de-en  Krisen vermeiden: Strukturierter Dialog mit Iran - 22.02.2018 - Artikel
On the sidelines of the Munich Security Conference, a new dialogue format with Iran on regional issues was launched on the German initiative.

Already on January 11 the Foreign Ministers of Germany, Great Britain, France and the High Representative of the EU, together with Iranian Foreign Minister Zarif, have agreed on a "Structured Dialogue" with Iran on regional issues. The aim is to build a new communication channel on particularly critical topics in order to avoid new crises. The topic of the initial meeting in Munich was the difficult situation in Yemen. Gabriel sees a first step has been done: "The meeting at the sidelines of the Munich Security Conference was an important begin." Struggling for a nuclear agreement - The whole political situation, in which is being argued with Iran, is running into difficulties: The USA have put the Vienna Nuclear Agreement with Iran (JCPoA) to the test, not least because of Tehran's critical role in the Near and Middle East. Foreign Minister Gabriel repeatedly stated: "We Europeans share criticism and concern of our American allies in reference to the highly problematic role of Iran in the region and the Iranian missile program. At the same time, we do not want to question the undeniable achievements of the JCPoA." He believes: "Without a constructive policy of Iran, the Middle Eat will not be able to calm down." Gabriel is warning, that the only approach to ease tensions "if, in addition to sustained noticeable pressure, we get into a dialogue with Iran in order to find attempts at a solution." He therefore demands a genuine dialogue process "with an open debate on constellations of interests and threat perceptions" and nonetheless is pointing out: "We expect the Iranian side to be willing to embark on this process." Learning from experience - The Negotiation process to JCPoA has shown that this approach can be promising, . Fifteen years ago, a dialogue of the Europeans with Iran was also initiated, which was affiliated later on among others, by the USA and finally led to the successful closing of the Vienna Nuclear Agreement. The format of the now-launched "Structured Dialogue" has an inclusive character and shall also allow other states to participate in the process. In addition to Germany, France, and Great Britain, also the EU and Italy are currently belonging to the new format. Nonetheless it will take a long time for the initiated process: "Everybody involved is aware to have a tedious task ahead. But it is worth bringing in our political capital. If this way, there is yielding a basis for substantive negotiations aimed at a more constructive living together, then much would have been gained," said Foreign Minister Gabriel.
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Bereits am 11.
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Thema der Auftaktsitzung in München war die schwierige Lage im Jemen.
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Aber die Sache ist es wert, unser politisches Kapital einzubringen.
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anitafunny • 6239  commented on  unit 11  8 months, 2 weeks ago
lollo1a • 3421  commented on  unit 10  8 months, 3 weeks ago

Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz fand auf deutsche Initiative hin ein neues Dialogformat mit Iran zu regionalen Themen statt.

Bereits am 11. Januar haben die Außenminister von Deutschland, Großbritannien, Frankreich sowie die hohe Vertreterin der EU gemeinsam mit dem iranischen Außenminister Zarif einen „Strukturierten Dialog“ mit Iran zu regionalen Themen verabredet. Ziel ist, einen neuen Kommunikationskanal zu besonders kritischen Themen aufzubauen, um neue Krisen zu vermeiden. Thema der Auftaktsitzung in München war die schwierige Lage im Jemen. Gabriel sieht einen ersten Schritt getan: „Das Treffen am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz war ein wichtiger Anfang.“

Ringen um Atomabkommen
Die politische Gesamtlage, in der mit Iran diskutiert wird, gestaltet sich schwierig: Die USA haben die Wiener Nuklearvereinbarung mit Iran (JCPoA) auf den Prüfstand gestellt, nicht zuletzt aufgrund der kritische‎ Rolle, die Teheran im Nahen und Mittleren Osten einnimmt. Außenminister Gabriel hat dazu wiederholt erklärt: „Wir Europäer teilen die Kritik und die Sorge unserer amerikanischen Verbündeten mit Blick auf die hochproblematische Rolle Irans in der Region und das iranische Raketenprogramm. Gleichzeitig wollen wir die unbestreitbaren Errungenschaften des JCPoA nicht in Frage stellen.“ Er glaubt: „Ohne eine konstruktive Politik Irans wird der Nahe Osten nicht zur Ruhe kommen können.“
Gabriel warnt, dass man einem Abbau der Spannungen nur näher komme, „wenn wir neben anhaltendem spürbaren Druck in einen Gesprächsprozess mit Iran einsteigen, um Lösungsansätze zu finden.“ Er fordert daher einen echten Dialogprozess „mit einer offen Auseinandersetzung über Interessenkonstellationen und Bedrohungsperzeptionen“ und macht gleichwohl klar: „Wir erwarten von der iranischen Seite die Bereitschaft, sich auf diesen Prozess einzulassen.“

Aus Erfahrung lernen
Dass dieser Ansatz erfolgversprechend sein kann, hat der Verhandlungsprozess zum JCPoA gezeigt. Vor 15 Jahren wurde ebenfalls ein Dialog der Europäer mit Iran angestoßen, dem sich dann später u.a. die USA angeschlossen haben und der letztlich zum erfolgreichen Abschluss der Wiener Nuklearvereinbarung führte. Das Format des nun ins Leben gerufenen „Strukturierten Dialogs“ hat einen inklusiven Charakter und soll auch ermöglichen, dass andere Staaten sich am Prozess beteiligen. Neben Deutschland, Frankreich und Großbritannien gehören derzeit auch die EU und Italien dem neuen Format an. Für den angestoßenen Prozess wird gleichwohl langer Atem gebraucht werden: „Allen Beteiligten ist klar, dass es dicke Bretter sind, die da zu bohren sind. Aber die Sache ist es wert, unser politisches Kapital einzubringen. Wenn sich so eine Grundlage ergibt für substanzielle Verhandlungen, die auf ein konstruktiveres Auskommen miteinander gerichtet sind, dann wäre viel gewonnen“, so Außenminister Gabriel.