de-en  Außenminister Gabriel zur Lage in Syrien 11.12.2017 - Pressemitteilung
Much as we would wish for it after long years of violence and conflict, the crisis in Syria is still not over. The continuing clashes hit many people with unabated hardship; the humanitarian situation is still dramatic. That is why the federal government is providing a further 120 million Euros for humanitarian aid in Syria and neighboring countries.

More than 13 million people, two-thirds of Syria's original population, depend on help to survive. From areas like Ghouta in the east of Damascus, which continue to be besieged by the Syrian regime, every day we see images of starving children and a barely-to-describe destruction.

Also the neighboring countries, offering shelter and protection to so many desperate people, still need our support. They deserve our great respect for everything that has been done in coping with the great hardship. Persistent peace can not be achieved militarily, stability will only be found in Syria in an inclusive, political solution. Therefor we call on Assad's supporters, especially Russia and Iran, to work hard to ensure that the regime at length comes together with the opposition in Geneva, embarks on substantive negotiations and no longer blocks the path to a sustainable solution to the conflict.

Background: The more IS is pushed back, the clearer is the need of the people and the humanitarian needs in the areas that are only now accessible to the helpers. In addition to providing people with food, medicines and other relief supplies, the protection of vulnerable groups such as children, women and the elderly is at the foreground of humanitarian efforts.

Before the onset of the winter, the Refugee Agency of the United Nations (UNHCR) will be supported with additional 60 million Euros and the Humanitarian Fund of the United Nations with additional 15 million Euros, to ensure the protection of the most vulnerable in Syria and the neighboring countries, as well as help internally displaced persons and refugees with winter-proof accommodation and warm clothes.

The Auswärtige Amt (Foreign Office) is supporting the World Food Program (WFP) with further 15 million euros, to secure food supply for hundreds of thousands of refugees in Lebanon and in Jordan. Also the International Committee of the Red Cross (25 million euros) and the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees (5 million euros), who are among the most vulnerable groups, are receiving funding.

The United Nations assistance plans for Syria and the region are significantly underfunded. In 2017 the Bundesregierung (federal government) provided a total of about 720 million euros for the humanitarian aid in the context of the Syrian crisis, making it the second largest humanitarian donor (after the USA).

So sehr wir es nach langen Jahren von Gewalt und Konflikt wünschen würden: Noch ist die Syrien-Krise nicht vorbei. Die anhaltenden Kampfhandlungen treffen viele Menschen mit unverminderter Härte, die humanitäre Lage ist nach wie vor dramatisch. Die Bundesregierung stellt daher weitere 120 Mio Euro für humanitäre Hilfe in Syrien und den Nachbarländern zur Verfügung.

Über 13 Mio Menschen – zwei Drittel der ursprünglichen Bevölkerung Syriens – sind auf Hilfe angewiesen, um zu überleben. Aus Gebieten, wie der Ghouta im Osten von Damaskus, die weiterhin durch das syrische Regime belagert werden, erreichen uns jeden Tag Bilder hungernder Kinder und einer kaum zu beschreibenden Zerstörung.

Auch die Nachbarländer, die so vielen Verzweifelten Aufnahme und Schutz bieten, brauchen nach wie vor unsere Unterstützung. Sie verdienen unseren großen Respekt für alles, was bei der Bewältigung der großen Not geleistet wurde. Dauerhafter Frieden ist militärisch nicht zu erreichen, Stabilität wird Syrien nur in einer inklusiven, politischen Lösung finden können. Deshalb fordern wir die Unterstützer Assads, insbesondere Russland und Iran, auf, sich mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass das Regime sich in Genf endlich mit der Opposition an einen Tisch setzt, substantielle Verhandlungen aufnimmt und den Weg zu einer nachhaltigen Lösung des Konflikts nicht länger blockiert.

Hintergrund:

Je weiter es gelingt, IS zurückzudrängen, umso klarer treten die Not der Menschen und der humanitäre Bedarf auch in den Gebieten zutage, die erst jetzt für die Helfer zugänglich werden. Neben der Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen Hilfsgütern steht der Schutz besonders gefährdeter Gruppen wie Kindern, Frauen und alten Menschen im Vordergrund der humanitären Anstrengungen.

Vor dem einsetzenden Winter werden das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) zusätzlich mit 60 Mio Euro und die humanitären Gemeinschaftsfonds der Vereinten Nationen mit weiteren 15 Mio Euro unterstützt, um in Syrien und den Nachbarländern den Schutz besonders bedürftiger Menschen zu gewährleisten und Binnenvertriebenen sowie Flüchtlingen zu winterfesten Unterkünften und warmer Kleidung zu verhelfen.

Das Auswärtige Amt unterstützt das Welternährungsprogramm (WFP) mit weiteren 15 Mio Euro, um die Nahrungsmittelversorgung hunderttausender Flüchtlinge im Libanon und in Jordanien sicherzustellen. Ebenfalls gefördert werden das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (25 Mio Euro) sowie das Hilfswerk der Vereinten Nationen für die Palästina-Flüchtlinge (5 Mio Euro), die vor allem in Syrien zu den besonders schutz- und hilfsbedürftigen Gruppen zählen.

Die Hilfspläne der Vereinten Nationen für Syrien und die Region sind deutlich unterfinanziert. 2017 hat die Bundesregierung im Kontext der Syrienkrise insgesamt rund 720 Mio Euro für die humanitäre Hilfe zur Verfügung gestellt und ist damit zweitgrößter humanitärer Geber (nach den USA).