de-en  Johann Wolfgang von Goethe: Gedichte. Ausgabe letzter Hand - Kapitel 16
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Kriegserklärung.
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Wenn ich doch so schön wär | Wie die Mädchen auf dem Land.
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Sie tragen gelbe Hüte | Mit rosenrotem Band.
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Glauben, daß man schön sei, | Dächt ich, ist erlaubt.
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In der Stadt, ach!
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ich hab es | Dem Junker geglaubt.
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Nun im Frühling, ach!
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ists | Um die Freuden getan; | Ihn ziehen die Dirnen, | Die ländlichen, an.
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Kriegserklärung.

Wenn ich doch so schön wär |
Wie die Mädchen auf dem Land.
Sie tragen gelbe Hüte |
Mit rosenrotem Band.

Glauben, daß man schön sei, |
Dächt ich, ist erlaubt.
In der Stadt, ach! ich hab es |
Dem Junker geglaubt.

Nun im Frühling, ach! ists |
Um die Freuden getan; |
Ihn ziehen die Dirnen, |
Die ländlichen, an.

Und die Taill und den Schlepp |
Verändr ich zur Stund; |
Das Leibchen ist länger, |
Das Röckchen ist rund.

Trage gelblichen Hut |
Und ein Mieder wie Schnee,
Und sichle mit andern |
Den blühenden Klee.

Spürt er unter dem Chor |
Etwas Zierliches aus, |
Der lüsterne Knabe, |
Er winkt mir ins Haus.

Ich begleit ihn verschämt, |
Und er kennt mich noch nicht, |
Er kneipt mir die Wangen |
Und sieht mein Gesicht.

Die Städterin droht |
Euch Dirnen den Krieg, |
Und doppelte Reize |
Behaupten den Sieg.