de-en  Auswärtiges Amt zur Lage in Syrien - 22.02.2018 - Pressemitteilung
Today (22.02) a Foreign Ministry spokesman stated on the sitation in Syria It is hard to understand, that today members of the United Nations Security Counsil weren't able to find an agreement. It would have at least provided the maltreated people in Syria and especially hundreds of thousands of trapped civilians in East Ghouta a breathing space from constant air strikes and brutal violence.

Once again, Russia is defending the Assad regime, whether in the use of chemical weapons or in humanitarian matters, even in the worst violations of international law. Nevertheless, there is still hope left, but have yet to come to an agreement. We appeal to the decision makers in Moscow to agree to a temporary cessation of hostilities.

Compliance with the fundamental principles of international humanitarian law must not be a matter for negotiation. It concerns a fundamental achievement of the civilized world. It is of utmost importance that humanitarian access be made possible - this applies to the whole of Syria, and in view of the terrible situation, especially in eastern Ghouta. We therefore call on all parties involved to stop the hostilities - be it in Ghouta, be it in Afrin.

Here, too, our attitude is clear: we see that Turkey has legitimate security interests. Equally clear: the obvious risk of escalation worries us very much. For that reason we repeatedly make it clear in talks with Turkey: Turkish security interests must be within the bounds of what is necessary and proportionate. But above all, the overall situation in and around Afrin shows that we are dealing with a highly complex political problem and therefore urgently need to find our way back into a political process.

That applies to the negotiations in Geneva, and above all with regard to the role of international actors: All powers, and especially the guarantors of Astana, must show themselves to be constructive. We will not stop insisting on it.
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Zur Lage in Syrien erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts heute (22.02.
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Dennoch bleibt ein Rest Hoffnung, doch noch zu einer Einigung zu kommen.
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Es handelt sich hier um eine Grunderrungenschaft der zivilisierten Welt.
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Auch dort ist unsere Haltung klar: Wir sehen, dass die Türkei legitime Sicherheitsinteressen hat.
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Genauso klar ist: Das offensichtliche Risiko einer Eskalation besorgt uns sehr.
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Wir werden nicht aufhören, darauf zu dringen.
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Zur Lage in Syrien erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts heute (22.02.):

Es ist kaum zu verstehen, dass die Mitglieder des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen heute nicht zu einer Einigung gefunden haben. Sie hätte den geschundenen Menschen in Syrien und vor allem hunderttausenden eingeschlossenen Zivilisten in Ost-Ghouta wenigstens eine Atempause von unaufhörlichen Luftangriffen und brutaler Gewalt verschafft.

Russland stellt sich damit einmal mehr – ob beim Einsatz von Chemiewaffen oder in humanitären Fragen – selbst bei schlimmsten Völkerrechtsverletzungen schützend vor das Assad-Regime. Dennoch bleibt ein Rest Hoffnung, doch noch zu einer Einigung zu kommen. Wir appellieren an die Entscheidungsträger in Moskau, einer vorübergehenden Einstellung der Kampfhandlungen zuzustimmen.

Die Einhaltung der elementaren Grundsätze des humanitären Völkerrechts darf nicht Verhandlungssache sein. Es handelt sich hier um eine Grunderrungenschaft der zivilisierten Welt. Es ist von allergrößter Bedeutung, dass humanitärer Zugang möglich gemacht wird - das gilt für ganz Syrien, und angesichts der schrecklichen Situation ganz besonders in Ost-Ghouta. Wir fordern deshalb alle Beteiligten auf, die Kampfhandlungen zu beenden - sei es in der Ghouta, sei es in Afrin.

Auch dort ist unsere Haltung klar: Wir sehen, dass die Türkei legitime Sicherheitsinteressen hat. Genauso klar ist: Das offensichtliche Risiko einer Eskalation besorgt uns sehr. Deshalb machen wir in Gesprächen mit der Türkei immer wieder deutlich: Die türkischen Sicherheitsinteressen müssen sich im Rahmen des Notwendigen und Verhältnismäßigen bewegen. Die Gesamtlage in und um Afrin zeigt aber vor allem, dass wir es mit einem höchst komplexen politischen Problem zu tun haben und deshalb dringend in einen politischen Prozess zurückfinden müssen.

Das gilt für die Verhandlungen in Genf, das gilt vor allen Dingen mit Blick auf die Rolle internationaler Akteure: Alle Mächte, und gerade die Garantoren von Astana, müssen sich konstruktiv zeigen. Wir werden nicht aufhören, darauf zu dringen.