de-en  EU und Japan vereinbaren größtes Freihandelsabkommen in der Geschichte der Europäischen Union
July 19, 2018 - Article — Council President Tusk: "On a scale of 1 to 10, this agreement is a 10." On Tuesday (July 17), after five years of negotiations, the EU and Japan have completed a comprehensive Economic Partnership Agreement (EPA). EU Commission President Jean-Claude Juncker and EU Council President Donald Tusk travelled for the signing ceremony to Tokyo.

Together with the Japanese Prime Minister Shinzō Abe, Juncker and Tusk emphasized the significance of the agreement, which sets a clear example for "free, fair and rules-based trade and against protectionism," as it is reported in the mutual closing statement.

The free trade agreement will bring along with it extensive exonerations for the economy as well as for the consumers in the EU and in Japan. As a result of the agreement, a common economic area for over 600 million people is formed, in which more than a quarter of the world's gross domestic product is generated.

Medical technology and agricultural products from Europe will be cheaper in Japan, Japanese wine or electronics in the EU. Upon entry into force of the agreement, more than 90% of EU exports to Japan will be exempt from customs duties. After expiration of the transition periods in effect for a few sectors, such as the agricultural market, 99% of all EU exports to Japan will be duty-free. As a result, European producers will save about one billion Euro in duty payments in trade with Japan. European products like meat or cheese from the EU will clearly become cheaper for Japanese consumers as a result.

Conversely, the import duties on Japanese imported products in the European Union that have been in effect until now will cease to apply. Electronic appliances and entertainment electronics from Japan, for example, were taxed until now at 14% upon importation into the EU; for Japanese cars, duties amounting to 10% accrued.

Substantial successes could also be achieved in the case of so-called, non-tariff trade barriers. Various technical regulations and standards have in the past made EU exports up to 30% more expensive in some areas. The EU and Japan have now agreed on the recognition of international norms and standards and mechanisms in a wide range of areas in order to avoid such trade barriers in the future. For example, motor vehicles, pharmaceuticals and medical technology will be easier to export in the future. At the same time, the right of both sides to maintain regulations in the future is being preserved.

High Standards for Consumers, Workers and the Environment With the conclusion of the Partnership Agreement, the EU and Japan are further expanding their close economic ties. The deal was facilitated by the similarly high standards and shared core values of both partners.

Thus, the EU and Japan mutually secure the fulfillment of the regulations on occupational safety prescribed by the International Labor Organization. The same applies to the implementation of multilateral environmental agreements as well as the Paris climate protection agreement.

Therewith, the agreement with the value partner Japan shows how a broad reduction of trade barriers can be accompanied with high standards of protection for the environment, consumers and employees as well as clear commitments for sustainability. With regulations as to sustainable trade as well as to competition the EU and Japan strive to open wider and to cultivate the global trade system. The entry into force of the EPA still requires the approval of the Council of the EU, where the national governments are represented, and the European Parliament. The German Bundestag can introduce opinions that are taken into account by the Federal Government.
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ein umfassendes Freihandelsabkommen (Economic Partnership Agreement/EPA) abgeschlossen.
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Wesentliche Erfolge konnten auch bei sogenannten nicht-tarifären Handelsbarrieren erzielt werden.
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Dabei bleibt das Recht beider Seiten bewahrt, auch in Zukunft Regulierungen vorzunehmen.
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19.07.2018 - Artikel
Ratspräsident Tusk: „Auf einer Skala von 1 bis 10 ist dieses Abkommen eine 10.“

Nach fünfjährigen Verhandlungen haben die EU und Japan am Dienstag (17.07.) ein umfassendes Freihandelsabkommen (Economic Partnership Agreement/EPA) abgeschlossen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk waren für die feierliche Unterzeichnung nach Tokio gereist.

Gemeinsam mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzō Abe betonten Juncker und Tusk die Bedeutung des Abkommens, das ein deutliches Zeichen für „freien, fairen und regelbasierten Handel und gegen Protektionismus“ setzt“, wie es in der gemeinsamen Abschlusserklärung heißt.

Das Freihandelsabkommen wird weitreichende Erleichterungen für die Wirtschaft sowie die Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU und in Japan mit sich bringen. Durch die Vereinbarung entsteht ein gemeinsamer Wirtschaftsraum für über 600 Millionen Menschen, in dem mehr als ein Viertel des globalen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet wird.

Medizintechnik und Agrarprodukte aus Europa werden in Japan günstiger, japanischer Wein oder Elektronik in der EU
Mit Inkrafttreten des Abkommens werden über 90% der EU-Ausfuhren nach Japan von Zöllen befreit sein. Nach Ablauf der für einige Bereiche, etwa den Agrarmarkt, geltenden Übergangsfristen werden 99% aller EU-Exporte nach Japan zollfrei sein. Damit sparen europäische Produzenten etwa eine Milliarde Euro an Zollzahlungen beim Handel mit Japan. Europäische Produkte wie Fleisch oder Käse aus der EU werden für die japanischen Verbraucher dadurch deutlich günstiger.

Umgekehrt fallen die bisher geltenden Einfuhrzölle auf japanische Importprodukte in der Europäischen Union künftig weitgehend weg. Elektronische Geräte und Unterhaltungselektronik aus Japan etwa wurden bisher bei der Einfuhr in die EU mit 14% besteuert, für japanische Autos fielen Zölle in Höhe von 10% an.

Wesentliche Erfolge konnten auch bei sogenannten nicht-tarifären Handelsbarrieren erzielt werden. Unterschiedliche technische Vorschriften und Normen haben in der Vergangenheit EU-Exporte in manchen Bereichen um bis zu 30% verteuert. Die EU und Japan haben sich nun in einer Vielzahl von Bereichen auf die Anerkennung internationaler Normen und Standards sowie auf Mechanismen geeinigt, um solche Handelsbarrieren künftig zu vermeiden. So können beispielsweise Kraftfahrzeuge, Arzneimittel und Medizintechnik künftig leichter exportiert werden. Dabei bleibt das Recht beider Seiten bewahrt, auch in Zukunft Regulierungen vorzunehmen.

Hohe Standards für Verbraucher/innen, Arbeitnehmer/innen und die Umwelt
Mit dem Abschluss des Partnerschaftsabkommens bauen die EU und Japan ihre engen wirtschaftlichen Beziehungen weiter aus. Der Abschluss wurde durch die ähnlich hohen Standards und gemeinsamen Grundwerte beider Partner erleichtert.

So sichern sich die EU und Japan gegenseitig die Erfüllung der von der Internationalen Arbeitsorganisation vorgegebenen Regelungen zum Arbeitsschutz zu. Gleiches gilt für die Umsetzung multilateraler Umweltabkommen sowie des Pariser Klimaschutzabkommens.

Damit zeigt das Abkommen mit dem Wertepartner Japan, wie ein weitgehender Abbau von Handelsbarrieren mit hohen Schutzstandards für Umwelt, Verbraucher und Arbeitnehmer sowie klaren Verpflichtungen für Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen kann. Mit Regeln etwa zu nachhaltigem Handel sowie Wettbewerb streben die EU und Japan ebenso an, das globale Handelssystem weiter zu öffnen und fortzuentwickeln

Dem Inkrafttreten des EPA muss noch der Rat der EU, in dem die nationalen Regierungen vertreten sind, sowie das Europäische Parlament zustimmen. Der Deutsche Bundestag kann sich durch Stellungnahmen einbringen, die von der Bundesregierung zu berücksichtigen sind.