de-en  Jägers Abendlied von J.W. Goethe

Jägers Abendlied
Im Felde schleich ich still und wild,
Gespannt mein Feuerrohr.
Da schwebt so licht dein liebes Bild,
Dein süßes Bild mir vor.

Du wandelst jetzt wohl still und mild
Durch Feld und liebes Tal,
Und ach , mein schnell verrausschend Bild,
Stellt sich dirs nich einmal ?

Des Menschen , der die Welt durchstreift
Voll Unmut und Verdruß,
Nach Osten und nach Westen schweift,
Weil er dich lassen muß.

Mir isr er , denk ich nur an dich ,
Als in den Mond zu sehn;
Ein stiller Friede kommt auf mich ,
Weiß nicht , wie mir geschehn.