de-en  Johann Wolfgang von Goethe: Gedichte. Ausgabe letzter Hand - Kapitel 11
unit 1
Der Musensohn.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 5 months, 1 week ago
unit 2
Durch Feld und Wald zu schweifen, | Mein Liedchen wegzupfeifen, | So gehts von Ort zu Ort!
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 5 months, 1 week ago
unit 3
Und nach dem Takte reget, | Und nach dem Maß beweget | Sich alles an mir fort.
2 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 5 months, 1 week ago
unit 4
Ich kann sie kaum erwarten, | Die erste Blum im Garten, | Die erste Blüt am Baum.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 5 months, 1 week ago
unit 5
Sie grüßen meine Lieder, | Und kommt der Winter wieder, | Sing ich noch jenen Traum.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 5 months, 1 week ago
unit 6
Ich sing ihn in der Weite, | Auf Eises Läng und Breite, | Da blüht der Winter schön!
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 5 months, 1 week ago
unit 7
Auch diese Blüte schwindet, | Und neue Freude findet | Sich auf bebauten Höhn.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 5 months, 1 week ago
unit 8
Denn wie ich bei der Linde | Das junge Völkchen finde, | Sogleich erreg ich sie.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 5 months, 1 week ago
unit 9
Der stumpfe Bursche bläht sich, | Das steife Mädchen dreht sich | Nach meiner Melodie.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 5 months, 1 week ago
unit 10
Ihr gebt den Sohlen Flügel | Und treibt durch Tal und Hügel | Den Liebling weit von Haus.
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 5 months, 1 week ago
unit 11
Ihr lieben holden Musen, | Wann ruh ich ihr am Busen | Auch endlich wieder aus?
1 Translations, 1 Upvotes, Last Activity 5 months, 1 week ago
anitafunny • 6239  commented on  unit 3  5 months, 1 week ago

Der Musensohn.

Durch Feld und Wald zu schweifen, |
Mein Liedchen wegzupfeifen, |
So gehts von Ort zu Ort!
Und nach dem Takte reget, |
Und nach dem Maß beweget |
Sich alles an mir fort.

Ich kann sie kaum erwarten, |
Die erste Blum im Garten, |
Die erste Blüt am Baum.
Sie grüßen meine Lieder, |
Und kommt der Winter wieder, |
Sing ich noch jenen Traum.

Ich sing ihn in der Weite, |
Auf Eises Läng und Breite, |
Da blüht der Winter schön!
Auch diese Blüte schwindet, |
Und neue Freude findet |
Sich auf bebauten Höhn.

Denn wie ich bei der Linde |
Das junge Völkchen finde, |
Sogleich erreg ich sie.
Der stumpfe Bursche bläht sich, |
Das steife Mädchen dreht sich |
Nach meiner Melodie.

Ihr gebt den Sohlen Flügel |
Und treibt durch Tal und Hügel |
Den Liebling weit von Haus.
Ihr lieben holden Musen, |
Wann ruh ich ihr am Busen |
Auch endlich wieder aus?