de-en  Auswärtiges Amt zur Lage in Äthiopien 08.06.2018 - Pressemitteilung
On the situation in Ethiopia, a spokeswoman for the Foreign Office today declared (8.06.): On Tuesday not only the Ethiopian Parliament abolished the state of emergency. The governing body of the Ethiopian government party under Prime Minister Dr. Ably Ahmed also has decided to end the boundary dispute with Eritrea and intends to recognize and implement the Algiers Accord from the year 2000. The Federal Government welcomes these steps, which can make an important contribution towards greater peace and stability in Ethiopia and the region.

We encourage the Ethiopian leadership to continue the reform process decisively and to continue to work to ensure that all Ethiopian citizens live in peace, participate in political life and can represent their interests appropriately in the political process. Furthermore, Germany is ready to contribute to Ethiopia's political and economic development and to support peace efforts, based on democratic principles and human rights.
Background: The Ethiopian government, due to mass protest action on the 16th of February established a state of emergency for half a year. The Federal Foreign Office had expressed its concern about this step shortly thereafter. Prime Minister Dr. Ably Ahmed, in office since the beginning of April, had announced initiating reforms and being responsive to the concerns of the protestors. Since then, the situation has calmed down in Ethiopia, so that the state of emergency could be provisionally ended now, by a decision of parliament.

The Ethiopian-Eritrean conflict has influenced the policies of the two states for decades. With the ceasefire agreement of Algiers (18.06.2000), a two-year war (1998-2000), between the two states was ended . A border commission presented a ruling in 2002 which awards a few important strategic locations in the disputed border area (for example, Badme) to Eritrea. So far, the Ethiopian government did not recognize this regulation, fighting again and again took place in the border area. When he took office at the beginning of April, Ethiopian Prime Minister Dr. Abiy Ahmed announced a new dialogue with Eritrea. Tuesday evening it was announced that the Executive Committee of the governing party in Ethiopia had decided to accept and implement the then negotiated agreement of Algiers.
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Zur Lage in Äthiopien erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts heute (08.06.
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): Am Dienstag hat nicht nur das äthiopische Parlament den Ausnahmezustand aufgehoben.
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Hintergrund: Die äthiopische Regierung hatte wegen Massenprotesten am 16.
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Februar für ein halbes Jahr den Ausnahmezustand ausgerufen.
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Das Auswärtige Amt hatte kurz darauf seine Besorgnis über diesen Schritt erklärt.
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Der äthiopisch-eritreische Konflikt prägt seit Jahrzehnten die Politik der beiden Staaten.
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Badme) des umstrittenen Grenzgebiets zuspricht.
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anitafunny • 6239  commented on  unit 9  5 months, 1 week ago
bf2010 • 4794  commented on  unit 15  5 months, 1 week ago

Zur Lage in Äthiopien erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts heute (08.06.):

Am Dienstag hat nicht nur das äthiopische Parlament den Ausnahmezustand aufgehoben. Das Führungsgremium der äthiopischen Regierungspartei unter Premierminister Dr. Abiy Ahmed hat zudem beschlossen, die Grenzstreitigkeiten mit Eritrea zu beenden und das Abkommen von Algier aus dem Jahr 2000 anerkennen und umsetzen zu wollen. Die Bundesregierung begrüßt diese Schritte, die einen wichtigen Beitrag zu mehr Frieden und Stabilität in Äthiopien und in der Region leisten können.

Wir ermutigen die äthiopische Führung, den Reformkurs entschlossen fortzuführen und weiter darauf hinzuwirken, dass alle äthiopischen Bürger in Frieden leben, sich am politischen Leben beteiligen und ihre Interessen im politischen Prozess angemessen vertreten können. Deutschland ist weiterhin bereit, zu Äthiopiens politischer und wirtschaftlicher Entwicklung beizutragen und Friedensbemühungen zu unterstützen, auf der Basis von demokratischen Prinzipien und Menschenrechten.
Hintergrund:
Die äthiopische Regierung hatte wegen Massenprotesten am 16. Februar für ein halbes Jahr den Ausnahmezustand ausgerufen. Das Auswärtige Amt hatte kurz darauf seine Besorgnis über diesen Schritt erklärt. Der seit Anfang April amtierende Premierminister Dr. Abiy Ahmed hatte angekündigt, Reformen anzustoßen und auf die Anliegen der Protestierenden einzugehen. Seitdem hat sich die Lage in Äthiopien beruhigt, so dass der Ausnahmezustand nun durch Parlamentsbeschluss vorzeitig beendet wurde.

Der äthiopisch-eritreische Konflikt prägt seit Jahrzehnten die Politik der beiden Staaten. Mit dem Waffenstillstandsabkommen von Algier (18.06.2000) wurde ein zweijähriger Krieg (1998 – 2000) beider Staaten beendet. Eine Grenzkommission legte im Jahr 2002 einen Schiedsspruch vor, der Eritrea einige wichtige strategische Orte (z.B. Badme) des umstrittenen Grenzgebiets zuspricht. Bisher erkannte äthiopische Regierung diese Regelung nicht an, es kam im Grenzgebiet immer wieder zu Kampfhandlungen. Bei seinem Amtsantritt Anfang April hatte der äthiopische Premierminister Dr. Abiy Ahmed einen neuen Dialog mit Eritrea angekündigt. Dienstagabend wurde bekannt, dass das Exekutivkomitee der Regierungspartei in Äthiopien die Akzeptanz und Umsetzung des damals ausgehandelten Abkommen von Algier beschlossen habe.