de-en  News - 06.02.2018 - UMWELTGEFAHR Mikroplastik an Land inzwischen allgegenwärtig
Ashore everything is polluted by tiny pieces of plastic waste, too - significantly worse than in the sea. But this problem has hardly been researched.
By Jan Dönges - Microplastic ashore outlines an apparently underestimated problem: the small plastic globules and fibres are now ubiquitous in soils and inland waters. Depending on the environment, four to twenty-three times of the amount usually found in oceans is found on shore write the researchers led by Anderson Abel de Souza Machado of the Leibniz Institute of Freshwater Ecology and Inland Fisheries (IGB). ... However, little is known about the specific effects on animals and plants, because scientists have so far neglected the phenomenon.

With their overview study in "Global Change Biology" they now want to call attention to the theme. They describe microplastics as particles that are smaller than five millimeters ; nanoplastics comprise particles less than 0.1 micrometers of size. These are dangerous to health, on the hand, because of several ingredients, phthalates or bisphenol-A, which, for example, can act in a hormonal fashion, and additionally, even because of their shape. In this way, small particles in particular can penetrate into cells and cause havoc there, larger particles offer pathogens a niche in which they spread over large distances. Furthermore, plastics are accumulating more and more in organisms via the food chain. The foreign bodies can inter alia tigger inflammation in the tissue. Occasionally they even overcome the brain-blood barrier.

Microplastic is indeed not the most dangerous environmental toxin that living beings are currently struggling with, write the scientists in their publication. However, the extent of the contamination means that ecosystems worldwide are exposed to another man-made permanent stress factor. Humans also come into contact with plastic particles through the air and food. For example, 355 microplastic particles per square meter trickled onto test areas daily in Greater Paris, according to a study from 2016.

An estimated one-third of all plastic waste ends up sooner or later in the form of micro- and nanoplastics in the environment, explain the researchers in a statement from the ITUC. Large pieces are ground over time and thus become smaller and smaller. According to the studies now being carried out, a large proportion of the waste also comes from inconspicuous sources in private households. In the washing machine, for example, fibers from plastic clothing disperse, which, carried by the water, end up in the sewage treatment plant, where more than 80 percent of them are caught in the sewage sludge. This sludge is often applied as fertilizer - and with it the plastic, which is still in the fields years later. Even microplastics from cosmetics products get into the environment in this way.

However, lax environmental standards also allow industry to inject large volumes of microplastic into the water, so say de Souza Machado and colleagues in their publication. However, for a more exact inventory for capturing microplastic on land lacks standardized methods. While hunting for plastic particles in the sea is easy with fine-meshed netting, finding the particles in the soil is much more difficult.
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Doch das Problem ist kaum untersucht.
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Über die Nahrungskette reichern sich die Kunststoffe zudem immer weiter in Organismen an.
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Die Fremdkörper können im Gewebe unter anderem Entzündungen auslösen.
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Mitunter überwinden sie sogar die Blut-Hirn-Schranke.
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Auch der Mensch gerät über die Luft und die Nahrung mit den Plastikteilchen in Kontakt.
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Große Stücke werden mit der Zeit zerrieben und verkleinern sich dadurch immer weiter.
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Auch Mikroplastik aus Kosmetikartikeln gelangt auf diese Weise in die Umwelt.
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Auch an Land ist inzwischen alles verschmutzt mit winzigen Plastikmüllteilchen - deutlich schlimmer noch als im Meer. Doch das Problem ist kaum untersucht.
von Jan Dönges

Mikroplastik an Land stellt offenbar ein erheblich unterschätztes Problem dar: Die kleinen Kügelchen und Fasern aus Kunststoff sind in Böden und Binnengewässern inzwischen allgegenwärtig. Je nach Umgebung finde sich an Land das 4- bis 23-Fache der in Ozeanen üblichen Menge, schreiben Forscher um Anderson Abel de Souza Machado vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB). Doch über die konkreten Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen sei noch wenig bekannt, denn Wissenschaftler haben das Phänomen bislang eher vernachlässigt.

Mit ihrer Überblicksstudie in "Global Change Biology" wollen sie nun auf das Thema aufmerksam machen. Als Mikroplastik bezeichnen sie Partikel, die kleiner sind als fünf Millimeter; Nanoplastik umfasst Teilchen unterhalb von 0,1 Mikrometer Größe. Für die Gesundheit gefährlich sind sie zum einen wegen einiger Inhaltsstoffe, Phtalate oder Bisphenol A können beispielsweise hormonartig wirken, zum anderen aber auch wegen ihrer Form selbst. So können besonders kleine Teilchen in Zellen eindringen und dort Unheil anrichten, größere Partikel bieten Krankheitserregern eine Nische, in der sie sich über große Distanzen verbreiten. Über die Nahrungskette reichern sich die Kunststoffe zudem immer weiter in Organismen an. Die Fremdkörper können im Gewebe unter anderem Entzündungen auslösen. Mitunter überwinden sie sogar die Blut-Hirn-Schranke.

Mikroplastik sei für sich genommen zwar nicht das gefährlichste Umweltgift, mit dem Lebewesen derzeit zu kämpfen haben, schreiben die Wissenschaftler in ihrer Veröffentlichung. Das Ausmaß der Kontamination führe jedoch dazu, dass Ökosysteme weltweit einem weiteren menschengemachten Dauerstressfaktor ausgesetzt seien. Auch der Mensch gerät über die Luft und die Nahrung mit den Plastikteilchen in Kontakt. Beispielsweise rieselten auf Testflächen im Großraum Paris täglich 355 Mikroplastikteilchen pro Quadratmeter, ergab eine Studie aus dem Jahr 2016.

Schätzungsweise ein Drittel allen Plastikmülls lande früher oder später in Form von Mikro- und Nanoplastik in der Umwelt, erläutern die Forscher in einer Mitteilung des IGB. Große Stücke werden mit der Zeit zerrieben und verkleinern sich dadurch immer weiter. Den jetzt ausgewerteten Studien zufolge stammt ein großer Teil des Mülls außerdem aus unscheinbaren Quellen in privaten Haushalten. In der Waschmaschine lösen sich etwa Fasern aus Kunststoffkleidung, die über das Wasser in der Kläranlage landen, wo über 80 Prozent davon im Klärschlamm hängen bleiben. Dieser wird oft als Dünger ausgebracht – und mit ihm das Plastik, das sich noch Jahre später auf den Feldern findet. Auch Mikroplastik aus Kosmetikartikeln gelangt auf diese Weise in die Umwelt.

Laxe Umweltstandards erlauben es allerdings auch der Industrie, große Mengen von Mikroplastik in die Gewässer einzuleiten, so de Souza Machado und Kollegen in ihrer Veröffentlichung. Für eine genauere Bestandsaufnahme würden allerdings standardisierte Methoden zur Erfassung von Mikroplastik an Land fehlen. Während man im Meer einfach mit einem engmaschigen Netz auf Jagd nach den Plastikteilchen gehen kann, ist die Suche nach den Partikeln im Erdboden ungleich schwieriger.