu drastischen Preisrückgängen führen. Das erschwert die wirtschaftliche Lage der Stahlindustrie in Deutschland und Europa erheblich. Die Bundesregierung setzt sich deshalb dafür ein, weltweit gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und bestehende Ungleichgewichte abzubauen. Während der deutschen G20-Präsidentschaft hat die Bundesregierung deshalb die Arbeit des globalen Stahlforums weiter vorangetrieben und große Fortschritte erzielt.