de-en  EU/E3 trifft Iran: Atomabkommen im Interesse der Weltgemeinschaft - 11.01.2018 - Artikel
On Thursday, Jan. 11, the high representative of the EU for foreign and security policy and the Foreign Ministers of Germany, France and Britain met with the Iranian Foreign Minister.

It is a critical moment when the meeting of foreign ministers took place in Brussels. The nuclear deal with Iran is under scrutiny this week. The US president must decide in turn whether to recertify the agreement to the US Congress. At the same time, various conflict issues independent of the nuclear agreement overshadow the decision. And possible sanctions on the part of the US administration are also relevant.

Part of national security - The current situation is a balancing act for the European states. One thing is clear: the nuclear agreement [including the Vienna Nuclear Agreement (JCPoA)] has increased security in the Middle East.

Moreover, it is a key success to nuclear non-proliferation and the core element of the global non-proliferation architecture. For the European states, the preservation of the agreement is a central component of national security.
The EU therefore continues to support the agreement as long as Iran continues to implement its commitments. Foreign Minister Gabriel made this clear before the meeting: we firmly believe that the nuclear agreement must be maintained. It is in the European interest. It is in the interest of the world community. If the only agreement that has prevented the development of nuclear weapons in one region were destroyed now, that would be a devastating signal to everyone else.
Especially with regard to North Korea, a failure of the agreement would be a very bad signal, according to Gabriel. Therefore, the foreign ministers also appealed to the Allies to help ensure that the agreement is kept in place.

The need for talking - Meanwhile, the overall political situation in which the nuclear agreement has struggled is difficult. Foreign Minister Gabriel made it clear that regardless of the agreement, there are issues that urgently need to be discussed with Iran. The human rights situation, and not the least, the recent demonstrations in Iran, are a major concern for EU foreign ministers. Gabriel reiterated the European point of view: "We are firmly convinced that there must be a freedom to demonstrate." But even in foreign policy, Iran's role in the region is "more than problematic". These issues must be dealt with, but not confused with the nuclear agreement. These are politically separate action fields. The foreign ministers agreed on Thursday that there will be close dialogue with Iran on these conflict issues in the future.
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Am Donnerstag (11.01.)
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Es ist ein entscheidender Zeitpunkt, zu dem das Treffen der Außenminister in Brüssel stattfand.
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Das Atomabkommen mit Iran steht in dieser Woche wiederholt auf dem Prüfstand.
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Gleichzeitig überschatten diverse Konfliktthemen unabhängig des Atomabkommens die Entscheidung.
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Und auch mögliche Sanktionen seitens der US-Administration stehen im Raum.
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Es ist im europäischen Interesse.
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Es ist im Interesse der Weltgemeinschaft.
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Um diese Themen müsse man sich kümmern, ohne sie jedoch mit dem Atomabkommen zu vermengen.
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Es sind politisch voneinander getrennte Handlungsfelder.
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lollo1a • 3415  commented on  unit 1  9 months, 4 weeks ago

Am Donnerstag (11.01.) trafen sich die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens mit dem iranischen Außenminister.

Es ist ein entscheidender Zeitpunkt, zu dem das Treffen der Außenminister in Brüssel stattfand. Das Atomabkommen mit Iran steht in dieser Woche wiederholt auf dem Prüfstand. Der amerikanische Präsident muss turnusgemäß entscheiden, ob er das Abkommen gegenüber dem US-Kongress erneut zertifiziert. Gleichzeitig überschatten diverse Konfliktthemen unabhängig des Atomabkommens die Entscheidung. Und auch mögliche Sanktionen seitens der US-Administration stehen im Raum.

Bestandteil der nationalen Sicherheit

Die gegenwärtige Situation ist ein Balance-Akt für die europäischen Staaten. Klar ist: das Atomabkommen (auch Wiener Nuklearvereinbarung (JCPoA)) hat die Sicherheit im Mittleren Osten erhöht.

Darüber hinaus ist es ein entscheidender Erfolg der nuklearen Nichtverbreitung und Kernelement der globalen Nichtverbreitungsarchitektur. Für die europäischen Staaten ist die Bewahrung des Abkommens zentraler Bestandteil der nationalen Sicherheit.
Die EU steht deshalb weiterhin hinter dem Abkommen, solange Iran seine Verpflichtungen wie bisher weiter umsetzt. Außenminister Gabriel machte dies vor dem Treffen deutlich:

Wir sind der festen Überzeugung, dass das Nuklearabkommen erhalten werden muss. Es ist im europäischen Interesse. Es ist im Interesse der Weltgemeinschaft. Wenn jetzt das einzige Abkommen, das verhindert hat, dass in einer Region Atomwaffen entwickelt werden, zerstört würde, wäre das ein verheerendes Signal für alle anderen.
Vor allem mit Blick auf Nordkorea wäre ein Scheitern des Abkommens laut Gabriel ein sehr schlechtes Zeichen. Deswegen appellierten die Außenminister auch an die Alliierten, mitzuhelfen, dass das Abkommen Bestand hat.

Redebedarf

Schwierig gestaltet sich indes die politische Gesamtlage, in der um das Atomabkommen gerungen wird. Außenminister Gabriel machte deutlich, dass es unabhängig vom Abkommen Themen gebe, die dringend mit Iran diskutiert werden müssten. Die Menschenrechtssituation und nicht zuletzt die jüngsten Demonstrationen in Iran bereiten den Außenministern der EU große Sorge. Gabriel wiederholte den europäischen Standpunkt: „Wir sind der festen Überzeugung, dass es eine Demonstrationsfreiheit geben muss.“ Aber auch außenpolitisch sei die Rolle des Iran in der Region „mehr als problematisch“. Um diese Themen müsse man sich kümmern, ohne sie jedoch mit dem Atomabkommen zu vermengen. Es sind politisch voneinander getrennte Handlungsfelder. Die Außenminister haben am Donnerstag gemeinsam verabredet, dass zu diesen Konfliktthemen künftig ein enger Dialog mit Iran stattfinden werde.