de-en  Menschenrechtsbeauftragte zur Lage der Menschenrechte in den Philippinen 15.12.2017 - Pressemitteilung
On the situation of human rights in the Philippines, the Federal Government Commissioner for Human Rights Policy and Humanitarian Aid at the Federal Foreign Office, Barbara Kofler said today (December 15): The human rights situation in the Philippines raises concerns in more ways than one. Even though the number of deaths has declined recently, the so-called "war on drugs" has already claimed thousands of victims without their deaths being resolved by the criminal justice system. Particularly alarming are the growing threats against those campaigning to preserve and protect human rights in the Philippines.

As a member of the United Nations Human Rights Council, the Philippines has a special responsibility to respect human rights. This responsibility requires it to respect the rule of law in the fight against drug-related crime. All killings related to drug offenses need to be investigated.

Civil society makes an indispensable contribution to the protection of human rights in a state system under the rule of law. It is the government's responsibility to protect civil society groups and political activists, in particular, from the potential dangers they may face as a result of their work. Threats against human rights defenders can not be dismissed as a joke. They affect the international reputation of the Philippines as a state committed to the rule of law and human rights.

The Federal Government calls upon the Philippine Government to ensure the freedom and protection of civil society.
Background: Since the inauguration of President Rodrigo Duterte's term in July 2016, thousands have fallen victim to the so-called war on drugs. In almost all cases, no information was provided by the criminal justice system. According to official figures, 3,900 people have been killed in the fight against drug-related crime since the beginning of Duterte's term; human rights organizations have counted the number of deaths at well over 10,000.

In the past, President Duterte has repeatedly responded to criticism from local human rights organizations and the Philippine National Human Rights Commission against the brutal crackdown on drug-related crime with threats.
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): Die Lage der Menschenrechte in den Philippinen bereitet Sorge in mehrfacher Hinsicht.
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Alle Tötungen, die mit Drogenvergehen in Zusammenhang stehen, müssen untersucht werden.
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Drohungen gegen Menschenrechtsverteidiger können nicht als Scherze abgetan werden.
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In fast allen Fällen fand keine Aufklärung durch die Strafjustiz statt.
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Zur Lage der Menschenrechte in den Philippinen sagte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler, heute (15.12.):

Die Lage der Menschenrechte in den Philippinen bereitet Sorge in mehrfacher Hinsicht. Auch wenn die Zahl der Todesfälle in letzter Zeit zurückgegangen ist: Im sogenannten Krieg gegen Drogen sind bereits Tausende Opfer zu beklagen, ohne dass deren Tod durch die Strafjustiz aufgeklärt worden wäre. Besonders beunruhigend sind die zunehmenden Drohungen gegen diejenigen, die sich für den Erhalt und den Schutz der Menschenrechte in den Philippinen einsetzen.

Als Mitglied des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen haben die Philippinen eine besondere Verantwortung für die Einhaltung der Menschenrechte. Diese Verantwortung gebietet es bei der Bekämpfung von Drogenkriminalität rechtsstaatliche Prinzipien zu beachten. Alle Tötungen, die mit Drogenvergehen in Zusammenhang stehen, müssen untersucht werden.

Die Zivilgesellschaft leistet einen unentbehrlichen Beitrag für die Wahrung der Menschenrechte in einem rechtsstaatlichen System. Es liegt in der Verantwortung der Regierung, zivilgesellschaftliche Gruppen und politische Aktivisten zu schützen, insbesondere vor möglichen Gefahren, denen sie wegen ihrer Arbeit ausgesetzt sind. Drohungen gegen Menschenrechtsverteidiger können nicht als Scherze abgetan werden. Sie beinträchtigen das internationale Ansehen der Philippinen als den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte verpflichtetem Staat.

Die Bundesregierung appelliert an die philippinische Regierung, die Freiheit und den Schutz der Zivilgesellschaft zu gewährleisten.
Hintergrund:

Seit Beginn der Amtszeit von Präsident Rodrigo Duterte im Juli 2016 fielen Tausende Menschen dem sogenannten Krieg gegen Drogen zum Opfer. In fast allen Fällen fand keine Aufklärung durch die Strafjustiz statt. Nach offiziellen Angaben wurden in der Bekämpfung von Drogenkriminalität seit Beginn der Amtszeit Dutertes bisher 3.900 Menschen getötet, Menschenrechtsorganisationen beziffern die Zahl der Getöteten auf weit über 10.000.

Auf Kritik von lokalen Menschenrechtsorganisationen sowie der nationalen Menschenrechtskommission der Philippinen gegen das brutale Vorgehen in der Bekämpfung von Drogenkriminalität reagierte Präsident Duterte in der Vergangenheit wiederholt mit Drohungen.