de-en  Johann Wolfgang von Goethe: Gedichte. Ausgabe letzter Hand - Kapitel 25
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Glück der Entfernung.
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Trink, o Jüngling!
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heilges Glücke Taglang aus der Liebsten Blicke; Abends gaukl ihr Bild dich ein.
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Kein Verliebter hab es besser; Doch das Glück bleibt immer größer, Fern von der Geliebten sein.
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Ewge Kräfte, Zeit und Ferne, Heimlich wie die Kraft der Sterne, Wiegen dieses Blut zur Ruh.
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Frei von Furcht, zu groß zum Neide, Lieb ich, ewig lieb ich sie!
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Glück der Entfernung.

Trink, o Jüngling! heilges Glücke
Taglang aus der Liebsten Blicke;
Abends gaukl ihr Bild dich ein.
Kein Verliebter hab es besser;
Doch das Glück bleibt immer größer,
Fern von der Geliebten sein.

Ewge Kräfte, Zeit und Ferne,
Heimlich wie die Kraft der Sterne,
Wiegen dieses Blut zur Ruh.
Mein Gefühl wird stets erweichter;
Doch mein Herz wird täglich leichter,
Und mein Glück nimmt immer zu.

Nirgends kann ich sie vergessen,
Und doch kann ich ruhig essen,
Heiter ist mein Geist und frei;
Und unmerkliche Betörung
Macht die Liebe zur Verehrung,
Die Begier zur Schwärmerei.

Aufgezogen durch die Sonne
Schwimmt im Hauch ätherscher Wonne
So das leichtste Wölkchen nie,
Wie mein Herz in Ruh und Freude.
Frei von Furcht, zu groß zum Neide,
Lieb ich, ewig lieb ich sie!