de-en  Johann Wolfgang von Goethe: Gedichte. Ausgabe letzter Hand - Kapitel 6
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Stirbt der Fuchs, so gilt der Balg.

Nach Mittage saßen wir |
Junges Volk im Kühlen; |
Amor kam, und Stirbt der Fuchs |
Wollt er mit uns spielen.

Jeder meiner Freunde saß |
Froh bei seinem Herzchen; |
Amor blies die Fackel aus, |
Sprach: Hier ist das Kerzchen!

Und die Fackel, wie sie glomm, |
Ließ man eilig wandern, |
Jeder drückte sie geschwind |
In die Hand des andern.

Und mir reichte Dorilis |
Sie mit Spott und Scherze; |
Kaum berührt mein Finger sie, |
Hell entflammt die Kerze, |

Sengt mir Augen und Gesicht, |
Setzt die Brust in Flammen, |
Über meinem Haupte schlug |
Fast die Glut zusammen.

Löschen wollt ich, patschte zu, |
Doch es brennt beständig; |
Statt zu sterben, ward der Fuchs |
Recht bei mir lebendig.